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	<title>Erich Reitzenstein - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erich_Reitzenstein&amp;diff=1920167&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tohma: Kat nach Text</title>
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		<updated>2024-07-31T08:08:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kat nach Text&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erich Reitzenstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. August]] [[1897]] in [[Straßburg]]; † [[27. Februar]] [[1976]] in [[Mainz]]) war ein deutscher [[Klassische Philologie|Klassischer Philologe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Erich Reitzenstein wurde 1897 als jüngerer der zwei Söhne des Philologen und Religionshistorikers [[Richard Reitzenstein]] (1861–1931) geboren. Sein Vater zog 1911 nach [[Freiburg im Breisgau|Freiburg]] und lehrte ab 1914 an der [[Georg-August-Universität Göttingen|Georg-August-Universität]] in [[Göttingen]]. Am dortigen [[Max-Planck-Gymnasium (Göttingen)|Städtischen Gymnasium]] legte Erich Reitzenstein 1916 das [[Abitur]] ab. Gleich danach meldete er sich als [[Freiwilliger (Militär)|Kriegsfreiwilliger]] und wurde als [[Infanterie|Infanterist]] an die [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]] geschickt, wo er bis zum Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] stationiert war. Er stieg bis zum [[Leutnant]] auf und wurde mit dem [[Eisernes Kreuz|Eisernen Kreuz]] zweiter Klasse ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommersemester 1919 begann Reitzenstein an der Universität Göttingen sein Studium der Fächer Klassische Philologie und [[Romanistik]]. Er wechselte mehrmals die Universität. Nach mehreren Semestern in Göttingen, [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Freiburg]] und [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]] schloss er sein Studium in [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]] ab, wo ihn der Philologe [[Franz Boll (Philologe)|Franz Boll]] beeinflusste. Bei ihm verfasste Reitzenstein seine [[Dissertation]] über die Schrift des [[Theophrastos von Eresos]] {{lang|grc|περὶ μετεώρων}} (&amp;#039;&amp;#039;Über Himmelserscheinungen&amp;#039;&amp;#039;), die erst wenige Jahre zuvor von [[Gotthelf Bergsträßer]] aus dem [[Arabische Sprache|Arabischen]] rückübersetzt worden war. 1923 wurde Reitzenstein mit der Dissertation &amp;#039;&amp;#039;Theophrast bei [[Epikur]] und [[Lukrez]]&amp;#039;&amp;#039; [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Ein wichtiges Ergebnis seiner Arbeit war, dass erstmals die Abhängigkeit Epikurs von der Physik der [[Peripatos|Peripatetiker]] aufgezeigt und bewiesen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Studium absolvierte Reitzenstein sein Probejahr und arbeitete als Privatschullehrer und [[Lektor (Universität)|Lektor]] in [[Bologna]]. Die schwierige wirtschaftliche Situation der 1920er Jahre verzögerte sein berufliches Fortkommen. 1926 eröffnete sich ihm die akademische Laufbahn: Er wurde Hilfsassistent an der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Universität Bonn]] und [[Habilitation|habilitierte]] sich hier 1929 bei [[Christian Jensen (Altphilologe)|Christian Jensen]] mit der Schrift &amp;#039;&amp;#039;Zur Stiltheorie des [[Kallimachos]]&amp;#039;&amp;#039;. Erst 1933 wurde er zum Oberassistenten ernannt. Er verfasste zahlreiche Aufsätze zu [[Poetologie|poetologischen]] Themen. Seine umfangreichste Schrift aus dieser Zeit ist die [[Monografie]] &amp;#039;&amp;#039;Wirklichkeitsbild und Gefühlsentwicklung bei [[Properz]]&amp;#039;&amp;#039; (Leipzig 1936).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach seiner Ernennung zum nichtbeamteten außerordentlichen Professor in Bonn (1937) wechselte er im Wintersemester 1937/1938 an die [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Universität Halle]], wo er den [[Lehrstuhl]] für [[Gräzistik]] vertrat. 1938 wurde er zum Lehrstuhlinhaber (Ordinarius) ernannt. Von August 1939 bis Oktober 1940 und von August 1941 bis August 1944 leistete Reitzenstein als [[Reserve (Militärwesen)|Reserveoffizier]] Dienst im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]. Eine Verwundung im vorletzten Kriegsjahr ermöglichte ihm die Rückkehr auf seinen halleschen Lehrstuhl. 1945 wurde Reitzenstein von der sowjetischen Militäradministration zum &amp;#039;&amp;#039;Professor mit Lehrauftrag&amp;#039;&amp;#039; umberufen. Einen Ruf an die [[Universität Leipzig]] (1948) lehnte er ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reitzenstein war politisch eher konservativ eingestellt. Unter den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] war er Mitglied der [[Nationalsozialistische Volkswohlfahrt|Volkswohlfahrt]] und des [[Nationalsozialistischer Lehrerbund|Nationalsozialistischen Lehrerbundes]] gewesen, aber nicht der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]. 1945 trat er der [[Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR)|CDU]] bei. Nach dem Verbot des [[Spirituskreis]]es 1958 trat er aus der CDU aus, setzte sich mit dem Staatssekretär [[Wilhelm Girnus]] auseinander und [[Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR|floh danach im August dieses Jahres über West-Berlin in die Bundesrepublik Deutschland]]. Seine Bibliothek ließ er in Halle zurück. Darum nahm er seine in den 1940er Jahren unterbrochene Publikationstätigkeit lange nicht mehr auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Lehraufträgen in Mainz und Göttingen wurde Reitzenstein 1960 zum persönlichen Ordinarius an der [[Johannes Gutenberg-Universität Mainz|Universität Mainz]] ernannt. 1965 wurde er im Alter von 68 Jahren [[Emeritierung|emeritiert]]. Der Tod seiner Tochter brachte ihn 1967 dazu, wieder zu publizieren. Er schrieb über die Cornelia-Elegie des Properz. Mit seiner Frau Susanna, einer ausgebildeten Pianistin, hatte er mehrere Kinder und Enkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Theophrast bei Epikur und Lucrez&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Orient und Antike.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Winter, Heidelberg 1924.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wirklichkeitsbild und Gefühlsentwicklung bei Properz&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Philologus]].&amp;#039;&amp;#039; Supplementband 29, Heft 2). Dieterich, Leipzig 1936.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Terenz als Dichter&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Albae Vigiliae.&amp;#039;&amp;#039; Band 4). Pantheon, Leipzig 1940.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über die Elegie des Propertius auf den Tod der Cornelia&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Klasse der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 1970, Abhandlung 6). Verlag der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Klaus Sallmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Erich Reitzenstein †.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Gnomon (Zeitschrift)|Gnomon]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 48 (1976), S. 633–635 ([http://www.jstor.org/stable/27686567 Digitalisat bei JSTOR]).&lt;br /&gt;
* Ingeburg und [[Wolfgang Luppe]]: &amp;#039;&amp;#039;Prof. Dr. Erich Reitzenstein, Ordinarius für Klassische Philologie&amp;#039;&amp;#039;. In: Włodzimierz Appel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;„Magistri et discipuli“. Kapitel zur Geschichte der Altertumswissenschaften im 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Xenia Toruniensia.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 7). Wydawnictwo Uniwersytetu Mikołaja Kopernika,  Toruń 2002, S. 77–85.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|139899111|TYP=Literatur von}}&lt;br /&gt;
* {{CPH}}&lt;br /&gt;
* [https://www.gutenberg-biographics.ub.uni-mainz.de/personen/register/eintrag/erich-reitzenstein.html Erich Reitzenstein] im Mainzer Professorenkatalog&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Klassische Philologie in Halle&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Klassische Philologie in Mainz&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=139899111|LCCN=n/85/278623|VIAF=117150042}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reitzenstein, Erich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altphilologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Johannes Gutenberg-Universität Mainz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Mitglied (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1976]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Flüchtling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Reitzenstein, Erich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Reitzenstein, Erich Bruno&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Klassischer Philologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. August 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Straßburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Februar 1976&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Mainz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tohma</name></author>
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