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	<title>Erich Naumann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Druvorn: neue Quelle hinzugefügt</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;neue Quelle hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem  Naziverbrecher; zu anderen Personen dieses Namens siehe [[Erich Naumann (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Erich Naumann at the Nuremberg Trials.PNG|mini|Erich Naumann beim Einsatzgruppen-Prozess]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erich Naumann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. April]] [[1905]] in [[Meißen]]; † [[7. Juni]] [[1951]] in [[Justizvollzugsanstalt Landsberg|Landsberg am Lech]]) war ein deutscher [[SS-Brigadeführer]] und Generalmajor der Polizei, [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|SD]]-Oberabschnittsführer, vom November 1941 bis März 1943 Chef der [[Einsatzgruppe B]], die für den [[Massenmord]] im Bereich der [[Heeresgruppe Mitte]] zuständig war. Er wurde im Nürnberger [[Einsatzgruppen-Prozess]] 1948 verurteilt und als Kriegsverbrecher 1951 [[Hinrichtung|hingerichtet]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war seit dem 28. Juli 1928 mit Elisabeth Naumann, geb. Hauptvogel (* 14. Mai 1904 in Dresden) verheiratet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Er hatte mit ihr einen Sohn namens Wolfram (* 2. September 1931).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt; {{Internetquelle |titel=Personenheft Erich Naumann, Signatur B Rep. 057-01 : 2237 |url=https://www.landesarchiv-berlin.findbuch.net/php/main.php#42205265702e203035372d3031x10 |abruf=2025-08-31 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv BArch NS 23/9933&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach dem Schulbesuch an der mittleren Bürgerschule in Meißen begann Naumann 1921 eine kaufmännische Lehre. Er war danach als kaufmännischer Angestellter tätig und verließ im Oktober 1933 die Firma als Prokurist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. November 1929 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 170.257).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/545115&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang Februar 1930 trat er der [[Sturmabteilung|SA]] bei und wurde für diese ab Mitte November 1933 in [[Dresden]] hauptamtlich tätig. Zunächst war er als Führer des SA-Hochschulamts, obwohl er weder Student war noch über eine Hochschulausbildung verfügte und ab August 1934 als Hochschulverbindungsführer beim Leiter des SA-Ausbildungswesens. Bei der SA stieg er bis 1935 zum SA-Obersturmbannführer auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Jahr nach dem sogenannten „[[Röhm-Putsch]]“ wechselte er zum 1. Juli 1935 von der SA zur [[Schutzstaffel|SS]] (SS-Nummer 107.496) und wurde umgehend hauptamtlicher SS-Führer. Zeitgleich begann seine Mitarbeit im [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|Sicherheitsdienst der NSDAP]]. Naumann wurde hier Abteilungsleiter im Amt&amp;amp;nbsp;III des [[SD-Hauptamt]]es unter [[Heinz Jost]] und bekleidete diese Funktion bis Sommer 1936. Danach führte er bis Ende September 1937 den SD-Unterabschnitt Franken mit Dienstsitz in Nürnberg, dann bis Ende September 1938 den [[SD-Abschnitt|SD-Oberabschnitt Nord]] in [[Stettin]]. Mit dem [[Anschluss Österreichs]] im März 1938 übernahm er zusätzlich in Personalunion noch den SD-Oberabschnitt Österreich in [[Wien]]. Von September 1939 an war er schließlich für den SD-Ober- bzw. ab September 1939 de SD-Leitabschnitt Ost in [[Berlin]] zuständig. Zum Kriegsbeginn waren die bisherigen SD-Oberabschnitte umbenannt und an die regionale Struktur der Wehrkreise angepasst worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bezoek Himmler - Fotodienst der NSB - NIOD - 48067.jpeg|miniatur|Erich Naumann (ganz rechts) beim Besuch von Heinrich Himmler in Den Haag am 31. Januar 1944]]&lt;br /&gt;
Beim [[Überfall auf Polen]] übernahm Naumann im Rahmen der „[[Intelligenzaktion]]“ innerhalb des „[[Unternehmen Tannenberg|Unternehmens Tannenberg]]“ der Einsatzgruppen des [[Reichssicherheitshauptamt]]es die Führung der [[Einsatzgruppen|Einsatzgruppe VI]], zur „Bekämpfung aller reichs- und deutschfeindlichen Elemente rückwärts der fechtenden Truppe“ und gleichzeitig zur möglichst umfassenden Vernichtung der [[Polen (Ethnie)|polnischen]] [[Intelligenzija|Intelligenz]]. Die Einsatzgruppe VI. bestand aus den zwei Einsatzkommandos:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Einsatzkommando 1/VI: SS-Sturmbannführer [[Franz Sommer (SS-Mitglied)|Franz Sommer]]&lt;br /&gt;
* Einsatzkommando 2/VI: SS-Sturmbannführer [[Gerhard Flesch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Versetzung von [[Paul Kanstein]] im April 1940 nach Dänemark übernahm er dann dessen Amt als [[Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD]] (IdS) für den Regionalbereich des Berliner Polizeipräsidiums. Sein Zuständigkeitsbereich erstreckte sich außerdem noch auf Stettin. Damit unterstand er, neben [[Heinrich Himmler]] und [[Reinhard Heydrich]], ausschließlich dem Polizeipräsidenten von Berlin und war damit persönlicher Repräsentant „des Chefs der Sicherheitspolizei und des SD“ und „Führer, Erzieher und Betreuer der ihnen unterstellten Angehörigen der Sicherheitspolizei und des SD“.&amp;lt;ref&amp;gt; Jens Banach, Heydrich Elite, Das Führerkorps der Sicherheitspolizei und des SD 1936-1945, Ferdinand Schöningh Verlag Paderborn 1998, S. 183 &amp;lt;/ref&amp;gt; Mit diesem neuen Aufgabenbereich war er nicht in die polizeilichen Tätigkeiten bzw. deren verwaltungsmäßigen Strukturen eingebunden. Das primäre Handeln der IdS war Anfang 1940 neu geregelt worden und bestand nunmehr in der Vertretung und Wahrung der Interessen des Chefs der Sicherheitspolizei und des SD im Machtgefüge des NS-Systems, vor allem zur Ausprägung des „Staatsschutzkorps“.&amp;lt;ref&amp;gt; Georg Clark Broker, Sicherheitspolizei und SD, 1931-1940, Formation of an Instrument of Power, Dessert. 1968, S. 343 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die damit verbundenen Aufgaben zur Herstellung der Einheit von Gestapo, Kriminalpolizei und Sicherheitsdienst übte er bis Anfang September 1943 aus und wurde in dieser Funktion während seiner [[Zweiter Weltkrieg|kriegsbedingten]] Abwesenheit von Januar 1941 bis April 1943 durch [[Otto Bovensiepen]] und 1943 kurzzeitig durch [[Wilhelm Bock (SS-Mitglied)|Wilhelm Bock]] vertreten. Als sein Nachfolger wurde am 4. September 1943 [[Humbert Achamer-Pifrader]] in das Amt des IdS eingesetzt. Nach dem Wechsel nahm Naumann zunächst mit der [[SS-Division Totenkopf]] am [[Westfeldzug]] teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Unternehmen Barbarossa|Überfall auf die Sowjetunion]] gehörte Naumann ab Sommer 1941 als SS-Führer dem Stab der Einsatzgruppe B an und übernahm dort im November 1941 das Kommando als Nachfolger von [[Arthur Nebe]]. Die Einsatzgruppe&amp;amp;nbsp;B mordete im mittleren Frontabschnitt ([[Generalbezirk Weißruthenien]]). Den Massenexekutionen von [[Juden]] und [[Zigeuner]]n fielen allein im März 1942 über 3.500 Menschen zum Opfer. Im Dezember 1942 [[Einsatzgruppen-Meldungen|meldete]] Naumann eine Gesamtbilanz von 134.298 Mordopfern nach [[Berlin]], einen Monat zuvor war er zum [[SS-Brigadeführer]] und Generalmajor der Polizei befördert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von März 1943 bis Anfang September 1943 war er Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD im [[Wehrkreis II (Stettin)]]. Von September 1943 und Mai 1944 war Naumann [[Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des&amp;amp;nbsp;SD]] in den besetzten Niederlanden und politischer Referent beim dortigen [[Reichskommissariat Niederlande|Reichskommissar]]. Anschließend war er bis Kriegsende Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD im [[Wehrkreis XIII (Nürnberg)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit und Prozess ==&lt;br /&gt;
Nach [[Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht|Kriegsende]] kam er unter Angabe eines Falschnamens kurzzeitig in alliierte [[Kriegsgefangenschaft]]. Nach seiner Entlassung war er als Arbeiter in der Landwirtschaft tätig und wurde im April 1947 festgenommen und verhört. Danach wurde er im Nürnberger [[Einsatzgruppen-Prozess]] angeklagt und am 10. April 1948 [[Todesstrafe|zum Tode durch den Strang verurteilt]]. Für ihn und seine Mittäter bat am 9. Januar 1951 eine Abordnung des [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestages]], darunter dessen Präsident [[Hermann Ehlers]] (CDU) und der Völkerrechtler [[Carlo Schmid]] (SPD), den amerikanischen Hochkommissar [[John Jay McCloy|John McCloy]] um Gnade. „Es möge auch der Rest der Landsberger freigelassen werden, da deren Bestrafung eine schwere Belastung des [[Wiederbewaffnung]]sproblems darstellte.“&amp;lt;!-- Zitat? Hier stünde Konjunktiv &amp;#039;darstelle&amp;#039; --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. Juni 1951 wurde Naumann zusammen mit den Mittätern im Massenmord [[Oswald Pohl]], [[Otto Ohlendorf]], [[Paul Blobel]] und [[Werner Braune]] im [[Kriegsverbrechergefängnis Landsberg]] [[Hinrichtung|hingerichtet]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
50 Jahre nach der Hinrichtung, kurz vor dem 7. Juni 2001, ließ die Anstaltsleitung von Landsberg die Grabkreuze auf dem Spöttinger Friedhof überholen, mit einem Kupferdach versehen und sorgte für einen einheitlichen Blumenschmuck. 2003 wurde der Friedhof nach Protesten aus der Bevölkerung [[Entwidmung|entwidmet]], die Namensschilder wurden von den Grabkreuzen entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783596160488}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [[Joachim Lilla]]: [http://verwaltungshandbuch.bayerische-landesbibliothek-online.de/naumann-erich &amp;#039;&amp;#039;Naumann, Erich&amp;#039;&amp;#039;], in: ders.: [http://verwaltungshandbuch.bayerische-landesbibliothek-online.de/naumann-erich &amp;#039;&amp;#039;Staatsminister, leitende Verwaltungsbeamte und (NS-)Funktionsträger in Bayern 1918 bis 1945&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.ns-archiv.de/einsatzgruppen/naumann/eidesstattliche-erklaerung.php Eidesstattliche Erklärung von Naumann mit biografischen Angaben, Dokument NO-4150, Nürnberger Prozess]&lt;br /&gt;
* [http://www.olokaustos.org/bionazi/leaders/naumann.htm Biographie und Bilder von Naumann] (italienisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.kaufering-memorial.de/themen/kriegsverbrecher-gefaengnis-landsberg/ Artikel der Europäischen Holocaustgedenkstätte Stiftung in Landsberg]&lt;br /&gt;
* [https://www.kaufering-memorial.de/publikationen/die-letzten-sieben-hingerichteten/ &amp;#039;&amp;#039;Kriegsverbrechergefängnis Nr. 1 in Landsberg: Die letzten sieben Hingerichteten im War Criminal Prison&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12940716X|VIAF= 62627486}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Naumann, Erich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Brigadeführer und Generalmajor der Polizei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Weißrusslands 1941–1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung der Niederlande 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SD-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Nürnberger Prozesse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1905]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1951]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Naumann, Erich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Nationalsozialist und Chef der Einsatzgruppe B, Amtschef Amt III SD-Hauptamt, Massenmörder&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. April 1905&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Meißen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Juni 1951&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Justizvollzugsanstalt Landsberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Druvorn</name></author>
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