<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Erich_Lattmann</id>
	<title>Erich Lattmann - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Erich_Lattmann"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erich_Lattmann&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-04T15:26:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erich_Lattmann&amp;diff=1530192&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ linkfix</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erich_Lattmann&amp;diff=1530192&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-15T18:50:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erich Lattmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. Dezember]] [[1894]] in [[Goslar]]; † [[11. September]] [[1984]] in [[Kassel]]) war ein deutscher [[Militärgerichtsbarkeit (Nationalsozialismus)|Militärjurist]]. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war er zuerst Leiter der Gruppe Rechtswesen beim [[Oberkommando des Heeres]] (OKH). Zusammen mit Generaloberstabsrichter [[Rudolf Lehmann (Richter)|Rudolf Lehmann]] beim [[Oberkommando der Wehrmacht]] (OKW) bildete Lattmann eine entscheidende Instanz für die Haltung der [[Wehrmacht]] gegenüber [[Völkerrecht|völkerrechtlichen]] Fragen: Seitens des OKH war er entscheidend an der rechtlichen Gestaltung des [[Kriegsgerichtsbarkeitserlass]]es und des [[Kommissarbefehl]]s beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Toppe: &amp;#039;&amp;#039;Militär und Kriegsvölkerrecht: Rechtsnorm, Fachdiskurs und Kriegspraxis in Deutschland 1899-1940&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2008, S. 13. ISBN 3-486-58206-2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab November 1942 war Lattmann Richter am [[Reichskriegsgericht]], zuletzt im Range eines [[Militärgerichtsbarkeit (Nationalsozialismus)#Amts- und Dienstgradbezeichnungen|Generalrichter]]s. Nach dem Krieg sagte er als Zeuge in den [[Nürnberger Prozesse]]n aus, in denen sein Kollege Rudolf Lehmann als einziger Militärjurist angeklagt war. Ein Verfahren gegen Lattmann selbst wurde 1983 nach 19-jähriger Verfahrensdauer vor bundesdeutschen Gerichten eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Erich Lattmann trat 1912 mit 18 Jahren den Militärdienst im [[Deutsches Heer (Deutsches Kaiserreich)|Kaiserlichen Heer]] an, erst im [[Infanterie-Regiment „Herzog Friedrich Wilhelm von Braunschweig“ (Ostfriesisches) Nr. 78|78. Infanterie-Regiment]] und später im [[1. Ober-Elsässisches Infanterie-Regiment Nr. 167|167. Infanterie-Regiment]]. Von 1914 bis 1918 nahm er am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil, an dessen Ende er in britische [[Kriegsgefangenschaft]] geriet. 1924 trat er in den [[Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten|Stahlhelm]] ein, und wurde dadurch später in die [[Sturmabteilung#Interne Gliederung (nach dem Stand von 1934)|SA-Reserve]] überführt, wo er den Dienstgrad [[Organisationsstruktur der SS#Übersicht über die Dienstränge|SA-Sturmbannführer]] erreichte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;klee&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon des Dritten Reiches. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2007, S. 358. ISBN 3-10-039309-0. (2. Auflage)&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1927 bis 1930 studierte er [[Rechtswissenschaft]]en an der [[Georg-August-Universität Göttingen|Universität Göttingen]], wo er abschließend mit einer Arbeit über den Begriff Verfassungsstreitigkeiten in der [[Weimarer Verfassung]] promoviert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Lattmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Begriff &amp;quot;Verfassungsstreitigkeiten&amp;quot; nach Artikel 19 Reichsverfassung&amp;#039;&amp;#039;. Universität Göttingen, 1931. (Vorgelegt als Dissertation an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen am 23. Februar 1931.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1930 bis 1933 arbeitet Lattmann erst als [[Rechtsreferendariat|Referendar]], dann als [[Assessor]] an Gerichten in Göttingen und Celle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der „[[Machtergreifung]]“ war er von November 1933 bis Februar 1934 auf eigene Bewerbung hin als Lehrer für militärischen Unterricht im „[[Gemeinschaftslager „Hanns Kerrl“|Referendar-Lager Jüterbog]]“ tätig (auch &amp;#039;&amp;#039;Lager [[Hanns Kerrl]]&amp;#039;&amp;#039; genannt),&amp;lt;ref&amp;gt;Folker Schmerbach: &amp;#039;&amp;#039;Das „Gemeinschaftslager Hanns Kerrl“ für Referendare in Jüterbog 1933-1939&amp;#039;&amp;#039;. Mohr Siebeck, Tübingen 2008, S. 262. ISBN 3-161-49585-3.&amp;lt;/ref&amp;gt; einer „[[Indoktrination]]sstätte“ des [[Nationalsozialistischer Rechtswahrerbund|Bundes Nationalsozialistischer Deutscher Juristen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Toppe: &amp;#039;&amp;#039;Militär und Kriegsvölkerrecht&amp;#039;&amp;#039;, S. 199.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1934 trat Lattmann als Heeresrichter in den Heeresjustizdienst ein, nach einem halben Jahr wurde er im Oktober 1934 zum Kriegsgerichtsrat ernannt. Von 1934 bis 1936 durchlief er verschiedene Stationen als Richter im [[Wehrkreis I (Königsberg)|Wehrkreisgericht I (Königsberg)]] und an verschiedenen [[Division (Militär)|Divisionsgerichten]]. Ab Oktober 1936 wurde Lattmann für ein halbes Jahr zur Rechtsabteilung im [[Reichswehrministerium|Reichskriegsministerium]] abgestellt, bevor er im Februar 1937 zum Richter am [[Militärgerichtsbarkeit (Nationalsozialismus)|Militärgericht]] des [[I. Armeekorps (Wehrmacht)|I. Armeekorps]] ernannt wurde. Nach einem Jahr wurde er im Februar 1938 nach Beförderung zum Oberkriegsgerichtsrat zum Oberkommando des Heeres (OKH) versetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde er Ende August 1939 im Zuge der [[Mobilmachung]] zum Leiter der Gruppe Rechtswesen beim OKH ernannt. In dieser Funktion wurde er Ende Oktober 1942 von Generalrichter [[Otto Grünewald]] abgelöst. Ab November 1942 bis Kriegsende war Lattmann Richter am [[Reichskriegsgericht]] (RKG), wo er im Mai 1944 zum Generalrichter befördert wurde. Er leitete den 4. Senat des RKG und war an einer Reihe von [[Todesstrafe|Todesurteilen]] beteiligt. Noch im März 1945 fällte der 1. Senat unter Lattmanns Leitung ein Todesurteil in Abwesenheit gegen Generalmajor [[Botho Henning Elster]] wegen dessen Kapitulation beim Rückzug aus Frankreich.&amp;lt;ref&amp;gt;Welf Botho Elster: &amp;#039;&amp;#039;Die Grenzen des Gehorsams: Das Leben des Generalmajors Botho Henning Elster in Briefen und Zeitzeugnissen&amp;#039;&amp;#039;. Georg Olms Verlag, Hildesheim 2005, S. 124f. ISBN 3-487-08457-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1945 geriet Lattmann in amerikanische Kriegsgefangenschaft, aus der er im Mai 1947 entlassen wurde. Er fand eine neue Anstellung als Amtsgerichtsrat, später als Oberamtsrichter in [[Clausthal-Zellerfeld]]. Im Mai 1948 sagte er beim [[Prozess Oberkommando der Wehrmacht|XII. Nachfolgeprozess zum Nürnberger Kriegsverbrechertribunal]] (OKW-Prozess) als Zeuge aus, bei dem der OKW-Jurist [[Rudolf Lehmann (Richter)|Rudolf Lehmann]] angeklagt war.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Affidavit of Dr. Erich Lattmann&amp;#039;&amp;#039;, 15. Mai 1948. In: &amp;quot;Trials of War Criminals Before the Nuremberg Military Tribunals under Control Council Law No. 10.&amp;quot; Vol. 10: United States of America v. Wilhelm von Leeb, et al. (Case 12: &amp;#039;The High Command Case&amp;#039;). [[United States Government Printing Office]], District of Columbia 1951. S. 1134–1137.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen|Zentralstelle der Landesjustizverwaltungen]] in Ludwigsburg bereitete 1965–72 ein Verfahren gegen Lattmann selbst vor, das 1972 von der Staatsanwaltschaft Kassel eröffnet wurde. 1983 wurde das Verfahren wegen [[Verhandlungsfähigkeit (Deutschland)|Verhandlungsunfähigkeit]] Lattmanns eingestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Verfahren der Staatsanwaltschaft Kassel 3 a J s 373/72 gegen [[Werner Hülle (Richter)]], Erich Lattmann et al.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Norbert Haase: &amp;#039;&amp;#039;Das Reichskriegsgericht und der Widerstand gegen die nationalsozialistische Herrschaft&amp;#039;&amp;#039;. Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin 1993, ISBN 3-926082-04-6. (Katalog anlässlich einer Sonderausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand.)&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]]. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2003. ISBN 3-10-039309-0.&lt;br /&gt;
* [[Manfred Messerschmidt]] und Fritz Wüllner: &amp;#039;&amp;#039;Die Wehrmachtjustiz im Dienste des Nationalsozialismus – Zerstörung einer Legende&amp;#039;&amp;#039;. Nomos-Verlag, Baden-Baden 1987. ISBN 3-7890-1466-4.&lt;br /&gt;
* Andreas Toppe: &amp;#039;&amp;#039;Militär und Kriegsvölkerrecht: Rechtsnorm, Fachdiskurs und Kriegspraxis in Deutschland 1899-1940&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2008. ISBN 3-486-58206-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|125805381}}&lt;br /&gt;
* [https://kramerwf.de/Karrieren-und-Selbstrechtfertigungen.196.0.html Karrieren und Selbstrechtfertigungen ehemaliger Wehrmachtsjuristen nach 1945] auf &amp;#039;&amp;#039;Justizgeschichte Aktuell&amp;#039;&amp;#039; (Website von [[Helmut Kramer]], Richter am OLG BS a.&amp;amp;nbsp;D.)&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/5a11fcec-5941-4b58-949c-bb7032c63289/ Nachlass BArch N 988]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=125805381|VIAF=313407383}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lattmann, Erich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generalrichter (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Reichskriegsgericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Stahlhelm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeuge in den Nürnberger Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1894]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1984]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lattmann, Erich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Militärjurist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. Dezember 1894&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Goslar]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. September 1984&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kassel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
	</entry>
</feed>