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	<title>Erich Lüth - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hutch: Abschnittlink korrigiert</title>
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		<updated>2025-12-27T06:23:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erich Ernst Lüth&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Februar]] [[1902]] in [[Hamburg]]; † [[1. April]] [[1989]] ebenda) war ein deutscher [[Publizist]]. Er engagierte sich ab den 1920er Jahren in liberalen Parteien und war nach Kriegsdienst und Gefangenschaft eine Größe des kulturellen und journalistischen Lebens in Hamburg, unter anderem als Direktor der [[Staatliche Pressestelle Hamburg|Staatlichen Pressestelle Hamburg]]. Bekannt wurde er, als er 1950 zum Boykott eines neuen Films des NS-belasteten Regisseurs [[Veit Harlan]] aufrief. Das daraufhin von Harlans Produktionsfirma angestrengte Verfahren gegen Lüth endete im [[Lüth-Urteil]], in dem das [[Bundesverfassungsgericht]] seine [[Grundrecht]]sdogmatik vor allem in Bezug auf die [[Meinungsfreiheit]] festlegte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Lüth besuchte die Oberrealschule Eppendorf (jetzt [[Gymnasium Eppendorf]])&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Lüth: &amp;#039;&amp;#039;Hamburgs Juden in der Heine-Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Hoffmann &amp;amp; Campe, Hamburg 1961, [http://books.google.de/books?id=Oq1EAQAAIAAJ&amp;amp;dq=Lüth+Oberrealschule+Eppendorf S. 8].&amp;lt;/ref&amp;gt; und begann im Jahr 1923 als Volontär in der Hamburger Redaktion des [[Ullstein Verlag|Ullstein]]-Verlags Berlin seine Ausbildung. Anschließend war er [[Redakteur]] beim „Hamburger Anzeiger“ und Vorsitzender der Hamburger [[Geschichte der Jungdemokraten|Jungdemokraten]]. 1928 wurde er für die [[Deutsche Demokratische Partei|DDP]] Mitglied der [[Hamburgische Bürgerschaft|Hamburger Bürgerschaft]]. Daneben war Lüth in der [[Deutsche Friedensgesellschaft|Deutschen Friedensgesellschaft]] aktiv und gehörte in seiner Partei zum [[Pazifismus|pazifistischen]] Flügel. Als „das enfant terrible der DDP“&amp;lt;ref name=&amp;quot;brauers190&amp;quot;/&amp;gt; 1929 zur [[Kriegsdienstverweigerung]] aufrief, geriet er intern in die Kritik und trat im Frühjahr 1930 aus der DDP aus. „Der Wilde aus Hamburg“ (so [[Theodor Heuss]]&amp;lt;ref&amp;gt;Christof Brauers: &amp;#039;&amp;#039;Die FDP in Hamburg 1945 bis 1953. Start als bürgerliche Linkspartei. Mit einem Vorwort von Hildegard Hamm-Brücher.&amp;#039;&amp;#039; M-Press Meidenbauer, München 2007, [http://books.google.de/books?id=D8bRMSQWPjUC&amp;amp;pg=PA74 S. 74].&amp;lt;/ref&amp;gt;) trat der sich im selben Jahr konstituierenden [[Radikaldemokratische Partei|Radikaldemokratischen Partei]] (RDP) bei&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Karl Scheer: &amp;#039;&amp;#039;Die Deutsche Friedensgesellschaft (1892–1933). Organisation – Ideologie – Politische Ziele.&amp;#039;&amp;#039; 2. verbesserte Auflage, Frankfurt/Main 1983, S. 539–541.&amp;lt;/ref&amp;gt; und verabschiedete sich nach deren Scheitern endgültig aus der Parteipolitik. Lüth veröffentlichte 1932 einen Artikel, in dem er die falsche Heldenverehrung Hitlers anprangerte, was seinem Bruder später [[Gestapo]]-Haft einbrachte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel&amp;quot;&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13494313.html &amp;#039;&amp;#039;Gestorben: Erich Lüth.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; Nr. 15 vom 10. April 1989.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1933 bis 1935 führte er die Geschäfte des Verbandes Deutscher Nähmaschinenhändler&amp;lt;ref name=&amp;quot;brauers190&amp;quot;&amp;gt;Christof Brauers: &amp;#039;&amp;#039;Die FDP in Hamburg 1945 bis 1953. Start als bürgerliche Linkspartei. Mit einem Vorwort von [[Hildegard Hamm-Brücher]].&amp;#039;&amp;#039; M-Press Meidenbauer, München 2007, [http://books.google.de/books?id=D8bRMSQWPjUC&amp;amp;pg=PA190 S. 190].&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde anschließend Werbeleiter der [[Pfaff (Unternehmen)#G. M. Pfaff AG|G.M. Pfaff AG]] in [[Kaiserslautern]],&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Lüth: &amp;#039;&amp;#039;G. M. Pfaff A.-G., Kaiserslautern.&amp;#039;&amp;#039; (Musterbetriebe deutscher Wirtschaft, 32: Die Nähmaschinenfabrikation). Verlag Übersee-Post, Leipzig 1936.&amp;lt;/ref&amp;gt; was ihn in eigenen Worten zum „Homer der deutschen Nähmaschine“&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Lüth: &amp;#039;&amp;#039;Ein Hamburger schwimmt gegen den Strom.&amp;#039;&amp;#039; Kayser, Hamburg 1981, S. 81.&amp;lt;/ref&amp;gt; machte. Dabei wurde er nach Einschätzung des Historikers Christof Brauers zu einem „Mitläufer“,&amp;lt;ref name=&amp;quot;brauers190&amp;quot;/&amp;gt; der sich „als Geldsammler im Parteiauftrag von den Nationalsozialisten einspannen“ ließ. Im Jahr 1943 wurde er als Soldat ins [[Afrikakorps]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;brauers190&amp;quot;/&amp;gt; einberufen und geriet als [[Gefreiter]] 1945 in Italien in Kriegsgefangenschaft, wo er die Lagerzeitung „Lagerpost von [[Ghedi]]“ herausgab.&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Lüth: &amp;#039;&amp;#039;Abkehr vom Militarismus. Die Leitartikel des Gefreiten von Ghedi.&amp;#039;&amp;#039; Kulturpolitische Dokumente, 2. Hamburger Kulturverlag, Hamburg 1946; Erich Lüth: &amp;#039;&amp;#039;Vision von Ghedi. Gedichte.&amp;#039;&amp;#039; Rohr, Kaiserslautern 1947.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er 1946 freikam, übernahm er im Mai – wie er selbst sagte, als „Staatsjournalist“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel&amp;quot;/&amp;gt; – den Direktorenposten der Staatlichen Pressestelle Hamburg und orientierte sich fortan in Richtung [[SPD]].&amp;lt;ref&amp;gt;Christof Brauers: &amp;#039;&amp;#039;Die FDP in Hamburg 1945 bis 1953. Start als bürgerliche Linkspartei. Mit einem Vorwort von Hildegard Hamm-Brücher.&amp;#039;&amp;#039; M-Press Meidenbauer, München 2007, [http://books.google.de/books?id=D8bRMSQWPjUC&amp;amp;pg=PA404 S. 404] berichtet, Lüth sei nur deshalb lange nicht beigetreten, weil [[Max Brauer]] nominell Unabhängige in seinem Umfeld gewollt habe, um zum linken SPD-Flügel ein Gegengewicht aufzubauen. Siehe auch ebda., S. 190 und 442.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der [[Bürgerschaftswahl in Hamburg 1953]] in die SPD eingetreten, wurde Lüth von der neuen konservativen Regierung des „[[Hamburg-Block]]s“ im März 1954 in den einstweiligen Ruhestand versetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christel Oldenburg]]: &amp;#039;&amp;#039;Tradition und Modernität. Die Hamburger SPD von 1950–1966.&amp;#039;&amp;#039; Lit-Verlag, Berlin 2009, [http://books.google.de/books?id=QtIi6GYnP0UC&amp;amp;pg=PA210 S. 210].&amp;lt;/ref&amp;gt; Er übte das Amt wieder ab 1957 bis zu seinem Rücktritt im Jahr 1964 aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu [[Hans Robinsohn]]: [http://www.zeit.de/1964/09/ein-mann-hat-seine-schuldigkeit-getan &amp;#039;&amp;#039;Ein Mann hat seine Schuldigkeit getan. Persönliche Bemerkungen zum Fall Lüth.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039; vom 28. Februar 1964.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Zwischenzeit, von 1954 bis 1957, leitete er das Pressereferat des [[Deutscher Bühnenverein|Deutschen Bühnenvereins]]. Lüth war Gründer und Vorsitzender des Presseclubs Hamburg und Ende 1947 Mitbegründer der „[[Gesellschaft Cluny der Freunde deutsch-französischer Geistesbeziehungen]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Margarete Mehdorn: &amp;#039;&amp;#039;Französische Kultur in der Bundesrepublik Deutschland. Politische Konzepte und zivilgesellschaftliche Initiativen 1945–1970.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2009, [http://books.google.de/books?id=Zvk3P2S7RgcC&amp;amp;pg=PA103 S. 103–105].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab Erich Lüth FriedhofOhlsdorf (2).jpg|mini|Kissenstein für Erich Lüth auf dem [[Friedhof Ohlsdorf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonderes Gewicht hatte für Lüth das deutsche Verhältnis zum Judentum und zum Staat [[Israel]]. Er war im August 1951 Initiator&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Lüth: &amp;#039;&amp;#039;Die Friedensbitte an Israel 1951. Eine Hamburger Initiative.&amp;#039;&amp;#039; Mit Beiträgen von Rudolf Küstermeier u.&amp;amp;nbsp;a. Christians, Hamburg 1976.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Aktion „[[Friede mit Israel]]“,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Werner Bergmann (Soziologe)|Werner Bergmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Antisemitismus in öffentlichen Konflikten. Kollektives Lernen in der politischen Kultur der Bundesrepublik 1949–1989.&amp;#039;&amp;#039; Campus, Frankfurt am Main 1997, [http://books.google.de/books?id=YZfRdGKc-b4C&amp;amp;pg=PA111 S. 111], [http://books.google.de/books?id=YZfRdGKc-b4C&amp;amp;pg=PA146 146], [http://books.google.de/books?id=YZfRdGKc-b4C&amp;amp;pg=PA182 182 f].&amp;lt;/ref&amp;gt; die sich im Herbst 1952 mit der „[[Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit]]“ zusammenschloss.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Olaf Scholz]]: [http://www.olafscholz.de/1/pages/index/p/5/2094 &amp;#039;&amp;#039;60 Jahre Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Hamburg.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Olafscholz.de&amp;#039;&amp;#039; vom 12. November 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Aufsatz „Wir bitten Israel um Frieden“ stieß 1951 erstmals eine Beschäftigung der bundesrepublikanischen Öffentlichkeit mit diesem Thema an und wurde in verschiedenen Zeitungen abgedruckt.&amp;lt;ref&amp;gt;Etwa Erich Lüth: &amp;#039;&amp;#039;Wir bitten Israel um Frieden.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Rundbrief zur Förderung der Freundschaft zwischen dem Alten und dem Neuen Gottesvolk — im Geiste der beiden Testamente.&amp;#039;&amp;#039; 3./4. Folge 1951/1952, Nr. 12/15, Freiburg, Dezember 1951, [http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/7008/pdf/Freiburger_Rundbrief_1951_12_15.pdf Sonder-Ausgabe: Friede mit Israel] (PDF; 9,8&amp;amp;nbsp;MB), S. 7 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lüth verfasste zahlreiche Bücher über Israel und setzte sich bei Vorträgen (u. a. in [[Jerusalem]], [[Haifa]] und [[Tel Aviv]]) für eine Verständigung zwischen Deutschland und Israel ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu einer Rede Lüths im [[KZ Bergen-Belsen]] 1957 {{Webarchiv | url=http://www.wdr5.de/sendungen/dok-5/s/d/02.09.2012-11.05.html | wayback=20120829064210 | text=&amp;#039;&amp;#039;Sprachstunde Null. Wie die Bundesrepublik über Juden und Israel zu sprechen lernte.&amp;#039;&amp;#039;}} In: &amp;#039;&amp;#039;Dok5. Das Feature&amp;#039;&amp;#039; bei [[WDR 5]] vom 2. September 2012, {{Webarchiv|url=http://www.podcast.de/episode/206429220/WDR5+Dok+5+-+das+Feature%3A+Sprachstunde+Null+-+Wie+die+Bundesrepublik+%C3%BCber+Juden+und+Israel+sprechen+lernte+%2802.09.2012%29/ |wayback=20151219164819 |text=Audio als mp3 }}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem [[Friedhof Ohlsdorf|Ohlsdorfer Friedhof]] in Hamburg befindet sich bei Planquadrat Q 30 nördlich von Kapelle 10 ein Kissenstein für Erich Lüth.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.friedhof-hamburg.de/besucher/prominente/ Prominenten-Gräber]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1984 verlieh ihm der Hamburger Senat die [[Bürgermeister-Stolten-Medaille]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lüth-Urteil ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Lüth-Urteil}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lüth wird heute vor allem in Verbindung mit einem 1950 einsetzenden Gerichtsverfahren genannt, dessen abschließendes Urteil von 1958 seinen Namen trägt. Er hatte im September 1950 zum [[Boykott]] des Filmes &amp;#039;&amp;#039;Unsterbliche Geliebte&amp;#039;&amp;#039; aufgerufen, da er den Regisseur [[Veit Harlan]] als „[[Nazi]]film-Regisseur Nr. 1“ betrachtete. Der Schöpfer von &amp;#039;&amp;#039;[[Jud Süß (1940)|Jud Süß]]&amp;#039;&amp;#039; sei „am wenigsten von allen“ geeignet, den Ruf des deutschen Films wiederherzustellen,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Norbert Frei]]: &amp;#039;&amp;#039;Transformationsprozesse. Das Bundesverfassungsgericht als vergangenheitspolitischer Akteur in den Anfangsjahren des Bundesrepublik.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Michael Stolleis]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Herzkammern der Republik. Die Deutschen und das Bundesverfassungsgericht.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 2011, S. 64–81, [http://books.google.de/books?id=zMidYU0J6EQC&amp;amp;pg=PA79 hier S. 79].&amp;lt;/ref&amp;gt; weshalb er das deutsche Publikum dazu aufrief, Harlans ersten Nachkriegsfilm – eine Verfilmung der Novelle &amp;#039;&amp;#039;[[Aquis submersus]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Theodor Storm]] – nicht anzusehen. Die Produktionsfirma verklagte daraufhin Erich Lüth auf Unterlassung dieser Aussage, da sie gemäß {{§|826|bgb|juris}} [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] gegen die [[Sittenwidrigkeit (Deutschland)|guten Sitten verstoße]]. Der Fall durchlief alle Instanzen bis zum [[Bundesverfassungsgericht]], das Anfang 1958 das berühmt gewordene &amp;#039;&amp;#039;Lüth-Urteil&amp;#039;&amp;#039; sprach. Darin wurde die Klage gegen Erich Lüth zurückgewiesen, da sein Verhalten vom Recht auf [[Meinungsfreiheit]] ({{Art.|5|gg|juris}} Abs. 1 [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|GG]]) gedeckt sei; die Grundrechte wirken demnach als „objektive Wertordnung“ auch in Normen des bürgerlichen Rechts hinein („Ausstrahlungswirkung“), die deshalb im Sinn einer Güterabwägung im Lichte der vorrangigen Verfassungsnormen auszulegen seien.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Robert Alexy]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundrechte, Abwägung und Rationalität.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Martin Kriele]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vernunft und Interpretation. Reasonableness and Interpretation.&amp;#039;&amp;#039; Jahrbuch für juristische Hermeneutik. Lit-Verlag, Münster u. a. 2003, S. 113–126, [http://books.google.de/books?id=sBe7TzvXfgAC&amp;amp;pg=PA114 hier S. 114–116].&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Urteil gilt heute als die „wohl wirkmächtigste Entscheidung“ des Gerichts.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Matthias Jestaedt]]: &amp;#039;&amp;#039;Meinungsfreiheit.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Detlef Merten]], [[Hans-Jürgen Papier]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Grundrechte in Deutschland und Europa.&amp;#039;&amp;#039; Band 4: &amp;#039;&amp;#039;Grundrechte in Deutschland. Einzelgrundrechte I.&amp;#039;&amp;#039; C. F. Müller, Heidelberg u. a. 2011, S. 875–964, [http://books.google.de/books?id=aa8lKAXMYucC&amp;amp;pg=PA876 hier S. 876].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Josef Madersperger oder der unscheinbare Genius : Lebensbild eines Erfinders.&amp;#039;&amp;#039; Verband Deutscher Nähmaschinenhändler, Reichsverband des Deutschen Nähmaschinenhandels E.V., Hamburg 1933.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Reise ins Gelobte Land.&amp;#039;&amp;#039; Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Hamburg 1953.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein Deutscher sieht Israel.&amp;#039;&amp;#039; Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Hamburg 1955.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mein Freund [[Philipp Auerbach]].&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hans Lamm]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Von Juden in München. Ein Gedenkbuch.&amp;#039;&amp;#039; Ner Tamid, München 1958, S. 364–368.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Israel – Heimat für Juden und Araber.&amp;#039;&amp;#039; Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Hamburg 1958.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das ist Kanaan. Erlebnisse und Begegnungen in Israel.&amp;#039;&amp;#039; Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Hamburg 1959.&lt;br /&gt;
* Redaktion und Beitrag in: &amp;#039;&amp;#039;Die Reichskristallnacht – Der Antisemitismus in der deutschen Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn 1960.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Luftbild Hamburg.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Luftbild W. Seelmann. Bong, München 1961 (Text und Bilderläuterungen von Erich Lüth).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Theater 1933–1945. Ein theatergeschichtlicher Versuch.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Werkberichte, Hamburg 1962.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Bankier und der Dichter. Zur Ehrenrettung des großen Salomon Heine&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Tambour-Bücherei.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1). Der gute Tambour, Hamburg-Altona [1964].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Seeräuber rund um Helgoland&amp;#039;&amp;#039;, Conrad Kayser Verlag, Hamburg 1967.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Hungerwinter 1946/47 und die erste Regierungszeit Bürgermeister Max Brauers&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Miterlebtes. Berichte aus fünf Jahrzehnten hamburgischer Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Christians, Hamburg 1979, ISBN 3-7672-0667-6, S. 49–75.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein Hamburger schwimmt gegen den Strom.&amp;#039;&amp;#039; Autobiografie. Kayser, Hamburg 1981.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Atlantic Hotel zu Hamburg 1909–1984.&amp;#039;&amp;#039; Reiner Faber Verlag, München 1984.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HambBio|Lüth, Erich|6|199|201|[[Kirsten Heinsohn]]}}&lt;br /&gt;
* [[Fritz Kempe (Fotograf)|Fritz Kempe]] (Foto), [[Bernhard Meyer-Marwitz]] (Text): &amp;#039;&amp;#039;Erich Lüth.&amp;#039;&amp;#039; In: Hans Günther Imlau (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hamburger. Versuch einer Topographie.&amp;#039;&amp;#039; Verlag des Hamburger Journal, Hamburg 1963, S.&amp;amp;nbsp;76.&lt;br /&gt;
* Carsten Kretschmann: &amp;#039;&amp;#039;Schuld und Sühne. Annäherungen an Erich Lüth.&amp;#039;&amp;#039; In: Thomas Henne, Arne Riedlinger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Lüth-Urteil aus (rechts-)historischer Sicht. Die Konflikte um Veit Harlan und die Grundrechtsjudikatur des Bundesverfassungsgerichts.&amp;#039;&amp;#039; Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-8305-0922-7, S.&amp;amp;nbsp;47–63.&lt;br /&gt;
* [[Caren Miosga]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Kampf des politischen Publizisten Erich Lüth gegen Veit Harlan. Ein früher Versuch zur „Vergangenheitsbewältigung“ in der Ära Adenauer.&amp;#039;&amp;#039; Magisterarbeit, Universität Hamburg, 1998.&lt;br /&gt;
* [[Maximilian Steinbeis]], [[Marion Detjen]]: &amp;#039;&amp;#039;Erich Lüth (1902–1989).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Stephan Detjen]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;In bester Verfassung?! 50 Jahre Grundgesetz; Begleitband zur Wanderausstellung der Bundeszentrale für Politische Bildung und der Bundesrechtsanwaltskammer.&amp;#039;&amp;#039; O. Schmidt, Köln 1999, ISBN 3-504-10003-6, S.&amp;amp;nbsp;153&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
* [[Peter Reichel (Politikwissenschaftler)|Peter Reichel]], Harald Schmid: &amp;#039;&amp;#039;Von der Katastrophe zum Stolperstein. Hamburg und der Nationalsozialismus nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Dölling und Galitz, München/Hamburg 2005, ISBN 3-937904-27-1 (darin: Der Fall Harlan-Lüth).&lt;br /&gt;
* [[Arnold Sywottek]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Vorgeschichte der „Friedensbitte für Israel“. Zur Erinnerung an Erich Lüth.&amp;#039;&amp;#039; In: Angelika Eder, Günter Gorschenek (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Israel und Deutschland. Voraussetzungen und Anfänge einer komplizierten Partnerschaft.&amp;#039;&amp;#039; Katholische Akademie, Hamburg 2002, ISBN 3-928750-60-7, S.&amp;amp;nbsp;116–127.&lt;br /&gt;
* [[Armin Sandig]]: &amp;#039;&amp;#039;Als Verständigung noch Mut erforderte. Erich Lüth zum 100. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; In: Vorstand der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Hamburg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Annäherungen. 50 Jahre christlich-jüdische Zusammenarbeit in Hamburg.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 2002, ISBN 3-00-009976-X, S.&amp;amp;nbsp;45–48.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117321265}}&lt;br /&gt;
* [http://www.cinegraph.de/chronik/personenindex.htm#L Kurzbiographie] bei der &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Film- und Kino-Chronik&amp;#039;&amp;#039; auf &amp;#039;&amp;#039;Cinegraph.de&amp;#039;&amp;#039;, Stand 7. November 2001.&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000005031|Erich Ernst Lüth|Kommentar=In: Internationales Biographisches Archiv 22/1989 vom 22. Mai 1989}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117321265|LCCN=n/85/198185|VIAF=17996759}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Luth, Erich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Publizist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:RDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Mitglied der Jungdemokraten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Deutschen Friedensgesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1989]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lüth, Erich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Lüth, Erich Ernst&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Publizist und Politiker (DDP, RDP), MdHB&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Februar 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. April 1989&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
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