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	<title>Erich Kosiol - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erich_Kosiol&amp;diff=254029&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 14. Oktober 2025 um 07:46 Uhr</title>
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		<updated>2025-10-14T07:46:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erich Kosiol&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Februar]] [[1899]] in [[Köln]];&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Erwin Grochla |Titel=Organisation und Rechnungswesen. Festschrift für Erich Kosiol zu seinem 65. Geburtstag |Verlag=Duncker und Humblot |Datum=1964 |Seiten=3–4 |Online={{Google Buch |BuchID=0XfUMOigHjMC |Seite=4}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; † [[7. September]] [[1990]] in [[Salzburg]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;mantel748&amp;quot; /&amp;gt;) war ein [[Lehrstuhl|Ordinarius]] für [[Betriebswirtschaftslehre]], der als einer der einflussreichsten Betriebswirte der [[Nachkriegszeit in Deutschland|Nachkriegszeit]] gilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mantel748&amp;quot; /&amp;gt; Seine Schwerpunkte waren die Bereiche Organisation und Rechnungswesen. Er entwickelte die „[[Pagatorik|pagatorische Bilanzauffassung]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Walther Busse von Colbe, Bernhard Pellens |Titel=Kosiol, Erich |Sammelwerk=Lexikon des Rechnungswesens : Handbuch der Bilanzierung und Prüfung, der Erlös-, Finanz-, Investitions- und Kostenrechnung |Verlag=De Gruyter |Ort=Berlin/Boston |Datum=2018 |ISBN=978-3-486-79554-7 |Seiten=438}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Erich Kosiol machte 1917 Abitur und war im Anschluss Soldat im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]], wo er mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mantel748&amp;quot; /&amp;gt; Ab 1919 studierte er in Bonn Mathematik, Naturwissenschaften und Philosophie&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; und wurde 1922 mit einer mathematischen Dissertation zu den &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Kinematik im hyperbolischen Raum&amp;#039;&amp;#039; bei [[Hans Beck (Mathematiker)|Hans Beck]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.mathgenealogy.org/id.php?id=65354 |titel=Erich Kosiol - The Mathematics Genealogy Project |werk=mathgenealogy.org |hrsg=Department of Mathematics North Dakota State University, American Mathematical Society |abruf=2022-07-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; an der [[Universität Bonn]] zum Dr. phil. [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Renate Tobies |Titel=Dissertationen in Mathematik, WS 1907/08 bis WS 1944/45 |Datum=2000 |Seiten=38 |Online=https://www.mathematik.de/images/Mathematik/Dissertationen_1907-45_TOBIES.pdf |Abruf=2022-07-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Josef Löffelholz |Titel=Repetitorium der Betriebswirtschaftslehre |Auflage=4. überarbeitete und erweiterte Auflage |Ort=Wiesbaden |Datum=1971 |ISBN=3-322-83508-1 |Seiten=853 |Online={{Google Buch |BuchID=8x_PBgAAQBAJ |Seite=853}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1922 studierte er zusätzlich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften bei [[Eugen Schmalenbach]], [[Rudolf Seyffert]] und [[Ernst Walb]] und legte im Jahr 1924 seine kaufmännische Diplomprüfung (&amp;#039;&amp;#039;Theorie der Lohnstruktur&amp;#039;&amp;#039;, veröffentlicht 1928&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Erich Kosiol |Titel=Theorie der Lohnstruktur |Reihe=Betriebswirtschaftliche Abhandlungen |BandReihe=9 |Verlag=C. E. Poeschel |Ort=Stuttgart |Datum=1928 |Online=https://d-nb.info/580438430 |Abruf=2022-07-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) ab. Zwischen 1924 und 1926 war er zunächst in der Privatwirtschaft tätig,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; danach wissenschaftlicher Assistent am Seminar für Handelsbetriebslehre und ab 1928 Direktorialassistent und stellvertretender Direktor des neu gegründeten Einzelhandelsinstituts der [[Universität Köln]] unter Rudolf Seyffert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1931 habilitierte er sich an der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät der [[Universität zu Köln]] mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Kalkulation und Kostengestaltung im Warenhandel unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Handels-Enquète&amp;#039;&amp;#039; und erhielt die [[Lehrberechtigung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Mai 1933 trat Kosiol der [[NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 2.226.835),&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/22490290&amp;lt;/ref&amp;gt; außerdem war er Mitglied der [[Sturmabteilung|SA]] und anderer NS-Organisationen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mantel748&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Mantel |Titel=Hindenburg-Hochschule Nürnberg |Sammelwerk=Betriebswirtschaftslehre und Nationalsozialismus. Eine institutionen- und personengeschichtliche Studie |Verlag=Gabler |Ort=Wiesbaden |Datum=2010 |ISBN=978-3-8349-8515-6 |Seiten=748 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Habilitation war er in Köln als [[Privatdozent]] und ab 1936&amp;amp;nbsp;–&amp;amp;nbsp;nach kleineren Problemen wegen einer früheren [[Deutsche Demokratische Partei|DDP-Mitgliedschaft]]&amp;amp;nbsp;– mit einem Lehrauftrag für Exportwesen tätig, ab April 1937 als nicht beamteter, außerordentlicher Professor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mantel748&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Lehrstuhlvertretungen an der [[Universität Breslau]] (1938)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; und an der [[Hochschule für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Nürnberg|Hindenburg-Hochschule]] in [[Nürnberg]] (Sommersemester 1939) berief man ihn dort zum Wintersemester 1939 auf das dort neugeschaffene betriebswirtschaftliche Ordinariat. Er sei daraufhin auch für das Rektorenamt in Nürnberg im Gespräch gewesen, wozu es jedoch nicht kam.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Mantel |Titel=Hindenburg-Hochschule Nürnberg |Sammelwerk=Betriebswirtschaftslehre und Nationalsozialismus. Eine institutionen- und personengeschichtliche Studie |Verlag=Gabler |Ort=Wiesbaden |Datum=2010 |ISBN=978-3-8349-8515-6 |Seiten=256 f. |Online={{Google Buch |BuchID=1M8JTCTH_YAC |Seite=256}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1943 bis 1945 war er erneut Kriegsteilnehmer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mantel748&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1945 wurde Kosiol von seinem Amt suspendiert, war seiner Aussage nach Anfang 1946 in einer Nürnberger Baufirma beschäftigt und bemühte sich im Rahmen seines [[Entnazifizierung]]sverfahren um seine Rehabilitierung, indem er sich als Antifaschist und „aktiver Widerstandskämpfer“ darzustellen versuchte, was Befremden erweckte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mantel748&amp;quot; /&amp;gt; Er wurde schließlich im Oktober 1947 als [[Mitläufer]] eingestuft, einer möglichen Wiedereinstellung in Nürnberg „in einer einstweilen unverbindlichen Form“ kam eine Berufung nach Berlin zuvor, die wegen Kosiols politischer Belastung zunächst vorläufig war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mantel472&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Mantel |Titel=Hindenburg-Hochschule Nürnberg |Sammelwerk=Betriebswirtschaftslehre und Nationalsozialismus. Eine institutionen- und personengeschichtliche Studie |Verlag=Gabler |Ort=Wiesbaden |Datum=2010 |ISBN=978-3-8349-8515-6 |Seiten=472f |Online={{Google Buch |BuchID=1M8JTCTH_YAC |Seite=472}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;mantel748&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1948&amp;amp;nbsp;–&amp;amp;nbsp;mit Gründung des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft&amp;amp;nbsp;– lehrte und forschte er bis zu seiner [[Emeritierung]] 1967 an der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität in Berlin]]. Daneben war er dort Direktor des Instituts für Industrieforschung und der Betriebswirtschaftlichen Bibliothek.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wiwiss.fu-berlin.de/fachbereich/geschichte/index.html |titel=Geschichte des Fachbereichs |werk=wiwiss.fu-berlin.de |hrsg=Fachbereich Wirtschaftswissenschaft an der Freien Universität Berlin |datum=2007-05-12 |sprache=de |abruf=2022-07-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1962 bis 1963 hatte er eine Gastprofessur an der [[Universität Kōbe|Universität Kobe]] in Japan inne.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mantel748&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsschwerpunkte ==&lt;br /&gt;
Seine Forschungsschwerpunkte waren u.&amp;amp;nbsp;a. die [[Betriebswirtschaftliche Organisationslehre]] und das [[Rechnungswesen]]. Bekannt sind vor allem seine Werke zur „[[Pagatorik|pagatorischen]] [[Bilanztheorie|Bilanz]]“ und zur [[Kostenrechnung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1962: Ehrendoktorwürde der Universität Wien&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Ein neues Ehrendoktorat für Erich Kosiol |Sammelwerk=Management International |Band=3 |Nummer=5 |Datum=1963 |ISSN=0942-8771 |Seiten=2–2 |JSTOR=40225936}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1963: Ehrendoktorwürde der Universität zu Köln&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Theorie der Lohnstruktur&amp;#039;&amp;#039;. 1928&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Finanzmathematik&amp;#039;&amp;#039;. 1938&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Betriebsbuchhaltung und Kontenrahmen&amp;#039;&amp;#039;. 1940&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kalkulatorische Buchhaltung&amp;#039;&amp;#039;. 1950&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Warenkalkulation in Handel und Industrie&amp;#039;&amp;#039;. 1953&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Leistungsgerechte Entlohnung&amp;#039;&amp;#039;. 1962&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kostenrechnung&amp;#039;&amp;#039;. 1964&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Unternehmung als wirtschaftliches Aktionszentrum&amp;#039;&amp;#039;. 1966&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bausteine der Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 2 Bände. 1973&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Organisation der Unternehmung&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage 1976&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kosten- und Leistungsrechnung&amp;#039;&amp;#039;. 1979&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118715151}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Erwin Grochla&lt;br /&gt;
   |Titel=Organisation und Rechnungswesen. Festschrift für Erich Kosiol zu seinem 65. Geburtstag&lt;br /&gt;
   |Verlag=Duncker und Humblot&lt;br /&gt;
   |Datum=1964}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Jürgen Wild&lt;br /&gt;
   |Titel=Unternehmungsführung; Festschrift für Erich Kosiol zu seinem 75. Geburtstag,&lt;br /&gt;
   |Verlag=Duncker &amp;amp; Humblot&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin,&lt;br /&gt;
   |Datum=1974&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-428-03068-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118715151|LCCN=n79045241|VIAF=109390702}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kosiol, Erich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzmathematiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökonom (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität zu Köln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Breslau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Freie Universität Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1990]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kosiol, Erich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Ökonom und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Februar 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Köln]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. September 1990&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Salzburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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