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	<title>Erich Hertzsch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T15:11:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erich_Hertzsch&amp;diff=1089660&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jürgen Oetting: /* Literatur */ Reinhard Creutzburg entlinkt, Zielartikel wurde gelöscht</title>
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		<updated>2025-12-11T09:51:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Reinhard_Creutzburg&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Reinhard Creutzburg (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Reinhard Creutzburg&lt;/a&gt; entlinkt, Zielartikel wurde gelöscht&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erich Hertzsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[31. März]] [[1902]] in [[Unterbodnitz]]; † [[28. Oktober]] [[1995]] in [[Hamburg]]) war ein deutscher [[Theologe]] und Hochschullehrer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hertzsch legte sein Abitur in [[Rudolstadt]] ab, studierte Theologie und Rechtswissenschaften in [[Tübingen]] und [[Jena]]. Nach dem 1. Theologischen Examen wurde er ein Werkstudent im Ruhrgebiet, wo er erste Kontakte zur sozialistischen [[Arbeiterbewegung]] fand. Anschließend versorgte er als [[Vikar]] und [[Pfarrer]] verschiedene Thüringer Pfarrämter. Im Jahre 1932 trat er der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] und dem [[Bund der Religiösen Sozialistinnen und Sozialisten Deutschlands|Bund der religiösen Sozialisten]] bei und promovierte im gleichen Jahr über den [[Reformator]] [[Andreas Bodenstein|Andreas Bodenstein von Karlstadt]]. Hertzsch folgte dem ihm nahestehenden [[Emil Fuchs]] auf eine Pfarrstelle in [[Eisenach]]. Er führte die Fraktion der Religiösen Sozialisten im Thüringer [[Landeskirche]]ntag an, bis er 1933 von den inzwischen in der Thüringer Kirche herrschenden [[Deutsche Christen|Deutschen Christen]] mit seiner ganzen Fraktion zum Rücktritt gezwungen wurde. In der Zeit des Nationalsozialismus setzte er sich für verfolgte [[Juden]] ein, wie den späteren anglikanischen Priester [[Paul Oestreicher]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1945 bewirkte er zusammen mit [[Moritz Mitzenheim]] von der [[Lutherische Bekenntnisgemeinschaft|Lutherischen Bekenntnisgemeinschaft]] und dem Pfarrer [[Gerhard Kühn]] vom [[Wittenberger Bund]] den Rücktritt des DC-Kirchenpräsidenten [[Hugo Rönck]]. 1945 trat er der wieder zugelassenen SPD bei und war seit 1946 durch die [[Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED|Zwangsvereinigung von SPD und KPD]] Mitglied der SED, die er jedoch nach inhaltlichen Differenzen 1950 verließ. Für die SED wurde er 1946 als Abgeordneter in den [[Thüringer Landtag (1946–1952)|Thüringer Landtag]] gewählt. Als [[Oberkirchenrat]] setzte er sich von 1945 bis 1947 für eine moderate [[Entnazifizierung]] der Thüringer Kirche ein. Seit 1947 war er Professor für [[Praktische Theologie]] an der [[Universität Jena]] (seit 1948 mit Lehrstuhl). Zeitweilig arbeitete Hertzsch im [[Friedensrat der DDR]] mit. Er gehörte 1958 zu den Mitbegründern der [[Christliche Friedenskonferenz|Christlichen Friedenskonferenz]] in [[Prag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn [[Klaus-Peter Hertzsch]] wurde 1968 ebenfalls Professor für Praktische Theologie an der Universität Jena.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leistungen ==&lt;br /&gt;
In zahlreichen Aufsätzen zur [[Liturgiewissenschaft]], [[Homiletik]], [[Seelsorge]] und zur kulturellen Dimension der Kirche, ebenso wie zu ihrer politischen Verantwortung legte er seine Gedanken vor. Als [[Oberkirchenrat]] war er 1946/47 maßgeblich am Aufbau einer spezifischen [[Religionspädagogik]] beteiligt, die in alleiniger Verantwortung der Kirche unter der Bezeichnung „[[Christenlehre]]“ etabliert wurde. Dabei entstand das neue Berufsbild des „[[Kantorkatechet]]en“, das auf seine Anregung zurückgeht. Als erster theologischer Hochschullehrer in der DDR führte er die damals hier unbekannte [[Pastoralpsychologie|pastoralpsychologische]] Pfarrerausbildung einer „Seel-Sorge“ ein, die amerikanisch-schwedischen Ursprungs ist und eine wesentlich partnerzentrierte Einzelberatung darstellt. In Anlehnung daran lehrte er noch bis ins hohe Alter eine tiefenpsychologisch fundierte Theorie und Praxis biblischer [[Meditation]] in speziellen Kursen und Seminaren in der DDR wie auch in der Bundesrepublik Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Die Theologische Fakultät der [[Universität Leipzig|Leipziger Karl-Marx-Universität]] verlieh ihm die Würde eines [[Ehrendoktor]]s der Theologie. 1957 wurde ihm der [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländische Verdienstorden]] in Bronze und 1962 in Silber verliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Neues Deutschland]], 7. Oktober 1957, S. 5&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hohe Orden verliehen&amp;#039;&amp;#039;, In: [[Neue Zeit]], 12. Mai 1962, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Andreas Bodenstein|Karlstadt]] und seine Bedeutung für das Luthertum&amp;#039;&amp;#039;. Gotha 1932 (Theologische [[Dissertation]] [[Friedrich-Schiller-Universität Jena|Universität Jena]] vom 1. April 1932).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Wirklichkeit der Kirche. Kompendium der Praktischen Theologie&amp;#039;&amp;#039;. Band I. Halle 1956.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Evangelisches Brevier (Hertzsch)|Evangelisches Brevier]]&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1959.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Walter Bredendiek]]: &amp;#039;&amp;#039;Frühzeitig und zur rechten Zeit – Zum 75. Geburtstag von Erich Hertzsch&amp;#039;&amp;#039;. In: Standpunkt – Evangelische Monatsschrift 7 (1977), Heft Nr. 3, S. 72–74; {{ISSN|0323-4304}}&lt;br /&gt;
* Walter Bredendiek: &amp;#039;&amp;#039;Im Gedächtnismonat der Reformation … Die Vorgeschichte der „Erklärung deutscher Protestanten zur Friedensfrage“ vom Herbst 1917 – Prof. D. Erich Hertzsch zum 65. Geburtstag am 31. März 1967 in Dankbarkeit und herzlicher Freundschaft&amp;#039;&amp;#039;. In: Evangelisches Pfarrerblatt 9 (1967), Heft 3, S. 58–62; {{ISSN|0423-8494}}&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=erich-hertzsch|lemma=Hertzsch, Erich|autor=[[Ehrhart Neubert]]|band=1|idNum=1391}}&lt;br /&gt;
* Erich Stegmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Kirchenkampf in der Thüringer Evangelischen Kirche 1933–1945. Ein Kapitel Thüringer Kirchengeschichte&amp;#039;&amp;#039;; EVA Berlin 1984&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Thüringer Gratwanderungen. Beiträge zur fünfundsiebzigjährigen Geschichte der evangelischen Landeskirche Thüringens&amp;#039;&amp;#039;; hrsg. von Thomas A. Seidel im Auftrag der Evangelischen Akademie Thüringen und der Gesellschaft für Thüringische Kirchengeschichte e. V. 	Herbergen der Christenheit, Sonderband 3; Leipzig: Evangelische Verlags-Anstalt, 1998; ISBN 3-374-01699-5. Darin Reinhard Creutzburg: &amp;#039;&amp;#039;Religiöse Sozialisten in der Thüringer evangelischen Kirche 1918–1933&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Michael Weise: &amp;#039;&amp;#039;Eisenachs Sonderstellung für die evangelische Kirche im Nationalsozialismus. Eine lokal- und kirchenhistorische Untersuchung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Thüringische Geschichte]]&amp;#039;&amp;#039; 77 (2023), S. 167–195, insb. S. 186–187.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|124592236}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124592236|LCCN=no/2003/67043|VIAF=42775467}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Hertzsch, Erich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Theologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Praktischer Theologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Christlichen Friedenskonferenz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Religiöser Sozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Friedrich-Schiller-Universität Jena)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Thüringen 1946–1952)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Silber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1995]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hertzsch, Erich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Theologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. März 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Unterbodnitz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Oktober 1995&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jürgen Oetting</name></author>
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