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	<title>Erich Hermann Bauer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Robert Weemeyer am 27. April 2026 um 11:01 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erich Hermann Bauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. März]] [[1900]] in [[Berlin]]; † [[4. Februar]] [[1980]] in [[West-Berlin]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] NS-Verbrecher, der im [[Vernichtungslager Sobibor]] von 1942 bis 1943 an der [[Gaskammer (Massenmord)|Vergasung]] tausender Häftlinge beteiligt war. Das 1950 gegen ihn ausgesprochene [[Todesstrafe|Todesurteil]] wurde später in [[lebenslange Freiheitsstrafe]] umgewandelt. Bauer saß die Strafe bis zu seinem Tode 1980 ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Bauer wurde 1900 als Sohn eines Tapezierers und Dekorateurs in Berlin geboren. Nach der Volksschule begann er eine Ausbildung als [[Zerspanungsmechaniker|Dreher]]. Seine [[Gesellenprüfung]] legte er jedoch nicht ab, da er inzwischen zum Kriegsdienst eingezogen worden war. Bis September 1918 kämpfte er als Soldat in Frankreich und geriet dann in französische Gefangenschaft, aus der er Anfang 1920 entlassen wurde. Danach war er zunächst als ungelernter Arbeiter tätig. Nach einer entsprechenden Ausbildung arbeitete er ab 1923 als [[Kraftfahrer]]. Ab 1933 war er als [[Schaffner (Beruf)|Straßenbahnschaffner]] bei den [[Berliner Verkehrsbetriebe]]n angestellt. Im gleichen Jahr trat er der [[Sturmabteilung|SA]] bei und hatte dort den Rang eines Scharführers inne. Am 30. August 1937 beantragte er die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.578.143).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/1641467&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Franz Reichleitner (links), Erich Bauer, der „Gasmeister“ von Sobibor (Mitte, mit Küchenhilfe) und Johann Niemann (rechts).jpg|mini|Kommandant [[Franz Reichleitner]] (links), Erich Bauer (Mitte, mit Küchenhilfe) und [[Johann Niemann]] (rechts) vor dem Kasino im [[Vernichtungslager Sobibor]].]]&lt;br /&gt;
Nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde Bauer zunächst als Kraftfahrer bei der „[[Aktion T4]]“ eingesetzt. Nach dem Abbruch der Aktion T4 wurde er Anfang 1942 der [[Ordnungspolizei|Polizei]] als [[Oberwachtmeister]] zugeteilt und nach [[Lublin]] im [[Deutsche Besetzung Polens 1939–1945|deutsch besetzten Polen]] abkommandiert. Wenige Tage später kam er zu jenem [[Schutzstaffel|SS]]-Kommando, dem das [[Vernichtungslager Sobibor]] der „[[Aktion Reinhard]]“ unterstand. Dort erhielt er den Dienstgrad eines [[SS-Oberscharführer]]s. Bauer war unmittelbar an der Vergasung tausender Häftlinge beteiligt. Er kämpfte aktiv mit seiner Waffe gegen die Häftlinge während des [[Aufstand von Sobibór|Aufstands von Sobibór]] am 14. Oktober 1943.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auflösung des Lagers Sobibór kam Bauer im Dezember 1943 zu seiner Polizeieinheit nach Lublin zurück und wurde dann zur „[[Sonderabteilung Einsatz R]]“ nach [[Triest]] abkommandiert, wo er als Kraftfahrer tätig war. Bei Kriegsende geriet er in [[Kärnten]] in amerikanische Kriegsgefangenschaft, aus der er 1946 entlassen wurde. Vor der [[Entnazifizierung]]skommission verschwieg er seine Tätigkeit im Lager Sobibór, so dass er zunächst als unbelastet eingestuft wurde. Er wurde jedoch von den ehemaligen Lagerinsassen [[Samuel Lerer]] und [[Estera Raab]] auf einer Straße in West-Berlin zufällig wiedererkannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Schelvis: Vernichtungslager Sobibor. S. 279&amp;lt;/ref&amp;gt; Lerer war nach einem Aufstand aus dem Lager geflohen und bei Kriegsende nach Berlin gekommen. Im August 1949 wurde Bauer verhaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8. Mai 1950 verurteilte das [[Landgericht Berlin|Berliner Landgericht]] Bauer wegen [[Verbrechen gegen die Menschlichkeit]] zum Tode. Die Urteilsbegründung hob Bauers besondere Brutalität hervor. So heißt es: „In diesem Lager übte der Angeklagte sein Schreckensregiment aus und unterließ nichts, um die Häftlinge noch schlimmer zu quälen, als es seine übrigen Kameraden schon taten.“ Das Urteil wurde auf Grundlage des [[Kontrollratsgesetz Nr. 10|Kontrollratsgesetzes Nr. 10]] gesprochen. Zwar war die Todesstrafe in der [[Deutschland|Bundesrepublik Deutschland]] mit Inkrafttreten des [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|Grundgesetzes]] am 23. Mai 1949 abgeschafft worden, West-Berlin gehörte bis 1990 formal jedoch nicht zum Geltungsbereich des Grundgesetzes. In West-Berlin wurde die Todesstrafe erst am 20. Januar 1951 per Gesetz abgeschafft. 1971 wurde das Urteil offiziell in eine lebenslange Freiheitsstrafe umgewandelt. Bauer starb 1980 in der [[Justizvollzugsanstalt Tegel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]].&amp;#039;&amp;#039; Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8 (aktualisierte 2. Auflage).&lt;br /&gt;
* Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Was sie taten – Was sie wurden&amp;#039;&amp;#039;. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1986, ISBN 3-596-24364-5.&lt;br /&gt;
* [[Jules Schelvis]]: &amp;#039;&amp;#039;Vernichtungslager Sobibór.&amp;#039;&amp;#039; [[Unrast Verlag]], Hamburg und Münster 2003, ISBN 3-89771-814-6&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;LG Berlin, 8. Mai 1950&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Justiz und NS-Verbrechen]]. Sammlung deutscher Strafurteile wegen nationalsozialistischer Tötungsverbrechen 1945–1966, Bd. VI, bearbeitet von Adelheid L. Rüter-Ehlermann, H. H. Fuchs, [[C. F. Rüter]]. Amsterdam : University Press, 1971, Nr. 212, S. 543–560 [https://web.archive.org/web/20010910013946/http://www1.jur.uva.nl/junsv/brd/files/brd212.htm &amp;#039;&amp;#039;Massentötung von Juden durch den Angeklagten, genannt &amp;#039;Gasmeister von Sobibor&amp;#039; sowie Misshandlung und Erschiessung einzelner jüdischer Häftlinge&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Erich Bauer|Erich Hermann Bauer}}&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;[https://web.archive.org/web/20150924031133/http://www.holocaust-history.org/german-trials/sobibor-urteil-berlin.shtml Sobibor-Prozess (Berlin) – Urteil: LG Berlin vom 8. Mai 1950, PKs 3/50]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;[https://web.archive.org/web/20100315220345/http://www1.jur.uva.nl:80/junsv/Excerpts/212inhalt.htm Urteilsbegründungen]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [http://www.deathcamps.org/sobibor/perpetrators.html &amp;#039;&amp;#039;The Sobibor Perpetrators&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1278888969|VIAF=2904167504514693090002}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bauer, Erich Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polizist im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Aktion T4)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im Vernichtungslager Sobibor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Sonderabteilung Einsatz R)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zum Tode verurteilte Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1900]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1980]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bauer, Erich Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kriegsverbrecher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. März 1900&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Februar 1980&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[West-Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Robert Weemeyer</name></author>
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