<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Erich_Hauer</id>
	<title>Erich Hauer - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Erich_Hauer"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erich_Hauer&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-04T06:41:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erich_Hauer&amp;diff=1900915&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erich_Hauer&amp;diff=1900915&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-06-06T11:16:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hermann Gustav Erich Hauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. Juni]] [[1878]] in [[Berlin]]; † [[3. Januar]] [[1936]] auf See) war ein deutscher [[Sinologe]] und [[Mandschu]]rist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Als Sohn des Berliner Architekten und Hofbaurats [[Gustav Hauer]] besuchte Erich Hauer das [[Friedrich-Wilhelms-Gymnasium (Berlin)|Friedrich-Wilhelms-Gymnasium]] in Berlin. Seit 1896 studierte er [[Rechtswissenschaften|Jura]] an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelm-Universität Berlin]] und an der [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Eberhard-Karls-Universität Tübingen]]. Dort wurde er 1897 Mitglied des [[Corps Franconia Tübingen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Corpslisten 1930, 128/560.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Ersten juristischen Staatsexamen war Hauer eine Weile im Gerichtsdienst. In Berlin besuchte er das Seminar für [[Orientalische Sprachen]] und erwarb bei [[Carl Arendt (Sinologe)|Carl Arendt]] das chinesische [[Dolmetscher]]diplom. 1901 trat er in den [[Konsul]]ardienst und kam an die Deutsche Gesandtschaft in [[Peking]]. Zwar vom Dolmetscherdienst nicht begeistert, blieb er 16 Jahre. Von der Außenwelt abgeschottet, erweiterte und vertiefte er seine Kenntnisse in der chinesischen Sprache und wandte sich besonders der [[Mandschu]]sprache zu. Der Sekretär-Interpret [[Emil Krebs]], ein Sprachgenie, wurde sein [[Mentoring|Mentor]]. Im Sommer 1917 verließ Hauer mit dem Gesandtschaftspersonal China und kehrte nach Deutschland zurück. Bis zum Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] diente er noch beim [[Husaren-Regiment „von Zieten“ (Brandenburgisches) Nr. 3]] in [[Strasbourg|Straßburg]] und an der Front. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1920 die [[Arbeiter- und Soldatenräte|Berliner Kommune]] das [[Schöneberger Rathaus]] stürmen und die Kassen plündern wollte, bat die Behörde die „Einwohnerwehr“ um die Sicherung des Gebäudes. Schließlich traf die Behörde mit der Straße ein Abkommen, selbst die Besetzung zu übernehmen und die Kompanie mit der Zusicherung freien Geleits auszuquartieren. Als der erste Wagen den Platz passierte, brachte sich das Geleit in Sicherheit, während die Insassen heruntergezerrt, geschlagen und getreten wurden. Zu den sieben Überlebenden gehörte Hauer. Er sah damit seine Staatspflichten für abgegolten an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er schied aus dem Reichsdienst aus und begann ein „reguläres“ sinologisches Studium bei [[Jan Jakob Maria de Groot]]. 1921 [[Promotion (Doktor)|promoviert]], [[Habilitation|habilitierte]] er sich schon zwei Jahre später an der Friedrich-Wilhelm-Universität Berlin. Als sein akademischer Lehrer [[Erich Haenisch]] 1925 nach Göttingen (und später nach Leipzig) ging, wurde Hauer als [[Extraordinarius|a.o. Professor]] sein Nachfolger. Zu ihren Schülern gehörten [[Walter Fuchs (Sinologe)|Walter Fuchs]], [[Johannes Benzing]], H. Peeters und der Bischof der Nordmandschurei [[Theodor Breher]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei seinem „oft wegwerfenden Urteil und völligem Mangel an Autoritätsgläubigkeit hätte man den ausgesprochenen Individualisten eher für einen Richter oder Verwaltungsbeamten als für einen Universitätslehrer gehalten“ (zitiert nach Haenisch, vgl. Literatur).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war unverheiratet und starb 1936 auf der Rückreise von einem Erholungsurlaub auf den [[Azoren]] auf dem Schiff &amp;#039;&amp;#039;[[Columbus (Schiff, 1924)|Columbus]]&amp;#039;&amp;#039; an einem [[Herzinfarkt]], er erhielt eine [[Seebestattung]] im [[Atlantischer Ozean|Atlantischen Ozean]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
In den nur 16 Jahren nach dem Ausscheiden aus dem Konsulardienst gab Hauer 26 Bücher und Publikationen heraus, darunter  die Mandschuübersetzungen des chinesischen Dreizeichenbuches und einen Reisepass in Mandschusprache. Sein größtes und bedeutendstes Werk war die Übersetzung und Bearbeitung des &amp;#039;&amp;#039;K´ai-kuoh fang-lüeh, Geschichte von der Gründung des Mandschurischen Reiches&amp;#039;&amp;#039; (de Gruyter, Berlin 1926).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauer war Mitarbeiter der Fachzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Asia Maior&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch der Mandschusprache&amp;#039;&amp;#039;, welche bis heute ein bedeutendes Standardwerk der Mandschuristik ist, wurde von [[Oliver Corff]] 2007 neu herausgegeben (Harrassowitz, ISBN 978-3447055284).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Erich Haenisch: &amp;#039;&amp;#039;Erich Hauer (1878 – 1936)&amp;#039;&amp;#039;. Zeitschrift der Morgenländischen Gesellschaft ([http://menadoc.bibliothek.uni-halle.de/dmg/periodical/pageview/82053 Nachruf])&lt;br /&gt;
* Maria Keipert (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Auswärtigen Amt, Historischer Dienst. Band 2: Gerhard Keiper, Martin Kröger: &amp;#039;&amp;#039;G–K.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn u. a. 2005, ISBN 3-506-71841-X.&lt;br /&gt;
* {{NDB|8|81||Hauer, Erich Karl Hermann|Hans O. H. Stange|116522380}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116522380}}&lt;br /&gt;
* {{orden|w|b|breher-theodor}}&lt;br /&gt;
* [https://www.asiamaior.org/ Asia Maior]&lt;br /&gt;
* [https://lingweb.eva.mpg.de/linguipedia/index.php/Johannes_Benzing Johannes Benzing]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116522380|LCCN=no2007083926|VIAF=37669354}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hauer, Erich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sinologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Diplomat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1878]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1936]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hauer, Erich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hauer, Hermann Gustav Erich (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Sinologe und Mandschurist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. Juni 1878&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Januar 1936&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Atlantischer Ozean]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
	</entry>
</feed>