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	<title>Erich Gentsch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erich_Gentsch&amp;diff=2637692&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: - doppelten link</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;- doppelten link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Stolperstein Äneasstr 8 (Mard) Erich Gentsch.jpg|miniatur|[[Stolpersteine|Stolperstein]] für Erich Gentsch vor dem Haus Äneasstraße 8 in [[Berlin-Mariendorf]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erich Gentsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. August]] [[1893]] in [[Altenburg]]; † [[24. August]] [[1944]] in [[Stuttgart]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Kommunismus|Kommunist]] und [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erich Gentsch war das dritte von sieben Kindern eines Metallschleifers aus Altenburg; der Vater war aktives [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]-Mitglied. Von 1908 bis 1910 lernte Erich Gentsch in [[Leipzig]] den Beruf eines [[Metallbau|Bauschlossers]] und trat 1911 der SPD bei. 1913 hatte er einen Arbeitsunfall, bei dem er drei Finger der rechten Hand verlor und in der Folge nicht mehr wehrtauglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] engagierte sich Gentsch im [[Spartakusbund]] in Stuttgart, wurde 1919 Gründungsmitglied der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] und 1920 Betriebsratsvorsitzender bei der [[Daimler AG]]. 1921 Redakteur der &amp;#039;&amp;#039;[[Schlesische Arbeiter-Zeitung|Schlesischen Arbeiter-Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; und Untersuchungshaft wegen Hochverrat in Breslau. 1922 Umzug nach Berlin. In den folgenden Jahren übernahm er verschiedene hauptamtliche Funktionen in der Partei, unter anderem war er von 1924 bis 1928 Redakteur der &amp;#039;&amp;#039;[[Die Rote Fahne|Roten Fahne]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Berlin]]. 1925 wurde er wegen Beleidigung der Regierung zu sieben Monaten Gefängnis verurteilt, die er in [[Cottbus]] verbüßte. Ab 1927 war er Mitglied im [[Roter Frontkämpferbund|Rotfrontkämpferbund]]. 1930 wurde er Erster Sekretär und Bezirksausschussleiter der [[Revolutionäre Gewerkschafts-Opposition|Revolutionären Gewerkschafts-Opposition]] (RGO) in Berlin-Brandenburg. Ende 1932 löste ihn [[Paul Albrecht (Politiker, 1902)|Paul Albrecht]] von dieser Funktion ab. Mitte Januar 1933 wurde Erich Gentsch zum Vorsitzenden des [[Einheitsverband der Metallarbeiter Berlins|Einheitsverbandes der Metallarbeiter Berlins]] gewählt. Er löste in dieser Funktion [[Paul Peschke (Gewerkschafter)|Paul Peschke]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der „[[Machtergreifung]]“ durch die [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] Ende Januar 1933 wurde Erich Gentsch das erste Mal verhaftet, er kam jedoch zunächst wieder frei. In der Nacht des [[Reichstagsbrand]]es vom 27. auf den 28. Februar 1933 wurde er erneut verhaftet, doch auch diesmal nach wenigen Tagen wieder freigelassen. Für Februar 1933 ist seine Inhaftierung im [[SA-Gefängnis Papestraße]] in Tempelhof bekannt, wo er sehr wahrscheinlich auch misshandelt worden ist. Die nächste Festnahme erfolgte im April 1933, nachdem Gentsch noch im März als Stadtverordneter für den Wahlkreis 11 in Berlin-Neukölln gewählt worden war. Er war bis September 1933 im [[Kriegsverbrechergefängnis Spandau|Strafgefängnis Berlin-Spandau]] und im [[KZ Sonnenburg]] inhaftiert. 1934 emigrierte Gentsch in das [[Saargebiet]] und beteiligte sich dort am [[Saargebiet#Saarabstimmung|Abstimmungskampf]] gegen dessen Anschluss an das [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutsche Reich]]. 1935 leitete er von Prag aus die Grenzarbeit der KPD und übernahm dann von April 1936 bis 1939 zusammen mit [[Paul Bertz]] und [[Hans Teubner]] die Abschnittsleitung der KPD in [[Amsterdam]]; seine Frau Erna (am 9. Juni 1893 in Erfurt geborene Kuhn) folgte ihm mit den zwei Töchtern dorthin. Nach Kriegsausbruch führte er die illegale Arbeit unter dem Decknamen „Alwin“ von Amsterdam aus weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Geschichte der Niederlande#Deutsche Besetzung|deutschen Besetzung Amsterdams]] tauchte Gentsch unter falschem Namen unter. Er hielt aber weiterhin den Kontakt zu anderen Kommunisten im Untergrund aufrecht und beteiligte sich an der Erstellung und Verbreitung illegalen Materials, insbesondere an der Verbreitung der alle zwei bis drei Monate erscheinenden Broschüre &amp;#039;&amp;#039;Die Freiheit&amp;#039;&amp;#039;, die in Brüssel gedruckt und vor allem in Holland verbreitet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den unter Folter erpressten Aussagen von [[Wilhelm Knöchel]] am 23. April 1943 wurden Erich Gentsch und seine Frau Erna von der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] bei der Verbreitung der &amp;#039;&amp;#039; Freiheit&amp;#039;&amp;#039; verhaftet. Er wurde wegen „Vorbereitung zum [[Hochverrat]]“ und „[[Kriegsverrat im Nationalsozialismus|Feindbegünstigung]]“ vor Gericht gestellt. Am 6. April 1944 schrieb Erna aus der Haft in Düsseldorf einen Abschiedsbrief an ihren Mann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://an-die-nachwelt.de/erna-gentsch-06-april-1944-angehoerige-41 Mein lieber guter Erich!] Abschiedsbrief von Erna Gentsch In: An die Nachwelt – Letzte Nachrichten und Zeitzeugnisse von NS-Opfern gegen das Vergessen&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 23. Juni 1944 wurde Gentsch in [[Nürnberg]] vom [[Volksgerichtshof]] unter [[Roland Freisler]] zum Tode verurteilt und am 24. August 1944 in Stuttgart auf dem [[Schafott]] enthauptet. Kurz vor Hinrichtung soll er noch „Nieder mit Hitler!“ gerufen haben. Gentschs Leiche wurde für Unterrichtszwecke in das Anatomieinstitut der [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Universität Tübingen]] gebracht, anschließend im Krematorium des [[Reutlingen|Reutlinger]] Friedhofs „Unter den Linden“ eingeäschert und auf dem [[Gräberfeld X]] des [[Stadtfriedhof Tübingen|Tübinger Stadtfriedhofs]] bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gentschs Frau Erna kam am 5. Februar 1945 im [[KZ Ravensbrück]] ums Leben. Die beiden Töchter Hildegard (1915–1960) und Ilse (1917–1983) unterstützten ihre Eltern im Widerstandskampf. Ilse Gentsch wurde 1943 verhaftet und zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Nach 1945 wurde sie hauptamtliche Funktionärin der [[Freie Deutsche Jugend|Freien Deutschen Jugend]] und der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]. Später war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am [[Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED]] in [[Ost-Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 17. November 2008 liegen vor den Häusern [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Mariendorf#A|Äneasstraße]] 8 in Berlin-Mariendorf sowie Markgrafendamm 11 in Berlin-Friedrichshain, zwei Berliner Adressen von Erich Gentsch, zum Andenken an ihn zwei [[Stolpersteine]].{{Coordinate|text=(Lage des Stolpersteins)|NS=52/26/46.61/N|EW=13/23/58.98/E|type=landmark|region=DE-BE|name=Stolperstein Erich Gentsch}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Stefan Heinz]]: &amp;#039;&amp;#039;Erich Gentsch (1893–1944).&amp;#039;&amp;#039; In: Stefan Heinz, [[Siegfried Mielke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Funktionäre des Einheitsverbandes der Metallarbeiter Berlins im NS-Staat. Widerstand und Verfolgung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Gewerkschafter im Nationalsozialismus. Verfolgung – Widerstand – Emigration.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Metropol, Berlin 2012, ISBN 978-3-86331-062-2, S. 123–134.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/erich-gentsch?ID=4340 Gentsch, Erich].&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], [[Andreas Herbst]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarbeitete und stark erweiterte Auflage. Dietz, Berlin 2008, ISBN 978-3-320-02130-6.&lt;br /&gt;
* Siegfried Mielke, Stefan Heinz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Emigrierte Metallgewerkschafter im Kampf gegen das NS-Regime&amp;#039;&amp;#039; (= Gewerkschafter im Nationalsozialismus. Verfolgung – Widerstand – Emigration, Bd. 3). Metropol Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-86331-210-7, S. 821 f. (Kurzbiografie).&lt;br /&gt;
* [[Benigna Schönhagen]]: &amp;#039;&amp;#039;Gräberfeld X. Eine Dokumentation über NS-Opfer auf dem Tübinger Stadtfriedhof.&amp;#039;&amp;#039; (= Kleine Tübinger Schriften). Tübingen 1987.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.aktives-museum.de/fileadmin/user_upload/Extern/Dokumente/rundbrief_60.pdf &amp;#039;&amp;#039;Aktives Museum. Faschismus und Widerstand in Berlin&amp;#039;&amp;#039;. Mitgliederrundbrief 60, Januar 2009, S. 9.] (PDF; 504&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/8327d044-7418-48b1-abd0-2ecf52148f03/ Nachlass Bundesarchiv NY 4252]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1024603768|VIAF=260976492}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gentsch, Erich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Opfer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:RGO-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rotfrontkämpfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Sonnenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Justiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1893]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Berlin-Friedrichshain ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die im Bezirk Tempelhof-Schöneberg ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Knöchel-Seng-Gruppe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gentsch, Erich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kommunist und Widerstandskämpfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. August 1893&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Altenburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. August 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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