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	<title>Erich Botzenhart - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erich_Botzenhart&amp;diff=1737137&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Woldemar1958 am 5. Mai 2024 um 15:51 Uhr</title>
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		<updated>2024-05-05T15:51:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erich Botzenhart&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. Juni]] [[1901]] in [[Untertürkheim]]; † [[18. Oktober]] [[1956]] auf [[Schloss Cappenberg]], [[Bork (Selm)|Bork]]) war ein deutscher [[Historiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Erich Botzenhart studierte an den Universitäten [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Tübingen]] und [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]] und wurde 1925 in Tübingen als Schüler von [[Adalbert Wahl]] mit einer Arbeit über [[Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein|Freiherr vom Stein]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Seit 1929 war Botzenhart mit einer Edition der Briefe, Denkschriften und Aufzeichnungen des Freiherrn vom Stein beschäftigt, die zwischen 1931 und 1937 in sieben Bänden publiziert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1933 galt Botzenhart, ohne Mitglied der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] zu sein, als einer der führenden Vertreter einer neuen Generation junger nationalsozialistischer Historiker. Seine Interpretation, wonach Stein ein konservativer Nationalist gewesen sei, der nichts mit den [[Liberalismus|liberalen]] Bestrebungen in Deutschland nach der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] zu tun gehabt habe, wich von der bisherigen Lehrmeinung ab. Nach 1933 stilisierte Botzenhart den Reichsfreiherrn zum Vorläufer des [[Nationalsozialismus]] bzw. [[Adolf Hitler|Hitler]]s. Er fiel mit seinen Thesen [[Walter Frank]] auf, der ihn 1935 als Gründungsmitglied und Mitarbeiter an das nationalsozialistische [[Reichsinstitut für Geschichte des Neuen Deutschlands]] holte. Frank versuchte 1935 und 1936 jeweils vergeblich, Botzenhart eine Professur an den Universitäten [[Friedrich-Schiller-Universität Jena|Jena]] bzw. [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Halle]] zu verschaffen. In [[Göttingen]] hatte Frank schließlich Erfolg. Botzenhart wurde 1939, ohne [[Habilitation|habilitiert]] zu sein und gegen den Willen der Fakultät, als außerordentlicher Professor an die [[Georg-August-Universität Göttingen|Universität Göttingen]] berufen. Aus Anlass des 50. Geburtstages von [[Adolf Hitler]] wurde er am 20. April 1939 zum Professor ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger&amp;#039;&amp;#039; vom 21. April 1939, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1941 bis 1943 war Botzenhart als Mitglied der Archivkommission des [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amtes]] mit der Auswertung von Akten beschäftigt, die in französischen Archiven erbeutet worden waren. Ab 1943 war er (als Nachfolger des gestürzten Walter Frank) Leiter des Reichsinstituts für Geschichte des Neuen Deutschlands. Am 17. Juli 1945 wurde er von der Universität Göttingen entlassen. Daraufhin zog Botzenhart nach Schloss Cappenberg, dem Sitz des Freiherr-vom-Stein-Archivs, wo er die folgenden Jahre, getrennt von seiner Frau und seinen fünf Kindern, als Verwalter des Archivs und Leiter der wissenschaftlichen Arbeiten der [[Freiherr-vom-Stein-Gesellschaft]] lebte. In seinem [[Entnazifizierung]]sverfahren wurde er 1949 in die Kategorie IV („Mitläufer“) eingeordnet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Botzenhart litt unter Depressionen und nahm sich 1956 das Leben. Der Historiker [[Manfred Botzenhart]] war sein Sohn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Staats- und Reformideen des Freiherrn vom Stein. Ihre geistigen Grundlagen und ihre praktischen Vorbilder.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;1: &amp;#039;&amp;#039;Die geistigen Grundlagen.&amp;#039;&amp;#039; Osiander, Tübingen 1927.&lt;br /&gt;
* (Bearb.) &amp;#039;&amp;#039;Freiherr vom Stein, Briefwechsel, Denkschriften und Aufzeichnungen.&amp;#039;&amp;#039; 7 Bände, Heymann, Berlin 1931–1937.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der deutschen Geschichte der Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; Spaeth &amp;amp; Linde, Berlin 1939.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der politische Aufstieg des Judentums von der Emanzipation bis zur Revolution von 1848.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur Judenfrage.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;3, 2.&amp;amp;nbsp;Auflage. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg 1943, S. 62–106.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Freiherr vom Stein. Briefe und amtliche Schriften&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[https://www.freiherr-vom-stein-gesellschaft.de/projekt.php?k=1 Neue Große Stein-Ausgabe]&amp;#039;&amp;#039;). Hrsg. von [[Walther Hubatsch]]. Band&amp;amp;nbsp;1. W.&amp;amp;nbsp;Kohlhammer, Stuttgart 1957.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Robert P. Ericksen]]: &amp;#039;&amp;#039;Kontinuitäten konservativer Geschichtsschreibung am Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte. Von der Weimarer Zeit über die nationalsozialistische Ära bis in die Bundesrepublik.&amp;#039;&amp;#039; In: Heinrich Becker, Hans-Joachim Dahms, Cornelia Wegeler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Universität Göttingen unter dem Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; 2., erweiterte Ausgabe. Saur, München 1998, ISBN 3-598-10853-2, S. 427–453.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Heiber]]: &amp;#039;&amp;#039;Walter Frank und sein Reichsinstitut für Geschichte des neuen Deutschland&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;13). Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1966, S. 478 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11627123X}}&lt;br /&gt;
* [https://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/input_felder/langDatensatz_ebene4.php?urlID=509&amp;amp;url_tabelle=tab_websegmente Stein-Ausgaben]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11627123X|LCCN=n/89/646327|VIAF=5678029}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Botzenhart, Erich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neuzeithistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Georg-August-Universität Göttingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Eberhard Karls Universität Tübingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1901]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1956]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Botzenhart, Erich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Botzenhardt, Erich&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Historiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Juni 1901&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Untertürkheim]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Oktober 1956&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Schloss Cappenberg]], [[Selm]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Woldemar1958</name></author>
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