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	<title>Erich Borchert - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-02-18T20:30:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Borkhert Erikh.jpg|mini|Erich Borchert (1933)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erich Borchert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ruS|Эрих Вильгельмович Борхерт}}, &amp;#039;&amp;#039;Erich Wilhelmowitsch Borchert;&amp;#039;&amp;#039; * [[16. Februar]] [[1907]] in [[Erfurt]]; † [[25. September]] [[1944]] im [[Sonderlager des MWD#Geschichte|KarLag]], einem [[ITL-Besserungsarbeitslager in der Sowjetunion|Besserungsarbeitslager]] des [[Gulag]] bei [[Qaraghandy|Karaganda]], [[Kasachische Sozialistische Sowjetrepublik|Kasachische SSR]], [[Sowjetunion]]) war ein deutscher und sowjetischer Maler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Erich Borchert - Geometrische Komposition 1928.jpg|mini|Geometrische Komposition]]&lt;br /&gt;
Borchert wuchs in Erfurt auf. Von 1926 bis 1929 studierte er [[Wandmalerei]] am [[Bauhaus]] [[Dessau]] und war Schüler bei [[Paul Klee]], [[Wassily Kandinsky]] und [[Lyonel Feininger]]. Das Studium schloss er 1930 mit dem Diplom des Künstler-Architekten ab. Schon 1928 war er der Kommunistischen Zelle ([[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]) beim Bauhaus beigetreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Studium gehörte er zu den etwa 30 Bauhäuslern, die in die [[Sowjetunion]] reisten, um sich im Rahmen gewaltiger [[Industrialisierung der Sowjetunion|Industrialisierungsprojekte]] am dortigen Aufbau des Landes zu beteiligen. Durch die Vermittlung seines Mentors am Dessauer Bauhaus, des Bauhaus-Meisters [[Hinnerk Scheper]], übersiedelte er 1930 nach [[Moskau]] und war in der Entwicklungsabteilung für Farbgestaltung der Architektur und im [[Städtebau]] tätig. In Planungsbüro &amp;#039;&amp;#039;Maljarstroi&amp;#039;&amp;#039; wurde er mit Fassaden- und Innenraumgestaltungen betraut und beeinflusste so die Arbeits- und Wohnumwelt von zehntausenden Menschen im ganzen Land. 1933 hatte er eine Einzelausstellung im Moskauer staatlichen Museum der Neuen westlichen Kunst (heute [[Puschkin-Museum]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sinaida Pyschnowskaja |Titel=Deutsche Kunstausstellungen in Moskau und ihre Organisatoren |Hrsg=Irina Antonowa, Jörn Merkert |Sammelwerk=Berlin - Moskau 1900-1950 |Auflage=3 |Verlag=Prestel-Verlag |Ort=München |Datum=1995 |ISBNdefekt=978-3-7913-1488-2 |Seiten=191}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz beispielsweise zu [[Hannes Meyer]] und Hinnerk Scheper, die das Land nach einigen Jahren ernüchtert verließen, blieb Borchert dort und heiratete 1931 die russische Künstlerin Sofja Matwejewa. 1935 wurde die gemeinsame Tochter Erika geboren. 1938 erhielt er auf Verordnung des Präsidiums des Exekutivkomitees die Staatsbürgerschaft der RSFSR/UdSSR. Wie andere nicht zurückkehrende Vertragsarbeiter geriet er schon bald in eine anfangs subtile, später offen zu Tage tretende Unterdrückungsmaschinerie. Am 25. Dezember 1941 wurde Borchert als Soldat in das Baubataillon Nr. 871 der [[Rote Armee|Roten Armee]] eingezogen, um beim Bau des Ural-Aluminium-Werkes (UAS) in [[Kamensk-Uralski]] in der [[Oblast Swerdlowsk]] zu helfen. Ein knappes Jahr später, am 18. November 1942, verhaftete man ihn wegen angeblicher „Vorbereitung eines Sabotage-Akts auf das Wärmekraftwerk im Stadtbezirk Krasnogorski von Kamensk-Uralski und der Planung des illegalen Wechsels auf die Seite der deutsch-faschistischen Truppen“. Am 15. Januar 1944, 13 Monate nach der Verhaftung, verurteilte man ihn nach [[Artikel 58 des Strafgesetzbuches der RSFSR|Artikel 58]]-1a, 58-10 Teil 2 und 58-11 sowie Artikel 19-56-9 des Strafgesetzbuches der [[Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik|RSFSR]] wegen der „Mitgliedschaft in einer antisowjetischen Sabotagegruppe, antisowjetischer Agitation und Verrat an der Heimat“ zu 20 Jahren Haft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. September 1944 starb Borchert im Zwangsarbeiterlager KarLag im Alter von 37 Jahren. Erst 1962 rehabilitierte ihn ein Militärgericht des Militärbezirks Ural [[postum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
In Erfurt wurde er 2009 mit einer Gedenktafel am Wohnhaus seiner Jugend in der Friedrich-Engels-Straße 67 geehrt.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=Presseerklärung |url=http://www.dailynet.de/KunstKultur/50635.php |wayback=20151230072159 }} der Bauhausuniversität Weimar, 1. September 2009{{Abrufdatum |1=2024-05-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstellungen ==&lt;br /&gt;
* 1929: Gruppenausstellung &amp;#039;&amp;#039;junge bauhausmaler&amp;#039;&amp;#039;, mit Werken von Otto Berenbrock, Erich Borchert, Albert Braun, [[Wilhelm Imkamp (Maler)|Willy Imkamp]], [[Fritz Kuhr]], Josef Leirer, Hilde Rantzsch, Hermann Röseler, [[Xanti Schawinsky|Alexander Schawinsky]], [[Lou Scheper-Berkenkamp|Lu Scheper]] und [[Fritz Winter (Maler)|Fritz Winter]] als Wanderausstellung in [[Braunschweig]], [[Krefeld]], [[Halle (Saale)]], Erfurt und [[Berlin]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Stiftung Bauhaus Dessau: Die Sammlung |Hrsg=Lutz Schöbe, Wolfgang Thöner |Verlag=Gerd Hatje |Ort=Ostfildern |Datum=1995 |ISBN=978-3775705981 |Seiten=151}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1929: Internationale Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;[[Darmstädter Sezession|Der schöne Mensch in der neuen Kunst]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Darmstadt]]&lt;br /&gt;
* 1930 Einzelausstellung im [[Angermuseum]], Erfurt&lt;br /&gt;
* 1933 Einzelausstellung im Staatlichen Museum für Neue Westliche Kunst, Moskau&lt;br /&gt;
* 1964: Einzelausstellung im Zentralen Haus der Architekten in Moskau&lt;br /&gt;
* 2007: Einzelausstellung &amp;#039;&amp;#039;Erich Borchert, Kamensker Zyklus. Ausstellung zum 100. Geburtstag des Künstlers und Bauhaus-Architekten&amp;#039;&amp;#039; in der Bibliothek des UralGAChA in Jekaterinburg&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://erich-borchert.narod.ru/bauhaus_d.htm |titel=eine von vier parallelen Ausstellungen zur internationalen wissenschaftlichen Konferenz &amp;quot;Bauhaus im Ural: von Solikamsk bis Orsk&amp;quot; |sprache=de |abruf=2022-11-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2009: drei Arbeiten Borcherts in der Ausstellung „Von Dürer bis Klee: Deutsche, österreichische und Schweizer Abbildung XV.-XX. Jahrhundert aus der Sammlung des Museums“ im Puschkin-Museum, Moskau&lt;br /&gt;
* 2012/2013: Einzelausstellung &amp;#039;&amp;#039;In Zeitgefangenschaft. Erich Borchert (1907–1944). Grafiken aus der Sammlung der Familie des Künstlers&amp;#039;&amp;#039;, [[Puschkin-Museum]], Moskau&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.arts-museum.ru/events/archive/2012/12/borchert/index.php?lang=ru |titel=&amp;quot;In Zeitgefangenschaft&amp;quot;, Erich Borchert (1907-1944). Grafiken aus der Sammlung der Familie des Künstlers |hrsg=Staatliches Museum für Bildende Künste A. S. Puschkin |sprache=ru |abruf=2022-11-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2013/2014: zwei Arbeiten in der Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Bauhaus. Die Kunst der Schüler – Werke aus der Sammlung der Stiftung Bauhaus Dessa&amp;#039;&amp;#039;u in Galerie der Stadt Remscheid&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Bauhaus. Die Kunst der Schüler - Werke aus der Sammlung der Stiftung Bauhaus Dessau |Hrsg=Oliver Zybok, Wolfgang Thöner |Verlag=Hatje Cantz |Ort=Ostfildern |Datum=2013 |ISBN=978-3-7757-3600-8 |Seiten=95}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2019: Einzelausstellung in der Galerie Unartig, Weimar&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Christiane Weber |url=https://www.thueringer-allgemeine.de/regionen/weimar/article227281421/Kuenstler-einer-verschollenen-Generation.html |titel=Künstler einer &amp;quot;verschollenen Generation&amp;quot; |werk=Thüringer Allgemeine |datum=2019-10-05 |sprache=de |abruf=2022-12-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2021/2022: Einzelausstellung &amp;#039;&amp;#039;Erich Borchert: Das Bauhaus in Russland&amp;#039;&amp;#039; im Staatlichen Kunstmuseum Nowosibirsk&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nsartmuseum.ru/exhibitions/id/450 |titel=Erich Borchert: Das Bauhaus in Russland |werk=Staatliches Kunstmuseum Nowosibirsk |hrsg=Staatliches Kunstmuseum Nowosibirsk |datum=2021-11-25 |sprache=en |abruf=2022-12-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sergey Tikhanov |url=https://newsib.net/kultura/zhizn-kak-roman-o-schastlivom-xudozhnike-s-neschastlivym-koncom.html |titel=Erich Borchert: Das Leben als Roman eines glücklichen Künstlers mit einem unglücklichen Ende / Die Ausstellung &amp;quot;Erich Borchert: Bauhaus in Russland&amp;quot; wird im Nowosibirsker Kunstmuseum fortgesetzt |werk=Neu Sibirien / Новая Сибирь |datum=2022-01-29 |sprache=ru |abruf=2022-12-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Thüringer Allgemeine: &amp;#039;&amp;#039;Kunst-Laufbahn begann in Erfurt&amp;#039;&amp;#039;, Erfurt, 3. September 2009&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erich Borchert. 1907–1944&amp;#039;&amp;#039;. Katalog zur Ausstellung, Puschkin-Museum, Moskau 2012 (russisch)&lt;br /&gt;
* S. P. Golikova, Эрих Борхерт, Баухауз в России (Erich Bochert, Das Bauhaus in Russland), Katalog zur Ausstellung, ISBN 978-5-6047636-6-7, Nowosibirsk 2022 (russisch)&lt;br /&gt;
* {{AKL|12|672|672|Borchert, Erich|Tilo Grabach}}&lt;br /&gt;
* Astrid Volpert, &amp;#039;&amp;#039;Vom Traum, der narrte bis zum Irresein&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Über die Bauhaus-Künstler und Kommunisten Gerhard Moser und Erich Borchert in der Sowjetunion&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Berliner Debatte Initial]] 27 (2), 2016, Seiten 107–125&lt;br /&gt;
* Oliver Zybok, Wolfgang Thöner (Hrsg.), Katalog zur Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Bauhaus. Die Kunst der Schüler – Werke aus der Sammlung der Stiftung Bauhaus Dessau&amp;#039;&amp;#039; in Galerie der Stadt Remscheid, Ostfildern: Hatje Cantz 2013, ISBN 978-3-7757-3600-8&lt;br /&gt;
* Graphic Novel über Erich Borchert mit Texten von [[Daniela Danz]] und Bildern von Carsten Weitzmann, &amp;#039;&amp;#039;Nicht hier, nicht dort – vielleicht zu einer anderen Zeit,&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Die Fliege in der Zeit. Bauhaus Graphic Shorts&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg.: Literarische Gesellschaft Thüringen e.V., Weimar 2019, ISBN 978-3-936305-57-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bericht über die internationale wissenschaftliche Konferenz &amp;#039;&amp;#039;[https://erich-borchert.narod.ru/bauhaus_d.htm Das Bauhaus und die Meisterhäuser im Ural von Solikamsk bis Orsk / Architektur und Denkmalpflege der Moderne als sozialpolitischer Auftrag in Deutschland und Russland]&amp;#039;&amp;#039; vom 12.-16.11.2007 an der Staatliche Architektonisch-Künstlerische Akademie Jekaterinburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eintragung in der [http://lists.memo.ru/index2.htm Datenbank] politischer Repressionen in der Sowjetunion unter „Борхерт“ (russisch)&lt;br /&gt;
* [http://voiceofrussia.com/2012_12_11/Erich-Borchert-The-artist-who-escaped-from-the-prison-of-time/ Erich Borchert: The artist who escaped from the prison of time], The Voice of Russia, 11. Dezember 2012 (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1019872810|VIAF=232124073}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Borchert, Erich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schüler am Bauhaus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Stalinismus (Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im Gulag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1907]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Borchert, Erich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Maler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Februar 1907&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Erfurt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. September 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=Karlag, Straflager bei [[Qaraghandy|Karaganda]], [[Kasachische Sozialistische Sowjetrepublik|Kasachische SSR]], [[Sowjetunion]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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