<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Erich_Boehringer</id>
	<title>Erich Boehringer - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Erich_Boehringer"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erich_Boehringer&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-12T21:27:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erich_Boehringer&amp;diff=967286&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Flar65: 2x geordnet</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erich_Boehringer&amp;diff=967286&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-01-16T18:56:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;2x geordnet&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Erich Boehringer in 1954.jpg|mini|Erich Boehringer]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erich Max Boehringer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. August]] [[1897]] in [[Hamburg]]; † [[3. April]] [[1971]] ebenda) war ein deutscher [[Klassische Archäologie|Klassischer Archäologe]] und [[Numismatik]]er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Boehringer stammt aus einer großbürgerlichen Familie, sein Vater war Chemiker und betrieb eine Chemiefabrik in Hamburg. Er war der Bruder des Industriellen, Privatgelehrten und Schriftstellers [[Robert Boehringer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Boehringer wuchs in [[Basel]] auf und nach dem Besuch des dortigen Gymnasiums meldete er sich 1914 freiwillig zum Kriegsdienst. Wegen Auszeichnung vor dem Feind wurde er bereits 1915 zum Leutnant befördert. Er war Vorbild für [[Stefan George]]s Gedicht &amp;#039;&amp;#039;Einem jungen Führer im Ersten Weltkrieg&amp;#039;&amp;#039;. George, den Boehringer 1917 kennenlernte, beeinflusste ihn stark. Nach dem im Juli 1919 in [[Lörrach]] abgelegten [[Abitur]] studierte Boehringer Klassische Archäologie, Alte Geschichte und Griechisch in [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Freiburg i. Br.]], [[Universität Würzburg|Würzburg]], [[Universität Basel|Basel]] und [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]]. Beeinflusst durch [[Kurt Regling]] schrieb er seine [[Dissertation]] bei [[Heinrich Bulle (Archäologe)|Heinrich Bulle]] in Würzburg über die Münzen von [[Syrakus]], die in der Anwendung der stempelvergleichenden Methode richtungweisend für die antike [[Numismatik]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Promotion (Doktor)|Promotion]] 1925 war Boehringer ein Jahr als Hilfsassistent am [[Deutsches Archäologisches Institut|Deutschen Archäologischen Institut]] (DAI) in [[Rom]] tätig, bevor er 1926/27 das [[Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts|Reisestipendium]] des DAI erhielt. 1927–29 arbeitete er wieder als Assistent am DAI in Rom, beteiligte sich 1929–30 an Forschungen in [[Sizilien]] und war 1930–31 als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter an der [[Berliner Antikensammlung]] angestellt. Bereits seit dem Reisestipendium nahm er an den Grabungen in [[Pergamon]] unter Leitung von [[Theodor Wiegand]] teil, den er zeitweise als Grabungsleiter vertrat. Ergebnisse seiner Arbeit in Pergamon waren die beiden Bände über das [[Temenos für den Herrscherkult]] und die Arsenale von Pergamon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1932 [[Habilitation|habilitierte]] sich Boehringer in [[Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald|Greifswald]], wurde von 1934 bis 1938 Vertreter des [[Ordentlicher Professor|Ordinarius]] für Klassische Archäologie in Greifswald, danach Extraordinarius und 1942 schließlich Ordinarius.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Mai 1937 war er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] beigetreten (Mitgliedsnummer 5.787.333).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/3560058&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war er von März 1940 bis April 1943 als [[Kulturattaché]] an der deutschen Gesandtschaft in [[Athen]] tätig. Der Kriegsausgang vertrieb ihn aus Greifswald und er war für die Evakuierung der Universität zuständig. Über seine [[Entnazifizierung]] ist nichts bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Boehringer ging nach [[Georg-August-Universität Göttingen|Göttingen]], wo er 1946 an der [[Georg-August-Universität Göttingen|Georg-August-Universität]] einen [[Lehrauftrag]] für „klassische Archäologie, Ausgrabungswesen, antike Ikonographie und Numismatik“ erhielt. Daneben war er 1945–48 ehrenamtlich Geschäftsführer des „Akademischen Hilfswerks der Universität Göttingen“ und gründete mit Unterstützung der britischen Militärregierung das erste Göttinger Studentenwohnheim der Nachkriegszeit, die 1946–53 erbaute „Akademische Burse“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Klaus Gottstein |url=http://akademischeburse.de/entstehung/ |titel=Die Akademische Burse zu Göttingen und ihr Gründer Erich Boehringer |werk=akademischeburse.de |hrsg=Akademische Burse |abruf=28.09.2022}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Dörte Helling: &amp;#039;&amp;#039;Der erste Göttinger Studentenwohnheimbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Die &amp;#039;Akademische Burse&amp;#039; von Diez Brandi&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Göttinger Jahrbuch]], Bd. 55, 2007, S. 187–212, hier S. 188 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1954 wurde Boehringer Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts in [[Berlin]], an dessen Wiederaufbau er maßgeblich beteiligt war. Daneben lehrte er als [[Honorarprofessor]] für Klassische Archäologie an der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität Berlin]]. 1957 nahm Boehringer die Ausgrabungen in Pergamon wieder auf. 1960 ging er vorzeitig in Pension, um sich ganz der wissenschaftlichen Arbeit, insbesondere den Grabungen in Pergamon widmen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem engagierte er sich in der Baden-Württembergischen [[Freie Demokratische Partei|FDP]]/[[Demokratische Volkspartei|DVP]], für die er 1961 vergeblich zum [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] kandidierte. 1956 war er als [[Niedersächsisches Kultusministerium|Kultusminister von Niedersachsen]] in Aussicht genommen, er nahm das Amt aber letztlich nicht an.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundesarchiv.de/cocoon/barch/1100/k/k1956k/kap1_2/kap2_21/para3_2.html Kabinettsprotokolle 1956].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn ist der Klassische Archäologe und Numismatiker [[Christof Boehringer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Münzen von Syrakus.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. de Gruyter, Berlin u. a. 1929.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Caesar von Acireale.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Stuttgart 1933.&lt;br /&gt;
* mit [[Friedrich Krauss (Bauforscher)|Friedrich Krauss]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Temenos für den Herrscherkult&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Altertümer von Pergamon.&amp;#039;&amp;#039; Band 9). de Gruyter, Berlin u. a. 1937.&lt;br /&gt;
* mit Ákos von Szalay: &amp;#039;&amp;#039;Die hellenistischen Arsenale&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Altertümer von Pergamon.&amp;#039;&amp;#039; Band 10). de Gruyter, Berlin u. a. 1937.&lt;br /&gt;
* mit Robert Boehringer: &amp;#039;&amp;#039;Homer. Bildnisse und Nachweise.&amp;#039;&amp;#039; Band 1&amp;lt;ref&amp;gt;Alles Erschienene. Vgl. [[Otmar Seemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Kumulierender Nachtrag zu Krieg: MNE.&amp;#039;&amp;#039; 3., verbesserte und vermehrte Auflage. Walter Krieg, Wien 1995, ISBN 3-920566-38-6, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt;: &amp;#039;&amp;#039;Rundwerke.&amp;#039;&amp;#039; Hirt, Breslau 1939.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pergamon. In Erinnerung an Erich Boehringer.&amp;#039;&amp;#039; Ausstellung und Katalog. C. H. Boehringer und Sohn u. a., Ingelheim am Rhein 1972.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Langlotz]]: &amp;#039;&amp;#039;Erich Boehringer †.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Gnomon (Zeitschrift)|Gnomon]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 44, Nr. 4, 1972, S. 428–430, {{JSTOR|27685506}}.&lt;br /&gt;
* [[Robert Boehringer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Erich Boehringer. Leben und Wirken.&amp;#039;&amp;#039; Küpper, Düsseldorf u. a. 1973, ISBN 3-7835-0150-4.&lt;br /&gt;
* [[Reinhard Lullies]], [[Wolfgang Schiering]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Archäologenbildnisse]]. Porträts und Kurzbiographien von klassischen Archäologen deutscher Sprache.&amp;#039;&amp;#039; von Zabern, Mainz 1988, ISBN 3-8053-0971-6, S. 272–273.&lt;br /&gt;
* Maria Keipert (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes. 1871–1945.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: [[Johannes Hürter]]: &amp;#039;&amp;#039;A–F.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Auswärtigen Amt, Historischer Dienst. Schöningh, Paderborn u. a. 2000, ISBN 3-506-71840-1.&lt;br /&gt;
* [[Werner Buchholz (Historiker)|Werner Buchholz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Greifswalder Hochschullehrer 1775 bis 2006.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: Meinrad Welker: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Greifswalder Hochschullehrer 1907 bis 1932.&amp;#039;&amp;#039; Bock, Bad Honnef 2004, ISBN 3-87066-931-4, S. 25–26.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118660780}}&lt;br /&gt;
* [http://www.zeno.org/nid/20004815734 Stefan George: &amp;#039;&amp;#039;Einem jungen führer im ersten weltkrieg&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Klassische Archäologie in Greifswald&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Präsidenten DAI&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118660780|LCCN=n/87/137128|VIAF=109544850}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Boehringer, Erich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassischer Archäologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Numismatiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Archäologischen Gesellschaft zu Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Greifswald)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Freie Universität Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Boehringer (Unternehmerfamilie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1971]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Boehringer, Erich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Boehringer, Erich Max&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Klassischer Archäologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. August 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. April 1971&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Flar65</name></author>
	</entry>
</feed>