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	<title>Erich Bergel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Frau Nilsson: tk kl</title>
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		<updated>2025-10-19T00:20:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;tk kl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erich Bergel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Juni]] [[1930]] in [[Râșnov|Rosenau]] bei [[Brașov|Kronstadt]], [[Rumänien]]; † [[3. Mai]] [[1998]] in [[Ruhpolding]]) war ein deutschsprachiger [[Dirigent]] und Musikwissenschaftler [[Siebenbürger Sachsen|siebenbürgisch-sächsischer]] Herkunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Erich Bergel war zweiter Sohn der Eheleute Katharina Bergel, geborene Truetsch (1904–2002) und Erich Bergel (1899–1971), die seit 1924 verheiratet waren. Seine Geschwister waren [[Hans Bergel|Hans]] (1925–2022), Hildegard (1927–2007) und Ortwin (1937–1952).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Renate Windisch-Middendorf |Hrsg=Thede Kahl, Larisa Schippel |Titel=Der Mann ohne Vaterland: Hans Bergel – Leben und Werk |Sammelwerk=Forum: Rumänien |Band=5 |Verlag=Frank &amp;amp; Timme |Ort=Berlin |Datum=2010 |ISBN=978-3-86596-275-1 |Seiten=21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Vater war Lehrer, Musiklehrer und Kreisschulrat&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Bergel: &amp;#039;&amp;#039;Musikerleben&amp;#039;&amp;#039;. 2006, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde regelmäßig versetzt, so dass Erich 1936 von [[Râșnov|Rosenau]] nach [[Reghin|Reen]], 1939 nach [[Brașov|Kronstadt]] und 1944 nach [[Hermannstadt]], zusammen mit der Familie umzog.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Bergel: &amp;#039;&amp;#039;Musikerleben&amp;#039;&amp;#039;. 2006, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis zum Umzug nach Hermannstadt besuchte er öffentliche Schulen und erhielt zusätzlich Musikunterricht an mehreren Musikinstrumenten. Im Jahr 1944 wurde sein Vater inhaftiert, die Familie verlor ihr Vermögen und sein Bruder Hans hielt sich versteckt, um nicht in die [[Sowjetunion]] deportiert zu werden. Erich konnte das Gymnasium nicht weiter besuchen und musste seiner Mutter und seiner älteren Schwester helfen, den Lebensunterhalt der Rumpffamilie zu gewährleisten.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Bergel: &amp;#039;&amp;#039;Musikerleben&amp;#039;&amp;#039;. 2006, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1946 besuchte Erich Bergel das [[Bergschule Schäßburg|Pädagogische Gymnasium]] in [[Sighișoara|Schäßburg]]. 1950 begann er mit einem Musikstudium in [[Cluj-Napoca|Klausenburg]] am [[Musikakademie Gheorghe Dima|Konservatorium von Cluj]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Bergel, Musikerleben, 2006, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des Studiums führte Bergel als Dirigent mit einem Studentenchor erfolgreich geistliche Werke von [[Georg Friedrich Händel|Händel]] und [[Joseph Haydn|Haydn]] auf. Er musste dann wegen &amp;#039;&amp;#039;Verbreitung von religiösem Mystizismus mit Hilfe der Musik&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;eines angehenden sozialistischen Dirigenten unwürdig&amp;#039;&amp;#039; sei, das Studium abbrechen. Den Abschluss konnte er im Juli 1958 nachholen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Bergel: &amp;#039;&amp;#039;Musikerleben&amp;#039;&amp;#039;. 2006, S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er bewarb sich Ende 1958 um die Stelle als Dirigent der [[Klausenburger Philharmonie]] und setzte sich gegen seine Mitbewerber durch. Schon in den ersten Monaten hatte er glänzende Erfolge. Insbesondere das studentische Publikum war von seiner Arbeit begeistert. Nach weniger als einem halben Jahr als Dirigent wurde Bergel am 13. April 1959 verhaftet und zu sieben Jahren Zwangsarbeit verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Bergel: &amp;#039;&amp;#039;Musikerleben&amp;#039;&amp;#039;. 2006, S. 42 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1962 wurde er aufgrund einer allgemeinen Amnestie für politische Häftlinge entlassen, er ging wieder nach Klausenburg und nahm eine Stelle als Ersatztrompeter im Philharmonischen Orchester an.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Bergel: &amp;#039;&amp;#039;Musikerleben&amp;#039;&amp;#039;. 2006, S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Spätsommer 1966 sollte der Gastdirigent [[Fritz Mahler]] das Orchester dirigieren. Als er einen Herzanfall erlitt, sprang Erich Bergel für ihn ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Bergel: &amp;#039;&amp;#039;Musikerleben&amp;#039;&amp;#039;. 2006, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1. Oktober 1966 wurde er wieder offiziell zum Dirigenten eingesetzt. Das regelmäßige Einkommen ermöglichte es ihm dann, zu heiraten.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Bergel: &amp;#039;&amp;#039;Musikerleben&amp;#039;&amp;#039;. 2006, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende des Jahres 1968 wurde Bergel von [[Herbert von Karajan]] als Gastdirigent zu den [[Berliner Symphoniker|Berliner Philharmonikern]] nach West-Berlin eingeladen,&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Bergel: &amp;#039;&amp;#039;Musikerleben&amp;#039;&amp;#039;. 2006, S. 56.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Januar 1970 dirigierte er in Baden-Baden und im Mai 1970 wieder in Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Bergel: &amp;#039;&amp;#039;Musikerleben&amp;#039;&amp;#039;. 2006, S. 58.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Ende des Jahres 1971 wurde Erich Bergel deutlich, dass die Beschattung durch die Geheimpolizei [[Securitate]] immer intensiver wurde, Telefongespräche wurden unterbrochen, immer mehr Freunde warnten ihn vor Intrigen. Am 23. Dezember 1971 entschloss er sich während eines Konzertes im [[Athenäum (Bukarest)|Athenäum von Bukarest]] spontan, Rumänien zu verlassen. Nachdem er das Konzert dirigiert hatte, ging er zu seinem Wagen und fuhr über Siebenbürgen quer durch das winterliche Rumänien, um dann über die Grenzstadt [[Curtici]] nach Ungarn auszureisen. Sein internationaler Dienstpass ermöglichte den Grenzübertritt ohne die sonst notwendigen langwierigen Anträge.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Bergel: &amp;#039;&amp;#039;Musikerleben&amp;#039;&amp;#039;. 2006, S. 60 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1971 bis 1974 war Bergel Chefdirigent der [[Nordwestdeutsche Philharmonie|Nordwestdeutschen Philharmonie]] in [[Herford]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.nwd-philharmonie.de/gruendungsgeschichte.php |text=Die Chef-Dirigenten der Nordwestdeutschen Philharmonie seit 1950. |wayback=20110719070340}} nwd-philharmonie.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1972 leitete er internationale Orchester als Gastdirigent, was ihn, unter anderem, nach Brüssel, Philadelphia, Straßburg, Paris, Auckland, Los Angeles, Boston, Madrid, Berlin, Wien und Kapstadt führte. Daneben unterrichtete er ab 1979 als ordentlicher Professor Orchesterleitung und -erziehung an der [[Universität der Künste Berlin|Hochschule der Künste]] in [[West-Berlin]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://forumkronstadt.ro/das-forum/kronstaedter-persoenlichkeiten/ |text=Website des Kronstädter Forums. |wayback=20100803223453}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1989 wurde er Chefdirigent auf Lebenszeit der [[Budapester Philharmonisches Orchester|Budapester Philharmonie]]. Erich Bergel war dreimal verheiratet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musikerleben/82&amp;quot;&amp;gt;Hans Bergel: &amp;#039;&amp;#039;Musikerleben&amp;#039;&amp;#039;. 2006, S. 82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1995 wurde bei Bergel ein bösartiger [[Knochentumor]] diagnostiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Bergel: &amp;#039;&amp;#039;Musikerleben&amp;#039;&amp;#039;. 2006, S. 81.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schriftsteller [[Hans Bergel]] war ein Bruder von Erich Bergel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Musiker ==&lt;br /&gt;
Bergel war bereits im Alter von achtzehn Jahren Flötist der Philharmoniker von [[Hermannstadt|Sibiu]]. Ab Mitte der 1960er Jahre trat er als Dirigent auf. Er wurde Chefdirigent der Philharmoniker von Cluj und ständiger Gastdirigent der [[Bukarest]]er Philharmoniker und des Rundfunksinfonieorchesters. &amp;lt;!-- welches Rundfunkorchester? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
An seinem sechzigsten Geburtstag dirigierte er in Rumänien, nur wenige Monate nach dem Aufstand im Dezember 1989, am 1. Juni 1990 die Klausenburger Symphoniker in einem Gedenkkonzert zu Ehren der Opfer des Volksaufstandes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musikerleben/80&amp;quot;&amp;gt;Hans Bergel: &amp;#039;&amp;#039;Musikerleben&amp;#039;&amp;#039;. 2006, S. 80.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--* ?? - Richard-Wagner-Medaille der Stadt Bayreuth&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Bergel: &amp;#039;&amp;#039;Musikerleben&amp;#039;&amp;#039;. 2006, S. ??&amp;lt;/ref&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--* ?? - Ehrenbürger von Israel&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Bergel: &amp;#039;&amp;#039;Musikerleben&amp;#039;&amp;#039;. 2006, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Das Haifa Symphony Orchestra pflanzt ihm zu Ehren 18 Eichen im Jerusalem Forrest (1988)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musikerleben/82&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ehrendoktor des Konservatoriums Klausenburg (3. April 1993)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Musikerleben/80&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Verband der Siebenbürger Sachsen#Kulturpreis|Siebenbürgisch-Sächsischer Kulturpreis]] (1994)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Erich Bergel&lt;br /&gt;
   |Titel=Johann Sebastian Bach, die Kunst der Fuge: ihre geistige Grundlage im Zeichen der thematischen Bipolarität&lt;br /&gt;
   |Verlag=Brockhaus Musikverlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Bonn&lt;br /&gt;
   |Datum=1980&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-922173-00-4&lt;br /&gt;
   |Kommentar=graphische Darstellungen, Noten, Literaturverzeichnis Seiten 218–224&lt;br /&gt;
   |Umfang=227&lt;br /&gt;
   |Typ=wl}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Erich Bergel&lt;br /&gt;
   |Titel=Bachs letzte Fuge&lt;br /&gt;
   |Verlag=Brockhaus Musikverlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Bonn&lt;br /&gt;
   |Datum=1985&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-922173-03-9&lt;br /&gt;
   |Umfang=278&lt;br /&gt;
   |Typ=wl}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Hans Bergel]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Erich Bergel Ein Musikerleben&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Musikgeschichtliche Studien&lt;br /&gt;
   |Band=9&lt;br /&gt;
   |Verlag=Gehann-Musik-Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Kludenbach&lt;br /&gt;
   |Datum=2006&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-927293-29-6&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Illustrationen, Noten&lt;br /&gt;
   |Umfang=144}}&lt;br /&gt;
* Gheorghe Mușat: &amp;#039;&amp;#039;Lumini și umbre. Din nou despre Erich Bergel. Cu documente preluate din arhiva CNSAS.&amp;#039;&amp;#039; Ediție revizuită și adăugită, Editura Ecou Transilvan, Cluj-Napoca 2014.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|13176456X|TEXT=Werke von und über}}&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20100803223453/http://forumkronstadt.ro/das-forum/kronstaedter-persoenlichkeiten/ Erich Bergel.] Website des Kronstädter Forums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=13176456X|LCCN=n85182168|VIAF=29720430}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bergel, Erich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dirigent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität der Künste Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Siebenbürgen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musiker (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturpreises]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der Diktatur der Sozialistischen Republik Rumänien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zwangsarbeiter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rumäniendeutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1930]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1998]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bergel, Erich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Dirigent&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Juni 1930&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Râșnov]], Rumänien&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Mai 1998&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ruhpolding]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Frau Nilsson</name></author>
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