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	<title>Erich Bartl - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2025-48714-5: Linktext</title>
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		<updated>2025-08-30T13:44:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Linktext&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erich Bartl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. November]] [[1920]] in Schönwald, [[Tschechoslowakei]]; † [[5. August]] [[1985]] in [[Bulgarien]]) war ein deutscher [[Astronom]] und  Gründer der [[Apolda]]er Volkssternwarte auf der Jahnhöhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Bartl war der Sohn des [[Klempner]]meisters Oskar Bartl und seiner Frau Emma. Die Familie verzog nach Apolda, als Erich noch ein Kind war. Sein frühzeitiges Interesse für Astronomie führte dazu, dass sich der Zwölfjährige ein erstes [[Fernrohr]] baute. Schon als Schüler opferte er sein mühsam erspartes Taschengeld für die Anschaffung von astronomischen Instrumenten. Nachdem er 1939 zum [[Reichsarbeitsdienst]] (RAD) einberufen worden war, wurde er anschließend zur [[Wehrmacht]] eingezogen und musste am [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] teilnehmen. Mehrfach verwundet kehrte er 1945 nach Hause zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bartl heiratete 1945 die Tochter Gerda des Apoldaer [[Drogerie]]besitzers Härter. Bei seinem Schwiegervater bekam er die Gelegenheit, sich zum [[Drogist]]en ausbilden zu lassen. Sein Interesse an der Erforschung des Sternenhimmels beflügelte ihn aber weiter. Auf dem Dachboden seines Wohnhauses in der &amp;#039;&amp;#039;Stobraer Straße 14&amp;#039;&amp;#039; errichtete er eine erste private [[Sternwarte]]. Als er 1949 dem [[Kulturbund der DDR|Kulturbund]] beigetreten war, übernahm er die Funktion eines [[Abteilung (Organisation)|Sektion]]sleiters der Fachgruppe „Wissenschaft“. Zahlreiche Menschen, die seine Sternwarte besuchten, fesselte er mit seinen Vorträgen und Erklärungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1952 entschloss er sich zu einem Studium der Astronomie an der [[Friedrich-Schiller-Universität Jena]]. In dieser Zeit zog seine Sternwarte auf das Dach des [[Glockenmuseum]]s in der &amp;#039;&amp;#039;Bahnhofstraße&amp;#039;&amp;#039; um und wurde am 6. Mai 1956 feierlich eingeweiht. Nachdem Bartl 1957 sein Studium abgeschlossen hatte, arbeitete er als wissenschaftlicher [[Wissenschaftlicher Assistent|Assistent]] an der Sternwarte Jena und erwarb hier 1959 den Abschluss eines Diplom-Astronomen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bartl unterstützte auch andere Astronomie-Freunde in der DDR mit seinen selbst gefertigten Geräten. So half er z.&amp;amp;nbsp;B. 1956 der Fachgruppe „Astronomie“ im Kulturbund von [[Radebeul]], die sich eine neue Volkssternwarte geschaffen hatten. Das erste Fernrohr der Sternwarte, ein [[Newton-Teleskop|Newton-Spiegelteleskop]] 180/1400 von Erich Bartl aus Apolda mit einem [[Parabolspiegel]]-[[Astrograph]]en 250/960, erhielt in der Holzhütte seine feste Aufstellung. Als die Sternwarte am 2. Mai 1959 eingeweiht worden war, hielt er am Folgetag einen öffentlichen Vortrag.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Sternwarte Radebeul&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.sternwarte-radebeul.de/geschichte_vstw.html |wayback=20100918083209 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Karl-Schwarzschild-Observatorium.jpg|mini|Karl-Schwarzschild-Observatorium von Tautenburg]]&lt;br /&gt;
Weil er sich zunächst vor allem für [[Meteorit]]en interessierte, entstand unter seiner Anleitung eine Meteor-Basisstation. Die dafür gebauten [[Kamera]]s kamen nicht nur in Apolda, sondern auch in anderen Sternwarten des In- und Auslands zum Einsatz. Von 1958 bis 1961 beteiligte er sich am Aufbau einer Beobachtungsstation in [[Großschwabhausen]]. Im Jahre 1962 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sternwarte von [[Sonneberg]], und 1965 kam er in gleicher Stellung an das [[Karl-Schwarzschild-Observatorium]] von [[Tautenburg]]. Das dortige große [[Spiegelteleskop]] regte ihn zu weiteren eigenen Ideen im Gerätebau an. Dazu knüpfte er vielfältige Beziehungen zu Amateursternwarten in der DDR und referierte dort auf Fach- und Jugendtagungen. Vor allem viele junge [[Hobbyastronom]]en umringten ihn, um seinen Erfahrungen und Kenntnissen zu lernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als auch in Apolda 1960 an den allgemeinbildenden [[Polytechnische Oberschule|Polytechnischen Oberschulen]] (POS) das Unterrichtsfach Astronomie eingeführt wurde, kamen noch mehr Besucher in die Sternwarte des Glockenmuseums. Die zunehmende Enge dort und die für Himmelsbeobachtungen ungünstigen Licht[[Emission (Umwelt)|emission]]en der Innenstadt führten bei Erich Bartl zur Überlegung, einen besseren Standort für Apoldas Sternwarte zu suchen. Dieser fand sich außerhalb der Stadt auf dem ehemaligen Sportplatz „Jahnhöhe“. Im Rahmen des [[Nationales Aufbauwerk|Nationalen Aufbauwerks]] (NAW) begann hier mit ungezählten freiwilligen Helfern der Aufbau eines Gebäudes, das eine 7-m-Stahlkuppel trug. Darin kam ein 85-cm-[[Cassegrain-Teleskop|Cassegrain-Spiegelteleskop]] zur Aufstellung. Sowohl die Berechnung und Montage des Geräts und sogar das Schleifen des 85-cm-Spiegels wurde von Bartl selber vorgenommen – eine Leistung, die sogar im Ausland aufmerksam registriert wurde. Die neue Volkssternwarte wurde nach dreijähriger Bauzeit 1965 eingeweiht. Hier wurden nun ganze Schülerjahrgänge bei Beobachtungsstunden und Vorträgen mit einem wissenschaftlichen Bild des Kosmos vertraut gemacht. Im Jahre 1967 entstand ein weiteres Gebäude für ein 40-cm-Cassegrain-Spiegelteleskop, das Bartl selbst baute. So entwickelte sich die Apoldaer Sternenstation zu einem Zentrum der Amateurastronomie in der DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Herzinfarkt]] im Jahre 1978 sorgte dafür, dass er vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden musste. Aber mit der ihm verbliebenen Kraft war er weiter beobachtend, forschend und lehrend tätig. Als Experimental-[[Astrophysik]]er erwarb er sich in der DDR und über ihre Grenzen hinweg Anerkennung und  Hochachtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erich Bartl verstarb 1985 während einer astronomischen Bildungsreise des Kulturbunds der DDR in Bulgarien. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof von Apolda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erich Bartl Grabstein.JPG|mini|Grabstein auf dem Apoldaer Friedhof]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirkungen ==&lt;br /&gt;
Im Jahre 1986 kaufte die Kulturbund-Ortsgruppe Apolda die Beobachtungs- und Auswertungsgeräte aus seinem Nachlass. Vorgesehen war, die Apoldaer Station zur Zentralen Amateursternwarte der DDR auszubauen. Seit dem 7. Oktober 1986 trug sie seinen Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Wende in der DDR|Wende]]wirren seit 1989 geriet die Station in die Vergessenheit. Hobbyastronomen aus anderen Orten des Landes warnten davor, dass der Station das Ende drohen könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.puncat.com/World/Deutsch/Regional/Europa/index18.html | wayback=20100813000359 |text=&amp;#039;&amp;#039;World - Deutsch - Regional - Europa&amp;#039;&amp;#039; }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eines Tages wurde sie von Unbekannten ihres wertvollen Bestands an optischen Geräten und Einzelteilen beraubt. Dieser nie aufgeklärte Raub führte dazu, dass die Station 2009 dem Abriss preisgegeben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.reformnetz.de/apolda.htm&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit ist ein wertvolles Objekt der [[Kulturgeschichte|Kultur-]] und [[Wissenschaftsgeschichte]] und ein einmaliges Zentrum der [[Populärwissenschaftliche Literatur|populärwissenschaftlichen]] Bildung aus dem Osten des vereinigten Deutschland verschwunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
*Die Beobachtung der Nova Delphini 1967 mit dem 2-m-Universal-Spiegelteleskop, in: „Jenaer Rundschau“ 1968, Heft 6&lt;br /&gt;
*Der COUDE-Spektrograph des 2-m-Universal-Spiegelteleskopes in Tautenburg, in: „Jenaer Rundschau“ 1970, Heft 6&lt;br /&gt;
*Probleme der Optimierung des Tautenburger Spektrographen, in: „Jenaer Rundschau“ 1981, Heft 1&lt;br /&gt;
*Fünf Jahre Spektroskopie am Karl-Schwarzschild-Observatorium Tautenburg: Zentralinst. für Astrophysik, 1973   &lt;br /&gt;
*Zehn Jahre Karl-Schwarzschild-Observatorium Tautenburg. Richter, Nikolaus. - Tautenburg : Zentralinst. f. Astrophysik, Karl-Schwarzschild-Observatorium d. Dt. Akad. d. Wiss. zu Berlin, [1970]&lt;br /&gt;
*Spektrographische Untersuchungen d. magnetischen Sterns _a63_1hn2CVn. Oetken, Lore. - Potsdam : Astrophysikal. Observatorium, 1970&lt;br /&gt;
*Beiheft zur Lichtbildreihe / R 726. Aufbau des Milchstrassensystems [1967]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*Gerburg Pirl: &amp;#039;&amp;#039;Erich Bartl - Gründer der Apoldaer Volkssternwarte&amp;#039;&amp;#039;, in: „Apoldaer Heimat. Beiträge zur Natur und Heimatgeschichte des Kreises Apolda“, 1987, S. 20&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://adsabs.harvard.edu/cgi-bin/nph-abs_connect?db_key=AST&amp;amp;db_key=PRE&amp;amp;qform=AST&amp;amp;arxiv_sel=astro-ph&amp;amp;arxiv_sel=cond-mat&amp;amp;arxiv_sel=cs&amp;amp;arxiv_sel=gr-qc&amp;amp;arxiv_sel=hep-ex&amp;amp;arxiv_sel=hep-lat&amp;amp;arxiv_sel=hep-ph&amp;amp;arxiv_sel=hep-th&amp;amp;arxiv_sel=math&amp;amp;arxiv_sel=math-ph&amp;amp;arxiv_sel=nlin&amp;amp;arxiv_sel=nucl-ex&amp;amp;arxiv_sel=nucl-th&amp;amp;arxiv_sel=physics&amp;amp;arxiv_sel=quant-ph&amp;amp;arxiv_sel=q-bio&amp;amp;sim_query=YES&amp;amp;ned_query=YES&amp;amp;adsobj_query=YES&amp;amp;aut_logic=OR&amp;amp;obj_logic=OR&amp;amp;author=Bartl%2C+E.&amp;amp;object=&amp;amp;start_mon=&amp;amp;start_year=&amp;amp;end_mon=&amp;amp;end_year=&amp;amp;ttl_logic=SIMPLE&amp;amp;title=&amp;amp;txt_logic=OR&amp;amp;text=&amp;amp;nr_to_return=200&amp;amp;start_nr=1&amp;amp;jou_pick=ALL&amp;amp;ref_stems=&amp;amp;data_and=ALL&amp;amp;group_and=ALL&amp;amp;start_entry_day=&amp;amp;start_entry_mon=&amp;amp;start_entry_year=&amp;amp;end_entry_day=&amp;amp;end_entry_mon=&amp;amp;end_entry_year=&amp;amp;min_score=&amp;amp;sort=SCORE&amp;amp;data_type=SHORT&amp;amp;aut_syn=YES&amp;amp;ttl_syn=YES&amp;amp;txt_syn=YES&amp;amp;aut_wt=1.0&amp;amp;obj_wt=1.0&amp;amp;ttl_wt=0.3&amp;amp;txt_wt=3.0&amp;amp;aut_wgt=YES&amp;amp;obj_wgt=YES&amp;amp;ttl_wgt=YES&amp;amp;txt_wgt=YES&amp;amp;ttl_sco=YES&amp;amp;txt_sco=YES&amp;amp;version=1 Veröffentlichungen von E. Bartl] im [[Astrophysics Data System]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|VIAF=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2022-09-09}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bartl, Erich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astronom (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Apolda)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1920]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1985]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bartl, Erich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Astronom und Gründer der Apoldaer Volkssternwarte auf der Jahnhöhe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. November 1920&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Schönwald, [[Tschechoslowakei]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. August 1985&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bulgarien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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