<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Erich_Adickes</id>
	<title>Erich Adickes - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Erich_Adickes"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erich_Adickes&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-06T14:55:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erich_Adickes&amp;diff=172027&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: Literaturverzeichnis zusammengelegt; bibliographische Angaben vervollständigt und berichtigt; Seitenzahl nachgetragen; einen Weblink gelöscht, der nicht zur angegebenen Seite führte</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erich_Adickes&amp;diff=172027&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-08-28T16:26:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Literaturverzeichnis zusammengelegt; bibliographische Angaben vervollständigt und berichtigt; Seitenzahl nachgetragen; einen Weblink gelöscht, der nicht zur angegebenen Seite führte&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Emil Stumpp Erich Adickes.jpg|mini|[[Emil Stumpp]]: Erich Adickes (1926)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erich Adickes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. Juni]] [[1866]] in [[Burglesum#Lesum|Lesum]]; † [[8. Juli]] [[1928]] in [[Tübingen]]) war ein deutscher [[Philosoph]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorfahren ==&lt;br /&gt;
Erich Adickes wurde als Sohn des aus dem friesischen [[Land Wursten]] (bei Cuxhaven) stammenden [[Pietismus|pietistischen]] [[Amtsgericht|Amtsrichters]] Wilhelm Adickes (1817–1896) (Richter am [[Amtsgericht Lesum]] 1854–1894) und der aus einer [[Hugenottische Diaspora|Hugenottenfamilie]] stammenden Therese Chappuzeau (1822–1898) geboren. Auch beide Großväter bekleideten öffentliche Ämter, [[Erich Friedrich Adickes]] (1778–1838) war 1819–1838 Mitglied der [[Ständeversammlung des Königreichs Hannover]], Christoph Wilhelm Chappuzeau war [[Amtmann]] in [[Bad Bederkesa|Bederkesa]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;genwiki&amp;quot;&amp;gt;[[GenWiki]]: [http://wiki-de.genealogy.net/Franz_Adickes Artikel „Franz Adickes“]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mutter war eine Nachfahrin des französischen Reisenden und Schriftstellers [[Samuel Chappuzeau]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.chappuzeau.net/chappuzeau.htm Descendants of Samuel Chappuzeau (1625–1701)] auf der privaten Website zur Familie.&amp;lt;/ref&amp;gt; (1625–1701), der 1682 nach Niedersachsen (Celle) gekommen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Bruder war der [[Kommunalpolitiker]] und langjährige [[Oberbürgermeister]] [[Franz Adickes (Politiker)|Franz Adickes]] (1846–1915).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn war [[Franz Adickes (Chemiker)|Franz Adickes]], Professor für Organische Chemie (1897–1973).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Adickes besuchte bis 1884 das [[Christianeum]] in Altona. Dann studierte er an der [[Eberhard-Karls-Universität Tübingen]] und bei [[Friedrich Paulsen]] an der [[Humboldt-Universität zu Berlin]] Philosophie, ferner Geschichte, Geografie und ev. Theologie. Mit seiner Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Kants Systematik als mitbildender Faktor bei der Entstehung des Systems&amp;#039;&amp;#039; wurde er 1887 [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Nach seinem Studium nahm er die Lehrerstellen in [[Barmen]] und [[Kiel]] an. 1895 [[Habilitation|habilitierte]] er an der [[Christian-Albrechts-Universität Kiel]] im Fach Philosophie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1898 erhielt er einen [[Berufung (Amt)|Ruf]] als außerordentlicher Universitätsprofessor. Im Jahre 1902 nahm er einen Ruf an die [[Westfälische Wilhelms-Universität]] in [[Münster]] an. In Tübingen wurde er 1904 Nachfolger von [[Christoph von Sigwart]]. Als bedeutende Arbeit leistete er die Aufarbeitung des handschriftlichen Nachlasses von [[Immanuel Kant]], was er auf den Rat von [[Wilhelm Dilthey]] ausführte. Er gab ihn als 14. – 19. Band der Kantausgabe der Preußischen Akademie der Wissenschaften heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adickes erstellte als kritischer Idealist eine Erkenntnislehre und entwickelte eine eudaimonistische Ethik. Schließlich gelangte er zu einer spiritualistischen Weltanschauung mit pantheistischen Zügen. Er galt als ein entschiedener Gegner von [[Hans Vaihinger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wandte sich gegen den Materialismus sowie gegen die „monistische Naturphilosophie“ des Darwinisten [[Ernst Haeckel]] und behauptete, die Materie existiere nicht objektiv, sie sei eine „Angelegenheit unseres Geistes“, ein „Zustand des Bewußtseins“. Die Atome seien nur Hilfsbegriffe des Verstandes. Er negierte die Möglichkeit der wissenschaftlichen Erkenntnis der objektiven Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adickes war seit 1884 Mitglied der [[Tübinger Burschenschaft Derendingia]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kratsch, Werner (Hrsg.): Das Verbindungswesen in Tübingen, Tübingen 1977, S. 69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Elsheimer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis der Alten Burschenschafter nach dem Stande vom Wintersemester 1927/28.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1928, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erich Adickes Stadtfriedhof Tübingen.jpg|mini|Grab auf dem [[Stadtfriedhof Tübingen]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;German Kantian Bibliography&amp;#039;&amp;#039;. In: Philosophical Review, May 1893 - June 1896, 3 Bde. Boston 1895/96&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kant contra Haeckel. Erkenntnistheorie gegen naturwissenschaftlichen Dogmatismus&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1901&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Anti-Kappes. Eine notgedrungene Entgegnung&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1904&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Charakter und Weltanschauung&amp;#039;&amp;#039;. Akademische Antrittsrede vom 12. Januar als o. Ö. Professor der Philosophie an der Universität Tübingen. J. C. B. Mohn (Paul Siebeck), Tübingen 1905&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zu Kants physischer Geographie&amp;#039;&amp;#039;, 1911&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kants Ansichten über Geschichte und den Bau der Erde&amp;#039;&amp;#039;, 1911&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein neu aufgefundenes Kollegheft nach Kants Vorlesung über physische Geographie&amp;#039;&amp;#039;, Tübingen 1913 ([http://digital.wlb-stuttgart.de/purl/kxp1670569705 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kants Opus postumum dargestellt und beurteilt&amp;#039;&amp;#039; - Berlin : Reuther &amp;amp; Reichard, 1920. (Kant-Studien. Ergänzungshefte ; Nr. 50) -       855 Seiten&lt;br /&gt;
*   A.E. [Selbstdarstellung], In: Raymund Schmidt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Philosophie der Gegenwart in Selbstdarstellungen&amp;#039;&amp;#039;, 2 Bde. Leipzig 1923&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kant und das Ding an sich&amp;#039;&amp;#039;, 1924&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kant als Naturforscher&amp;#039;&amp;#039;, 2 Bände, 1924/1925&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kant und die Als-Ob-Philosophie&amp;#039;&amp;#039;, 1927&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kants Lehre von der doppelten Affektion unseres Ichs als Schlüssel zu seiner Erkenntnistheorie&amp;#039;&amp;#039;, 1929&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;in der Reihenfolge des Erscheinens&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Raymund Schmidt (Hg): &amp;#039;&amp;#039;Die Philosophie der Gegenwart in Selbstdarstellungen&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 2, Leipzig, 2. Aufl. 1923, S. 1–30.&lt;br /&gt;
* {{NDB|1|66|67|Adickes, Erich|Josef Hanslmeier|11600780X}}&lt;br /&gt;
* Friedrich Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Adickes, Erich Friedrich Wilhelm Theodor Ernst Ludwig.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon für Schleswig-Holstein und Lübeck|Schleswig-Holsteinisches Biographisches Lexikon]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 2. Karl Wachholtz Verlag, Neumünster 1971, S. 14f.&lt;br /&gt;
* Werner Stark: &amp;#039;&amp;#039;Nachforschungen zu Briefen und Handschriften Immanuel Kants&amp;#039;&amp;#039;. Akademie-Verlag, Berlin 1993, ISBN 3-05-002316-3; darin S. 90–151: Zur Geschichte der Kant-Ausgabe der Preußischen Akademie der Wissenschaften, mit einer ausführlichen Darstellung von Adickes Arbeit an der Nachlaß-Abteilung seit 1896 und einem Kapitel „Das wissenschaftliche Vermächtnis von Erich Adickes“.&lt;br /&gt;
* [[Carl Schirren (Historiker)|Carl Schirren]]: &amp;#039;&amp;#039;Vorlesungen über livländische Geschichte. Nachschrift von Johannes Lossius&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben von [[Wilhelm Lenz (Historiker, 1906)|Wilhelm Lenz]] (= Schriftenreihe Baltische Seminare, Band 20, Teilband 1). Carl-Schirren-Gesellschaft, Lüneburg 2013, ISBN 3-923149-72-7; darin: &amp;#039;&amp;#039;Anhang: Carl Schirrens Briefwechsel mit dem Philosophen Erich Adickes 1902/03 über Geschichte, Theologie und die Deutschen&amp;#039;&amp;#039;, S. 241 ff.&lt;br /&gt;
* Manfred Hantke: &amp;#039;&amp;#039;Geistesdämmerung. Das philosophische Seminar an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen 1918–1945.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, Tübingen 2015; darin zu Erich Adickes: S. 93–100 und 108–121 ([https://publikationen.uni-tuebingen.de/xmlui/bitstream/handle/10900/63403/Geistesdaemmerung%20Tobias%20LibPDFA.pdf?sequence=1&amp;amp;isAllowed=y online]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11600780X}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|11600780X}}&lt;br /&gt;
* {{BBF Personaldaten}}&lt;br /&gt;
* [http://www.korpora.org/kant/nachlass-a.html Erläuterungen zu Kants Nachlassbänden] herausgegebene von Erich Adickes, respektive [[Friedrich Berger (Pädagoge)|Friedrich Berger]] (Akademie Ausgabe, Bände 14 – 19)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11600780X|LCCN=n/87/809126|VIAF=4972522|NDL=00431010}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Adickes, Erich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erkenntnistheoretiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kantianer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Münster)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Eberhard Karls Universität Tübingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1866]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1928]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Adickes, Erich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Philosoph&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. Juni 1866&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT= [[Burglesum#Lesum|Lesum]] (heute Bremen)&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Juli 1928&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Tübingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
	</entry>
</feed>