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	<title>Erhard von der Mark - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erhard_von_der_Mark&amp;diff=57373&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-21606-84: Den wirklichen Hausnamen verlinkt, statt es bei dem vagen Verweis auf die schon über 200 Jahre vorher erloschene Stammlinie zu belassen</title>
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		<updated>2026-04-08T10:23:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Den wirklichen Hausnamen verlinkt, statt es bei dem vagen Verweis auf die schon über 200 Jahre vorher erloschene Stammlinie zu belassen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:J.C. Vermeyen Erard de la Marck. Prince-bishop of Liège.jpg|mini|Erhard von der Mark, Porträt von [[Jan Cornelisz Vermeyen]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:CoA Cardinal la Marck-Sedan.svg|mini|Kardinalswappen (schematische Darstellung)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erhard (Eberhard) von der Mar(c)k&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;frz. Erard de La Marck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[31. Mai]] [[1472]] in [[Sedan]]; † [[18. März]] [[1538]] in [[Lüttich]]), auch als „Kardinal von Boullion“ bekannt, war ein römisch-katholischer Geistlicher der aus dem Hause [[Haus Mark|Mark]], einer Nebenlinie der rheinisch-bergischen [[Berg (bergisches Grafengeschlecht)|Grafen von Berg]], stammte. Von 1505 bis zu seinem Tod war er [[Fürstbischof]] von [[Bistum Lüttich|Lüttich]] und zudem von 1507 bis 1525 [[Bischof]] von [[Bistum Chartres|Chartres]]. 1520 wurde er zusätzlich zum [[Erzbischof]] von [[Erzbistum Valencia|Valencia]] ernannt und 1521 zum [[Kardinal]] erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Erhard war der dritte Sohn [[Robert I. de La Marck|Roberts I. de La Marck]] und seiner Frau Jeanne de Saulcy, auch Jeanne de Marlay genannt. Sein älterer Bruder war [[Robert II. de La Marck]], Gouverneur des [[Herzogtum Bouillon|Herzogtums Bouillon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Ausbildung erhielt er ab 1483 an der [[Universitas Studii Coloniensis|Universität Köln]], wo [[Remigius von Malmedy]] sein Lehrer war und [[Arnold von Tongern]] zu seinen Hofmeistern zählte. 1499 wurde er Domherr in [[Trier]] und [[Tours]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Episkopat ==&lt;br /&gt;
Das Kapitel von Lüttich wählte ihn am 30.&amp;amp;nbsp;Dezember 1505 zum Fürstbischof von Lüttich. Die Verleihung der [[Regalien]] durch Kaiser [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian I.]] erfolgte am 22.&amp;amp;nbsp;April 1509.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Episkopat von Erhard von der Mark stand im Zeichen des Ringens um das [[Hochstift Lüttich]] zwischen den [[Habsburger]]n, seit 1477 auch Herren über Burgund und dem französischen Königshaus. Zunächst stand Eberhard mit [[Ludwig XII.]] von Frankreich (1462–1515) in gutem Kontakt, dieser schickte ihn sogar als Gesandten zu Maximilian I. (1459–1519), damit dieser dem Bündnis von Cambrai (10.&amp;amp;nbsp;Dezember 1508), auch bekannt unter [[Liga von Cambrai]], treu bleibe; zum Lohn wurde er zum Bischof von [[Chartres]] (von 1507 bis 1525) und zum Administrator der reichen Abtei de Beaulieu in [[Argonnen]] ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|4|577|578|Erhard (Eberhard) von der Mar(c)k|Heinrich Neu|118839357}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im gleichen Jahr begleitet er den französischen König bei seinem Feldzug gegen [[Genua]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch der Tod des französischen Königs Ludwig 1515 und die Nachfolge durch Schwiegersohn [[Franz I. (Frankreich)|Franz I.]] änderten Erhards politische Ausrichtung. Weil seine Bestrebungen, die Kardinalswürde mit Hilfe des neuen französischen Königs zu erlangen, hauptsächlich an den Intrigen der Herzogin von Angoulême scheiterte, wechselte Erhard allmählich vom Befürworter zum Gegner Frankreichs.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ADB|5|548|549|Eberhard von der Mark|Karl Theodor Wenzelburger|ADB:Erhard}}, hier S.&amp;amp;nbsp;549.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim Bündnisvertrag von Sint Truiden (27.&amp;amp;nbsp;April 1518) steht er auf Seiten des deutschen Kaisers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So schlug sich der Lütticher Fürstbischof auch nach dem Tod von Kaiser Maximilian im Januar 1519 auf die Seite von [[Karl V. (HRR)|Karl V.]] für die Nachfolge des verstorbenen Kaisers und richtete sich gegen die Bewerbung des französischen Königs, der als Herzog von Mailand auch Fürst des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation war. Die Königswahl am 28.&amp;amp;nbsp;Juni 1519 war zugleich die Vorstufe zur Kaiserkrönung. Erhard war Mitglied der zu den Kurfürsten entsandten Wahlgesandtschaft. Diese Nähe des Bischofs zum neugewählten König, der als Herzog von Burgund ja in unmittelbarer Nachbarschaft zu Lüttich aufgewachsen war, zahlte sich in der Folgezeit aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser und spanische König ernannte Erhard zum Dank zum [[Erzbischof]] von [[Erzbistum Valencia|Valencia]] und erbat für ihn die Erhebung zum Kardinal (unter dem Titel des heiligen [[Chrysogonus von Aquileia|Chrysogonus]], geheime Erhebung 1520, veröffentlicht 1521). Am 9.&amp;amp;nbsp;August 1521 wurde er von Papst [[Leo X.]] zum [[Kardinal]] erhoben. Seine Titelkirche war &amp;#039;&amp;#039;[[San Crisogono]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lütticher Bischof erließ als erster deutscher Reichsfürst ein [[Edikt]] aufgrund der päpstlichen Bulle [[Exsurge Domine]] gegen [[Luther]]. Erhard begleitete Karl V. zum [[Reichstag zu Worms (1521)|Reichstag nach Worms (1521)]]. Der unerbittlichste Gegner Luthers auf dem Reichstag war der [[Apostolischer Nuntius|Nuntius]] des Papstes [[Hieronymus Aleander]], von 1513 bis 1516 Kanzler Fürstbischofs Erhard in Lüttich. Der Entwurf des [[Wormser Edikt]]s stammte von dem alten Vertrauten Erhards.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst als sein Bruder Robert von der Mark, Fürst von Sedan, sich kurz nach der Verleihung der Kardinalswürde auf die Seite Frankreichs stellte und Krieg gegen das Reich erklärte, blieb Erhard auf Seiten des Reichs.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Miranda|ID=bios1520.htm#Mark|Artikel=Mark, Eberhard von der|Abruf=2016-07-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1529 war er anwesend bei der Unterzeichnung des Friedens von Cambrai zwischen Kaiser Karl V. und dem französischen König. Der Friedensschluss wird auch als [[Damenfriede von Cambrai]] bezeichnet, weil er von [[Margarete von Österreich (1480–1530)|Margarethe von Österreich]] und [[Luise von Savoyen]] vermittelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1530 war er mit Karl V. auf dem [[Reichstage zu Augsburg#1530|Reichstag in Augsburg]]. Erhard nahm auch an der Wahl Ferdinands und an dessen Krönung teil (1531).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhard sorgte nur vier Jahrzehnte nach der Zerstörung Lüttichs von 1468 für einen neuen wirtschaftlichen Aufstieg des Hochstifts. Statt Krieg, Rebellion und Zerstörung wie noch unter seinem Vorvorgänger [[Ludwig von Bourbon (Lüttich)|Ludwig von Bourbon]] sorgte Erhard von der Mark für 30 Jahre des Friedens, ein Episkopat der Ruhe und Ordnung. Sein Verdienst war die Einrichtung einer schnelleren und akzeptierten Justiz. Das noch heutige sichtbare Vermächtnis von Erhard von der Mark in Lüttich ist das bischöfliche Palais. An Stelle des zerstörten Palais ließ Erhard ein neues Palais durch den Architekten [[Arnold van Mulken]] bauen, welches noch Teil des heutigen Justizpalastes von Lüttich ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.charlzz.com/de/luttich-stadt/kunst-und-kultur/monumente/palais-des-princes-eveques-de-liege/furstbisschoflicher-palast-von-luttich/ |text=Kurfürstliches Palais |wayback=20160723215118}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jean Baptiste Joseph Boulliot: &amp;#039;&amp;#039;Biographie ardennaise&amp;#039;&amp;#039;. Band 2. Eigenverlag, Paris 1830, S. 175–179 ([https://books.google.de/books?id=6gI8AAAAMAAJ&amp;amp;pg=PA175&amp;amp;redir_esc=y&amp;amp;hl=de Digitalisat])&lt;br /&gt;
* [[Honoré Fisquet]]: &amp;#039;&amp;#039;La France pontificale (Gallia christiana), histoire chronologique et biographique des archevêques et évêques de tous les diocèses de France depuis l’établissement du christianisme jusqu’à nos jours, divisée en 17 provinces ecclésiastique. Métropole de Paris. Chartres&amp;#039;&amp;#039;. E. Repos, Paris 1864–1873, S. 161–164 ([https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k204179m/f166.pagination Digitalisat])&lt;br /&gt;
* {{ADB|5|548|549|Eberhard von der Mark|Karl Theodor Wenzelburger|ADB:Erhard}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Érard de La Marck|Erhard von der Mark}}&lt;br /&gt;
* {{Miranda|ID=bios1520.htm#Mark|Artikel=Mark, Eberhard von der|Abruf=2016-07-23}}&lt;br /&gt;
* [https://www.catholic-hierarchy.org/bishop/bdlmar.html Eintrag zu &amp;#039;&amp;#039;Erhard Cardinal von der Mark&amp;#039;&amp;#039;] in [[catholic-hierarchy.org]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste&lt;br /&gt;
|AMT=[[Liste der Bischöfe von Tongeren, Maastricht und Lüttich|Bischof von Lüttich]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=1505–1538&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Johann von Hoorn|Johann IX. von Hoorn]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=[[Cornelius von Berghes]]&lt;br /&gt;
|AMT2=[[Liste der Bischöfe von Chartres|Bischof von Chartres]]&lt;br /&gt;
|ZEIT2=1507–1525&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER2=[[René d’Illiers]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER2=[[Louis Guillard]]&lt;br /&gt;
|AMT3=[[Liste der Erzbischöfe von Valencia|Erzbischof von Valencia]]&lt;br /&gt;
|ZEIT3=1520–1538&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER3=[[Alfons von Aragonien (Erzbischof)|Alfons von Aragón]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER3=[[Georg von Österreich]]&lt;br /&gt;
|AMT4=[[Liste der Kardinalpriester von San Crisogono|Kardinalpriester von San Crisogono]]&lt;br /&gt;
|ZEIT4=1521–1538&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER4=[[Albrecht von Brandenburg]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER4=[[Hieronymus Aleander]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118839357|LCCN=no2012081417|VIAF=20477461}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mark, Erhard Von Der}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kardinal (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof (Hochstift Lüttich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof von Lüttich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzbischof von Valencia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof von Chartres]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Zweiten Hauses Arenberg (Linie Sedan)|Erhard]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1472]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1538]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mark, Erhard von der&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=La Marck-Sedan, Erard; Marck, Erard de la; Kardinal von Bouillon; Mark, Eberhard von der&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Kardinal, Fürstbischof von Lüttich und Erzbischof von Valencia&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. Mai 1472&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Sedan]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. März 1538&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Lüttich]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-21606-84</name></author>
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