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	<title>Erhard Kroeger - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T09:17:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */</title>
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		<updated>2025-12-17T15:57:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:KroegerErhard01.jpg|mini|hochkant=0.6|Erhard Kroeger]] &lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erhard Kroeger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. März]] [[1905]] in [[Riga]], [[Russisches Kaiserreich]]; † [[24. September]] [[1987]] in [[Tübingen]]&amp;lt;ref&amp;gt;Sterberegister des Standesamtes Tübingen Nr. 834/1987.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war [[Deutsch-Balten|deutsch-baltischer]] Politiker ([[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]) und [[SS-Oberführer]] (1941).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken == &lt;br /&gt;
=== Ausbildung und frühe Karriere ===&lt;br /&gt;
Nach dem Schulbesuch studierte Kroeger [[Rechtswissenschaften]] an der [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Universität Tübingen]], an der [[Universität Tartu|Universität Dorpat]] und an der [[Albertus-Universität Königsberg|Albertus-Universität in Königsberg]]. Er schloss sein Studium mit der [[Promotion (Doktor)|Promotion]] zum &amp;#039;&amp;#039;[[Doktor der Rechtswissenschaften|Dr. jur.]]&amp;#039;&amp;#039; ab. Er war von 1923 bis 1935 Mitglied der [[Baltische Corporation Livonia Dorpat|Livonia Dorpat]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Album Livonorum&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. vom Philisterverband der Livonia. Lübeck 1972, Nr. 1386.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1935 wurde er aus der Studentenverbindung ausgeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gabriele von Mickwitz: &amp;#039;&amp;#039;Die Rigaer Tageszeitung und die „Affäre Livonia“&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des baltischen Deutschtums&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 55 (2008), S. 101–121.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch hatte Kroeger seine Anfänge in der [[Völkische Bewegung|deutschvölkischen Bewegung]] in [[Lettland]], zu deren Führer er schließlich aufstieg. Unter seiner Leitung näherte die Bewegung sich ab 1936 dem [[NS-Staat]] immer weiter an. 1938 siedelte Kroeger nach [[Berlin]] über, wo er am 23. Oktober in die [[Schutzstaffel|SS]] aufgenommen wurde (SS-Nummer 357.243) und für die [[Volksdeutsche Mittelstelle]] zu arbeiten begann. Im Dezember 1938 entwickelte Kroeger im Rahmen der [[NS-Außenpolitik]] in Bezug auf den osteuropäischen Raum die Konzeption, „die Nordstaaten als halbsouveräne Staaten bestehen zu lassen.“&amp;lt;ref&amp;gt;John Hiden: &amp;#039;&amp;#039;Contact or Isolation&amp;#039;&amp;#039;, 1991, S. 399.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 22. Juli 1940 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde zum 1. August desselben Jahres aufgenommen ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 7.675.747).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/23380872&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-H27774, Wlassow und Schilenkow bei Goebbels.jpg|mini|Erhard Kroeger (2. v. rechts) beim Gespräch zwischen Wlassow, [[Georgi Nikolajewitsch Schilenkow|Schilenkow]] und Goebbels.]]&lt;br /&gt;
Kroeger trat am 7. Juli 1940 als Abgeordneter für das [[Wartheland]] im [[Deutsche Besetzung Polens 1939–1945|besetzten Polen]] in den [[Reichstag (Zeit des Nationalsozialismus)|nationalsozialistischen Reichstag]] ein. Er gehörte diesem bis zum Ende der NS-Herrschaft im Frühjahr 1945 an. Er leitete den deutschen Stab für die [[Umsiedlung der Deutsch-Balten]] aus Estland und Lettland in den Warthegau und wurde 1941 Leiter der Einwanderungsstelle Posen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Beginn des [[Unternehmen Barbarossa|Russlandfeldzuges]] im Sommer 1941 leitete Kroeger bis November 1941 das Einsatzkommando 6 der [[Einsatzgruppe C]], das im östlichen rückwärtigen Frontgebiet Massenerschießungen von sowjetischen Funktionären und [[Juden in der Sowjetunion|sowjetischen Juden]] durchführte. Nach der Aufstellung der [[Russische Befreiungsarmee|Wlassow-Armee]] fungierte Kroeger als Verbindungsmann [[Heinrich Himmler]]s und der SS zum Stab von [[Andrei Andrejewitsch Wlassow|Wlassow]]. Er war im SS-Hauptamt im Ressort Volkstum tätig und wurde 1943 Leiter der Germanischen Leitstelle zur Rekrutierung ausländischer SS-Männer in [[Paris]] und 1944 in [[Kopenhagen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Bei Kriegsende tauchte Kroeger unter: Bis 1962 lebte er unter falschen Namen in der [[Bundesrepublik Deutschland]], in der [[Schweiz]] und in [[Bologna]]. Nachdem das [[Amtsgericht Wuppertal]] am 10. Januar 1962 einen [[Haftbefehl]] gegen Kroeger wegen des Verdachtes, während des Krieges an Massakern beteiligt gewesen zu sein, ausgestellt hatte, wurde er am 31. Dezember 1965 in [[Sünikon|Steinmaur-Sünikon]] im [[Kanton Zürich]] verhaftet. Das Land [[Nordrhein-Westfalen]] stellte daraufhin einen offiziellen [[Auslieferung (Recht)|Auslieferungsantrag]]. Kroeger argumentierte, dass die Tötungen politisch motiviert gewesen seien und daher nach dem Schweizer Recht keinen auslieferungswürdigen Tatbestand bilden würden. Das [[Bundesgericht (Schweiz)|Schweizer Bundesgericht]] lehnte diesen Einwand jedoch ab und stimmte seiner Auslieferung zu.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=http://www.polyreg.ch/d/informationen/bgeleitentscheide/Band_92_1966/BGE_92_I_108.html | wayback=20101016194258 | text=Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts}}&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts|BGE]], Band 92 I 108. (Urteil vom 11. Mai 1966 i.S. Kroeger gegen Schweizerische Bundesanwaltschaft)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Auslieferung nach Deutschland und der Ausstellung eines zweiten Haftbefehls am 22. Februar 1966 wurde Kroeger vom 17. Mai 1966 bis zum 5. Oktober 1967 in [[Untersuchungshaft]] gehalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Roberta Arnold: &amp;#039;&amp;#039;The ICC as a new instrument for repressing Terrorism&amp;#039;&amp;#039;, 2004, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 31. Juli 1969 wurde Kroeger vom [[Landgericht Tübingen]] zu drei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;https://web.archive.org/web/20020302080255/http://www1.jur.uva.nl/junsv/brd/files/brd714.htm bei [[Justiz und NS-Verbrechen]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Verfahrensgegenstand war die Massentötung von Juden in der Westukraine zwischen Juni 1941 und Februar 1942.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die rechtliche Stellung des Ausländers in Lettland.&amp;#039;&amp;#039; 1927. Dissertation&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Mentalität des baltischen Studenten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Baltische Monatsschrift]]&amp;#039;&amp;#039;, 1928, S. 100f.&lt;br /&gt;
* Mit Hans Krieg: &amp;#039;&amp;#039;Volksdeutsche Heimkehr.&amp;#039;&amp;#039; 1940 &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Auszug aus der alten Heimat. Die Umsiedlung der Baltendeutschen&amp;#039;&amp;#039;, Veröffentlichungen des Instituts für Deutsche Nachkriegsgeschichte, [[Grabert Verlag|Verlag der deutschen Hochschullehrer-Zeitung]], Tübingen 1967&amp;lt;ref&amp;gt;einschlägiger Verlag des rechtsextremen Milieus&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gabriele von Mickwitz: &amp;#039;&amp;#039;Erhard Kroeger: ein deutsches Leben 1905-1987&amp;#039;&amp;#039;, in Jahrbuch des baltischen Deutschtums, 1995, S. 163–195&lt;br /&gt;
* Matthias Schröder: &amp;#039;&amp;#039;Deutschbaltische SS-Führer und Andrej Vlassov. „Russland kann nur von Russen besiegt werden“. Erhard Kroeger, [[Friedrich Buchardt]] und die „Russische Befreiungsarmee“ 1942-1945.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn 2001, ISBN 3-506-77520-0&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]].&amp;#039;&amp;#039; Fischer, Frankfurt 2007, ISBN 978-3-596-16048-8 (aktualisierte 2. Auflage).&lt;br /&gt;
* Karl Heinz Gräfe: &amp;#039;&amp;#039;Vom Donnerkreuz zum Hakenkreuz. Die baltischen Staaten zwischen Diktatur und Okkupation&amp;#039;&amp;#039;. Edition Organon, Berlin 2010, ISBN 978-3-931034-11-5, Kurzbiographie S. 435&lt;br /&gt;
* Manfred Handtke: &amp;#039;&amp;#039;Unbehelligt in Tübingen gelebt&amp;#039;&amp;#039;. In: Schwäbisches Tagblatt, Tübingen, 20. Januar 2018&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|12346322X}}&lt;br /&gt;
* {{BBLD|0000000078657548|NAME=Kroeger, Erhard}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12346322X|LCCN=no/00/15814|VIAF=58618108}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kroeger, Erhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung der Ukraine 1941–1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Frankreichs 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Dänemarks 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsch-Balte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (lettische Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Riga)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter in Estland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1905]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1987]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kroeger, Erhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=lettischer SS-Angehöriger &lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. März 1905&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Riga]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. September 1987&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Tübingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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