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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ergativ</id>
	<title>Ergativ - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ergativ&amp;diff=81870&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Alazon: Verlinkungen in Zsf.</title>
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		<updated>2026-04-01T10:48:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Verlinkungen in Zsf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ergativ&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Kasus]] in bestimmten Sprachen, deren System von Sprachen mit [[Nominativ]]- und [[Akkusativ]]kasus abweicht: Ergativ markiert das [[Subjekt (Grammatik)|Subjekt]] [[Transitivität (Grammatik)|transitiver]] Sätze, also solcher, die auch ein [[Objekt (Grammatik)|direktes Objekt]] haben. Subjekte intransitiver (objektloser) Sätze werden in solchen Sprachen hingegen &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039; genauso markiert. In Ergativsprachen hat vielmehr das Subjekt intransitiver Sätze denselben Kasus wie das &amp;#039;&amp;#039;Objekt&amp;#039;&amp;#039; des transitiven Satzes, meist dann [[Absolutiv]] genannt. (Zu diesem idealtypischen System gibt es im Einzelfall allerdings auch oft Ausnahmen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel stellt die Begriffsgeschichte und die Verbreitung des Ergativs dar. Für eine genauere Darstellung des grammatischen Systems siehe den Artikel [[Ergativsprache]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Ergativ&amp;#039;&amp;#039; wird häufig mit den griechischen Wörtern {{lang|grc|ἔργον}} ({{lang|grc-Latn|ergon}} „Tat, Werk“) oder {{lang|grc|εργάτης}} ({{lang|grc-Latn|ergates}} „Arbeiter“) in Verbindung gebracht, da der Ergativkasus zur Markierung eines [[Agens (Linguistik)|Agens]] dient, also des „Täters“ in einem transitiven Satz. Dies ist jedoch eine nachträgliche Deutung. Ursprünglich&amp;lt;ref&amp;gt;Entstehungsgeschichte des Begriffs Ergativ wiedergegeben nach [[#Butt2006|Butt (2006)]], Kapitel&amp;amp;nbsp;6, S.&amp;amp;nbsp;154–158.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde „Ergativ“ im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert als Bezeichnung für einen Ortskasus (also einen [[Lokativ]]) in einer Grammatik der papuanisch/australischen Sprache [[Sprachen der Torres Strait|Meriam]] eingeführt, daher ist er wohl von der lateinischen Präposition &amp;#039;&amp;#039;erga&amp;#039;&amp;#039; „nahe“ abzuleiten. Die Verschiebung der Bedeutung auf den heutigen Sinn beruhte offenbar auf einer Verwechslung in einem Aufsatz von Pater Wilhelm Schmidt (1902) über die Sprachen Neuguineas:&amp;lt;ref&amp;gt;Pater Wilhelm Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Die sprachlichen Verhältnisse von Deutsch-Neuguinea.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für afrikanische, ozeanische und ostasiatische Sprachen.&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;6 (1902), S.&amp;amp;nbsp;1–99 (zitiert nach [[#Butt2006|Butt (2006)]], S.&amp;amp;nbsp;246).&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser erinnerte sich an die Existenz eines „Ergativkasus“ in der Grammatik des Meriam und zusätzlich daran, dass Meriam einen besonderen Kasus für das transitive Subjekt besaß; er vermengte dann in seiner Erinnerung diese beiden Sachverhalte und prägte somit versehentlich die heutige Bedeutung der Bezeichnung „Ergativ“. Aus dieser Quelle wurde besonders in der Literatur zu kaukasischen Sprachen zitiert, von wo sich der Sprachgebrauch weiter verbreitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ältere Bezeichnung für einen Kasus, der nur transitive Subjekte markierte, war ansonsten „Agentiver Nominativ“. In der Grammatiktradition des Georgischen erscheint er auch als „Narrativ(kasus)“ (da im Georgischen im Erzähltempus des [[Aorist]] ein Ergativsystem vorliegt).&amp;lt;ref&amp;gt;[[#Butt2006|Butt (2006)]], S.&amp;amp;nbsp;156.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzungen ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu „Ergativ“ als Name eines Kasus kursiert in der Literatur zur generativen Syntax auch noch der Begriff des „ergativen Verbs“, eine Prägung, die auf L. Burzio (1986) zurückgeht. Diese Bezeichnung ist jedoch synonym mit dem Begriff [[unakkusativisches Verb]] und hat nichts mit Kasussystemen zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele für Ergativsprachen ==&lt;br /&gt;
Bekannte Ergativsprachen sind z.&amp;amp;nbsp;B. das [[Baskische Sprache|Baskische]], [[Chantische Sprache|Chantische]], [[Georgische Sprache|Georgische]], [[Sumerische Sprache|Sumerische]], [[Tibetische Sprache|Tibetische]], [[Tschetschenische Sprache|Tschetschenische]], [[Kurmandschi]], Shipibo (in Peru), [[Maya-Sprachen]] und [[Kalaallisut]] (in [[Grönland]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele [[indoiranische Sprachen]] haben in den Tempora der Präsensgruppe die Konstruktion der [[Akkusativsprache]]n, in den Tempora der Perfektgruppe dagegen die Konstruktion der Ergativsprachen. Hierzu gehören [[Hindi]], [[Marathi]], [[Urdu]], [[Paschtu]] (in Afghanistan), [[Kurdische Sprachen|Kurdisch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Ergativsprachen, z.&amp;amp;nbsp;B. in den [[Eskimo-aleutische Sprachen|eskimo-aleutischen Sprachen]], fällt der Ergativ mit dem [[Genitiv]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Chantische Sprache|Chantische]] besitzt, zumindest in den Vach- und Vasjugan-Mundarten ganz im Osten, neben dem Ergativ auch noch Aktiv- und Passivkonstruktionen. Der Ergativ hat die Aufgabe, das Subjekt besonders hervorzuheben, um den individuellen Charakter zu betonen.&amp;lt;ref&amp;gt;János Gulya: &amp;#039;&amp;#039;Aktiv, Ergativ und Passiv im Vach-Ostjakischen.&amp;#039;&amp;#039; In: Wolfgang Schlachter (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Symposium über Syntax der uralischen Sprachen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen. Philologisch-Historische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Folge 3, Nr. 76, {{ISSN|0930-4304}}). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1970, S. 80–83.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Anker|Butt2006}}[[Miriam Butt]]: &amp;#039;&amp;#039;Theories of Case.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, 2006, e-ISBN 978-1139164696.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://amor.cms.hu-berlin.de/~h2816i3x/Kasus.pdf Manfred Krifka: &amp;#039;&amp;#039;Dimensionen grammatischer Variation – Ein sprachtypologischer Überblick.&amp;#039;&amp;#039; WS 2000/2001, Institut für deutsche Sprache und Linguistik, Humboldt-Universität zu Berlin, 12. Dezember 2000]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grammatischer Kasus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Alazon</name></author>
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