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	<title>Ereignissystem - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T20:44:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ereignissystem&amp;diff=625393&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Matz2703: /* growthexperiments-addlink-summary-summary:3|0|0 */</title>
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		<updated>2025-01-10T15:22:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:3|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ereignissystem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmidt195&amp;quot; /&amp;gt;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ereignisalgebra&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lex-94&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Herausgeber=[[P. Heinz Müller|P. H. Müller]] |Titel=Lexikon der Stochastik – Wahrscheinlichkeitsrechnung und mathematische Statistik |Verlag=Akademie-Verlag |Ort=Berlin |Datum=1991 |Auflage=5 |ISBN=978-3-05-500608-1 |Fundstelle=&amp;#039;&amp;#039;Ereignisfelder und Wahrscheinlichkeitsalgebren (fields of events and probability algebras)&amp;#039;&amp;#039;, S. 94–95}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ereignisraum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=David Meintrup, Stefan Schäffler|Titel=Stochastik|TitelErg=Theorie und Anwendungen|Verlag=Springer-Verlag|Ort=Berlin Heidelberg New York|Jahr=2005|ISBN=978-3-540-21676-6|Seiten=59|DOI=10.1007/b137972}} &amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wahrscheinlichkeitsalgebra&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lex-94&amp;quot;/&amp;gt; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ereignisfeld&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lex-94&amp;quot;/&amp;gt; genannt ist ein [[Mengensystem]] in der [[Stochastik]], das alle Mengen, denen man eine Wahrscheinlichkeit zuweisen will, enthält. Diese Mengen werden dann auch [[Ereignis (Wahrscheinlichkeitstheorie)|Ereignisse]] genannt. Die Einschränkung auf ein Mengensystem, das kleiner als die [[Potenzmenge]] des [[Ergebnisraum]]es ist, erfolgt aufgrund negativer Aussagen wie des [[Satz von Vitali (Maßtheorie)|Satzes von Vitali]], dass nicht allen Elementen der Potenzmenge der [[Reelle Zahl|reellen Zahlen]] sinnvoll ein Maß und damit eine Wahrscheinlichkeit zugeordnet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
Gegeben sei ein [[Ergebnisraum]] &amp;lt;math&amp;gt; \Omega &amp;lt;/math&amp;gt;, der alle möglichen Ergebnisse eines modellierten Zufallsexperiments enthält. Dann heißt eine [[σ-Algebra]] &amp;lt;math&amp;gt; \Sigma &amp;lt;/math&amp;gt; auf der Grundmenge &amp;lt;math&amp;gt; \Omega &amp;lt;/math&amp;gt; ein &amp;#039;&amp;#039;Ereignissystem&amp;#039;&amp;#039;, eine &amp;#039;&amp;#039;Ereignisalgebra&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Ereignisraum&amp;#039;&amp;#039; oder  &amp;#039;&amp;#039;Ereignisfeld&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilweise wird auch das Paar &amp;lt;math&amp;gt; (\Omega, \Sigma) &amp;lt;/math&amp;gt; als Ereignisraum bezeichnet&amp;lt;ref&amp;gt;Georgii: &amp;#039;&amp;#039;Stochastik.&amp;#039;&amp;#039; 2009, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;, dies entspricht einem [[Messraum (Mathematik)|Messraum]] im Sinne der [[Maßtheorie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretation ==&lt;br /&gt;
Grundlegend bei der Modellierung eines Zufallsexperiments sind folgende Forderungen:&lt;br /&gt;
* Man will der Tatsache, dass irgendetwas passiert, die Wahrscheinlichkeit 1 zuordnen können. Also muss der Obermenge &amp;lt;math&amp;gt; \Omega &amp;lt;/math&amp;gt; eine Wahrscheinlichkeit zuordenbar sein und sie demnach in der Ereignismenge sein.&lt;br /&gt;
* Kann man einem Ereignis eine Wahrscheinlichkeit zuordnen, so will man auch der Tatsache, dass dieses Ereignis nicht eintrifft, eine Wahrscheinlichkeit zuordnen können. Also muss mit &amp;lt;math&amp;gt; A &amp;lt;/math&amp;gt; auch &amp;lt;math&amp;gt; A^\mathrm c = \Omega \setminus A &amp;lt;/math&amp;gt; in der Ereignismenge sein.&lt;br /&gt;
* Treten abzählbar viele Ereignisse &amp;lt;math&amp;gt; (A_n)_{n \in \N} &amp;lt;/math&amp;gt; auf, so soll auch das Ereignis, dass mindestens eines dieser Ereignisse eintritt, in der Ereignismenge sein. Dies ist genau die Vereinigung der abzählbar vielen &amp;lt;math&amp;gt; A_n &amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ereignismenge muss nun nicht zu groß sein, um nicht-messbare Mengen zu vermeiden, aber stabil gegenüber diesen Operationen sein, um sinnvolle Modellierungen zu ermöglichen. Das Mengensystem, das diese Forderungen erfüllt, ist eine [[σ-Algebra]], die dementsprechend kanonisch zur Modellierung von Ereignismengen genutzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
Betrachten wir die Ergebnismenge &amp;lt;math&amp;gt; \Omega=\{1,2,3\} &amp;lt;/math&amp;gt;, sie besitzt die drei Ergebnisse &amp;lt;math&amp;gt; \omega_1=1,\omega_2=2,\omega_3=3&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der möglichen Ereignissysteme wäre&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; \Sigma_1:=\{\Omega, \emptyset , \{1 \}, \{2,3\}\} &amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu beachten ist, dass nicht zwangsläufig zu jedem Ergebnis &amp;lt;math&amp;gt; \omega_i &amp;lt;/math&amp;gt; auch das entsprechende Ereignis &amp;lt;math&amp;gt; \{\omega_i\} &amp;lt;/math&amp;gt; in dem Ereignissystem enthalten sein muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kanonische Ereignissysteme ==&lt;br /&gt;
=== Endliche oder abzählbar unendliche Ergebnismengen ===&lt;br /&gt;
Auf endlichen oder [[abzählbar unendlich]]en Ergebnismengen wählt man als Ereignissystem meist die [[Potenzmenge]], da sie leicht zu handhaben ist und in diesem Fall noch zu keinen Paradoxien führt. Beispielsweise stattet man die Ergebnismenge der natürlichen Zahlen &amp;lt;math&amp;gt; \N &amp;lt;/math&amp;gt; mit dem Ereignissystem &amp;lt;math&amp;gt; \mathcal P (\N) &amp;lt;/math&amp;gt; aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reelle Ergebnismenge ===&lt;br /&gt;
Ist die Ergebnismenge die Menge der reellen Zahlen &amp;lt;math&amp;gt;\R&amp;lt;/math&amp;gt; oder eine überabzählbare [[Teilmenge]] von &amp;lt;math&amp;gt;\R&amp;lt;/math&amp;gt; wie zum Beispiel &amp;lt;math&amp;gt; [0,1] &amp;lt;/math&amp;gt;, so stattet man diese immer mit der [[Borelsche σ-Algebra|Borelschen σ-Algebra]] oder der entsprechend eingeschränkten [[Spur-σ-Algebra]] aus. Diese Ereignissysteme sind kleiner als die Potenzmengen, enthalten aber alle Mengen, die man naiv konstruieren kann. Die Borelsche σ-Algebra kann auch für beliebige [[Topologischer Raum|topologische Räume]] definiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ergebnismengen als Produkte ===&lt;br /&gt;
Sind die Ergebnismengen Produkte von mehreren Mengen, so wählt man stets die [[Produkt-σ-Algebra]] als Ereignissystem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einordnung ==&lt;br /&gt;
Es gilt folgende Hierarchie:&lt;br /&gt;
* Ergebnisse &amp;lt;math&amp;gt; \omega &amp;lt;/math&amp;gt; sind Elemente der Ergebnismenge und der Ereignisse&lt;br /&gt;
* Ereignisse sind Teilmengen der Ergebnismenge und Elemente des Ereignissystems. Sie enthalten als Elemente Ergebnisse.&lt;br /&gt;
* Ereignissysteme sind Teilmengen der Potenzmenge.&lt;br /&gt;
Insbesondere muss zwischen dem Ergebnis &amp;lt;math&amp;gt; \omega &amp;lt;/math&amp;gt; und dem Ereignis &amp;lt;math&amp;gt; \{ \omega \} &amp;lt;/math&amp;gt; unterschieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*{{Literatur |Autor=Christian Hesse |Titel=Angewandte Wahrscheinlichkeitstheorie |Auflage=1.|Verlag=Vieweg |Ort=Wiesbaden |Datum=2003 |ISBN=3-528-03183-2}}&lt;br /&gt;
*{{Literatur |Autor=[[Hans-Otto Georgii]] |Titel=Stochastik |TitelErg=Einführung in die Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik |Auflage=4. |Verlag=Walter de Gruyter |Ort=Berlin |Datum=2009 |ISBN=978-3-11-021526-7 |DOI=10.1515/9783110215274}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmidt195&amp;quot;&amp;gt; {{Literatur|Autor=Klaus D. Schmidt|Titel=Maß und Wahrscheinlichkeit|Auflage=2., durchgesehene|Verlag=Springer-Verlag|Ort=Heidelberg Dordrecht London New York|Jahr=2011|ISBN=978-3-642-21025-9|Seiten=195|DOI=10.1007/978-3-642-21026-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stochastik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Σ-Algebra]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Matz2703</name></author>
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