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	<title>Erdschein - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T08:23:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erdschein&amp;diff=176273&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;NordNordWest: /* Weblinks */ wb-fix</title>
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		<updated>2025-08-16T21:08:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; wb-fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Aschgraues.Mondlicht.P1162513.jpg|mini|hochkant=2|Die vom &amp;#039;&amp;#039;Erdschein&amp;#039;&amp;#039; beleuchtete Nachtseite des Mondes wird neben der schmalen Mondsichel (11&amp;amp;nbsp;Prozent, Mondalter = 3,3&amp;amp;nbsp;Tage) mit &amp;#039;&amp;#039;aschgrauem Mondlicht&amp;#039;&amp;#039; sichtbar. Aufnahme über dem westlichen Abendhimmel kurz nach der [[Äquinoktium|Tag-und-Nacht-Gleiche]] im Frühjahr bei besonders steiler Ekliptik von Berlin aus gesehen. Links der Stern Omikron Arietis (37 Ari, 6,2&amp;lt;sup&amp;gt;m&amp;lt;/sup&amp;gt;) im [[Widder (Sternbild)|Sternbild Widder]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erdschein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erdlicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; nennt man [[Sonnenlicht]], das von der [[Erde]] ins All reflektiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Erdlicht erreicht so auch den [[Mond]] auf seiner uns zugewandten Seite. Dadurch werden hier auch von der [[Sonne]] unbeleuchtete Flächen matt beleuchtet. Licht, das durch eine weitere [[Reflexion (Physik)|Reflexion]] an der Mondoberfläche als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;aschgraues Mondlicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wieder die Erde erreicht, kann uns bei günstigen Beobachtungsbedingungen mit bloßem Auge Anteile der [[Nachtseite]] (Schattenseite) des Mondes aschfahl schimmernd erkennen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am besten ist der Widerschein des Erdlichts bei sehr schmaler Mondsichel wenig vor oder nach [[Neumond]] sichtbar, sofern die blendende Sonne in gewissem Winkel unter dem Horizont steht. Diese Situation findet sich in der poetischen Umschreibung &amp;#039;&amp;#039;der alte Mond in den Armen des jungen&amp;#039;&amp;#039; wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Details ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;float-right&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:black;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| [[Datei:Earthshine-Geometrie.svg|hochkant=1.8]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;span style=&amp;quot;background-color:black;color:white&amp;quot;&amp;gt; Weg von Sonnenlicht über Erdlicht zu aschgrauem Mondlicht&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Bei Neumond steht der Mond zwischen Erde und Sonne, so dass man von der Erde her auf die Nachtseite des Mondes blicken könnte. Doch steht ein Beobachter auf der Erde dann im Licht des Tages. Daher kann durch die von [[Rayleigh-Streuung|gestreutem]] Sonnenlicht erleuchtete [[Erdatmosphäre|Atmosphäre]] ein Neumond – die Nachtseite ohne Mondsichel – von der Erdoberfläche aus nicht wahrgenommen werden (sofern sich nicht eine [[Sonnenfinsternis]] ereignet).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beobachter auf dem Mond könnte zu dieser Zeit auf die beleuchtete Seite der Erde blicken: Die Erde stünde für ihn als „Vollerde“ am schwarzen Mondhimmel und schiene dort wegen ihres sehr viel größeren Durchmessers und des außerdem infolge Wolken, Schneedecken und heller Wüsten etwa dreimal höheren [[Albedo|Rückstrahlungsvermögens]] ungefähr fünfzigmal heller als der [[Vollmond]] von der Erde aus gesehen. Wenn man bedenkt, dass [[Mondlicht]] hell genug sein kann, um auf der Erde deutliche Schatten zu erzeugen, mag man ahnen, wie stark der Schein der Vollerde als Erdlicht die Mondlandschaft ausleuchtet. Mit einem einfachen [[Prismenfernglas|Fernglas]] sind von der Erde aus sogar Einzelheiten auf der Nachtseite der Mondoberfläche im fahlen Schimmer aschgrauen Mondlichts zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kulturgeschichte==&lt;br /&gt;
Bereits den [[Mesopotamien|Mesopotamiern]] war das aschgraue Mondlicht bekannt, und dass die [[Vollmond|Mondscheibe]] unabhängig von der [[Mondphase]] stets ihre [[Kreis|kreisrunde Form]] behält.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Friedhelm Pedde]] |Titel=Götter und Planeten im Alten Orient – Sin und der Mond |Sammelwerk=Dem Himmel nahe |WerkErg=Mitteilungen der [[Wilhelm-Foerster-Sternwarte]] e.&amp;amp;nbsp;V. |Nummer=Nr. 12 – Oktober 2021 bis Januar 2022 |Ort=Berlin |Datum=2021-10 |ISSN=2940-9330 |Seiten=6–7|Online=https://wfs.berlin/wp-content/uploads/2021/09/BROplanet-12-okt2021ff_www.pdf |Abruf=2022-06-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die korrekte Deutung des aschgrauen Mondlichts wird häufig [[Leonardo da Vinci]]s – etwa zwischen 1506 und 1510 entstandenen und im [[Codex Leicester]] vorliegenden – Aufzeichnungen zugeschrieben, mitunter auch [[Michael Mästlin]] (1550–1631). Andere Beobachter hatten die Ansicht vertreten, dass der Mond selbst etwas Licht ausstrahle, oder sie meinten, er sei ähnlich wie Wasser lichtdurchlässig und leuchte im Sonnenlicht auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur quantitativen Messung des &amp;#039;&amp;#039;aschgrauen Mondlichts&amp;#039;&amp;#039; entwickelte der französische Astronom [[André Danjon]] eine praktische Methode in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Unterschiede im Widerschein von Erdlicht erlauben Rückschlüsse auf Veränderungen der Erd[[albedo]], wie sie vornehmlich durch wechselnde Bewölkungsverhältnisse und Schneebedeckungen entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery caption=&amp;quot;Historische Darstellungen des aschgrauen Mondlichts&amp;quot; mode=packed widths=300 heights=300&amp;gt;&lt;br /&gt;
UrfaMuseumNabonidSymbole.jpg|Die Darstellung des aschgrauen Mondlichts am Kopf einer babylonischen Stele im [[Archäologisches Museum Şanlıurfa|Archäologischen Museum Şanlıurfa]] in der Türkei aus dem sechsten vorchristlichen Jahrhundert mit dem letzten König des [[Neubabylonisches Reich|Neubabylonischen Reiches]] [[Nabonid|Nabonid aus Harran]].&lt;br /&gt;
Nabonidus.jpg|Babylonisches Relief mit der Darstellung des aschgrauen Mondlichts aus dem sechsten vorchristlichen Jahrhundert mit dem König Nabonid bei der Anbetung der Gestirnsgottheiten Sin (Mond), [[Šamaš]] ([[Sonne]]) und [[Ištar]] ([[Venus (Planet)|Venus]]).&lt;br /&gt;
Leonardo-Earthshine.png|Skizze einer Mondsichel mit zurückgeworfenem Erdschein von [[Leonardo da Vinci]] &amp;lt;br /&amp;gt;(etwa 1506–1510; aus dem &amp;#039;&amp;#039;[[Codex Leicester]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Earthshine|Erdschein}}&lt;br /&gt;
{{Wikibooks|Astronomie von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit/ Mondzyklen#Kontrastverhältnisse bei aschgrauem Mondlicht|Kontrastverhältnisse bei aschgrauem Mondlicht}}&lt;br /&gt;
* [https://visibleearth.nasa.gov/view.php?id=4532 NASA – Earth observatory: Earthshine and Climate] (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.odranoel.de Leonardo da Vinci: Der Codex Leicester]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erdmond]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beobachtende Astronomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;NordNordWest</name></author>
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