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	<title>Erdnuss - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Ulanwp: 8 fehlende Sprachparameter eingefügt; 1 Datumsparameter konvertiert</title>
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		<updated>2026-02-28T12:39:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;8 fehlende Sprachparameter eingefügt; 1 Datumsparameter konvertiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Erdnuss&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Arachis hypogaea&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Carl von Linné|L.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Erdnüsse&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Arachis&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Dalbergieae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Tribus&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Schmetterlingsblütler&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Faboideae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Hülsenfrüchtler&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Fabaceae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Schmetterlingsblütenartige&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Fabales&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Peanut 9417.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Erdnuss (&amp;#039;&amp;#039;Arachis hypogaea&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erdnuss&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Arachis hypogaea&amp;#039;&amp;#039;), [[Schweizerdeutsch|schweizerisch]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spanisches Nüssli&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.srf.ch/radio-srf-1/radio-srf-1/irrtuemer-in-der-mundart-warum-spanische-nuessli-nicht-aus-spanien-kommen &amp;#039;&amp;#039; Irrtümer in der Mundart – Warum «spanische Nüssli» nicht aus Spanien kommen.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Schweizer Radio und Fernsehen]]&amp;#039;&amp;#039; vom 5.&amp;amp;nbsp;Dezember 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;This Fetzer: [https://www.idiotikon.ch/wortgeschichten/spanischi-nuessli &amp;#039;&amp;#039;Erd- und spanische Nüssli.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Wortgeschichten,&amp;#039;&amp;#039; publiziert von der Redaktion des [[Schweizerisches Idiotikon|Schweizerischen Idiotikons]] (abgerufen am 7.&amp;amp;nbsp;Dezember 2023).&amp;lt;/ref&amp;gt; südtirolerisch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spanischa Nisslan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aschantinuss&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aschanti&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.duden.de/rechtschreibung/Aschantinuss |titel=Aschantinuss |werk=Duden |hrsg=Cornelsen Verlag GmbH |abruf=2023-08-14 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine [[Art (Biologie)|Pflanzenart]] in der [[Familie (Biologie)|Unterfamilie]] der [[Schmetterlingsblütler]] (Faboideae) innerhalb der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Hülsenfrüchtler]] (Fabaceae oder Leguminosae). Die [[Frucht]] der Erdnuss ist botanisch gesehen eine [[Hülsenfrucht]], die sich [[Phylogenese|entwicklungsgeschichtlich]] zur [[Nussfrucht|Nuss]] [[Apomorphie|gewandelt]] hat. Die Erdnuss gehört zur selben Unterfamilie wie beispielsweise die [[Erbse]] und die [[Bohne]]n-Arten. Der englische [[Trivialname]] der Erdnuss, &amp;#039;&amp;#039;peanut&amp;#039;&amp;#039; (zu deutsch „Erbsennuss“), weist auf die botanische Zugehörigkeit zur Familie der Hülsenfrüchtler hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ähnlichkeit zu botanischen Nüssen ergibt sich durch die Beschaffenheit der Samen: die Konsistenz, den hohen [[Fette|Fettgehalt]] und den vergleichsweise niedrigen Anteil an [[Stärke]]. Im Vergleich zu echten Nüssen ist der Anteil an [[Omega-3-Fettsäuren]] gering. Im Gegensatz zu den meisten anderen Hülsenfrüchten sind Erdnüsse allerdings [[Rohkost|roh]] genießbar. Das [[allergen]]e Potential ist im Vergleich zu anderen Lebensmitteln relativ hoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Koeh-163.jpg|mini|Illustration der Erdnuss (&amp;#039;&amp;#039;Arachis hypogaea&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erscheinungsbild und Blatt ===&lt;br /&gt;
Die Erdnuss ist eine [[Einjährige Pflanze|einjährige]] [[krautige Pflanze]]. Der gelblich behaarte bis kahle [[Stängel]] ist selbständig aufrecht bis kriechend und zwischen 6 und 80 Zentimeter, meist jedoch etwa 30 Zentimeter lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wechselständig angeordneten [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der 3,7 bis 10 Zentimeter lange Blattstiel ist mit lang gewundenen [[Trichom]]en bedeckt. Die [[Blattform#Gliederung der Spreite|paarig gefiederte]] Blattspreite besitzt meist zwei Paare sich an der [[Rhachis]] gegenüberstehende mit 1 bis 10&amp;amp;nbsp;mm nur kurz gestielte Fieder[[blättchen]]. Die mit einer Länge von 1,1 bis 5,9 Zentimetern und einer Breite von 0,5 bis 3,4 Zentimeter eiförmig-länglichen bis verkehrt-eiförmigen Fiederblättchen sind papierartig mit weitgehend gerundeter Basis und das Ende ist stumpf oder ausgerandet mit Stachelspitze. Die mit langen Haaren besetzten Blattflächen besitzen etwa zehn Seitennerven auf jeder Seite des Mittelnerves. Der Rand der Fiederblättchen ist bewimpert. Die 2 bis 4 Zentimeter großen, häutigen, behaarten [[Nebenblätter]] sind teilweise mit dem Blattstiel verwachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blütenstand und Blüte ===&lt;br /&gt;
Die Blütezeit reicht von Mai bis August. Die seitenständigen [[Blütenstand|Blütenstände]] sind bis auf eine Blüte reduziert. Von den häutigen [[Tragblatt|Tragblättern]] ist das unterste mit einer Länge von 1 bis 1,4&amp;amp;nbsp;Zentimetern und einer Breite von 4 bis 5&amp;amp;nbsp;Millimetern eiförmig-lanzettlich mit zwei Spitzen; die anderen sind ähnlich groß, aber zweispaltig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ungestielten, zwittrigen [[Blüte]]n sind [[zygomorph]] und fünfzählig mit doppelter [[Blütenhülle]]. Von den fünf häutigen, schmalen [[Kelchblätter]]n sind vier zu einer 4 bis 6&amp;amp;nbsp;mm dünnen Röhre verwachsen, das fünfte ist frei; sie vergrößern sich bis zur Fruchtbildung. Die 0,7 bis 1,3&amp;amp;nbsp;Zentimeter lange Krone besitzt den typischen Aufbau der [[Schmetterlingsblütler]]. Die fünf [[Kronblätter]] sind gelb bis goldgelb, meist mit roten Nerven. Die ausgebreitete Fahne ist fast kreisförmig und an der Basis nur kurz genagelt mit ausgerandeter Spitze. Die zwei freien, schlanken Flügel sind länglich bis schräg eiförmig und geöhrt. Das geschnäbelte, lang eiförmige und nach innen eingebogene Schiffchen ist kürzer als die Flügel. Von den ursprünglich zehn [[Staubblätter]]n fehlen ein oder zwei. Alle Staubfäden sind untereinander verwachsen. Es gibt zwei Formen bei den Staubbeuteln, lange und kurze wechseln sich ab. Das einzelne, anfangs fast sitzende, längliche [[Fruchtblatt]] besitzt meist zwei bis vier, selten bis zu sechs [[Samenanlage]]n. Die häufig [[Gynophor]] (eig. &amp;#039;&amp;#039;falsch&amp;#039;&amp;#039;, denn dieses stammt von der [[Blütenachse]] ab)&amp;lt;ref&amp;gt;J. Smartt: &amp;#039;&amp;#039;The Groundnut Crop: A scientific basis for improvement.&amp;#039;&amp;#039; Springer, 1994, ISBN 978-94-010-4315-1 (Reprint), S.&amp;amp;nbsp;71, {{Google Buch |BuchID=kIP1CAAAQBAJ |Seite=PA71}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder [[Karpophor]] (englisch &amp;#039;&amp;#039;peg&amp;#039;&amp;#039; = Pflock, spanisch &amp;#039;&amp;#039;clavo&amp;#039;&amp;#039; = Nagel)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinz Brücher|H. Brücher]]: &amp;#039;&amp;#039;Tropische Nutzpflanzen.&amp;#039;&amp;#039; Springer, 1977, ISBN 978-3-662-13238-8 (Reprint), S.&amp;amp;nbsp;159.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Robert Hegnauer|R. Hegnauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Chemotaxonomie der Pflanzen.&amp;#039;&amp;#039; Band XIb-2: &amp;#039;&amp;#039;Leguminosae&amp;#039;&amp;#039; Teil 3: &amp;#039;&amp;#039;Papilionoideae&amp;#039;&amp;#039;, Springer, 2001, ISBN 978-3-0348-9392-3, S.&amp;amp;nbsp;510.&amp;lt;/ref&amp;gt; genannte Basis des Fruchtblattes streckt sich auf eine Länge von 1 bis 20 Zentimetern und krümmt sich nach der Befruchtung abwärts in den lockeren Boden. So gelangt die Frucht unter die Erde, ähnlich wie bei der [[Erdbohne]] oder der [[Bambara-Erdnuss]] (Erderbse). Der schnell vergängliche, dünne [[Griffel (Botanik)|Griffel]] ist relativ lang, aber kürzer als der Blütenkelch. Die kleine [[Narbe (Botanik)|Narbe]] ist spärlich behaart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Arachis hypogaea 003.JPG|Typische Blüte der Schmetterlingsblütler&lt;br /&gt;
Erdnuss1.jpg|Die Struktur, die hier als Fruchtstiel bezeichnet wird, ist das Gynophor mit dem befruchteten Fruchtblatt&lt;br /&gt;
Erdnusserde.jpg|Das Gynophor schiebt die junge Frucht unter die Erde&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht und Samen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Peanuts (Arachis hypogaea) - in shell, shell cracked open, shelled, peeled.jpg|mini|Die bekannte Hülsenfrucht der Erdnuss (&amp;#039;&amp;#039;Arachis hypogaea&amp;#039;&amp;#039;) mit den Samen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hülsenfrüchte sind geokarp, befinden sich also im Erdreich, deshalb der Name „Erdnuss“. Obwohl die Erdnuss zu den Leguminosen zählt, verhält sich ihre Frucht anders als die sich öffnenden [[Hülsenfrucht|Hülsenfrüchte]]; sie bleibt geschlossen und gehört demnach morphologisch zu den Nüssen. Die Frucht besteht aus einem holzigen, netzrunzeligen, gelben [[Perikarp]], das genauer als Mesokarp zu bezeichnen ist. Während der Fruchtentwicklung im Boden stirbt zuerst das Exokarp, später das Endokarp ab, das zeitweilig zu einem Speichergewebe anschwillt, dann aber zu einer weißen, watteartigen Schicht komprimiert wird (die weiße Auskleidung der Erdnussschale), so dass als Hülle nur das Mesokarp übrig bleibt. Daraus resultiert auch die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Mesokarpnuss&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Franke&amp;quot;&amp;gt;Reinhard Lieberei, Christoph Reisdorff, Wolfgang Franke (Begründer): &amp;#039;&amp;#039;Nutzpflanzen.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage, Thieme, Stuttgart / New York, 2012, ISBN 978-3-13-530408-3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die mit einer Länge von 2 bis 6 Zentimeter und einem Durchmesser von 1 bis 1,5 Zentimetern länglichen, eingebogenen Früchte enthalten einen bis vier, selten bis zu sechs Samen und sind zwischen ihnen etwas eingeschnürt. Diese unterirdischen Früchte öffnen sich nicht selbstständig. Die dicken Fruchtwände besitzen eine netzartige Oberfläche. Der mit einer Länge von 1 bis 2 Zentimetern und einem Durchmesser von 0,5 bis 1 Zentimeter fast eiförmige, hellbraune Samen besitzt zwei reichlich ölhaltige Keimblätter ([[Kotyledonen]]). Die Früchte reifen zwischen Juli und September.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Samenschale]] der erntereifen Kerne ist braun, papierartig und schmeckt bitter, daher wird sie vor der Weiterverarbeitung oder dem Verzehr der Kerne meist entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Genetik und Chromosomensatz ===&lt;br /&gt;
Die [[Chromosom]]enzahl dieser tetraploiden Art beträgt 2n&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;40.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCN&amp;quot; /&amp;gt; Die Größe des Genoms wird auf ca.&amp;amp;nbsp;2,8 Milliarden Basenpaare abgeschätzt, sie liegt damit in derselben Größenordnung wie das menschliche Genom. Die Art ist allotetraploid, also aus der [[Hybride|Hybridisierung]] zweier nahe verwandter, aber verschiedener [[diploid]]er Arten hervorgegangen. Aufgrund der geringen genetischen Variation nimmt man ein relativ geringes Alter der Art an. Nach Vergleich sind die wahrscheinlichen Elternarten &amp;#039;&amp;#039;[[Arachis duranensis]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Arachis ipaensis]]&amp;#039;&amp;#039;; diese wachsen in den [[Cerrado]]s genannten savannenartigen Landschaften der Anden mit ausgeprägter Trockenzeit. Nach den Methoden der [[Molekulare Uhr|molekularen Uhr]] wird ihre &amp;#039;&amp;#039;Divergenzzeit&amp;#039;&amp;#039; auf etwa 3,5 Millionen Jahre abgeschätzt. Es gibt eine wild vorkommende tetraploide Sippe, &amp;#039;&amp;#039;Arachis monticola&amp;#039;&amp;#039; genannt, die wahrscheinlich konspezifisch zur kultivierten Erdnuss ist, also derselben biologischen Art angehört. Wilde &amp;#039;&amp;#039;Arachis hypogaea&amp;#039;&amp;#039; im engeren Sinne sind hingegen nie gefunden worden. Die genetische Struktur der Art macht es wahrscheinlich, dass sie auf sehr wenige oder eventuell sogar nur auf ein einziges Kreuzungsereignis mit anschließender Genomverdoppelung zurückgeht. Ob dies in wilden Populationen oder bereits in Kultur erfolgte, ist nicht bekannt. Die ältesten in archäologischen Ausgrabungen gefundenen Erdnüsse der Art &amp;#039;&amp;#039;Arachis hypogaea&amp;#039;&amp;#039; stammen aus dem Huarmey-Tal in [[Peru]] und sind etwa 5000 Jahre alt. Andere Erdnussarten wurden aber bereits lange Zeit vorher gesammelt und auch kultiviert.&amp;lt;ref&amp;gt;D. J. Bertioli, A. C. G. Araujo, S. Nielen et al.: &amp;#039;&amp;#039;An Overview of Peanut Genome Structure.&amp;#039;&amp;#039; In: Nalini Mallikarjuna, Rajeev K Varshney (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Genetics, Genomics and Breeding of Peanuts.&amp;#039;&amp;#039; CRC Press, Boca Raton 2014, ISBN 978-1-4822-3837-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Anbau ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Peanut harvester.JPG|mini|Erntegerät]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich in den [[Anden]] [[Südamerika|Südamerikas]] beheimatet, hat sich der Anbau der Erdnuss seit ihrer wachsenden Bedeutung als Ölfrucht über die ganzen Tropen und Subtropen ausgebreitet. Laut dem Verzeichnis &amp;quot;[[Plants of the World Online]]&amp;quot; kommt die Art ursprünglich in Bolivien vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;POWO&amp;quot; /&amp;gt; Sie wurde 1753 von [[Carl von Linné]] in &amp;#039;&amp;#039;Species Plantarum&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Seite 741 als &amp;#039;&amp;#039;Arachis hypogaea&amp;#039;&amp;#039; erstbeschrieben. Synonyme von &amp;#039;&amp;#039;Arachis hypogaea&amp;#039;&amp;#039; {{Person|L.}} sind &amp;#039;&amp;#039;Arachis hypogaea&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;fastigiata&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Waldron}}, &amp;#039;&amp;#039;Arachis hypogaea&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;nambyquarae&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Hoehne) A.Chev.}} und &amp;#039;&amp;#039;Arachis hypogaea&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;procumbens&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Waldron}}.&amp;lt;ref name=&amp;quot;POWO&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archäologen datierten 2007 die ältesten bekannten Funde von Erdnüssen im Zusammenhang mit menschlichen Ansiedlungen aus [[Peru]] auf ein Alter von 7840 Jahren&amp;lt;ref&amp;gt;T. D. Dillehay, J. Rossen, T. C. Andres, D. E. Williams: &amp;#039;&amp;#039;Preceramic adoption of peanut, squash, and cotton in northern Peru.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Science.&amp;#039;&amp;#039; 316(5833), 2007, S.&amp;amp;nbsp;1890–1893. [[doi:10.1126/science.1141395]]&amp;lt;/ref&amp;gt;; die dort im Fußboden eines Hauses gefundenen Nüsse entsprechen morphologisch Wildarten, stammen aber aus einer Region, in der keine Wildart [[autochthone Art|autochthon]] vorkommt. Von dort verbreitete sich der Erdnussanbau auf weitere Teile Süd- und [[Mesoamerika]]s, wo spanische Konquistadoren an den Märkten von [[Tenochtitlán]] auf die &amp;#039;&amp;#039;tlalcacáhuatl&amp;#039;&amp;#039; ([[Nahuatl]] für „Erdnuss“, wörtlich „Kakaobohne der Erde“; von diesem Wort stammen auch die spanischen und französischen Bezeichnungen für die Erdnuss, &amp;#039;&amp;#039;cacahuete&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;cacahuète&amp;#039;&amp;#039;) aufmerksam wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in [[Brasilien]] war die Erdnuss schon vor 2000 Jahren im Anbau und wurde von dort im Zuge des [[Sklavenhandel]]s nach Afrika gebracht. Heute wird die Erdnuss weltweit in warmen Gebieten angebaut. Hauptanbaugebiete sind [[Westafrika]], [[Volksrepublik China|China]], [[Indien]], [[Nordamerika|Nord-]] und [[Südamerika]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geernteten Feldfrüchte werden zunächst im Wassergehalt von 40 auf 5 bis 10 % heruntergetrocknet. In warmen Ländern geschieht dies im Freien, in gemäßigten Klimazonen mit künstlicher Wärmezufuhr. Nach der Trocknung werden die Nüsse gedroschen oder gebrochen und gegebenenfalls noch entschalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Größte Erdnussproduzenten ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2022 wurden laut [[Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation]] (FAO) der [[Vereinte Nationen|Vereinten Nationen]] weltweit 54.238.560 Tonnen Erdnüsse (mit Schale) geerntet. Die zehn größten Produzenten ernteten zusammen 81,6 % der Welternte. China als größter Produzent kam allein auf etwa 33,8 %.&amp;lt;ref name=&amp;quot;faostat&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable zebra&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Größte Erdnussproduzenten (2022)&amp;lt;ref name=&amp;quot;faostat&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fao.org/faostat/en/#data/QCL |titel=Crops Primary &amp;amp;#62; Groundnuts, excluding shelled |werk=Produktionsstatistik der FAO für 2022 |hrsg=fao.org |sprache=en |abruf=2024-03-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Rang&lt;br /&gt;
! Land&lt;br /&gt;
! Menge&amp;lt;br /&amp;gt;(in [[Tonne (Einheit)|t]])&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{CHN}} || 18.329.500&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{IND}} || 10.134.990&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{NGA}} || 4.284.000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{USA}} || 2.525.670&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{SDN}} || 2.500.000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{MMR}} || 1.741.378&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{SEN}} || 1.501.498&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 8 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{ARG}} || 1.346.166&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{GIN}} || 1.025.144&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{BRA}} || 848.194&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| || | Summe Top Ten || 44.236.540&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| || | restliche Länder || 10.002.020&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Handel ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2021 betrug das gesamte Exportvolumen von Erdnüssen (mit Schale) 351.000 Tonnen. Die Hauptexporteure von Erdnüssen waren 2021 die [[Vereinigte Staaten|USA]], [[Myanmar]],  [[Benin]], [[Malawi]] und [[Volksrepublik China|China]]. Die Exporte dieser fünf Länder zusammen machten 78,1 % des gesamten weltweiten Exports an Erdnüssen aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fao_Handel&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.fao.org/faostat/en/#data/TP |titel=Trade &amp;amp;#62; Crops and livestock products &amp;amp;#62; Groundnuts, excluding shelled |werk=Offizielle Handelsstatistik der FAO für 2021 |hrsg=fao.org |sprache=en |abruf=2023-01-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Import in die EU wird vor allem für Nahrungsmittel wie geröstete Erdnüsse oder als Bestandteil von Süßigkeiten verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erdnussprodukte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Plumpy&amp;#039;nut - from Flickr 2874479122.jpg|mini|[[Plumpy’nut]] (verpackt) zur Hungerhilfe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erdnüsse kommen oft geröstet und gesalzen in den Handel, auch als Zutaten in [[Süßigkeiten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mit Schale gehandelten Erdnüsse sind in der Regel ebenfalls geröstet; ungeröstete Erdnüsse schmecken nach Bohnen, verursachen Blähungen und halten sich nicht so gut (giftiger [[Schimmelpilz|Schimmel]]). In den Erzeugerländern werden sie hingegen auch gekocht gegessen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutschlandfunkkultur.de/gefahr-durch-schimmelgifte.993.de.html?dram:article_id=154607 deutschlandfunkkultur.de] Udo Pollmer: &amp;#039;&amp;#039;Gefahr durch Schimmelgifte: Warum man Erdnüsse nicht roh essen kann&amp;#039;&amp;#039;, Beitrag des [[Deutschlandfunk]] vom 19. Februar 2012, abgerufen am 14. März 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verarbeitungsprodukte der Erdnuss werden in der Lebensmittelindustrie vielseitig eingesetzt und dienen auch als [[nachwachsender Rohstoff]] in der chemischen Industrie, der Kosmetik sowie in bedeutenden Mengen als [[Futtermittel#Ölhaltige Futtermittel|ölhaltiger Futterzusatzstoff]] in der landwirtschaftlichen Tiermästerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein bedeutendes Erdnussprodukt ist das vor allem in [[Indien]] und [[China]] als Speiseöl beliebte [[Erdnussöl]]. Es wird auch als pflanzliches Heilmittel verwendet. In den Küchen vieler Länder Südostasiens, Westafrikas und der Niederlande verbreitet sind [[Erdnusssauce]]n. Weitere Produkte sind [[Erdnussbutter]], [[Erdnussflips]] und [[Erdnüsse im Teigmantel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Plumpy’nut]] ist eine energiereiche Paste aus Erdnussbutter, Milchpulver, Öl und Zucker zur Behandlung von moderater Unterernährung im Bereich der humanitären Hilfe. UNICEF setzt sie beispielsweise in mehr als 60 Ländern ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.unicef.de/informieren/erdnusspaste-was-ist-das |titel=Erdnusspaste: Was ist das? |sprache=de |abruf=2026-01-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchschnittliche Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Die Zusammensetzung von Erdnüssen schwankt naturgemäß, sowohl in Abhängigkeit von der Sorte, den Umweltbedingungen wie Boden und Klima, als auch von der Anbautechnik je nach Düngung und Pflanzenschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angaben je 100 [[Gramm]] essbarem Anteil (Erdnuss ungesalzen, geröstet):&amp;lt;ref name=&amp;quot;Souci&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Lebensmitteltabelle für die Praxis |Hrsg=[[Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie]], Garching |Auflage=4. |Verlag=Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH |Ort=Stuttgart |Datum=2009 |ISBN=978-3-8047-2541-6 |Seiten=266 |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;60%&amp;quot;|Bestandteile!! width=&amp;quot;40%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wasser]] ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|1,6&amp;amp;nbsp;g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Protein|Eiweiß]] ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|25,6&amp;amp;nbsp;g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Fette|Fett]] ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|49,4&amp;amp;nbsp;g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kohlenhydrate]]{{FN|1}} ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|9,4&amp;amp;nbsp;g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Ballaststoffe]] ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|11,4&amp;amp;nbsp;g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Mineralstoff]]e ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|2,6&amp;amp;nbsp;g&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
| [[Natrium]] ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|6 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kalium]] ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|775 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Magnesium]] ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|180 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Calcium]] ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|65 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Mangan]] ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|1.200 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Eisen]] ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|2.300 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kupfer]] ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|610 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Zink]] ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|2,6 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Phosphor]] ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|410 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Selen]] ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|1 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;70%&amp;quot;|[[Vitamine]]!!width=&amp;quot;30%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Thiamin]] (Vit. B&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;) ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|250 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Riboflavin]] (Vit. B&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;) ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|140 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Nicotinsäure]] (Vit. B&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;) ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|14 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Pantothensäure]] (Vit. B&amp;lt;sub&amp;gt;5&amp;lt;/sub&amp;gt;) ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|2.100 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Vitamin B6]] ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|400 µg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! width=&amp;quot;60%&amp;quot;|essentielle&amp;lt;br /&amp;gt;und semi-essentielle [[Aminosäure]]n!!width=&amp;quot;40%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Arginin]]{{FN|2}} ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|3.460 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Histidin]]{{FN|2}}||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|710 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Isoleucin]] ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|1.230 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Leucin]] ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|2.030 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Lysin]] ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|1.100 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Methionin]] ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|310 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Phenylalanin]] ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|1.540 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Threonin]] ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|850 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Tryptophan]] ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|320 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Tyrosin]] ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|1.190 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Valin]] ||style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|1.450 mg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{FNBox|&lt;br /&gt;
  {{FNZ|1|Differenzberechnung}}&lt;br /&gt;
{{FNZ|2|semi-essentiell}}}}&lt;br /&gt;
Der [[Physiologischer Brennwert|physiologische Brennwert]] beträgt 2423&amp;amp;nbsp;[[Joule|kJ]] (585&amp;amp;nbsp;kcal) je 100&amp;amp;nbsp;Gramm essbarem Anteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reife Erdnüsse können roh, geröstet oder gekocht verzehrt werden. Die Erdnuss hat mit über 25 % Eiweißgehalt einen hohen Nährwert. Mit 160 mg [[Magnesium]] gehört die Erdnuss, nach [[Cashewkerne]]n, zu den [[Magnesium|magnesiumreichen]] pflanzlichen Nahrungsmitteln. Insbesondere bei [[Vegetarismus|vegetarischer]] Ernährung kann die Erdnuss einen wertvollen Beitrag leisten. Allerdings enthalten Erdnüsse auch relativ viel [[Phytat]], das die Aufnahme der enthaltenen Mineralstoffe einschränkt. Erdnussprodukte haben einen sehr hohen Gehalt an semi-[[Essentieller Stoff|essentiellem]] [[Arginin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesundheitliche Gefahren ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Erdnussallergie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine repräsentative Untersuchung in den Vereinigten Staaten aus dem Jahr 2003 ergab, dass etwa 1,2 % der Bevölkerung gegen Teile der Erdnuss [[Allergie|allergisch]] sind. Dieses Ergebnis deckt sich mit einer anderen Untersuchung aus dem Jahr 1997.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Scott H. Sicherer, Anne Muñoz-Furlong, Hugh A. Sampson |Titel=Prevalence of peanut and tree nut allergy in the United States determined by means of a random digit dial telephone surveystar: A 5-year follow-up study |Sammelwerk=[[Journal of Allergy and Clinical Immunology]] |Band=112 |Nummer=6 |Datum=2002-12 |Sprache=en |Seiten=1203–1207 |DOI=10.1016/S0091-6749(03)02026-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Vergleich zu anderen Lebensmitteln ist das allergene Potential der Erdnuss hoch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=P. Altmeyer |Titel=Erdnuss |Sammelwerk=Enzyklopädie der Dermatologie, Venerologie, Allergologie, Umweltmedizin |Verlag=Springer-Verlag |Datum=2010 |Online=[http://www.enzyklopaedie-dermatologie.de/artikel?id=15494 online] |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies liegt an der hohen Zahl der [[Erdnussallergene]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Symptome einer akuten Erdnussallergie sind sehr unterschiedlich, häufig sind jedoch [[Nesselsucht]], tränende Augen oder Atembeschwerden. In seltenen Fällen können die Symptome aber auch sehr schwerwiegend sein oder sogar einen [[Anaphylaxie|anaphylaktischen Schock]] auslösen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hugh A. Sampson |Titel=Peanut Allergy |Sammelwerk=[[The New England Journal of Medicine]] |Band=346 |Datum=2002 |Seiten=1294–1299 |DOI=10.1056/NEJMcp012667 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderes Problem ist, dass Erdnüsse unter schlechten Lagerbedingungen von &amp;#039;&amp;#039;[[Aspergillus flavus]]&amp;#039;&amp;#039;, einem Schimmelpilz, befallen werden können, der giftige [[Aflatoxine]] in den Erdnüssen produziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ruth A. Taber, Harry W. Schroeder |Titel=Aflatoxin-producing Potential of Isolates of the Aspergillus flavus-oryzae Group from Peanuts (Arachis hypogaea) |Sammelwerk=Applied and Environmental Microbiology |Band=15 |Nummer=1 |Datum=1967 |Seiten=140–144 |Online=[http://aem.asm.org/cgi/content/abstract/15/1/140 abstract] |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Aus diesem Grund werden sowohl in den USA&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=J. W. Dickens |Titel=Aflatoxin control program for Peanuts |Sammelwerk=[[Journal of the American Oil Chemists’ Society]] |Band=54 |Nummer=3 |Sprache=en |Seiten=A225–A228 |DOI=10.1007/BF02894413}}&amp;lt;/ref&amp;gt; als auch in der Europäischen Union&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Verordnung (EG) Nr. 1152/2009 der Kommission vom 27. November 2009 mit Sondervorschriften für die Einfuhr bestimmter Lebensmittel aus bestimmten Drittländern wegen des Risikos einer Aflatoxin-Kontamination und zur Aufhebung der Entscheidung 2006/504/EG Text von Bedeutung für den EWR |Sammelwerk=Amtsblatt |Nummer=L 313 |Datum=2009-11-28 |Seiten=40–49 |Online=[{{EUR-Lex-Rechtsakt|reihe=L|jahr=2009|amtsblattnummer=313|anfangsseite=40|endseite=1|titel=online}} Online] |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; strenge Einfuhrkontrollen durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rohe Erdnüsse enthalten [[Lektine]], denen nachgesagt wird, dass sie rote Blutkörperchen verklumpen und ab einer bestimmten Menge zu Beschwerden führen können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |first1=Nathan |last1=Sharon |first2=Halina |last2=Lis |date=1972 |title=Lectins: Cell-Agglutinating and Sugar-Specific Proteins |journal=Science |volume=177 |issue=4053 |pages=949–959 |bibcode=1972Sci...177..949S |doi=10.1126/science.177.4053.949 |pmid=5055944 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da Erdnüsse in der Regel geröstet verzehrt werden, besteht die Gefahr nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krankheiten ==&lt;br /&gt;
Der [[Rostpilz]] &amp;#039;&amp;#039;[[Puccinia arachidis]]&amp;#039;&amp;#039; befällt die Erdnuss.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[George Baker Cummins]] |Titel={{lang|en|Rust Fungi on Legumes and Composites in North America}} |Verlag=University of Arizona Press |Ort=Tucson |Datum=1978 |ISBN=0-8165-0653-1 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Synonyme ==&lt;br /&gt;
Bekannte Synonyme sind: &amp;#039;&amp;#039;Aschanti-&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Arachis-&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Kamerunnuss&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ternes&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|3-89947-165-2|Seiten=493}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es existierten auch die Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;Erdeichel&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Erdpistazie&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Mundubibohne&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Georg August Pritzel]], [[Carl Jessen]]: &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze.&amp;#039;&amp;#039; Philipp Cohen, Hannover 1882, S. 37, [http://archive.org/stream/diedeutschenvol00pritgoog#page/n24/mode/2up online.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Lebensmittel-Lexikon führt noch weitere Namen auf: &amp;#039;&amp;#039;Burennuss&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Erdbohne&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Javanuss&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Kurunuss&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Mandubinuss&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Erdmandel&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ternes&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ren Sa, Alfonso Delgado Salinas: &amp;#039;&amp;#039;Aeschynomeneae.&amp;#039;&amp;#039;: [http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=2&amp;amp;taxon_id=200011891 &amp;#039;&amp;#039;Arachis.&amp;#039;&amp;#039; S. 132 - textgleich online wie gedrucktes Werk], Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Flora of China.&amp;#039;&amp;#039; Volume 10: &amp;#039;&amp;#039;Fabaceae&amp;#039;&amp;#039;, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2010, ISBN 978-1-930723-91-7. (Abschnitt Beschreibung).&lt;br /&gt;
* S. I. Ali: &amp;#039;&amp;#039;Papilionaceae&amp;#039;&amp;#039; in der &amp;#039;&amp;#039;Flora of Pakistan&amp;#039;&amp;#039;: [http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=5&amp;amp;taxon_id=200011891 &amp;#039;&amp;#039;Arachis&amp;#039;&amp;#039; - online.] (Abschnitt Beschreibung).&lt;br /&gt;
* Walter H. Schuster, Joachim Alkämper, Richard Marquard &amp;amp; Adolf Stählin: [http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2000/320/original/deckblat.htm &amp;#039;&amp;#039;Leguminosen zur Kornnutzung: Kornleguminosen der Welt&amp;#039;&amp;#039;, Justus-Liebig-Universität Gießen, 1998.]: Joachim Alkämper: [http://bibd.uni-giessen.de/gdoc/2000/uni/p000003/erdnuss.htm Die Erdnuss (&amp;#039;&amp;#039;Arachis hypogaea&amp;#039;&amp;#039;).]&lt;br /&gt;
* Ingrid und [[Peter Schönfelder]]: &amp;#039;&amp;#039;Das neue Buch der Heilpflanzen. Botanik, Arzneidrogen, Wirkstoffe, Anwendungen.&amp;#039;&amp;#039; Franckh-Kosmos, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-440-12932-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Arachis hypogaea|Erdnuss (&amp;#039;&amp;#039;Arachis hypogaea&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* Sabine Schmidt: [https://www.allum.de/stoffe-und-ausloeser/erdnuss allum.de – &amp;#039;&amp;#039;Allergie Umwelt Gesundheit&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;Erdnuss&amp;#039;&amp;#039;].&lt;br /&gt;
{{WestAfricanPlants|Arachis hypogaea}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCN&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Tropicos|ID=13024813|WissName=Arachis hypogaea|ProjektID=9}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;POWO&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{POWO|Arachis hypogaea|Zugriff=2025-06-23}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4152681-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dalbergieae (Tribus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ölsamen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schalenobst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hülsenfrüchte als Thema]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ölpflanze]]&lt;/div&gt;</summary>
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