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	<title>Erdhaus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T02:17:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erdhaus&amp;diff=1548022&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schafi89: /* Sturm- und Erdbebenschutz */</title>
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		<updated>2026-02-17T21:55:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Sturm- und Erdbebenschutz&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Earth house.jpg|mini|Erdhaus in der Schweiz von [[Peter Vetsch]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Veljko Milkovic eco-house.jpg|mini|Erdhaus mit Lichtleit-Blechen über den Fensterbändern im serbischen [[Novi Sad]] von [[Veljko Milković]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erdhaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Haus]], bei dem Erde als [[Baustoff]] zur Herstellung oder Bedeckung von [[Wand (Bauteil)|Wänden]] oder [[Decke (Bauteil)|Decken]] verwendet wird. Die tragende Konstruktion besteht heute meist aus Stahlbeton, kann aber auch aus Holz gefertigt oder als Gewölbe gemauert werden. Beim Erdhaus wirkt der [[Boden (Bodenkunde)|Boden]] als [[Wärmedämmung|Dämmschicht]] gegenüber den wetterbedingten Temperaturwechseln und schützt die Außenhaut des Gebäudes vor Alterungsprozessen und Abnutzung. Ein Erdhaus muss nicht zwingend in die Erde gebaut werden, sondern kann auch auf ebenem Grund errichtet und mit Erde überdeckt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Edelhart: &amp;#039;&amp;#039;Das Erdhaus: Handbuch für Architekten und Bauherren.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1983, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie beim [[Strohballenbau|Strohballen-]] und [[Sandsackbau]] wird vorwiegend lokal verfügbares Material eingesetzt, das ohne großen Energieaufwand gewonnen werden kann. Der massive Baukörper von Erdbauten eignet sich durch sein Speichervermögen hervorragend, um in heißen Regionen die großen Temperaturschwankungen im Tagesverlauf auszugleichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Interior of the Hut of a Mandan Chief, Mixed media by Karl Bodmer.jpg|mini|Innenansicht einer [[Erdhütte]] der Prärie-Indianer, gemalt von [[Karl Bodmer]] 1833–1834]]&lt;br /&gt;
Zu allen Zeiten und überall in der Welt wurden Behausungen als [[Grubenhaus]] teilweise in den Boden abgesenkt, um die temperaturausgleichende Wärmespeicherfähigkeit des Erdbodens zu nutzen und die Konstruktion des Daches zu erleichtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den nördlichen [[Great Plains|Plains]] [[Vereinigte Staaten|Amerikas]] bauten sich die [[Indianer]] ihre Häuser in die Erde, um sich dadurch besser gegen die Kälte schützen zu können, als es in [[Tipi]]s möglich war. Diese Erdhäuser wurden meist in den Boden abgesenkt und mit Baumstämmen überdacht. Zwischen diesen Baumstämmen wurde Gras aufgehäuft und schließlich Erde aufgeschüttet. In der Mitte des Hauses wurde für Lichteinlass und Rauchabzug ein Loch in der Decke gelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauformen ==&lt;br /&gt;
=== Erdhügelhaus ===&lt;br /&gt;
Moderne Erdhügelhäuser sind häufig halbrund ausgeführt, mit nach Süden weisender verglaster Fassade, welche die Wärmestrahlung der Sonne einfängt, sowie einer nach Norden ausgerichteten dämmenden Erdschicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ Webarchiv | url=http://www.swp.de/ulm/lokales/dasbeste/Familie-Vetter-lebt-seit-acht-Jahren-in-einem-Erdhuegelhaus;art659296,216338 | wayback=20111116190506 | text= Bericht in der Südwest Presse }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ksta.de/wohnen-im-erdhuegelhaus-13451028 Wohnen im Erdhügelhaus], Artikel im Kölner Stadtanzeiger. In: KSTA.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;[[Earthship]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete Erdhäuser haben den Anspruch, schon beim Bau mit möglichst wenig Ressourcen und vorgefertigten Materialien auszukommen, und besitzen häufig Wände aus übereinandergestapelten Fahrzeugreifen, die mit gestampfter, lehmiger Erde gefüllt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Tragwerk (Bauwesen)|Tragwerk]] wird oft aus Holz ausgeführt. Die Hügelform kann etwa durch ein [[Tonnendach]] aus [[Leimbinder]]n vorgegeben werden.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=Archivlink |url=http://www.exxpose.de/german/hausbau/oekohaus-oekologisch-bauen/artikel/erdhuegelhaus-brindividuell-gebaut-der-natur-ganz-nah/ |wayback=20110223200602 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Dämmwirkung und die Speichermasse der Erdschicht kann ein Erdhügelhaus im [[Passivhaus]]standard errichtet und fast völlig energieautark betrieben werden, wenn etwa [[Sonnenkollektor]]en oder mit Solarstrom betriebene [[Wärmepumpe]]n zur Warmwasserbereitung eingesetzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ Webarchiv | url=http://www.swp.de/reutlingen/lokales/reutlingen/Erdhuegelhaus-war-seiner-Zeit-weit-voraus;art5674,943694 | wayback=20160308064601 | text=Erdhügelhaus war seiner Zeit weit voraus}}, Reutlinger Nachrichten vom 30. April 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Torfsodenhäuser ===&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Grassodenhaus|Qarmaq}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torfplaggenhäuser wurden oft von frühen Siedlern errichtet, da sie mit einfachem Werkzeug zu erstellen sind. Insbesondere in Gegenden mit großen Temperaturschwankungen schaffen Torfsodenhäuser ein angenehmes Wohnklima. Sie sind langlebig in feuchtem Klima und lassen sich auch in Gegenden errichten, in denen das Holz knapp ist, wie auf [[Island]] und den [[Färöer]]-Inseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Glaumbaer_-_turf_houses_and_church_(47551407502).jpg|Die [[Island|isländische]] Siedlung [[Glaumbær]] wurde im 11. Jahrhundert gegründet&lt;br /&gt;
 Glaumbaer_(32640938047).jpg|und enthält viele Hütten mit Wänden und Dächern aus [[Torf]]plaggen,&lt;br /&gt;
 Glaumbaer-60-Museum-2018-gje.jpg|die heute Teil des Freilichtmuseums von [[Glaumbær]] sind&lt;br /&gt;
 Glaumbaer-58-Museum-2018-gje.jpg|und traditionelle skandinavische Holzfassaden&lt;br /&gt;
 Glaumbaer.jpg|und sogar Dach[[gaube]]n tragen.&lt;br /&gt;
 Ferme_tourbe_glaumbær_couloir.jpg|Verbindungsgang mit Wänden aus Torfsoden&lt;br /&gt;
 Glaumbaer-pjt3.jpg|Relativ frisch geschichtete [[Grassode]]n eines Giebels&lt;br /&gt;
 Grassodenkirchlein1.jpg|Eine isländische Grassodenkirche&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bautechnik ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Strukturen, die als integrale Gewölbe konzipiert werden,  &amp;lt;&amp;lt;  Was sind integrale Gewölbe? --&amp;gt;Gewölbe können aus [[Betonfertigteil]]en  zusammengesetzt oder in [[Spritzbetonbauweise|Spritzbeton]] auf vorgeformtem Drahtgeflecht erstellt werden, wie es in ähnlicher Weise auch beim Bau von sogenannten [[Monolithische Kuppel|Monolithischen Kuppeln]] durchgeführt wird. Spritzbetongewölbe ermöglichen freie und organische Formen. Die Belastung aus dem [[Erddruck]] muss natürlich bei der Auslegung berücksichtigt werden, insbesondere, wenn an Hanglagen auch ein Nachrutschen von oberhalb liegenden Bodenschichten möglich ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://edlguetl.de/erdhaus |titel=Erdhaus in Hanglage |autor=Andreas Haugeneder |hrsg=Edlgütl |datum=2017-06-07 |sprache=de |zugriff=2017-06-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der amerikanische Naturforscher [[Carl Ethan Akeley|Carl Akeley]] patentierte 1911 ein Gerät, mit dem feinkörniger Zement gespritzt werden konnte. Die Spritzbetontechnik wird hauptsächlich im Verkehrs-, Tief- und Tunnelbau angewandt, im Hochbau meist nur bei Betonsanierungen. Pionier in der Anwendung von Spritzbetontechnik im Hochbau war [[Friedrich Kiesler]] mit seinem Projekt „Unendliches Haus“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Pierre Zoelly]]: &amp;#039;&amp;#039;Terratektur: Einstieg in die unterirdische Architektur.&amp;#039;&amp;#039; Basel 1989.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neu angewendet und optimiert wurde dieses Verfahren vom Schweizer Architekten [[Peter Vetsch]], der bis heute über 40 Erdhäuser mit Hilfe dieser Technik gebaut hat. Der Spritzbeton wird dabei auf ein feinmaschiges [[Streckmetall]]netz aufgetragen, das an Trag[[armierung]]en geschweißt ist. Diese werden der beabsichtigten Hausform entsprechend gebogen und geformt. Eine 20 cm starke [[Polyurethane|Polyurethan]]-Hartschaum-Isolierung gegen Kälte und Wärme wird außen auf die Gewölbe gespritzt. Darüber wird eine Fließmatte gelegt und das Bauwerk mit 50 cm bis 3 Meter Erde überdeckt. Die Innenwände eines Erdhauses werden mit [[Lehmputz]] versehen, der einen Feuchtigkeitsausgleich ermöglicht und abschließend mit Naturkalkfarbe gestrichen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;E. Wagner, C. Schubert-Weller: &amp;#039;&amp;#039;Earth and Cave Architecture Peter Vetsch.&amp;#039;&amp;#039; Sulgen 1994, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorteile ==&lt;br /&gt;
=== Klimatische Bedingungen ===&lt;br /&gt;
Einer der zentralen ökologischen Vorteile des Erdhauses liegt in seiner guten Dämmung und damit geringen Heizkosten. Im Sommer erwärmen sich diese Häuser langsamer als herkömmliche Bauwerke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energie- und CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Einsparungen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Erdhaus aus Fertigbetonteilen.jpg|alt=Erdhaus im Bayerischen Wald|mini|Erdhaus in Hanglage, gebaut aus Betonelementen mit Verkleidung aus regionalen Materialien (Holz, Granit), Standort: Bayerischer Wald, Rastbüchl]]&lt;br /&gt;
Eine der direkten Folgen der besseren klimatischen Bedingungen sind nachgewiesene Energieeinsparungen, die jährlich bis zu 50 % ausmachen. Beim Bau mit Betonelementen mit hohem Wohnkomfort wird ein Jahres-Primärenergiebedarf von unter 40 kWh/(m²a) erzielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sturm- und Erdbebenschutz ===&lt;br /&gt;
Wegen ihrer Bauweise sind Erdhäuser hervorragend gegen starke Stürme geschützt, da sie weder vom Wind weggetragen werden noch umkippen oder beschädigt werden können. Die Statik und das Fehlen von Ecken und herausragenden Bauteilen (Dach) vermeiden außerdem nahezu alle Angriffspunkte, die sonst zu erheblichen Sturmschäden führen können.&amp;lt;ref&amp;gt;E. Wagner, C. Schubert-Weller: &amp;#039;&amp;#039;Earth and Cave Architecture Peter Vetsch.&amp;#039;&amp;#039; Sulgen 1994, S. 124.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Stabilität der runden Formen in Kombination mit der Netzarmierung bildet eine ideale Voraussetzung zum Schutz vor Erdbeben. In dieser Form erstellte Gebäude reagieren äußerst flexibel auf die bei Erdbeben wirkenden starken Biegekräfte. So entstehen kaum größere Beschädigungen an tragenden Bauteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dachbepflanzung ===&lt;br /&gt;
Eingeschränkt ist eine Bepflanzung mit Nutzpflanzen möglich. Das bewachsene Dach sammelt den größten Teil des Regenwassers, speichert es und gibt es langsam ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachteile ==&lt;br /&gt;
Die Gestaltung der Erdhäuser führt in der Regel zu Wänden, die nicht rein senkrecht sind, sondern eher gewölbte Formen aufweisen. Dies kann zu Problemen mit der Inneneinrichtung führen, speziell hinsichtlich Möbeln und großen Gemälden. Diese Tatsache kann jedoch in der Planung und Konzeption eines Erdhauses berücksichtigt werden, indem senkrechte Wände an gewissen Stellen eingeplant werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls nicht ausreichend belüftet, können Erdhäuser eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit aufweisen, so dass Schimmel entstehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz großer Fenster (in der Regel nach Süden) haben viele Erdhäuser an anderen Stellen dunkle Bereiche. Durch das natürliche Licht von einer Seite des Hauses kann ein Tunnel- oder Höhlen-Effekt eintreten, der durch Verwendung von Dachfenstern, Solar-Röhren oder künstlicher Lichtquellen reduziert werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die benötigten Erdmassen zu bewegen und über das Bauwerk zu schichten, wird entweder eine größere Anzahl von manuell geleisteten Arbeitsstunden benötigt oder es bedarf des Einsatzes eines weitreichenden Baggers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Wohnhöhle]]&lt;br /&gt;
* [[Energiestandard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4152672-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4152672-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauform (Wohngebäude)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauverfahren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schafi89</name></author>
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