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	<title>Erdgezeiten - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T14:09:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erdgezeiten&amp;diff=744186&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Siphonarius: Revert: ?</title>
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		<updated>2022-09-18T11:56:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Revert: ?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die feste [[Erdkruste]] unterliegt zweimal täglich einer Gezeitenwelle, den &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erdgezeiten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Analog zu [[Gezeiten|Ebbe und Flut]] auf den Ozeanen und großen Binnenmeeren&amp;amp;nbsp;–&amp;amp;nbsp;den Tiden bzw. [[Gezeiten]]&amp;amp;nbsp;–&amp;amp;nbsp;entstehen sie durch die [[Gezeitenkraft|Gezeitenkräfte]] der [[Gravitation]] des [[Mond|Erdmondes]] und der [[Sonne]] auf die [[Erde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den Bewegungen des Ozeanwassers sind die Erdgezeiten eine Folge der [[Elastizität (Physik)|Elastizität]] des Erdkörpers. Bei einer [[starrer Körper|völlig starren]] Erde würden sie sich nur als kleine Variationen der Schwerkraft zeigen, die etwa ein Zehnmillionstel der irdischen Schwerkraft insgesamt ausmachen, und aus den [[Sternort|Örtern]] von Sonne, Mond und Planeten berechnen lassen. Die Erde reagiert auf diese Variationen der Gravitationskräfte mit einer elastischen [[Verformung|Deformation]] der Erdkruste von einigen Dezimetern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese [[Höhe (Geodäsie)|Höhe]]n&amp;lt;nowiki/&amp;gt;änderungen hängen auch von der [[Geografische Breite|geografischen Breite]] ab und werden seit längerem mit Präzisions-[[Gravimeter]]n beobachtet. In den [[1980er]]-Jahren wurden daraus elastische [[Erdmodell]]e entwickelt, die den Unterschied zwischen starrer und elastischer Erde mittels [[Shida-Zahlen|Shida]]- und [[Love-Zahlen]] abbilden. Heute sind diese Theorien auf einige&amp;amp;nbsp;mm genau und dienen zur [[Reduktion (Messung)|Reduktion]] aller [[geodätisch]]en [[Erdbeobachtung]]en und sogar von [[Satellitenbahn]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Größe und Messung ==&lt;br /&gt;
Die Hebung bzw. Senkung beträgt etwa ±30 bis ±50&amp;amp;nbsp;cm, ist aber vom Menschen und anderen Lebewesen nicht spürbar. Der Effekt macht etwa 0,1&amp;amp;nbsp;[[Milligal]] aus (ein Zehnmillionstel der irdischen [[Schwerkraft]]) und kann nur mit hochpräzisen [[Gravimeter]]n (extrem feine [[Federwaage]]n) oder speziellen [[Horizontalpendel|Erdgezeitenpendeln]] gemessen werden. Letztere funktionieren nach dem Prinzip einer [[Türangel]]: wenn die Achse nur um ein weniges aus dem [[Lotrichtung|Lot]] ist, steht die Tür oft bereits halb offen. Die [[Lotrichtungsschwankung]]en durch die [[Mondbahn]] betragen allerdings nicht einige Zehntel Grad (z.&amp;amp;nbsp;B. bei einer ungenau angeschlagenen Tür), sondern nur etwa 0,2[[Winkelsekunde|″]]&amp;amp;nbsp;(0,00005°).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche Messungen lassen sich nur an völlig [[Stoß (Physik)|stoß-]] und schwingungsfreien Orten durchführen, bevorzugt in stillgelegten [[Bergwerk]]en, [[Höhle]]n oder [[Tunnel]]n. Diese [[Messstation]]en liegen z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Schiltach]] (Baden-Württemberg), [[Grotta-Gigante-Horizontalpendel|Grotta-Gigante]] (Italien) und im [[Grazer Schloßberg]] (Österreich).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Permanente Gezeiten ===&lt;br /&gt;
Bei der mathematischen [[Modellierung]] der Erdgezeiten fallen konstante Terme an, die als &amp;#039;&amp;#039;permanente Gezeiten&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geophysikalische Zusammenhänge ==&lt;br /&gt;
Die Erde ist kein starrer Körper, sondern reagiert elastisch auf die Gravitation von Mond und Sonne. Die Erdgezeiten sind daher keine „Bewegung“ wie bei kurzfristigen [[Erdbeben]] oder bei der langfristigen [[Gebirgsbildung]], sondern eher eine [[Schwingung]] ([[Erdspektroskopie]]). Gegen solche [[Periode (Physik)|periodischen]] Kräfte gibt der Erdkörper viel rascher nach als gegen langwirkende Kräfte wie die Gebirgsbildung, deren Effekt nur wenige Millimeter jährlich ausmacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erdgezeiten sind neben [[Seismische Welle|Erdbebenwellen]] ein weiterer, unabhängiger Effekt, durch den die Eigenschaften der [[Erdkruste]] sowie des [[Oberer Erdmantel|oberen]] und unteren [[Erdmantel]]s (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Viskosität]] bzw. [[Nachgiebigkeit (Werkstoffkunde)|Nachgiebigkeit]]) in der Erdspektroskopie erforscht werden können. Ähnliche Methoden werden seit einigen Jahren auch in der Erforschung des Innern von [[Gasplanet]]en des Sonnensystems und bei der Modellierung von nahen [[Exoplanet]]en angewandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolfgang Torge: &amp;#039;&amp;#039;Geodäsie&amp;#039;&amp;#039;. Zweite völlig überarbeitete Auflage, Walter de Gruyter GmbH &amp;amp; Co KG, Berlin / New York 2003, ISBN 3-11-017545-2.&lt;br /&gt;
* J. Bartels: &amp;#039;&amp;#039;Geophysik II&amp;#039;&amp;#039;. Springer Verlag, Berlin / Göttingen / Heidelberg 1957.&lt;br /&gt;
* Lexikon der Geowissenschaften: &amp;#039;&amp;#039;Erdgezeiten&amp;#039;&amp;#039;. [https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/erdgezeiten/4239 Spektrum.de 2020]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/erdgezeiten/4239 Erdgezeiten in Lexikon der Geowissenschaften] (abgerufen am 11. Januar 2016)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4152669-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geophysik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geodäsie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gravimetrie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Siphonarius</name></author>
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