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	<title>Erdfallsee - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T07:53:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erdfallsee&amp;diff=1336478&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Derkoenig: /* Einleitung */ BKH</title>
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		<updated>2026-03-05T13:52:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung: &lt;/span&gt; BKH&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum gleichnamigen Gewässertyp siehe [[See #Entstehung von Seen]]}}&lt;br /&gt;
{{Infobox See&lt;br /&gt;
|NAME = Erdfallsee&lt;br /&gt;
|BILD = Erdfallsee Hopsten 2.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG = &lt;br /&gt;
|BREITENGRAD = 52/20/57/N&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD = 7/37/29/E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO = DE-NW&lt;br /&gt;
|LAGE = [[Hopsten]], [[Kreis Steinfurt]]&lt;br /&gt;
|ZUFLUSS = keiner&lt;br /&gt;
|ABFLUSS = keiner&lt;br /&gt;
|UFERORT = &lt;br /&gt;
|NAHERORT = [[Hopsten]], [[Obersteinbeck]] und [[Uffeln (Ibbenbüren)|Uffeln]]&lt;br /&gt;
|HÖHE = 44&lt;br /&gt;
|HÖHE-BEZUG=&lt;br /&gt;
|FLÄCHE = 7 ha&lt;br /&gt;
|SEELÄNGE = 320 m&lt;br /&gt;
|SEEBREITE = 120–140 m&lt;br /&gt;
|VOLUMEN = &lt;br /&gt;
|UMFANG = &lt;br /&gt;
|MAX-TIEFE = 12 m&lt;br /&gt;
|MED-TIEFE = &lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN = See im [[Naturschutzgebiet Heiliges Meer – Heupen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erdfallsee&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eines der vier großen [[Stillgewässer]] des [[Naturschutzgebiet Heiliges Meer – Heupen|Naturschutzgebietes Heiliges Meer – Heupen]] im [[Tecklenburger Land]] im [[Nordrhein-Westfalen|nordrhein-westfälischen]] [[Kreis Steinfurt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er entstand am 14.&amp;amp;nbsp;April 1913 durch einen [[Erdfall]], der sich wenig später mit Wasser füllte. Der See befindet sich anders als das benachbarte [[Großes Heiliges Meer|Große Heilige Meer]] ausschließlich auf dem Boden der Gemeinde [[Hopsten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landschaft um den See ==&lt;br /&gt;
Der Erdfallsee liegt südwestlich der Landesstraße 504 [[Ibbenbüren]]–Hopsten und des Großen Heiligen Meeres. Umrahmt wird der Erdfallsee von Heideflächen und einigen Moortümpeln sowie kleineren älteren und neueren Erdsenken. Diese Erdsenken füllen sich teilweise je nach Tiefe [[Tümpel|periodisch mit Wasser]]. Die tieferen Senken sind meist ganzjährig mit Wasser gefüllt. Südlich des Erdfallsees liegt der kleinere [[Heideweiher (Heiliges Meer)|Heideweiher]]. Der Heideweiher ist möglicherweise nicht durch einen Erdfall entstanden, sondern durch [[Deflation (Geomorphologie)|Sandausblasungen]] in der sandigen [[Heide (Landschaft)|Heidelandschaft]]. Östlich des Naturschutzgebietes fließt die [[Meerbecke]] Richtung [[Speller Aa|Hopstener Aa]]. Im weiteren Umkreis um den See gliedern sich [[Grünland]]flächen in das Naturschutzgebiet ein. Neben der eigenen Schutzwürdigkeit sollen sie zusätzlich die Seen vor der Einbringung von Nährstoffen schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaft vor Entstehung des Sees ===&lt;br /&gt;
Vor der Entstehung des Sees 1913 breitete sich im Bereich des späteren Sees eine Moor- und Heidelandschaft aus. Die nährstoffarmen Flächen eigneten sich zu dieser Zeit nicht zu intensiver landwirtschaftlicher Bewirtschaftung, da die Ernteerträge zu gering ausgefallen wären. So wurden sie [[Extensive Landwirtschaft|extensiv]] zur Beweidung mit Schafen und zum [[Plaggenhieb|Plaggenstich]] genutzt. In der Heidelandschaft standen zum Teil [[Birke]]n und andere genügsame Bäume und Pflanzenarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Moor, auch Hopstener Moor genannt, schnitt die Senkungsfläche im Nordosten an und bildet heute eine kleine flache Bucht im Gegensatz zum tiefen Senkungsbecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung des Sees ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Erdfallsee.jpg|mini|links|Erdfall im April 1913]]&lt;br /&gt;
Der sieben [[Hektar]] große und zwölf Meter tiefe See entstand am 14.&amp;amp;nbsp;April 1913 zwischen 18 und 19&amp;amp;nbsp;Uhr durch einen Erdfall. Begleitet wurde seine Entstehung durch Wasseraustritte und Wasseranstiege in der Nähe der Einbruchstelle. So soll auf nahegelegenen Höfen Wasser in kleinen Strahlen bis zu 15&amp;amp;nbsp;Zentimeter in die Höhe hervorgequollen sein. Der Wasserspiegel eines Hofbrunnens soll bis auf anderthalb Meter zur ebenen Erde angestiegen, am darauffolgenden Tag aber wieder gefallen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem [[Kleines Heiliges Meer|Kleinen Heiligen Meer]] musste ein Junge, der mit einem [[Kahn]] unterwegs war, den See verlassen, weil das Wasser um 19&amp;amp;nbsp;Uhr zu wallen und zu brodeln begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erdfall wurde erst am nächsten Tag entdeckt. Zunächst war der Einsturztrichter 20 Meter tief und maß im Durchmesser 120 bis 160 Meter. Durch Abbrüche und [[Verlandung]] veränderte er seine Form stetig bis zu seinem heutigen Aussehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ursache für den Erdfall wird angenommen, dass es im tieferen Untergrund zu Auslaugungen von [[Steinsalz|Salz]], [[Kalkstein|Kalk]] und [[Gips]] gekommen ist. Nachdem die Hohlräume zu groß geworden waren, brachen sie zusammen und an der Erdoberfläche sackte der Boden nach. Solche Erdabsenkungen dauern normalerweise viele Jahre, sodass nur unauffällige Erdmulden entstehen. Der ungewöhnliche plötzliche Einbruch des Erdfallsees wird auf eine Bruchlinie zurückgeführt, die mit [[Verwerfung (Geologie)|Verwerfung]]en des nahen [[Schafberg (Ibbenbüren)|Schafberges]] erklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erdfallsee Hopsten 9.jpg|miniatur|rechts|Ein Rundweg führt durch das Naturschutzgebiet bis zum östlichen Seeufer.]]&lt;br /&gt;
Der Erdfall lockte in den darauffolgenden Tagen bis zu 6000 Besucher an. Die [[Tecklenburger Nordbahn|Kleinbahn Piesberg–Rheine]] musste den Besucheransturm mit Sonderzügen zum nahegelegenen Bahnhof Zumwalde bewältigen. Der Eigentümer des Geländes erhob während des Besucherandranges [[Eintrittsgeld]]er zur Besichtigung des [[Erdfall]]s. Später, als sich das Loch mit Wasser gefüllt hatte, ließ der Besucherandrang nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den ersten Jahren nach seiner Entstehung wurde das Gewässer noch zum Badebetrieb genutzt. Im heutigen Naturschutzgebiet ist das Baden dagegen verboten. Ein Teil des dem See vorgelagerten Geländes ist aber weiterhin für Besucher zugänglich. Dort ist ein Rundweg ausgeschildert, der informative Einblicke bietet. Zum Zwecke der Besucherlenkung ist das Gebiet allerdings mit Stacheldraht eingezäunt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Gewässer ==&lt;br /&gt;
Das Wasser ist sehr kalkarm und leicht sauer, was die Artenvielfalt begünstigt. Der ursprünglich [[Trophiesystem|oligotrophe]] See hat sich im Laufe der Zeit aufgrund von [[Eutrophierung]] in ein teilweise [[Trophiesystem|mesotrophes]] Gewässer verwandelt. Neben den natürlichen Ursachen tragen auch die umliegenden Ackerflächen und die Meerbecke zu dieser Veränderung bei. Die selten gewordenen nährstoffarmen Lebensräume im und am See gehen verloren. Durch die Nährstoffeinschleppung ist der See im Naturschutzgebiet das sich am stärksten verändernde Gewässer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pflanzen ===&lt;br /&gt;
Zu den schützenswertesten Pflanzen im Naturschutzgebiet gehören die oligotrophen [[Europäischer Strandling|Strandlingsgesellschaften]]. Die ebenfalls sehr seltene [[Wasser-Lobelie]], die in den 1970er Jahren noch zu Tausenden im See vorkam, ist mittlerweile stark zurückgedrängt worden. Das am Rande des Sees zu findende [[Schilfrohr]] litt in den vergangenen Jahren stark unter [[Bisamratte|Bisamverbiss]] und das Vorkommen verringerte sich stark. Das Ufer des Sees ist größtenteils als [[Sandbank]] ausgebildet. An den Uferzonen schließen sich [[Erlenbruchwald]] und Birken–Eichenmischwald an. Dort finden sich auch ausgedehnte [[Gagelstrauch|Gagel]]-Gebüsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Seen in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Fritz Runge (Botaniker)|Fritz Runge]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Naturdenkmäler, Natur- und Landschaftsschutzgebiete des Kreises Steinfurt&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe des Kreises Steinfurt.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2, {{ZDB|582701-2}}). Kreis Steinfurt, Steinfurt 1982.&lt;br /&gt;
* Christa Tepe: &amp;#039;&amp;#039;Die Erdabsenkung bei Hopsten war ein viel bestauntes Naturereignis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Unser Kreis. Jahrbuch für den Kreis Steinfurt.&amp;#039;&amp;#039; 11, 1998, {{ZDB|238980-0}}, S. 25–27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
*[https://www.gd.nrw.de/w_schn2h.htm Geologischer Dienst NRW über den Erdfallsee]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Hopsten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:See in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:See in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewässer im Kreis Steinfurt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erdfallsee]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Derkoenig</name></author>
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