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	<title>Erdfall - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erdfall&amp;diff=1124039&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Derkoenig: wl</title>
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		<updated>2026-03-05T13:53:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;wl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Maujahn.jpg|mini|Erdfall [[Maujahn]] in Niedersachsen, im Hintergrund die obere Kante des Erdfalltrichters]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erdfall&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (englisch: &amp;#039;&amp;#039;sinkhole&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Senke an der Erdoberfläche, die durch das Einbrechen bzw. Nachbrechen nicht wasserlöslicher Deckschichten über einem natürlichen Hohlraum im Untergrund entsteht. Ursächlich für die Höhlenentstehung ist [[Subrosion]], die Auflösung relativ leicht löslicher Gesteine (Steinsalz, Gips, Kalkstein) im Untergrund. Es handelt sich somit um eine [[Karst]]erscheinung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Harald Zepp |Titel=Geomorphologie : eine Einführung |Auflage=6., aktualisierte Aufl |Verlag=Schöningh |Ort=Paderborn |Datum=2014 |ISBN=978-3-8252-4030-1 |Seiten=246}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grobe 1982 abb12 erdfall hg.jpg|mini|Erdfall &amp;#039;&amp;#039;Dillsgraben&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Die durch einen Erdfall entstehende [[Erdsenkung]] wird im geotechnischen Sprachgebrauch als &amp;#039;&amp;#039;Erdfalltrichter&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;-absturz&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, geomorphologisch auch als Erdfall[[doline]]. Letztere muss abgegrenzt werden von der [[Doline#Lösungsdoline (Doline im engeren Sinn)|Lösungsdoline]], die typisch für Kalksteinkarst ist und durch Lösungsprozesse an der Oberfläche entsteht. Ferner müssen Erdfälle unterschieden werden von [[Tagbruch|Tagbrüchen]] oder [[Pinge]]n, bei denen der einbrechende Hohlraum nicht natürlich entstanden ist, sondern durch [[Bergbau]] verursacht wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang R. Dachroth: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Baugeologie und Geotechnik&amp;#039;&amp;#039;. Springer, Berlin 2002, S. 189. [http://books.google.com/books?id=UfHHyREA3OsC&amp;amp;pg=PA189&amp;amp;dq=Erdfall&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=khPPTI4djpazBqbqnKcB&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=2&amp;amp;ved=0CC4Q6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=Erdfall&amp;amp;f=false hier online]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufspüren von Erdfällen vor deren Einsturz ==&lt;br /&gt;
[[Interferometric Synthetic Aperture Radar|Interferometrisches SAR]] (InSAR)-Satelliten können Erdfälle vor ihrem Entstehen aufspüren. Sie messen kleinste Oberflächenverformungen und durch den langandauernden Vergleich der Daten können Rückschlüsse auf sich bildende Hohlbereiche im Untergrund gezogen werden. Damit ist es möglich, Hohlbereiche aufzuspüren, bevor sie einstürzen.&amp;lt;ref&amp;gt;https://pure.seoultech.ac.kr/en/publications/monitoring-for-sinkholes-using-wt-sbas-insar-analysis/&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.nasa.gov/news-release/nasa-radar-demonstrates-ability-to-foresee-sinkholes/&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.earthdoc.org/content/papers/10.3997/2214-4609.2024101790&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Erdfall bei Saurach 230411.JPG|mini|Kleiner, nur wenige Meter tiefer Erdfall bei [[Crailsheim|Saurach]], entstanden durch Auflösung von Gips im Untergrund]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bad-Seebruch-Torfmoor.jpg|mini|Erdfall mit Moorausbildung in Vlotho-[[Valdorf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erdfälle sind unter anderem im [[Zechstein]]gebiet am Südrand des [[Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] häufig anzutreffen. In Norddeutschland entstanden Erdfalltrichter über [[Salzstock|Salzstöcken]], die zuvor durch Grundwasserablaugung ([[Subrosion]]) ausgehöhlt worden waren und einstürzten. Oft entwickelten sich darin [[Erdfallsee (Gewässertyp)|Erdfallseen]] oder [[Moor]]e. Beispiele sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Großes Heiliges Meer]] und [[Erdfallsee]] bei [[Hopsten]]&lt;br /&gt;
* [[Arendsee (See)|Arendsee]] bei Salzwedel&lt;br /&gt;
* [[Maujahn]] bei Dannenberg&lt;br /&gt;
* [[Bullenkuhle (Moor)|Bullenkuhle]] bei Uelzen&lt;br /&gt;
* [[Wiedensee]] und [[Juessee]] bei Herzberg am Harz&lt;br /&gt;
* [[Rudower See]] (über dem Salzstock [[Gorleben]]-Rambow)&lt;br /&gt;
* [[Sager Meer]] im [[Landkreis Oldenburg]]&lt;br /&gt;
* [[Seeburger See]] im [[Eichsfeld]]&lt;br /&gt;
* [[Bernshäuser Kutte]] in Südthüringen&lt;br /&gt;
* [[Burgsee (Bad Salzungen)|Burgsee in Bad Salzungen]] in Südthüringen&lt;br /&gt;
* [[Zwischenahner Meer]]&lt;br /&gt;
* [[Landkreis Nordhausen]]: Erdfallseen bei [[Liebenrode]] (Lage: {{Coordinate|NS=51/32/15/N|EW=10/38/40/E|type=landmark|name=Erdfallseen bei Liebenrode |text=DMS|sortkey=NS|region=DE-TH}}), zahlreiche Erdfälle in [[Krimderode]], [[Rüdigsdorf (Nordhausen)|Rüdigsdorf]], [[Salza (Nordhausen)|Salza]] und am [[Salza (Helme)|Salzagraben]]&lt;br /&gt;
* [[Probst Jesar See|Probst Jesarer See]] bei [[Lübtheen]]&lt;br /&gt;
* [[Darnsee]] bei [[Bramsche]] im [[Landkreis Osnabrück]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein natürlicher Erdfall in [[Brandenburg]] befindet sich südöstlich des [[Naturschutzgebiet Sperenberger Gipsbrüche|Naturschutzgebietes Sperenberger Gipsbrüche]].&amp;lt;ref&amp;gt;Landkreis Teltow-Fläming, Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Auf gutem Grund. Begleitheft zum Boden-Geo-Pfad im Landkreis Teltow-Fläming&amp;#039;&amp;#039;, 1. Auflage, 2008, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Träbeser Loch]] bei [[Träbes]] und [[Stepfershausen]], Stadt [[Meiningen]] im Landkreis Schmalkalden-Meiningen (Lage: {{Coordinate|NS=50/34/55.38/N|EW=10/17/38.23/E|type=landmark|name=Träbeser Loch |text=DMS|sortkey=NS|region=DE-TH}}) ist ca. 27&amp;amp;#8239;m tief und 80&amp;amp;#8239;m breit und existiert mindestens seit dem Jahr 1700.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.thueringen.info/stepfershausen-traebeser-loch.html thueringen.info]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gebiet der [[Valdorfer Mulde]] bei [[Vlotho]] liegende Erdfälle mit Moorausbildung waren im 19. Jahrhundert Anlass zur Gründung von Kur- und Badeeinrichtungen in dieser Region.&amp;lt;ref&amp;gt;O. Deutloff, H. Hagelskamp, G. Michel: &amp;#039;&amp;#039;Über die Erdfall-Quelle von Bad Seebruch in Vlotho, Ostwestfalen.&amp;#039;&amp;#039; Fortschritte in der Geologie von Rheinland und Westfalen 20, 27–40, Krefeld 1974&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch im Jahre 1970 gab es in dieser Gegend einen bedeutenden Erdfall.&amp;lt;ref&amp;gt;Geschichtswerkstatt Exter: Hans-Peter Märgner, Die Erdfälle in Vlotho [http://www.gwexter.org/geschichte/erdfall.php]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Jüngere Erdfälle in Deutschland ====&lt;br /&gt;
An der [[Bahnstrecke Eisenach–Lichtenfels#Bauliche Besonderheiten|Bahnstrecke]] zwischen [[Oberrohn]] und [[Bad Salzungen]] gibt es einen dauerhaft wachsenden Erdfall, der eine betriebliche Langsamfahrstelle von 10 km/h auf mehreren hundert Metern Streckenlänge bedingt. Die Bahnstrecke sowie die angrenzende Kreisstraße müssen in regelmäßigen Abständen erneuert werden. Eine Verlegung der Bahnstrecke ist seit Jahren in der Diskussion.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.mdr.de/thueringen/senkung_bahngleise_oberrohn_tiefenort100_zc-16f21569_zs-e86155ec.html |text=Boden an Gleisen sinkt täglich um einen Millimeter |wayback=20150529174525}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2010 ereignete sich ein Erdfall im schleswig-holsteinischen [[Quickborn]] (Kreis Pinneberg).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hamburger Abendblatt]]: [https://www.abendblatt.de/region/pinneberg/article107812294/Ploetzlich-sackte-der-Boden-weg.html &amp;#039;&amp;#039;Plötzlich sackte der Boden weg&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Ursache wird ein um [[Hamburg]] liegender Salzstock vermutet.&amp;lt;ref&amp;gt;Hamburger Abendblatt: [https://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article107865529/Salzstoecke-unter-Hamburg-Risiko-muss-bewertet-werden.html &amp;#039;&amp;#039;Salzstöcke unter Hamburg: „Risiko muss bewertet werden“.&amp;#039;&amp;#039;] 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 2010. Abgerufen am 21.&amp;amp;nbsp;Februar 2016, Abruf kostenpflichtig.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1.&amp;amp;nbsp;November 2010 kam es in einem Wohngebiet im [[Thüringen|thüringischen]] [[Schmalkalden]] zu einem 20&amp;amp;nbsp;m tiefen Erdfall, bei dem etwa 20.000&amp;amp;nbsp;m³ Erdreich in die Tiefe rutschten. Die Anwohner wurden durch ein Geräusch aufgeschreckt. Die Straße wurde durch das Loch unterbrochen, Erdkabel hingen durch, sicherheitshalber wurden Gas-, Wasser- und Stromversorgung abgesperrt. Neun Häuser (25 Bewohner) wurden geräumt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Focus]]: [http://www.focus.de/panorama/welt/schmalkalden-krater-hatte-natuerliche-ursache_aid_567783.html &amp;#039;&amp;#039;Schmalkalden : Krater hatte natürliche Ursache.&amp;#039;&amp;#039;] 1.&amp;amp;nbsp;November 2010. Abgerufen am 21.&amp;amp;nbsp;Februar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erdfall Nordhausen February 2016 - 1 by Vincent Eisfeld.jpg|mini|Durch Erdfall zerstörte Gebäude in [[Nordhausen]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19.&amp;amp;nbsp;Februar 2016 trat in [[Nordhausen]] am Harz auf dem ehemaligen [[Katastrophenschutz]]-Gelände (Lage: {{Coordinate |NS=51.50837 |EW=10.76884 |type=landmark |name=Katastrophenschutz Nordhausen |text=DMS |sortkey=NS |region=DE-TH}}) ein 400&amp;amp;nbsp;m² großer und etwa 40&amp;amp;nbsp;m tiefer Erdfall ein. Das Gelände war kurz zuvor für den neuen Nutzer, die Servicegesellschaft des Landkreises für den Straßenbetriebsdienst, freigegeben worden. Feuerwehrleute, die in unmittelbarer Nähe übten, wurden über Geräusche auf den Rutschvorgang aufmerksam. Personen kamen nicht zu Schaden. Nachdem eine Sperrzone eingerichtet worden war, stürzte kurz nach 19&amp;amp;nbsp;Uhr die Ecke eines [[Geschoss (Architektur)|zweistöckigen]] Gebäudes in den Erdfall.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=185877 &amp;#039;&amp;#039;Erdfall am Salzagraben: Erstes Gebäude eingestürzt.&amp;#039;&amp;#039;] NNZ-Online.de, 20.&amp;amp;nbsp;Februar 2016. Abgerufen am 21.&amp;amp;nbsp;Februar 2016. – Bilderserie, Video vom Absturz der Hausecke (5:43; Absturz bei 04:35).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;meinkaese: [https://www.youtube.com/watch?v=i9V4i-Zn0YY &amp;#039;&amp;#039;In Nordhausen tut sich die Erde auf.&amp;#039;&amp;#039;] YouTube-Video, 19.&amp;amp;nbsp;Februar 2016, Länge 05:43, Absturz der Hausecke bei 04:35. Abgerufen am 6.&amp;amp;nbsp;Februar 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=185880 &amp;#039;&amp;#039;Erdfall am Salzagraben: Gebäude evakuiert.&amp;#039;&amp;#039;] NNZ-Online.de, 20.&amp;amp;nbsp;Februar 2016. Abgerufen am 21.&amp;amp;nbsp;Februar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits im März 2010 hatte es auf dem Gelände einen kleineren Erdfall gegeben, doch es waren weder Wasser noch Hohlräume gefunden worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://orf.at/stories/2325694/2325697/ &amp;#039;&amp;#039;Gebiet weiträumig abgesperrt.&amp;#039;&amp;#039;] orf.at, 20.&amp;amp;nbsp;Februar 2016. Abgerufen am 21.&amp;amp;nbsp;Februar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht zum 10.&amp;amp;nbsp;Juni 2022 kam es in [[Seesen]] zwischen dem [[Amtsgericht Seesen]] und dem Schützenplatz zu einem Erdfall. Die gebildete Senke hatte eine Ausdehnung von 35&amp;amp;nbsp;m in der Länge, 26&amp;amp;nbsp;m in der Breite und 5&amp;amp;nbsp;m in der Tiefe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.harzkurier.de/region/article235582729/50-Meter-breites-Loch-tut-sich-in-Seesen-auf.html |titel=Seesen: 50 Meter breites Loch in Park verschlingt 8.000&amp;amp;nbsp;m³ Erde |hrsg=Harz Kurier |datum=2022-06-10 |abruf=2022-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Ursache war wie in zurückliegenden Fällen, dass bei natürlich vorkommendem Gips im Untergrund eine [[Subrosion]] durch Wasser stattgefunden hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.lbeg.niedersachsen.de/aktuelles/pressemitteilungen/erdfall-in-der-innenstadt-von-seesen-untersuchungen-ab-der-kommenden-woche-212440.html |titel=Erdfall in der Innenstadt von Seesen: Untersuchungen ab der kommenden Woche |hrsg=Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie |datum=2022-06-10 |abruf=2022-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/35-mal-26-Meter-Experten-vermessen-riesiges-Erdloch,erdloch168.html &amp;#039;&amp;#039;35 mal 26 Meter: Experten vermessen riesiges Erdloch&amp;#039;&amp;#039;] bei ndr.de vom 15. Juni 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Juli 2022 ereignete sich ein Erdfall in [[Bad Sulza]], bei dem ein Mann beim Rasenmähen seines Grundstücks in ein sechs Meter tiefes Loch stürzte und starb.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/mitte-thueringen/apolda-weimarer-land/erdfall-bad-sulza-toter-100.html Erdfall in Bad Sulza: Mann stürzt sechs Meter und stirbt.]&amp;#039;&amp;#039;, MDR Thüringen, 4. Juli 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
==== Jüngere Erdfälle in Österreich ====&lt;br /&gt;
* In [[Großgmain]], Sbg., entstand beim Grögnergut der &amp;#039;&amp;#039;Grögnerweiher&amp;#039;&amp;#039; mit 8 m Wassertiefe, überwiegend in [[Bayerisch Gmain]], Bayern, D liegend. Auf 500 m Länge senkt sich eine Wiese jährlich 1–2 Zentimeter ab. Ein Haus brach und wurde vor 2009 abgerissen. Geschätzt 1000 t Gips werden hier jährlich vom Grundwasserstrom aufgelöst. Betroffen sind die benachbarten Gemeinden [[Abtenau]], Großgmain, [[Hallein]], [[Kuchl]].&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Weber: [https://www.krone.at/228470 Acht Meter tiefer See : Spektakulärer &amp;quot;Erdfall&amp;quot; auch bei Großgmain] Krone.at, 3. November 2010, abgerufen am 5. Juli 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Am 29. August 2009 versank an der [[Wiener Ringstraße]] auf einem Grünstreifen neben dem Schottenring in Höhe der Gonzagagasse ein ca. 6 m hoher Baum in einem ca. 5 m tiefen und eineinhalb Meter breiten Erdloch.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.diepresse.com/505362/versunkener-baum-loch-war-lokale-erscheinung Versunkener Baum war lokale Erscheinung] Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;Die Presse&amp;#039;&amp;#039; (Abgerufen am 21. Juni 2023).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20090829_OTS0047/neben-der-ringstrasse-versank-ein-baum-in-ein-tiefes-loch APA-Aussendung] (Abgerufen am 21. Juni 2023).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Entstehung des Loches wurde auf die Bauarbeiten bei der Entstehung der Ringstraße um 1857 zurückgeführt. Dabei könnten nicht ausreichend zugeschüttete Gräben, alte nicht in den Plänen verzeichnete Kanäle (wie der alte Alsbachkanal, der auch die U-Bahn-Bauarbeiten verzögerte&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.derstandard.at/story/2000146143458/wenn-sich-bauprojekte-in-wiens-geschichte-graben Wenn sich Bauprojekte in Wiens Geschichte graben] Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;Der Standard&amp;#039;&amp;#039; 9. Mai 2023 (abgerufen am 21. Juni 2023).&amp;lt;/ref&amp;gt;) oder Auffüllungen mit Bäumen oder Pflanzen (deren langsames [[Verrotten]] Hohlräume entstehen lassen kann) im Untergrund verblieben sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vienna.at/rtsel-um-versunkenen-baum-gelst/2052878 Rätsel um versunkenen Baum gelöst.] Vienna online (Abgerufen am 21. Juni 2023).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In [[Neuhofen im Innkreis]] wurde 2012 ein 6 m tiefes Loch mit 0,5 m Durchmesser auf einem Feld entdeckt. Es wurde als Erdfall über einer schlecht verfüllten Schneckenbohrung gedeutet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.derstandard.at/story/1331207043072/oberoesterreich-innviertler-loch-gibt-weiter-raetsel-auf Innviertler Loch gibt weiter Rätsel auf] derstandard.at, 12. März 2012, abgerufen am 5. Juli 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In [[Krems an der Donau]], NÖ, Ortsteil Brunnkirchen bildete sich 2019 in einem Weingarten ein 13 m tiefes Loch mit oben etwa 3 m Durchmesser über einem aufgelassenen Braunkohlebergbau aus dem 18. und 19. Jahrhundert, der nur unvollständig dokumentiert ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://noe.orf.at/m/v2/news/stories/2965331/index.html 13-Meter-Loch in Weingarten aufgerissen] ORF.at, 19. Februar 2019, abgerufen am 5. Juli 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Geologische Bundesanstalt]] erstellte 2020 die Datei INSPIRE – Gravitative Massenbewegungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://geometadatensuche.inspire.gv.at/metadatensuche/srv/api/records/d69f276f-24b4-4c16-aed7-349135921fa1 INSPIRE – Gravitative Massenbewegungen. Observed Events (Media) Österreich] inspire.gv.at, abgerufen am 5. Juli 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Türkei ===&lt;br /&gt;
In den Provinzen [[Konya (Provinz)|Konya]], [[Karaman (Provinz)|Karaman]] und [[Aksaray (Provinz)|Aksaray]] sind fast 700 Erdfälle bekannt. 534 davon befinden sich im Landkreis [[Karapınar (Landkreis)|Karapınar]].&lt;br /&gt;
Die türkische [[Afet ve Acil Durum Yönetimi Başkanlığı|Behörde für Katastrophen und Notfallmanagement (AFAD)]] hat 331 als plötzliche Einstürze, 273 als allmähliche Senkungen und 51 als [[Erosion (Geologie)|Erosions]]höhlen klassifiziert (Stand Dezember 2025).&amp;lt;ref name=&amp;quot;FR_20251213&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Erdfälle sind bis zu 30 Meter breit und mehrere Hundert Meter tief.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ursache gelten [[Dürre|Dürren]], der [[Klimawandel]] sowie [[Tektonik|tektonische Spannungen]] durch die unkontrollierte Nutzung von [[Grundwasser]] zur landwirtschaftlichen [[Bewässerung]].&lt;br /&gt;
Die in den letzten Jahren vermehrt auftretenden Erdfälle gefährden inzwischen die [[Landwirtschaft]] und ganze Gemeinden der Provinzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FR_20251213&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;FOCUS_20251212&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ORF_20251223&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Büchner: &amp;#039;&amp;#039;Die Gefährdung von Bauwerken durch Erdfälle im Vorland des Westharzes&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Geologisches Jahrbuch&amp;#039;&amp;#039; C 59, Hannover, 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Sinkholes|audio=1|video=1}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4152657-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Bitte die Zeilenumbrüche nicht entfernen; verbessert die Übersichtlichkeit. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Reihenfolge muss nicht dem Artikel entsprechen, name-Attribut ist zwingend. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;ORF_20251223&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor = ORF Science&lt;br /&gt;
 |url = https://orf.at/av/video/newsVideo16352&lt;br /&gt;
 |titel =Erdlöcher in der Türkei bedrohen Landwirtschaft&lt;br /&gt;
 |werk = ORF.at&lt;br /&gt;
 |hrsg = [[Österreichischer Rundfunk]]&lt;br /&gt;
 |datum = 2025-12-23&lt;br /&gt;
 |abruf = 2025-12-23&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;FR_20251213&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor = Redaktion Wissen&lt;br /&gt;
 |url = https://www.fr.de/wissen/der-tuerkei-ueber-20-neue-gigantische-sinkloecher-in-zr-94086700.html&lt;br /&gt;
 |titel = Mehr als 20 neue gigantische Sinklöcher in der Türkei&lt;br /&gt;
 |werk = fr.de&lt;br /&gt;
 |hrsg = [[Frankfurter Rundschau]]&lt;br /&gt;
 |datum = 2025-12-23&lt;br /&gt;
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{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor = Leonie Bordtfeld&lt;br /&gt;
 |url = https://www.focus.de/earth/700-gigantische-loecher-tauchen-in-der-tuerkei-auf-schuld-ist-der-klimawandel_fb2ec10b-ffa1-47ce-bcc7-c064b2c58dd3.html&lt;br /&gt;
 |titel = 700 gigantische Löcher tauchen in der Türkei auf – Schuld ist der Klimawandel&lt;br /&gt;
 |werk = focus.de&lt;br /&gt;
 |hrsg = [[Focus]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Derkoenig</name></author>
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