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	<title>Erdbeeren - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;B.A.Enz: Änderungen von ~2026-26367-42 (Diskussion) auf die letzte Version von Mitja zurückgesetzt</title>
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		<updated>2026-04-30T15:35:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-26367-42&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-26367-42&quot;&gt;~2026-26367-42&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2026-26367-42&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2026-26367-42 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Mitja&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Mitja (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Mitja&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Erdbeere|Weiteres siehe unter [[Erdbeere (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Erdbeeren&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Fragaria&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Carl von Linné|L.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Rosoideae&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Rosengewächse&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Rosaceae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Rosenartige&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Rosales&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Eurosiden I&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Rosiden&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Bild             = Illustration Fragaria vesca0.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = [[Wald-Erdbeere]] (&amp;#039;&amp;#039;Fragaria vesca&amp;#039;&amp;#039;), Illustration&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erdbeeren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Fragaria&amp;#039;&amp;#039;) sind eine [[Gattung (Biologie)|Gattung]] in der Unterfamilie der [[Rosoideae]] innerhalb der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Rosengewächse]] (&amp;#039;&amp;#039;Rosaceae&amp;#039;&amp;#039;). Zur Gattung &amp;#039;&amp;#039;Fragaria&amp;#039;&amp;#039; gehören ungefähr zwanzig [[Art (Biologie)|Arten]], meistens in den gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel vorkommend, und verschiedene [[Unterart]]en; daneben gibt es viele [[hybride]] Formen mit zahlreichen [[Cultivar|Kultursorten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erdbeeren spielen mindestens seit der [[Steinzeit]] eine Rolle in der menschlichen Ernährung. Die europäischen [[Wald-Erdbeere]]n (&amp;#039;&amp;#039;Fragaria vesca&amp;#039;&amp;#039;) wurden während des Mittelalters auch flächig angebaut. Erst im 17. bzw. 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert gelangten die beiden großfrüchtigen (und [[oktoploid]]en) amerikanischen Arten – die [[Scharlach-Erdbeere]] (&amp;#039;&amp;#039;Fragaria virginiana&amp;#039;&amp;#039;) und die [[Chile-Erdbeere]] (&amp;#039;&amp;#039;Fragaria chiloensis&amp;#039;&amp;#039;) – nach Europa. Aus deren [[Kreuzung (Genetik)|Kreuzung]] entstand um 1750 in der [[Bretagne]] die Urform der [[Gartenerdbeere]] (&amp;#039;&amp;#039;Fragaria × ananassa&amp;#039;&amp;#039;),&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=George Darrow |Titel=The Strawberry |Verlag=Holt, Rinehart and Winston |Ort=New York |Datum=1966 |Seiten=38 |Online=https://www.nal.usda.gov/sites/default/files/speccoll_guides/Darrow_TheStrawberry.pdf |Format=PDF |KBytes=12200 |Abruf=2023-04-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; von der die meisten heute kultivierten Sorten abstammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus botanischer Sicht zählt die [[Scheinfrucht]] einer Erdbeere nicht zu den [[Beere]]n, sondern zu den [[Sammelfrucht|Sammelfrüchten]] bzw. [[Sammelnussfrucht|Sammelnussfrüchten]] oder nach anderer Auffassung zu den &amp;#039;&amp;#039;Sammelachänenfrüchten&amp;#039;&amp;#039; (Achenecetum).&amp;lt;ref name=&amp;quot;urania&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Hanelt, Johannes Helm, Joachim Kruse |Titel=Urania Pflanzenreich. Blütenpflanzen 1 |Verlag=Urania-Verlag |Ort=Leipzig / Jena / Berlin |Datum=1993 |ISBN=3-332-00496-4 |Seiten=18, 19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Michael G. Simpson: &amp;#039;&amp;#039;Plant Systematics.&amp;#039;&amp;#039; Academic Press, 2006, ISBN 978-0-12-644460-5, S.&amp;amp;nbsp;386.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2017-11-19 Strawberries on the farm.jpg|mini|Die Sammelnussfrüchte der [[Garten-Erdbeere]] (&amp;#039;&amp;#039;Fragaria × ananassa&amp;#039;&amp;#039;) sind besonders groß]]&lt;br /&gt;
Erdbeeren sind ausdauernde [[krautige Pflanze]]n. Meist sind sie weich oder seidig behaart, mit dickem, schwach holzigem, fadenförmige [[Stolo|Ausläufer]] treibendem „Wurzelstock“. Die Ausläufer bewurzeln sich und bilden neue Rosetten aus (sogenannte [[Blastochorie]]). Die wechselständigen, grundständigen, langgestielten [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] sind meist dreiteilig, seltener fünfteilig gefingert. Die [[Nebenblatt|Nebenblätter]] sind an der Basis des Blattstiels angewachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erdbeeren tragen weiße, selten gelbliche Blüten, die nach dem Ende der Kälteperiode erscheinen. Sie stehen meist zu mehreren in [[Trugdolde]]n an der Spitze des aufrechten, armblätterigen Schaftes. Der [[Blütenbecher]] trägt fünf grüne [[Kelchblatt|Kelchblätter]] und fünf rundliche [[Kronblatt|Kronblätter]]. Zwischen den eigentlichen Kelchblättern stehen fünf weitere, kleinere Nebenkelchblätter (Epicalyx). Es sind viele [[Staubblatt|Staubblätter]] vorhanden. Auf dem aufgewölbten [[Blütenboden]] sitzen zahlreiche freie [[Fruchtblatt|Fruchtblätter]].&lt;br /&gt;
Bei der Reife bildet der Blütenboden eine saftig fleischige [[Scheinfrucht|Scheinbeere]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte im biologischen Sinn sind kleine gelblich bis rötliche, einsamige [[Nussfrucht|Nüsschen]] (nach anderer Auffassung [[Achäne]]n) an der Oberfläche der roten Scheinfrucht. Die Fruchtknoten bilden je ein Nüsschen aus, die durch das Wachstum der später markant roten Blütenachse während der Reifezeit auseinandergerückt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;urania&amp;quot; /&amp;gt; Tiere, die die auffällige, oft auf der namensgebenden Erde&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Kluge]], [[Alfred Götze (Philologe)|Alfred Götze]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]].&amp;#039;&amp;#039; 20. Auflage. Hrsg. von [[Walther Mitzka]]. De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 170 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; liegende Erdbeerfrucht fressen, scheiden die kleinen hartschaligen Nüsschen, die sich auf dem Fruchtfleisch befinden, wieder aus, so dass die Nüsschen – soweit sie geeignete Standortbedingungen vorfinden – keimen können (sogenannte [[Endochorie]]).&lt;br /&gt;
In Europa sind es Säugetiere wie [[Rotfuchs]], [[Europäischer Dachs|Dachs]], [[Rötelmaus]] und [[Siebenschläfer]]; Vögel wie [[Amsel]], [[Hausrotschwanz]], [[Rotkehlchen]], [[Mönchsgrasmücke]] und [[Wirbellose]] wie [[Weinbergschnecke]], einige [[Käfer]]arten und [[Tausendfüßer]], die von den Früchten angelockt werden. Sie sind damit an ihrer Verbreitung beteiligt. Ameisen schleppen die Früchte sogar in ihre Baue, verfüttern das Fruchtfleisch an ihre Larven und tragen anschließend die verbliebenen Nüsschen wieder weg. Die Erdbeere benutzt allerdings nicht nur die Endochorie und Blastochorie als [[Ausbreitungsmechanismen von Pflanzen|Ausbreitungsmechanismus]]. Früchte, die an den Stängeln verbleiben, vertrocknen nach einiger Zeit, wobei die Nüsschen herabfallen. Diesen Mechanismus bezeichnet man als [[Barochorie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fragaria viridis.jpg|mini|[[Knack-Erdbeere]] (&amp;#039;&amp;#039;Fragaria viridis&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fragaria virginiana (wild strawberry) (Great Smoky Mountains, Tennessee, USA) 1 (36641037730).jpg|mini|[[Scharlach-Erdbeere]] (&amp;#039;&amp;#039;Fragaria virginiana&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:USFWS fragaricus chiloensis1 (23535206260).jpg|mini|[[Chile-Erdbeere]] (&amp;#039;&amp;#039;Fragaria chiloensis&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Gattung &amp;#039;&amp;#039;Fragaria&amp;#039;&amp;#039; gehören über 20 Arten sowie deren [[Hybrid]]en. Bei allen Erdbeerpflanzen setzt sich der einfache [[Chromosomensatz]] aus sieben [[Chromosomen]] zusammen, doch bestehen Unterschiede im [[Ploidiegrad|Grad]] der [[Polyploidie]]. So kommen Arten und Hybriden mit doppeltem (diploid), vierfachem (tetraploid), sechsfachem (hexaploid), achtfachem (oktoploid) und zehnfachem (dekaploid) Chromosomensatz vor, aber auch Hybriden mit ungerader Zahl an Chromosomen wie 35 in einem fünffachen Satz (pentaploid).&amp;lt;ref&amp;gt;K. Hummer, N. Bassil, W. Njuguna: &amp;#039;&amp;#039;Fragaria.&amp;#039;&amp;#039; In: C. Kole (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wild Crop Relatives: Genomic and Breeding Resources: Temperate Fruits.&amp;#039;&amp;#039; Band 6, Kapitel 2, Springer-Verlag, Heidelberg 2011, ISBN 978-3-642-16057-8, S.&amp;amp;nbsp;17 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Format der folgenden Liste, sortiert nach Chromosomensatz: lateinischer Name (alphabetisch), deutscher Name, Verbreitung --&amp;gt;&lt;br /&gt;
; diploid&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Fragaria bucharica]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|[[Agnija Sergejewna Losina-Losinskaja|Losinsk.]]}}, Westhimalaya&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Fragaria chinensis]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Losinsk.}}, China&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Fragaria daltoniana]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|J. Gay}}, Himalaya&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Fragaria iinumae]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Makino}}, Japan und Fernost-Russland&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Fragaria mandschurica]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Staudt}}, Nordchina&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Fragaria nilgerrensis]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Schltdl. ex J. Gay}}, Südostasien&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Fragaria nipponica]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Makino}}, Honshu und Yakushima (Japan)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Fragaria nubicola]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Hook. f.) Lindl. ex Lacaita}}, Himalaya&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Fragaria pentaphylla]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Losinsk.}}, Nordchina&lt;br /&gt;
* [[Wald-Erdbeere|&amp;#039;&amp;#039;Fragaria vesca&amp;#039;&amp;#039;]] {{Person|[[Carl von Linné|L.]]}} oder Wald-Erdbeere, Europa, Nordasien und Nordamerika&lt;br /&gt;
* [[Knack-Erdbeere|&amp;#039;&amp;#039;Fragaria viridis&amp;#039;&amp;#039;]] ({{Person|[[Antoine Nicolas Duchesne|Duchesne]]}}) {{Person|Weston}} oder Knack-Erdbeere, Europa und Mittelasien&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fragaria yezoensis&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Hara}}, siehe &amp;#039;&amp;#039;F. nipponica&amp;#039;&amp;#039; ssp. &amp;#039;&amp;#039;nipponica&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Fragaria × bifera]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Duchesne}}, (F. vesca × viridis)-Hybrid, Europa&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; tetraploid&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Fragaria corymbosa]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Losinsk.}}, Fernost-Russland, China&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Fragaria gracilis]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Losinsk.}}, Nordwestchina&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Fragaria moupinensis]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Franch.) Cardot}}, Nordchina&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Fragaria orientalis]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Losinsk.}}, Fernost-Russland&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Fragaria tibetica]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Staudt &amp;amp; Dickoné}}, China&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; pentaploid&lt;br /&gt;
* [[Fragaria × bringhurstii|&amp;#039;&amp;#039;Fragaria&amp;#039;&amp;#039; × &amp;#039;&amp;#039;bringhurstii&amp;#039;&amp;#039;]] {{Person|Staudt}}, kalifornische Pazifikküste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; hexaploid&lt;br /&gt;
* [[Moschus-Erdbeere|&amp;#039;&amp;#039;Fragaria moschata&amp;#039;&amp;#039;]] {{Person|(Duchesne) Weston}} oder Moschus-Erdbeere, Europa&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; oktoploid&lt;br /&gt;
* [[Scharlach-Erdbeere|&amp;#039;&amp;#039;Fragaria virginiana&amp;#039;&amp;#039;]] {{Person|Mill.}} oder Scharlach-Erdbeere, Nordamerika&lt;br /&gt;
* [[Chile-Erdbeere|&amp;#039;&amp;#039;Fragaria chiloensis&amp;#039;&amp;#039;]] {{Person|(L.) Duchesne}} oder Chile-Erdbeere, nord- und südamerikanische Pazifikküste sowie Hawaii&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Fragaria × ananassa]]&amp;#039;&amp;#039; subspecies &amp;#039;&amp;#039;cuneifolia&amp;#039;&amp;#039;, (F. chiloensis × virginiana)-Hybrid, Nordamerika&lt;br /&gt;
* [[Gartenerdbeere|&amp;#039;&amp;#039;Fragaria × ananassa&amp;#039;&amp;#039;]] {{Person|(Duchesne) Decne. &amp;amp; Naudin}} oder Garten-Erdbeere, Hybrid aus Scharlach- und Chile-Erdbeere, weltweit kultiviert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; dekaploid&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Fragaria iturupensis]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Staudt}}, auf der [[Kurilen]]-Insel Iturup&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Fragaria virginiana]]&amp;#039;&amp;#039; subspecies &amp;#039;&amp;#039;platypetala&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Mill.}}, Oregon (Nordamerika)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Fragaria × vescana]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Rud. Bauer &amp;amp; A. Bauer}}, Hybrid aus Garten- und Wald-Erdbeere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht zur Gattung der Erdbeeren gehören einige ähnlich aussehende und nahe verwandte Arten der [[Fingerkräuter]] wie die [[Scheinerdbeere]] (&amp;#039;&amp;#039;Potentilla indica&amp;#039;&amp;#039;) und das [[Erdbeer-Fingerkraut]] (&amp;#039;&amp;#039;Potentilla sterilis&amp;#039;&amp;#039;). Die wegen ihrer Früchte so genannten [[Erdbeerbäume]] gehören dagegen zu den [[Heidekrautgewächse]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erdbeeren in der Esskultur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pineberries.jpg|mini|Sorte &amp;#039;&amp;#039;[[Ananaserdbeere (Sorte)|Weiße Ananas]]&amp;#039;&amp;#039; der Gartenerdbeere]]&lt;br /&gt;
Aus archäologischen Funden lässt sich schließen, dass die Erdbeere bereits in der [[Steinzeit]] bekannt war. Auf [[latein]]isch wurde sie in Bezug auf die [[Wald-Erdbeere]] &amp;#039;&amp;#039;fragum&amp;#039;&amp;#039; (Mehrzahl: &amp;#039;&amp;#039;fraga&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeno.org/Georges-1913/A/fragum?hl=fraga Georges 1913].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. jedoch auch [[Otto Beßler]]: &amp;#039;&amp;#039;Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart.&amp;#039;&amp;#039; Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 187 („Frage – ertbern“).&amp;lt;/ref&amp;gt;) genannt. Der Pflanzenname &amp;#039;&amp;#039;fragaria&amp;#039;&amp;#039; ist seit dem 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert nachweisbar.&amp;lt;ref&amp;gt;Willem F. Daems, Mientje Daems, [[Gundolf Keil]]: &amp;#039;&amp;#039;Euphrasia. Beiträge zur mittelalterlichen Pharmakologie des Augentrosts und der Erdbeere.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 14, 1996, S.&amp;amp;nbsp;258.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Mittelalter sind große Flächen, auf denen kleine [[Walderdbeere]]n (&amp;#039;&amp;#039;Fragaria vesca&amp;#039;&amp;#039;) kultiviert wurden, erwiesen. Auch Methoden, Erdbeeren früher oder später heranreifen zu lassen, waren schon entwickelt. Lediglich die Größe der Frucht konnte man nicht beeinflussen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in der [[Neue Welt|Neuen Welt]] fanden [[Frankreich|französische]] Siedler entlang des [[Sankt-Lorenz-Strom]]s eine größerfruchtige wilde Art. Diese wurde im 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert nach Europa als [[Scharlach-Erdbeere|amerikanische Scharlach-Erdbeere]] eingeführt und zunächst vor allem in [[Botanischer Garten|Botanischen Gärten]] kultiviert. Von einer Seereise nach Chile brachte der Franzose [[Amédée-François Frézier]] 1714 eine bereits von einheimischen Völkern Südamerikas kultivierte Art der Erdbeere mit, die ledrig-starre blaugrüne Blätter hatte und vor allem sehr große Früchte. Diese [[Chile-Erdbeere]]n weisen daneben die Besonderheit auf, dass sie [[zweihäusig]] sind, das heißt, es gibt rein männlich blühende Pflanzen und rein weiblich blühende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1750 entstand infolge wiederholter, zufälliger Kreuzungen der Scharlach-Erdbeere aus Nordamerika (&amp;#039;&amp;#039;Fragaria virginiana&amp;#039;&amp;#039;) mit der Chile-Erdbeere (&amp;#039;&amp;#039;Fragaria chiloensis&amp;#039;&amp;#039;) die großfruchtige [[Gartenerdbeere]] (&amp;#039;&amp;#039;Fragaria&amp;amp;nbsp;× ananassa&amp;#039;&amp;#039;). Zunächst in Nordfrankreich und [[Holland]] kultiviert, verdrängte sie bald zunehmend auch in England und Deutschland die vordem angebauten Arten und ist heute in zahlreichen Kultursorten weltweit handelsüblich. In Österreich und in Teilen des süddeutschen Raumes werden die besonders großfruchtigen Zuchtformen der Erdbeere auch kurz „Ananas“ genannt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.oesterreichisch.net/index.html?limit=73 |wayback=20171208174953 |text=&amp;#039;&amp;#039;Ananas.&amp;#039;&amp;#039;}} In: &amp;#039;&amp;#039;oesterreichisch.net&amp;#039;&amp;#039;, Österreichisches Wörterbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt; und so von der Walderdbeere unterschieden, während die eigentliche Ananas im Zuge dessen als „Hawaii-Ananas“ bezeichnet wird. So wird auch im Burgenländischen [[Wiesen (Burgenland)|Wiesen]], wo die Hauptanbaugebiete für Ostösterreich liegen, die Erdbeere als „Wiesener Ananas-Erdbeere“ unter den [[Traditionelle Lebensmittel|traditionellen Lebensmitteln]] geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TradLebensmittel|obst/wies_ananas_erdbeere|Wiesener Ananas Erdbeere|136}} abgerufen am 15. Februar 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erdbeeren gelten aufgrund ihrer Inhaltsstoffe als besonders während der Schwangerschaft geeignetes Nahrungsmittel. Verspürt eine Frau einen Heißhunger auf Erdbeeren, wird dies daher in Frankreich als Indiz für eine mögliche Schwangerschaft verstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://sites.arte.tv/karambolage/de/der-alltag-erdbeeren-und-saure-gurken-karambolage &amp;#039;&amp;#039;der Alltag: Erdbeeren und saure Gurken&amp;#039;&amp;#039;] &amp;#039;&amp;#039;ARTE&amp;#039;&amp;#039;, [[Karambolage (ARTE)|Karambolage]] 281, 18.&amp;amp;nbsp;November 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik und Kunstgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Jean Siméon Chardin - Le Panier de fraises des bois (1761).jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Der Erdbeerkorb&amp;#039;&amp;#039; (1760–61) von [[Jean-Baptiste Siméon Chardin]]]]&lt;br /&gt;
Erdbeeren sind ein häufiges Motiv in Bildender Kunst und Dichtung. Wegen ihrer roten Farbe, ihres Geschmacks und Geruchs verbanden die [[Römisches Reich|Römer]] die Früchte mit der Liebesgöttin [[Venus (Mythologie)|Venus]] und schenkten sie als Fruchtbarkeitssymbol jungen Brautpaaren. Der römische Dichter [[Ovid]] pries die Wilderdbeere als Speise des [[Goldenes Zeitalter#Dichter der augusteischen Zeit|Goldenen Zeitalters]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach der [[Antike]] blieb die Erdbeere einerseits ein Symbol der Lust, [[Erotik]] und der Sinnenfreude. Als solches erscheint sie beispielsweise mehrfach in [[Hieronymus Bosch]]s Gemälde &amp;#039;&amp;#039;[[Der Garten der Lüste (Bosch)|Der Garten der Lüste]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dw.com/de/erdbeer-kult-%C3%BCber-eine-inspirierende-frucht/a-66069006 |autor=Louisa Schaefer |titel=Erdbeer-Kult: Über eine inspirierende Frucht |werk=[[Deutsche Welle|DW]].com |datum=2023-07-02 |abruf=2024-10-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits standen Erdbeeren in der [[Christentum|christlichen]] Kunst wegen ihrer niedrigen Wuchsform auch für Demut und Bescheidenheit. Sie waren insbesondere ein Attribut Jesu und, da sie zu den Rosengewächsen gehören, auch der [[Maria (Mutter Jesu)|Jungfrau Maria]]. Wegen der dreiteiligen Blätter galten sie als Symbol der [[Dreieinigkeit]], die fünf Blütenblätter standen bereits im Mittelalter für die [[Jesus von Nazaret#Kreuzigung|fünf Kreuzigungswunden Christi]]. Der nach unten hängende, rote Fruchtkörper wurde symbolisch als das vergossene Blut Christi und anderer Märtyrer gedeutet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Udo Becker |Titel=Lexikon der Symbole |Verlag=Nikol Verlag |Ort=Hamburg |Datum=2012 |ISBN=978-3-86820-139-0 |Seiten=73}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erdbeere als Paradiespflanze in der christlichen Kunst verbindet wiederum die aus der Antike tradierte mit der genuin [[mittelalter]]lichen Symbolik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Der wilde Alexander]], ein Minnesänger des 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts, erwähnt die Frucht im sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Erdbeerlied&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;Hie bevorn, do wir kynder waren&amp;#039;&amp;#039;): „Set, do liefe wir ertberen suͦchen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ldm-digital.de/show.php?au=WAlex&amp;amp;hs=J&amp;amp;lid=82 Der Wilde Alexander, ›Hie bevorn, do wir kynder waren‹ (J&amp;amp;nbsp;30–36)], in der &amp;#039;&amp;#039;Lyrik des Deutschen Mittelalters&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Moderne Beispiele für die Verwendung der Erdbeere in der Lyrik sind [[Paul Zech]]s von [[Francois Villon]] inspirierte erotische Ballade &amp;#039;&amp;#039;[[Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund]]&amp;#039;&amp;#039;, die durch Rezitationen [[Klaus Kinski]]s bekannt wurde, oder der [[Beatles]]-Song &amp;#039;&amp;#039;[[Strawberry Fields Forever]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Symbolik schuf [[Georg van Eyck]], indem er die Erdbeere als Markenzeichen für die nach 1902 unter dem Firmennamen [[J. Weck|WECK]] vermarkten [[Einmachglas|Einmachgläser]] wählte. Die Frucht, die bis dahin nur als saisonal verfügbar galt, stand nun für die [[Konservierung]] von Lebensmitteln.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.weck.de/docs/Geschichte_WECK.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Firma WECK.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20140903150941}} (PDF) S.&amp;amp;nbsp;6, abgerufen am 18. Dezember 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Nahrungsmittel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Strawberrycake.jpg|mini|Gefüllter Erdbeerkuchen]]&lt;br /&gt;
Der fleischige Blütenboden wird als [[Obst]] genutzt. Kommerziell angebaut werden verschiedene Sorten der [[Gartenerdbeere]]. Erdbeeren zählen zu den [[Klimakterische Früchte|nichtklimakterischen Früchten]]: Wenn sie unreif gepflückt werden, reifen sie nicht nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haltbarkeit beträgt nur wenige Tage, darum wird ein relativ hoher Anteil [[Direktvertrieb|direkt vermarktet]]. Erdbeeren sollen erst unmittelbar vor dem Verzehr gewaschen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte können roh verzehrt werden, auch als [[Obstsalat]], ggf. gezuckert und mit einer Portion [[Schlagsahne]], oder sie können als [[Erdbeertorte|Tortenbelag]] dienen. Üblich sind auch die Herstellung von [[Erdbeerkonfitüre]] oder die Zugabe zu [[Eiscreme]] oder [[Fruchtjoghurt]]. Bekannt sind unter anderem auch die Verwendung für [[Bowle]] oder [[Rumtopf]]. Auch als [[Konservendose|Konserve]] oder [[Tiefkühlkost]] werden sie angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zierpflanze ===&lt;br /&gt;
Die [[Ziererdbeere]]n mit rosa Blüten sind Gattungshybriden aus einer Erdbeere und dem [[Sumpf-Blutauge]] (&amp;#039;&amp;#039;Potentilla palustris&amp;#039;&amp;#039;). Diese Hybriden sind [[Polyploidie|dekaploid]] (acht Chromosomensätze von der Erdbeere und zwei vom Sumpf-Blutauge).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Marktversorgung&amp;lt;br /&amp;gt;mit Erdbeeren in Deutschland&lt;br /&gt;
!2010&lt;br /&gt;
!2011&lt;br /&gt;
!2012&lt;br /&gt;
!2013&lt;br /&gt;
!2014&lt;br /&gt;
!2015&lt;br /&gt;
!2016&lt;br /&gt;
!2017&lt;br /&gt;
!2018&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Ernte]] in Tonnen&lt;br /&gt;
|align=right|157.000&lt;br /&gt;
|align=right|154.000&lt;br /&gt;
|align=right|156.000&lt;br /&gt;
|align=right|150.000&lt;br /&gt;
|align=right|169.000&lt;br /&gt;
|align=right|173.000&lt;br /&gt;
|align=right|143.000&lt;br /&gt;
|align=right|135.000&lt;br /&gt;
|align=right|142.000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Import]]e in Tonnen&lt;br /&gt;
|align=right|104.000&lt;br /&gt;
|align=right|103.000&lt;br /&gt;
|align=right|117.000&lt;br /&gt;
|align=right|113.000&lt;br /&gt;
|align=right|105.000&lt;br /&gt;
|align=right|101.000&lt;br /&gt;
|align=right|116.000&lt;br /&gt;
|align=right|108.000&lt;br /&gt;
|align=right|103.000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Quelle: Statista.com&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.statista.com/statistik/daten/studie/694952/umfrage/marktversorgung-von-erdbeeren-in-deutschland/ statista.com: Inlandserzeugung und Einfuhren von Erdbeeren in Deutschland in den Jahren 2008 bis 2018 (in 1.000 Tonnen)]; abgerufen am 20. Februar 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;section begin=&amp;quot;Welternte Erdbeeren&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 2021 wurden laut [[Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation|FAO]] weltweit 9.175.384 Tonnen Erdbeeren geerntet. Die zehn weltweit größten Produzenten ernteten 2021 zusammen 80,9 % der Gesamtmenge.&amp;lt;ref name=&amp;quot;faostat&amp;quot; /&amp;gt; Die Werte für [[Deutschland]], [[Österreich]] und die [[Schweiz]] sind zum Vergleich angegeben.&lt;br /&gt;
[[Datei:D-BW-Tettnang-Erdbeerernte.JPG|mini|Erdbeerpflücker bei [[Tettnang]] ernten Früchte von [[Gartenerdbeere|&amp;#039;&amp;#039;Fragaria × ananassa&amp;#039;&amp;#039;]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable zebra&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Größte Produzenten (2021)&amp;lt;ref name=&amp;quot;faostat&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fao.org/faostat/en/#data/QCL |titel=Crops, primary &amp;gt; Strawberries |werk=Produktionsstatistik der FAO für 2021 |hrsg=fao.org |sprache=en |abruf=2023-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Rang&lt;br /&gt;
! Land&lt;br /&gt;
! Menge&amp;lt;br /&amp;gt;(in [[Tonne (Einheit)|t]])&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{CHN}} || 3.380.478&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{USA}} || 1.211.090&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{TUR}} || 669.195&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{MEX}} || 542.891&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{EGY}} || 470.913&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{ESP}} || 360.570&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{RUS}} || 237.200&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 8 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{BRA}} || 197.000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{KOR}} || 193.852&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{POL}} || 162.900&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || | ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 13|| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{DEU}} || 130.630&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 37 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{AUT}} || 14.270&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 44 || style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{CHE}} || 8.750&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;section end=&amp;quot;Welternte Erdbeeren&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Vermarktungsordnung der EU müssen Erdbeeren für den Verkauf durch Händler an Verbraucher mindestens 18&amp;amp;nbsp;mm groß sein. Für die Kategorie „Extra“ müssen sie über 25&amp;amp;nbsp;mm groß sein. Teilweise werden vom Handel sogar 30 mm verlangt. Dieser Umstand und die Konkurrenz aus dem Ausland führen dazu, dass jährlich in Deutschland mehrere tausend Tonnen Erdbeeren nicht geerntet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jost Maurin |Titel=Lebensmittelverschwendung bei Erdbeeren: Weggeworfen, weil „zu hässlich“ |Sammelwerk=Die Tageszeitung: taz |Datum=2019-09-23 |ISSN=0931-9085 |Online=[https://taz.de/Lebensmittelverschwendung-bei-Erdbeeren/!5616887/ Online] |Abruf=2019-09-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Selbstversorgungsgrad]] bei Erdbeeren lag in Deutschland 2019 bei 55 %&amp;lt;ref&amp;gt;Der Sonntag (Karlsruhe), 19. April 2021, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt; und 2018 bei knapp 61 %&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://bnn.de/nachrichten/suedwestecho/schlechte-erdbeerernte-wegen-witterung-in-baden-wuerttemberg |titel=Keine gute Ernte Witterung sorgt für schlechte Erdbeer-Ernte |werk=[[Badische Neueste Nachrichten]] |datum=2019-06-22 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190623153343/https://bnn.de/nachrichten/suedwestecho/schlechte-erdbeerernte-wegen-witterung-in-baden-wuerttemberg |archiv-datum=2019-06-23 |abruf=2025-06-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 2021 lag die Anbaufläche in der Schweiz bei 521 Hektar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.schweizerbauer.ch/pflanzen/spezialkulturen/beeren-saison-auf-hoehepunkt/ |titel=Beeren-Saison auf Höhepunkt |hrsg=[[Schweizer Bauer]] |datum=2021-07-11 |abruf=2021-05-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Etwa 18 % der Schweizer Erdbeeren werden [[Gewächshaus#Hors-sol-Produktion|Hors-sol]] angebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Melina Gerhard |url=https://www.schweizerbauer.ch/pflanzen/spezialkulturen/warum-ein-bauer-auf-substrat-setzt/ |titel=Warum ein Bauer auf Substrat setzt |hrsg=Schweizer Bauer |datum=2019-05-17 |abruf=2021-05-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivialnamen ==&lt;br /&gt;
Für die Erdbeeren bestehen bzw. bestanden auch die weiteren deutschsprachigen [[Trivialnamen]]: Aardbeeren ([[Unterweser]]), Aelberte, Albeere, Arbern ([[Fallersleben]], [[Göttingen]]), Arpel ([[niederdeutsch]]), Baschierper ([[Siebenbürgen]]), rote Besinge ([[Mark Brandenburg]]), Büschierpern (Siebenbürgen), Ebbeere ([[St. Gallen]]) Eberi ([[Schweiz]]), Ebern (Schweiz), Erbeern ([[Holstein]]), Eerbier ([[Mecklenburg]]), Elber ([[Öcher Platt|Aachen]]), Elberken, Erbel ([[Schwaben]], Darmst. a. [[Eifel]]), Erbeer ([[mittelhochdeutsch]]), Erber ([[Augsburg]], mittelhochdeutsch), Erbere (mittelhochdeutsch), Erbern (mittelhochdeutsch), Erbir (mittelhochdeutsch), Erbirbaum (mittelhochdeutsch), Erdbeeri ([[Bern]]), Erdberenboem (bereits 1507 erwähnt), Erdbese ([[mittelniederdeutsch]]), Erdbiere (mittelhochdeutsch), Erdebeeren ([[Elsass]]), Erpber (mittelhochdeutsch), Erpeln ([[Waldeck]]), Erper (mittelhochdeutsch), Erpern (mittelhochdeutsch), Erperstaud (mittelhochdeutsch), Erpher (mittelhochdeutsch), Erpir (mittelhochdeutsch), Erpern, Errberkraut, Erthebere (mittelhochdeutsch), Grasbiel ([[Iglau]]), Haarbeere, Ihrbär (Mecklenburg), Knickbeeren ([[Erzgebirge]]), Lastbeere, Majuse ([[Hessen]] am [[Vogelsberg]]), Preschtling (nur sing., m.) ([[Württemberg]]), Pröpstling ([[Österreich]]),&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Eintrag [http://www.austriaca.at/wboe/3/1011-1012.pdf &amp;#039;&amp;#039;Pröbstling&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt; Roaper ([[Kärnten]]), Ropperen, Rotber ([[althochdeutsch]]) Rotbere (althochdeutsch), Rotpir (althochdeutsch) und Rothbeere (Österreich, [[Bayern]], [[Tirol]], [[Krain]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Georg August Pritzel]], [[Carl Jessen]]: &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze.&amp;#039;&amp;#039; Philipp Cohen, Hannover 1882, S.&amp;amp;nbsp;153, {{archive.org |diedeutschenvol00pritgoog#page/n171/mode/2up}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erdbeersymbolik in aller Welt ==&lt;br /&gt;
Die Erdbeere war auch Attribut vieler antiker Liebesgöttinnen, etwa [[Frigg]] (Freya) oder [[Venus (Mythologie)|Venus]]. Im Volksglauben waren Erdbeeren von daher oft Symbol der sexuellen Lust, Ausdruck von Sinnlichkeit und dadurch auch Verlockung zur „Sünde“.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerd Heinz-Mohr: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Symbole.&amp;#039;&amp;#039; 7. Auflage. Eugen Diederichs Verlag, ISBN 978-3-424-00702-2, Köln 1983, S.&amp;amp;nbsp;91.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine erotische Assoziation stellt der Begriff Erdbeermund in der Ballade [[Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund]] von [[Paul Zech]] dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
* Laut dem [[Guinness World Records|Guinness-Buch der Rekorde]] wiegt die schwerste Erdbeere der Welt 289&amp;amp;nbsp;Gramm (Stand: 2022).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.schweizerbauer.ch/pflanzen/spezialkulturen/das-ist-die-schwerste-erdbeere-der-welt/ &amp;#039;&amp;#039;Das ist die schwerste Erdbeere der Welt&amp;#039;&amp;#039;], auf schweizerbauer.ch, Februar 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Eine Charge tiefgekühlte Erdbeeren aus China wurde mit dem [[Norovirus-Ausbruch 2012]] in Verbindung gebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bfr.bund.de/de/norovirus_ausbruch_2012-133211.html Bundesinstitut für Risikobewertung: &amp;#039;&amp;#039;Norovirus-Ausbruch 2012&amp;#039;&amp;#039;], auf bfr.bund.de, März 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Siegfried Schlosser, Lutz Reichhoff, Peter Hanelt u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Wildpflanzen Mitteleuropas.&amp;#039;&amp;#039; DLV, 1991, ISBN 3-331-00301-8.&lt;br /&gt;
* Leo Fox, John Langley, [[Torkild Hinrichsen]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Erdbeere, Verführung in Rot. Kulturgeschichte einer Frucht aus den Vierlanden&amp;#039;&amp;#039;. Husum Druck, Husum 2001, ISBN 3-89876-002-2.&lt;br /&gt;
* Li Chaoluan, Hiroshi Ikeda, Hideaki Ohba: &amp;#039;&amp;#039;Fragaria Linnaeus.&amp;#039;&amp;#039; In: Wu Zhengyi, Peter H. Raven (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Flora of China&amp;#039;&amp;#039;. Band 9: &amp;#039;&amp;#039;Pittosporaceae through Connaraceae&amp;#039;&amp;#039;. Science Press, Beijing 2003, ISBN 1-930723-14-8, S. 335. ([http://efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=2&amp;amp;taxon_id=112975 online]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Fragaria|&amp;#039;&amp;#039;Fragaria&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Erdbeere}}&lt;br /&gt;
* [https://www.pflanzenforschung.de/de/pflanzenwissen/journal/gesunder-genuss-erdbeeren-schuetzten-den-magen-vor-folg-1548 Erdbeeren schützen den Magen vor Schäden durch Alkohol]&lt;br /&gt;
* {{ANNO|wlz|14|09|1892|02|NAME=Wiener Landwirthschaftliche Zeitung|AUTOR=[[Ernst Sebaldus Zürn|E. S. Zürn]]|Einiges über Erdbeercultur|ZUSATZ=Nr.&amp;amp;nbsp;74&amp;amp;nbsp;(2683)/1892 (XLII.&amp;amp;nbsp;Jahrgang)|ALTSEITE=598 f.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4136965-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rosengewächse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beerenobst]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;B.A.Enz</name></author>
	</entry>
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