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	<title>Erdbeben in Chile 2010 - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2025-12-23T20:11:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das Erdbeben vom 27. Februar 2010; zum Erdbeben vom 11. März 2010 siehe den Artikel [[Erdbeben in Pichilemu 2010]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Erdbeben&lt;br /&gt;
|Breitengrad        = −35.846&lt;br /&gt;
|Längengrad         = −72.719&lt;br /&gt;
|Region-ISO         = CL&lt;br /&gt;
|Bild               = &lt;br /&gt;
|Bildbreite         = &lt;br /&gt;
|Bildunterschrift   = &lt;br /&gt;
|Karte              = &lt;br /&gt;
|Kartenbreite       = &lt;br /&gt;
|Kartenunterschrift = Epizentrum&lt;br /&gt;
|Datum              = 27. Februar 2010&lt;br /&gt;
|Uhrzeit            = 3:34&amp;amp;nbsp;Uhr Ortszeit (6:34 Uhr [[Koordinierte Weltzeit|UTC]])&lt;br /&gt;
|Intensität         = IX&lt;br /&gt;
|Intensitätstyp     = MM&lt;br /&gt;
|Magnitude          = 8,8&lt;br /&gt;
|Magnitudentyp      = MW&lt;br /&gt;
|Tiefe              = 35&lt;br /&gt;
|Epizentrum         = [[Región del Maule]]&lt;br /&gt;
|entfernt von       = 105&amp;amp;nbsp;km nordnordöstlich von [[Concepción (Chile)|Concepción]]&lt;br /&gt;
|Land               = [[Chile]]&lt;br /&gt;
|Betroffene Orte    = * [[Arauco]]&lt;br /&gt;
* [[Cañete (Chile)|Cañete]]&lt;br /&gt;
* [[Chiguayante]]&lt;br /&gt;
* [[Chillán]]&lt;br /&gt;
* [[Concepción (Chile)|Concepción]]&lt;br /&gt;
* [[Constitución (Chile)|Constitución]]&lt;br /&gt;
* [[Coronel (Stadt)|Coronel]]&lt;br /&gt;
* [[Lota]]&lt;br /&gt;
* [[Penco]]&lt;br /&gt;
* [[San Antonio (Chile)|San Antonio]]&lt;br /&gt;
* [[Talca]]&lt;br /&gt;
* [[Talcahuano]]&lt;br /&gt;
|Tsunami            = ja&lt;br /&gt;
|Tote               = 521&lt;br /&gt;
|Verletzte          = 12.000&lt;br /&gt;
|Sachschaden        = 30 Mrd. US-$&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erdbeben in Chile 2010&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein [[Megathrust-Erdbeben]] vor der Küste der [[Región del Maule|Region Maule]] in [[Chile]]. Es ereignete sich am 27. Februar um 3:34&amp;amp;nbsp;Uhr Ortszeit (6:34 Uhr [[Koordinierte Weltzeit|UTC]]) etwa 105&amp;amp;nbsp;km nordnordöstlich der Stadt [[Concepción (Chile)|Concepción]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;USGS&amp;quot; /&amp;gt; Dem Beben folgte ein [[Tsunami]], der weite Küstenstriche der [[Región del Maule|VII.]] und [[Región del Bío-Bío|VIII. Region]] Chiles (Maule und Bío-Bío) heimsuchte. Das Beben hatte eine Stärke von 8,8 M&amp;lt;sub&amp;gt;w&amp;lt;/sub&amp;gt; auf der [[Momenten-Magnituden-Skala]] und war das stärkste Erdbeben in Chile seit fast 50 Jahren und das fünftstärkste (seit 2011 [[Erdbeben#Stärkste gemessene Erdbeben|sechststärkste]]) Beben, das weltweit seit Beginn der seismischen Aufzeichnungen im Jahr 1900 je gemessen wurde. Chiles Präsidentin [[Michelle Bachelet]] rief für die betroffenen Gebiete den [[Katastrophenfall|Katastrophenzustand]] aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;focus&amp;quot;&amp;gt;[http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/chile-erdbeben-fordert-78-todesopfer_aid_484884.html Chile: Erdbeben fordert 78 Todesopfer] Focus von 12:56 Uhr&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Hypozentrum]] des Bebens lag nach Schätzungen der US-Geologiebehörde [[United States Geological Survey|USGS]] etwa 35&amp;amp;nbsp;km unter der Erdoberfläche,&amp;lt;ref name=&amp;quot;USGS&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/eqinthenews/2010/us2010tfan/ |titel=Magnitude 8.8 - Offshore Maule, Chile 2010 February 27 06:34:14 UTC |hrsg=[[USGS]] Earthquake Hazards Program |datum=2010-02-27 |abruf=2010-03-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gavin Hayes ([[Nationales Erdbebeninformationszentrum|NEIC]]): {{Webarchiv |url=http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/eqarchives/subduction_zone/us2010tfan/ |text=&amp;#039;&amp;#039;Subduction Zone Geometry Analysis&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20100306030353 }}. USGS, 27. Februar 2010 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; andere Quellen sprechen von 47,4&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |abruf=2018-04 |offline=ja |url=http://ssn.dgf.uchile.cl/cgi-bin/informe_sismo.pl?oid=1255127&amp;amp;yr=2010&amp;amp;mo=2&amp;amp;da=27 |hrsg=[[Universidad de Chile]] |titel=Servicio Sismológico }}&amp;lt;/ref&amp;gt; bzw. 24&amp;amp;nbsp;km.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://geofon.gfz-potsdam.de/db/eqpage.php?id=gfz2010eaoy GFZ Potsdam - Earthquake Bulletin], abgerufen am 10. März 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Innerhalb von 24 Stunden wurden nach Erkenntnissen der USGS mehr als 70 Nachbeben mit einer Stärke von mindestens 4,9 registriert, mehrere davon stärker als 6,0.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CriTech&amp;quot; /&amp;gt; An den folgenden Tagen ereigneten sich weitere mittelstarke bis starke Nachbeben; die stärksten wurden am 1. März mit 6,2&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.vol.at/news/welt/artikel/starkes-nachbeben-in-chile/cn/news-20100301-07192107 Vorarlberg Online: Starkes Nachbeben in Chile (1. März 2010)]&amp;lt;/ref&amp;gt; und am 5. März mit 6,6&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.abendblatt.de/vermischtes/article107657669/Panik-nach-schweren-Nachbeben-in-Chile.html Hamburger Abendblatt: Panik nach schwerem Nachbeben in Chile (6. März 2010)]&amp;lt;/ref&amp;gt; gemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 11. März wurde die Mitte Chiles abermals von mehreren schweren Erdstößen erschüttert, die von der [[Nationales Erdbebeninformationszentrum|US-Erdbebenwarte (NEIC)]] mit Stärken zwischen 4,9 und 6,9 gemessen wurden. Wiewohl dieses neuerliche Beben in Pressemeldungen vielfach als besonders schweres Nachbeben bezeichnet wurde,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ungluecke/nachbeben-in-chile-wiederaufbau-nach-erschuetterter-praesidentenwahl-1955756.html Starke Nachbeben erschüttern Chile (11. März 2010)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |abruf=2018-04 |offline=ja |url=http://www.elpais.com/articulo/internacional/fuertes/replicas/sacuden/Chile/durante/investidura/Pinera/elpepuint/20100311elpepuint_10 |werk=[[El País]] |titel=Drei starke Nachbeben erschüttern Chile |datum=2010-03-11 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;NZZ20100311&amp;quot;&amp;gt;[http://www.nzz.ch/nachrichten/startseite/erdbeben_der_staerke_72_erschuettert_chile_1.5194419.html NZZ: Starkes Nachbeben erschüttert Chile (11. März 2010)]&amp;lt;/ref&amp;gt; handelte es sich Erkenntnissen der Forscher der USGS zufolge um ein eigenständiges Ereignis (siehe [[Erdbeben in Pichilemu 2010]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durch das große Erdbeben vom 27. Februar hervorgerufenen regionalen tektonischen Spannungen verursachten in den nachfolgenden Monaten eine Vielzahl weiterer kleinerer und mittlerer Nach- und Folgebeben an den zentralchilenischen Küstenabschnitten. In diesem Zusammenhang steht auch das starke Erdbeben im Süden Zentralchiles nordwestlich von [[Temuco]] am 2. Januar 2011, das mit einer Stärke von 7,1 gemessen wurde, aber keine Opfer forderte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reuters 2011&amp;quot;&amp;gt;[[Reuters]]: {{Webarchiv|url=http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE70202420110103 |wayback=20160101020648 |text=&amp;#039;&amp;#039;Starkes Erdbeben in Chile verläuft glimpflich&amp;#039;&amp;#039; }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei weitere Beben mit Stärken von bis zu 6,8 ereigneten sich am 12. Februar 2011&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |abruf=2018-04 |offline=ja |url=http://www.dw-world.de/dw/function/0,,83389_cid_14838268,00.html |werk=[[Deutsche Welle]] |titel=Zwei Erdbeben in Chile |datum=2011-02-12 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Einigen Forschern zufolge kann die anhaltende Unruhe im Erdinneren möglicherweise damit zusammenhängen, dass sich die Erdkruste in den durch das große Erdbeben von Februar 2010 betroffenen Gebieten nicht entspannt hat und das Potenzial für weitere schwere Erdbeben dadurch in bestimmten Zonen nicht geringer geworden, sondern eher gewachsen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1377297/ Deutschlandfunk: Forschung Aktuell (31. Januar 2011) - Die Darwin-Lücke und Stefano Loritos Befürchtungen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tektonischer Hintergrund ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Plates tect2 de.svg|mini|links|Die [[Nazca-Platte]] wird unter die [[Südamerikanische Platte]] [[Subduktion|subduziert]].]]&lt;br /&gt;
Chile befindet sich am Rand der [[Südamerikanische Platte|Südamerikanischen Platte]], die ihrerseits an die [[Nazca-Platte]] grenzt. Die rein-ozeanische und dichtere Nazca-Platte wird unter die Südamerikanische Platte geschoben. Die [[Subduktion]]sbewegung von jährlich ca.&amp;amp;nbsp;63&amp;amp;nbsp;mm&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |author=E. Kendrick et al. |title=The Nazca–South American Euler vector and its rate of change |journal=Journal of South American Earth Sciences |year=2003 |volume=Bd. 16 |pages=125–131 |language=Englisch}}&amp;lt;/ref&amp;gt; verursacht Reibungen und Spannungen, die sich in regelmäßigen plötzlichen Erdbeben lösen. Da sich Chile in der Nähe dieser Subduktionszone befindet, ereigneten sich hier immer wieder schwere und schwerste Erdbeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Küstenregionen Chiles sind starke Erdbeben deshalb nicht ungewöhnlich. Seit 1950 ereigneten sich hier [[Liste von Erdbeben in Chile|über 25 Erdbeben]], die eine Magnitude von mindestens 7,0 hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |url=http://www.ngdc.noaa.gov/nndc/struts/results?bt_0=1950&amp;amp;st_0=&amp;amp;type_17=EXACT&amp;amp;query_17=None+Selected&amp;amp;op_12=eq&amp;amp;v_12=CHILE&amp;amp;type_12=Or&amp;amp;query_14=None+Selected&amp;amp;type_3=Like&amp;amp;query_3=&amp;amp;st_1=&amp;amp;bt_2=&amp;amp;st_2=&amp;amp;bt_1=&amp;amp;bt_4=7&amp;amp;st_4=&amp;amp;bt_5=&amp;amp;st_5=&amp;amp;bt_6=&amp;amp;st_6=&amp;amp;bt_7=&amp;amp;st_7=&amp;amp;bt_8=&amp;amp;st_8=&amp;amp;bt_9=&amp;amp;st_9=&amp;amp;bt_10=&amp;amp;st_10=&amp;amp;type_11=Exact&amp;amp;query_11=&amp;amp;type_16=Exact&amp;amp;query_16=&amp;amp;display_look=1&amp;amp;t=101650&amp;amp;s=1&amp;amp;submit_all=Search+Database |work=National Geophysical Data Center |title=Significant Earthquake Database |publisher=[[National Oceanic and Atmospheric Administration]] |language=en |accessdate=2010-02-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter diesen war das [[Erdbeben von Valdivia 1960|Erdbeben von Valdivia]] im Mai 1960&amp;amp;nbsp;- mit einer Magnitude von 9,5 das schwerste seit Beginn der instrumentellen Aufzeichnungen registrierte Erdbeben. Es tötete nach Schätzung des USGS im Süden Chiles 1655 Personen und löste einen Tsunami aus, der den Pazifischen Ozean überquerte. Dadurch kamen weitere 61 Personen in Hawaii, Japan und auf den Philippinen ums Leben. Etwa 870&amp;amp;nbsp;km weiter nördlich lag das Epizentrum des Magnitude-8,5-Erdbebens vom November 1922, das in der Mitte Chiles mehrere hundert Personen das Leben kostete und große Sachschäden verursachte. Auch durch das Erdbeben von 1922 wurde ein Tsunami ausgelöst. Dieser erreichte eine Amplitude von neun Meter und überflutete die chilenische Küstenstadt [[Coquimbo]]; er überquerte ebenfalls den Pazifik und hatte Auswirkungen auf [[Hilo]], Hawaii.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Epizentrum des Erdbebens vom 27.&amp;amp;nbsp;Februar 2010 liegt etwa 230&amp;amp;nbsp;km nördlich von dem des Erdbebens von Valdivia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswirkungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Chile Earthquake 2010 - Maipú 1.JPG|mini|links|Eingestürztes Wohnhaus in [[Santiago de Chile|Santiago]]]]&lt;br /&gt;
Den stärksten Bodenbeschleunigungen – Stufe VIII (zerstörerisch) der [[Mercalliskala]] – waren beim Hauptbeben die Städte [[Arauco]] und [[Coronel (Stadt)|Coronel]] ausgesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pager&amp;quot;&amp;gt;{{cite web |url=http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/pager/events/us/2010tfan/index.html |title=PAGER – M 8.8 – OFFSHORE MAULE, CHILE |publisher=Earthquake.usgs.gov |date=2010-02-27 |accessdate=2010-03-01 |language=Englisch   |archiveurl=https://web.archive.org/web/20110806100835/http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/pager/events/us/2010tfan/index.html |archivedate=2011-08-06   }}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Hauptstadt [[Santiago de Chile]], die etwa 325&amp;amp;nbsp;km vom Epizentrum des Hauptbebens entfernt liegt, wurden am 27. Februar Bodenbeschleunigungen von 2,2&amp;amp;nbsp;m/s&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; gemessen (Mercalli-Stufe VII – sehr stark).&amp;lt;ref name=&amp;quot;USGS&amp;quot; /&amp;gt; Zahlreiche Gebäude wurden zerstört oder schwer beschädigt. Der [[Flughafen Santiago de Chile|internationale Flughafen Santiagos]] musste für mehrere Tage geschlossen werden. Strom- und Kommunikationsnetze brachen zusammen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BBC&amp;quot;&amp;gt;[http://news.bbc.co.uk/2/hi/americas/8540289.stm &amp;#039;&amp;#039;Massive earthquake strikes Chile&amp;#039;&amp;#039;], BBC, 28. Februar 2010, 00:35 Uhr GMT&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in großen Teilen [[Argentinien]]s und sogar im mehrere Tausend Kilometer entfernten [[São Paulo]] waren die Erdstöße deutlich spürbar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite news |publisher=Die Welt |url=https://www.welt.de/vermischtes/article6590491/Man-hoert-Kinder-unter-den-Truemmern-schreien.html |title=‚Man hört Kinder unter den Trümmern schreien‘ |date=2010-02-27 |accessdate=2010-03-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 200-km-Radius um das Epizentrum des Hauptbebens leben mehr als drei Millionen Menschen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CriTech&amp;quot;&amp;gt;{{cite web |url=http://www.reliefweb.int/rw/rwb.nsf/retrieveattachments?openagent&amp;amp;shortid=MUMA-8342KM&amp;amp;file=Full_Report.pdf |format=PDF, 350 kB |title=Tsunami and earthquake in Chile |author=Institute for the Protection and Security of the Citizen, Global Security and Crisis Management Unit (CriTech) der Europäischen Union |accessdate=2010-02-28 |language=en |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Angaben zur Zahl der durch das Erdbeben vom 27. Februar und den anschließenden Tsunami umgekommenen Menschen schwankten in den ersten Wochen nach der Katastrophe stark. Am 4. März korrigierten die chilenischen Behörden frühere Verlautbarungen, wonach rund 800 Opfer zu beklagen waren, stark nach unten, weil irrtümlich Tote und Vermisste zusammengezählt worden waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite news |url=http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,681921,00.html|title=Präsidentin korrigiert Zahl der Toten nach unten|publisher=www.spiegel.de|date=2010-03-05 |accessdate=2010-03-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die am 15. Mai 2010 auf der Website des chilenischen Innenministeriums veröffentlichte endgültige Liste der Opfer der Katastrophe nennt 521 Todesopfer&amp;lt;ref name=&amp;quot;interior1&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.interior.gov.cl/filesapp/Lista_fallecidos.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Fallecidos confirmados con RUT y Certificado de Defunción de Registro Civil&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20110303213331 |format=PDF; 107&amp;amp;nbsp;kB, spanisch }}. Innenministerium von Chile (Amtliche Opferliste vom 15. Mai 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt; und 56 Vermisste&amp;lt;ref name=&amp;quot;interior2&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.interior.gov.cl/filesapp/Lista_desaparecidos.pdf |text=Amtliche Vermisstenliste |wayback=20100330232932}} (PDF; 15&amp;amp;nbsp;kB) vom 15. Mai 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; namentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben der chilenischen Präsidentin Bachelet in einer Ansprache am Abend des Katastrophentages waren zwei Millionen Menschen direkt von dem Beben betroffen. Etwa eine halbe Million Wohnungen wurden zerstört oder schwer beschädigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dpa20100321&amp;quot;&amp;gt;{{cite news |url=http://www.zeit.de/newsticker/2010/3/21/iptc-hfk-20100321-20-24279060xml|title=Zahl der Bebentoten in Chile nach Korrektur bei 342|publisher=www.zeit.de|date=2010-03-21 |accessdate=2010-03-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Wiederaufbau in den betroffenen Gebieten könne bis zu vier Jahre dauern, erklärte die scheidende Staatschefin in der Woche nach dem Beben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NZZ20100311&amp;quot; /&amp;gt; Der Gesamtschaden wird auf rund 30 Milliarden [[US-Dollar|Dollar]] geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,684001,00.html &amp;#039;&amp;#039;Bilanz der Katastrophe von Chile: 700 Menschen starben bei Erdbeben und Tsunami&amp;#039;&amp;#039;], Spiegel Online vom 16. März 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des Erdbebens wurde die Umstellung von [[Sommerzeit|Sommer- auf Winterzeit]], die normalerweise am ersten Sonntag im März stattfindet, in Chile um einen Monat auf den 4. April 2010 verschoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://24timezones.com/de_weltzeit/santiago_aktuelle_zeit.php Santiago de Chile, Sommerzeit 2010]&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit sollen Nachteile vermieden werden, die sich aus dem früheren Einbruch der Abenddämmerung für die obdachlos campierenden bzw. von der Stromversorgung abgeschnittenen Menschen ergeben würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Auswertungen von [[Global Positioning System|GPS]]-Messungen durch chilenische und US-amerikanische Geologen ergaben, hat das Erdbeben die Geografie Chiles und angrenzender Regionen deutlich verändert. Die Stadt Concepción wurde durch das Erdbeben um etwa drei Meter nach Westen verrückt. Die Hauptstadt Santiago schob sich um etwa 24 Zentimeter nach Westsüdwest. Auch [[Valparaíso]] und die argentinische Stadt [[Mendoza (Stadt)|Mendoza]] verschoben sich nach Angaben der Forscher „beträchtlich“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://derstandard.at/1267743539506/Folge-von-Erdbeben-in-Chile-Stadt-Concepcion-um-drei-Meter-verschoben &amp;#039;&amp;#039;Stadt Concepcion um drei Meter verschoben&amp;#039;&amp;#039;], Der Standard vom 9. März 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.wiwo.de/technik-wissen/erdbeben-in-chile-verschob-stadt-um-drei-meter-424422/ |titel=Erdbeben in Chile verschob Stadt um drei Meter |hrsg=Wirtschaftswoche |datum=2010-03-09 |abruf=2010-03-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://researchnews.osu.edu/archive/chilemoves.htm |text=&amp;#039;&amp;#039;Researchers Show How Far South American Cities Moved In Quake&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20100412040819}},  {{Webarchiv |url=http://researchnews.osu.edu/archive/chilequakemap.htm |text=Karte mit Verschiebungen |wayback=20110720024602}}, Ohio State University, abgerufen am 10. März 2010 (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den ersten sechs Monaten nach dem Hauptbeben wurden 20.000 Nachbeben lokalisiert, von denen etwa 10.000 in der Nähe der Stadt Pichilemu (siehe [[Erdbeben in Pichilemu 2010]]) stattfanden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;langeetal2012&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal| author=D. Lange et al.| title = Aftershock Seismicity of the 27 February 2010 Mw 8.8 Maule Earthquake Rupture Zone| month = January | year = 2012| volume = 317-183 | doi = 10.1016/j.epsl.2011.11.034| journal = Earth and Planetary Science Letters | language=en | pages = 17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Modellberechnungen von Wissenschaftlern der US-Weltraumorganisation [[National Aeronautics and Space Administration|NASA]] resultiert aus den geologischen Massenverlagerungen infolge des Bebens eine Verschiebung der Erdachse um etwa acht Zentimeter und eine Beschleunigung der Erdrotation. Die [[Tageslänge]] verkürzt sich dadurch um rund 1,26 [[Mikrosekunde]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,681385,00.html |titel=Chile-Beben hat Erdachse verschoben |hrsg=Spiegel Online |datum=2010-03-02 |abruf=2010-03-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.nasa.gov/topics/earth/features/earth-20100301.html |titel=Chilean Quake May Have Shortened Earth Days |werk=nasa.gov |datum=2010-03-02 |abruf=2025-01-18 |sprache=en |archiv-url=https://web.archive.org/web/20121025145503/http://www.nasa.gov/topics/earth/features/earth-20100301.html |archiv-datum=2012-10-25 |offline= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tsunami ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2010 Chile earthquake NOAA tsunami projection 2010-02-27.png|mini|Diese Projektion des [[United States Geological Survey|USGS]] verdeutlicht die erwartete [[Amplitude]] des Tsunami.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Erdbeben vom 27. Februar löste einen [[Tsunami]] aus. Er erreichte in kurzer Zeit verschiedene chilenische Hafenstädte: nach 19 Minuten [[Talcahuano]], nach 34 Minuten [[Valparaíso]], nach etwa drei Stunden [[Antofagasta]]. Neben den Küstengebieten des chilenischen Festlandes wurde auch die 600&amp;amp;nbsp;km von der Küste entfernt liegenden Inselgruppe der [[Juan-Fernández-Inseln]] von einer großen Welle getroffen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE61Q06K20100227?pageNumber=2&amp;amp;virtualBrandChannel=0 |titel=Schweres Erdbeben erschüttert Chile – Tsunami-Alarm |hrsg=Reuters |datum=2010-02-27 |abruf=2025-01-18 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20100302161133/http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE61Q06K20100227?pageNumber=2&amp;amp;virtualBrandChannel=0 |archiv-datum=2010-03-02 |offline= }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach viereinhalb Stunden erreichten die Wellen die ebenfalls chilenische [[Osterinsel]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;tsun010-1&amp;quot;&amp;gt;{{cite web |url=http://www.prh.noaa.gov/ptwc/messages/pacific/2010/pacific.2010.02.27.154316.txt |title=Tsunami Bulletin Number 010 |author=Pacific Tsunami Warning Center, [[United States Department of the Interior]] |work=prh.noaa.gov |date=2010-02-27 |accessdate=2007-02-27 |language=en |archiveurl=https://web.archive.org/web/20100302131310/http://www.prh.noaa.gov/ptwc/messages/pacific/2010/pacific.2010.02.27.154316.txt |archivedate=2010-03-02 |format=txt }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weite Teile des [[Pazifik]]s wurde eine Tsunami-Warnung ausgegeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BBC&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ts1214&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.tagesschau.de:80/ausland/erdbeben382.html |text=tagesschau.de 12:14 Uhr |wayback=20100228224743}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ts1538&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.tagesschau.de:80/ausland/erdbeben390.html |text=tagesschau.de 15:38 Uhr |wayback=20100301043323}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie erstreckte sich zeitweise auf 53 Staaten und Gebiete mit Küsten im Pazifischen Ozean. Es waren dies neben Chile und [[Peru]] unter anderem die an der Westküste Amerikas gelegenen Staaten [[Kolumbien]], [[Costa Rica]], [[Ecuador]], [[El Salvador]], [[Guatemala]], [[Mexiko]], [[Panama]], die Westküste der Vereinigten Staaten einschließlich [[Alaska]] und [[Hawaii]], die kanadische Provinz [[British Columbia]], [[Australien]] und [[Neuseeland]] sowie alle Inselstaaten in [[Ozeanien]]. Die Tsunami-Warnung galt auch für die Ostküsten der asiatischen Staaten [[Indonesien]], [[Japan]], [[Russland]] und Teile der [[Philippinen]] sowie für [[Taiwan (Insel)|Taiwan]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;tsun010-2&amp;quot;&amp;gt;{{cite web |url=http://www.prh.noaa.gov/ptwc/messages/pacific/2010/pacific.2010.02.27.104329.txt |title=Tsunami Bulletin Number 005 |work=prh.noaa.gov |author=[[United States Department of the Interior]] |date=2010-02-27 |language=en |accessdate= 2025-01-18 |archiveurl=http://web.archive.org/web/20130124223717/http://www.prh.noaa.gov/ptwc/messages/pacific/2010/pacific.2010.02.27.104329.txt |archivedate= 2013-01-24 |format=txt }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|+Eintreffen des Tsunamis vom 27. Februar 2010 und höchste gemessene Amplitude (Auswahl)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Messstelle !! class=&amp;quot;unsortable&amp;quot; | Koordinaten || Uhrzeit || Amplitude&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Talcahuano]], [[Chile]] || 36.7S 73.4W || {{0|0}}06:53 || 2,34 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Valparaíso]], [[Chile]] || 33.0S 71.6W || {{0|0}}07:08 || 1,29 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Corral (Chile)|Corral]], [[Chile]] || 39.9S 73.4W || {{0|0}}07:39 || 0,90 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[San Félix (Insel)|San Félix]], [[Chile]] || 26.3S 80.1W || {{0|0}}08:15 || 0,53 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Ancud]], [[Chile]] || 41.9S 73.8W || {{0|0}}08:38 || 0,62 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Caldera (Chile)|Caldera]], [[Chile]] || 27.1S 70.8W || {{0|0}}08:43 || 0,45 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Coquimbo]], [[Chile]] || 30.0S 71.3W || {{0|0}}08:52 || 1,32 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Antofagasta]], [[Chile]] || 23.2S 70.4W || {{0|0}}09:41 || 0,49 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Arica]], [[Chile]] || 18.5S 70.3W || {{0|0}}10:08 || 0,94 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Osterinsel]], [[Chile]] || 27.2S 109.5W || {{0|0}}12:05 || 0,35 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Quepos]], [[Costa Rica]] || 9.4N 84.2W || {{0|0}}14:16 || 0,24 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Baltra]], [[Galápagos-Inseln]], [[Ecuador]] || 0.4S 90.3W || {{0|0}}14:52 || 0,35 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Manzanillo (Mexiko)|Manzanillo]], [[Mexiko]] || 19.1N 104.3W || {{0|0}}17:05 || 0,07 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Hiva Oa]], [[Französisch-Polynesien]] || 9.8S 139.0W || {{0|0}}17:41 || 1,79 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Nuku Hiva]], [[Französisch-Polynesien]] || 8.9S 140.1W || {{0|0}}17:45 || 0,95 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Papeete]], [[Tahiti]], [[Französisch-Polynesien]] || 17.5S 149.6W || {{0|0}}18:10 || 0,16 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Cabo San Lucas]], [[Mexiko]] || 22.9N 109.9W || {{0|0}}18:33 || 0,36 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Acapulco]], [[Mexiko]] || 16.8N 99.9W || {{0|0}}19:31 || 0,62 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Lottin Point, [[Neuseeland]] || 37.6S 178.2E || {{0|0}}19:34 || 0,15 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Pago Pago]], [[Amerikanisch-Samoa]] || 14.3S 170.7W || {{0|0}}20:27 || 0,70 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Monterey (Kalifornien)|Monterey Harbor]], [[Kalifornien]] || 36.6N 121.9W || {{0|0}}20:31 || 0,32 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Santa Monica]], [[Kalifornien]] || 34.0N 118.5W || {{0|0}}20:35 || 0,41 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[San Diego]], [[Kalifornien]] || 32.7N 117.2W || {{0|0}}20:36 || 0,13 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kahului]], [[Maui]], [[Hawaii]] || 20.9N 156.5W || {{0|0}}21:47 || 0,98 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Santa Barbara (Kalifornien)|Santa Barbara]], [[Kalifornien]] || 34.4N 119.7W || {{0|0}}21:50 || 0,53 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Naval Air Station Barbers Point|Barbers Point]], [[Hawaii]] || 21.3N 158.1W || {{0|0}}21:57 || 0,52 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Honolulu]], [[Oʻahu]], [[Hawaii]] || 21.3N 157.9W || {{0|0}}22:00 || 0,25 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sitka]], Alaska || 57.1N 135.3W || {{0|1}}01:11 || 0,37 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Midwayinseln]] || 28.2N 177.4W || {{0|1}}01:37 || 0,28 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wake]] || 19.3N 166.6E || {{0|1}}02:59 || 0,26 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Guam]] || 13.4N 144.7E || {{0|1}}03:07 || 0,16 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Unalaska|Dutch Harbor]], [[Unalaska (Insel)|Unalaska]], [[Alaska]]|| 53.9N 166.5W || {{0|1}}03:25 || 0,35 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Hanasaki]], [[Hokkaidō]], [[Japan]] || 43.3N 145.6E || {{0|1}}05:51 || 0,45 m&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Ōfunato]], [[Honshū]], [[Japan]] || 39.0N 141.8E || {{0|1}}05:58 || 0,41 m&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;sortbottom&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | Alle Zeitangaben in [[Koordinierte Weltzeit|Koordinierter Weltzeit]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation im Katastrophengebiet ==&lt;br /&gt;
An den Tagen nach dem Beben herrschten in den stark betroffenen Regionen zum Teil chaotische Zustände. Die Versorgungssituation gestaltete sich sehr schwierig, da Strom- und Wasserversorgung unterbrochen, Tankstellen und Supermärkte zerstört waren oder geschlossen blieben. Auch viele Krankenhäuser wurden stark beschädigt; neun davon mussten geräumt werden (u.&amp;amp;nbsp;a. in Talca und Constitución). Vielerorts konnten zunächst nur ausgewählte Notfälle medizinisch versorgt werden. In [[Chillán]] gelang ca. 300 Strafgefangenen die Flucht aus dem beschädigten Gefängnis der Stadt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Marc Lacey |url=https://www.nytimes.com/2010/03/01/world/americas/01chile.html?pagewanted=2&amp;amp;hp |titel=Frantic Rescue Efforts in Chile as Troops Seek to Keep Order (Published 2010) |werk=[[The New York Times|nytimes.com]] | sprache=en |datum=2010-02-28 |abruf=2024-02-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders kritisch stellte sich die Lage in den vom Tsunami verwüsteten Küstenorten der [[Región del Maule|VII.]] und [[Región del Bío-Bío|VIII. Region]] (etwa Constitución, [[Dichato]], Iloca, Pelluhue) dar, wo Hilfskräfte zum Teil erst sehr spät oder gar nicht eintrafen. In Concepción, [[Talca]] und anderen Orten kam es bereits unmittelbar nach dem Beben zu ersten [[Plünderung]]en, [[Vandalismus]] und [[Raub]]überfällen, was ab Sonntag zur Bildung von Bürgerwehren führte. Am 28. Februar wurde daraufhin in Concepción und einen Tag später auch in Talca eine nächtliche [[Ausgangssperre]] verhängt, was zur Beruhigung der Lage beitrug. Um die Ordnung wiederherzustellen, entsandte die Regierung insgesamt 14000 Soldaten, die zwei Tage nach dem Beben im Notstandsgebiet eintrafen. Am 2. März konnte in großen Teilen der Katastrophenregion (darunter [[Chillán]] und Talca) die Stromversorgung wieder hergestellt werden, in Concepción erst zwei Tage später. Auch am 16. März waren um Concepción noch mehrere hunderttausend Einwohner ohne fließendes Wasser. Am 3. März kamen erstmals in größerem Umfang staatlich organisierte Hilfsgüterlieferungen in das Notstandsgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Einsatz des Militärs stabilisierte sich die Sicherheitslage in den Städten zusehends. Am 9. März öffneten in Teilen der betroffenen Gebiete in Maule die Banken wieder für den Publikumsverkehr und begannen mit der Auszahlung von ausstehenden Gehalts- und Pensionsgeldern an die Bevölkerung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite news |publisher=cooperativa.cl |url=https://www.cooperativa.cl/apertura-general-de-bancos-en-talca-colapso-el-centro-de-la-ciudad/prontus_nots/2010-03-09/142647.html|title=‚Apertura general de bancos en Talca colapsó el centro de la ciudad‘ (Ansturm auf wieder geöffnete Banken in Talca legt Stadtzentrum lahm)|date=2010-03-09 |accessdate=2010-03-10|language=es}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Erdbeben in Chile]]&lt;br /&gt;
* [[Liste von Erdbeben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|2010 Chile earthquake|Erdbeben in Chile 2010|audio=1|video=1}}&lt;br /&gt;
{{Wikinews|Schweres Erdbeben vor der Küste Chiles – Notstand ausgerufen}}&lt;br /&gt;
{{Wikinews|Chile: Nach den Erdbeben kommen die Plünderer}}&lt;br /&gt;
* [http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/eqinthenews/2010/us2010tfan/ Magnitude 8.8 - OFFSHORE MAULE, CHILE]. Website des United States Geological Survey (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.emsc-csem.org/index.php?page=current&amp;amp;sub=recent&amp;amp;evt=156286 Mw 8.8 Off Shore Maule, Chile on 27/02/2010 at 06:34 UTC]. Website des European-Mediterranean Seismological Centre (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.ipoc-network.org/. Das Plattengrenzen-Observatorium in Chile]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erdbeben in Chile|#2010]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturkatastrophe 2010]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
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