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	<title>Erbtochter - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erbtochter&amp;diff=756212&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Chiananda: ref-fixes</title>
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		<updated>2022-03-23T00:35:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ref-fixes&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erbtochter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die [[Verwandtschaftsbeziehung#Kinder|Tochter]] einer [[Tod|verstorbenen]] Person (genannt „[[Erbfall|Erblasser/Erblasserin]]“), die im Unterschied zu ihren Geschwistern – oder wenn sie das einzige (verbliebene) Kind der Person ist – alleinig das [[Erbe]] antreten kann oder soll; früher konnten das auch andere nahe weibliche Verwandte der verstorbenen Person sein. Im [[Erbrecht|deutschen Erbrecht]] hat der Begriff „Erbtochter“ keine Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Feudalwesen ==&lt;br /&gt;
Im mittelalterlichen Feudalwesen war &amp;#039;&amp;#039;Erbtochter&amp;#039;&amp;#039; ein bekannter Begriff und kam zum Tragen, wenn männliche Erben fehlten. Im Unterschied zur üblichen Erbfolge vom Vater an Söhne ([[Patrilinearität|patrilinear]]) gab es für den Fall einer einzig verbleibenden [[Nachkomme|Nachkommin]] besondere Regelungen zum genauen Ablauf. Beispielsweise konnten [[Lehnswesen|Lehnschaften]] nur an Frauen vererbt werden, wenn der Grundbesitzer ([[Grundherrschaft|Lehnsherr]]) und der Erblasser ([[Lehnsmann]]) eine Vereinbarung trafen, dafür war der Grundherr an der Wahl des Ehemannes der Erbtochter beteiligt; hieraus entstanden sogenannte „Weiberlehen“ (siehe [[Kunkellehen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Europäischer Adel ==&lt;br /&gt;
Im [[Europäischer Kulturraum|europäischen Kulturraum]] wurden Frauen in [[Adel]]shäusern als Haupterbin nur bedacht, wenn das männliche [[Geschlecht (Genealogie)|Geschlecht]] ausgestorben war; dies wurde (und wird) in Adelsfamilien mit so genannten &amp;#039;&amp;#039;[[Hausgesetz|Hausordnungen]]&amp;#039;&amp;#039; geregelt. Bei regierenden [[Fürst]]enfamilien und anderem [[Hoher Adel|Hochadel]] kam noch die Schwierigkeit der Bestimmung der oft gesetzlich geregelten Thronfolge hinzu. Eine weltweit bekannte [[Erbprinz|Erbprinzessin]] war bis 2014 [[Caroline von Hannover|Caroline von Monaco]] als vorgesehene Nachfolgerin der [[Grimaldi]]s im [[Monaco|Fürstentum Monaco]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ethnien und indigene Völker ==&lt;br /&gt;
Bei den weltweit über 150&amp;amp;nbsp;[[Ethnie|ethnischen Gruppen]] und [[Indigene Völker|indigenen Völkern]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gray-1998&amp;quot; /&amp;gt; die ihre Abstammung und Erbfolge über die Linie ihrer Mütter regeln ([[Matrilinearität|matrilinear]]), ist die Erbtochter meist die jüngste Tochter einer Frau, vor allem wenn die Erblasserin eine eigene Großfamilie leitete. Diese Form der Erbfolge wird bezeichnet als &amp;#039;&amp;#039;[[Ultimogenitur]]&amp;#039;&amp;#039; „Letztgeborenenrecht“ (im Unterschied zur Primogenitur: „Erbrecht des [[Erstgeburt|Erstgeborenen]]“), im Falle von Frauen als &amp;#039;&amp;#039;Ultimagenitur&amp;#039;&amp;#039; („Letztgeborene“). Ein Beispiel für diese Regelung von Besitzverhältnissen findet sich bei den [[Khasi]] im [[Nordostindien|Nordosten von Indien]] im kleinen Bundesstaat [[Meghalaya]], wo dieses Volk mit rund 1,5 Millionen Angehörigen etwa die Hälfte der Gesamtbevölkerung stellt und die matrilineare Erbfolge in der staatlichen [[Verfassung]] verankert ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nakanee-1967&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Erbjungfernrecht]] (Erbtochterrecht im Mecklenburgischen)&lt;br /&gt;
* [[Epikleros]] (Erbtochter im altgriechischen Recht: Erbe geht an ihren Ehegatten)&lt;br /&gt;
* [[Minorat]] (Jüngsten-Erbfolge: der Jüngste, oder wenn ohne männliche Erben: die Jüngste)&lt;br /&gt;
* [[Anerbenrecht]] (strategische Vererbung an nur einen Erben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Erbtochter}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gray-1998&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
J. Patrick Gray: &amp;#039;&amp;#039;Ethnographic Atlas Codebook.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;World Cultures.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;10, Nr.&amp;amp;nbsp;1, 1998, S.&amp;amp;nbsp;86–136, hier S.&amp;amp;nbsp;104: Tabelle&amp;amp;nbsp;43 &amp;#039;&amp;#039;Descent: Major Type&amp;#039;&amp;#039; (englisch; [https://web.archive.org/web/20180819081049/http://eclectic.ss.uci.edu/~drwhite/worldcul/Codebook4EthnoAtlas.pdf PDF: 2,4&amp;amp;nbsp;MB, 52&amp;amp;nbsp;Seiten ohne Seitenzahlen]; eine der wenigen Auswertungen aller damals 1267 erfassten Ethnien);&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zitat: „584&amp;amp;nbsp;[[Patrilinearität|Patrilineal]] […] 160&amp;amp;nbsp;[[Matrilinearität|Matrilineal]] […] 52&amp;amp;nbsp;[[Deszendenzregeln#bilinear|Duolateral]] […] 49&amp;amp;nbsp;[[Deszendenzregeln#ambilinear|Ambilineal]] […] 11&amp;amp;nbsp;[[Deszendenzregeln#parallel|Quasi-lineages]] […] 349&amp;amp;nbsp;[[Deszendenzregeln#Kognatische, bilaterale Abstammung|bilateral]] […] 45&amp;amp;nbsp;Mixed […] 17&amp;amp;nbsp;Missing data“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Prozente der 1267&amp;amp;nbsp;Ethnien (1998): 46,1 % patrilinear (vom Vater) – 12,6 % matrilinear (von der Mutter) – 4,1 % duolateral (bilinear: unterschiedlich von Vater und Mutter) – 3,9 % ambilinear (wahlweise) – 0,9 % parallel (Quasi-Linien) – 27,6 % bilateral, kognatisch (westliches Modell: Herkunft von beiden Elternteilen) – 3,6 % gemischt – 1,6 % fehlende Daten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ende 2012 waren im [https://serc.carleton.edu/sp/carl_ltc/quantitative_writing/examples/38070.html &amp;#039;&amp;#039;Ethnographic Atlas&amp;#039;&amp;#039;] weltweit genau [https://web.archive.org/web/20180610021918/http://intersci.ss.uci.edu/wiki/index.php/Ethnographic_Atlas 1300&amp;amp;nbsp;Ethnien] erfasst, von denen oft nur Stichproben ausgewertet wurden, beispielsweise im internationalen [[Kulturvergleichende Sozialforschung#Das HRAF-Projekt|HRAF]]-Projekt. Begründet wurde der &amp;#039;&amp;#039;Ethnographic Atlas&amp;#039;&amp;#039; Anfang der 1950er vom US-amerikanischen Anthropologen [[George P. Murdock]] (1897–1985) zur standardisierten Daten-Erfassung sämtlicher Ethnien weltweit.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nakanee-1967&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Chie Nakanee: &amp;#039;&amp;#039;Garo and Khasi – A Comparative Study in Matrilineal Systems.&amp;#039;&amp;#039; Gruyter, Paris/The Hague 1967, ISBN 978-3-11-196796-7 (englisch; [https://anthrosource.onlinelibrary.wiley.com/doi/pdf/10.1525/aa.1969.71.6.02a00280 kritische Besprechung]).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lehnswesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Titel (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauengeschichte (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbrechtsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Matriarchatsforschung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnosoziologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Chiananda</name></author>
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