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	<title>Erbgericht - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T09:24:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erbgericht&amp;diff=318718&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fruchtzwerg94: Änderungen von Takaho3 (Diskussion) auf die letzte Version von 16Exul82 zurückgesetzt</title>
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		<updated>2025-08-25T12:16:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Takaho3&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Takaho3&quot;&gt;Takaho3&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Takaho3&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:Takaho3 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:16Exul82&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:16Exul82 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;16Exul82&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Erbgericht, Saal, ehemaliger Konsum (BHG) Fürstenau.jpg|mini| hochkant=1.5|[[Fürstenau (Altenberg)|Fürstenau]]: Erbgericht (links) und Kultursaal]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erbgericht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. [[Patrimonialgericht]] (auch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lehngericht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erblehngericht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) hieß im [[Mittelalter]] und in der frühen [[Neuzeit]] der Sitz des Erbrichters, also jenes Mitgliedes der dörflichen Gemeinde, welches dem Dorfgericht vorstand und dieses Amt an seine Nachkommen weitergeben konnte, ohne dass der Inhaber der [[Niedere Gerichtsbarkeit |Niedergerichtsbarkeit]], dies war häufig der [[Grundherr]], Einfluss auf die Besetzung der Stelle nehmen konnte. Der Erbrichter erhielt einen Teil der Gerichtsgebühren und der fälligen Bußgelder, zumeist ein Drittel. Der Rest ging an den Inhaber der Gerichtsbarkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In den Ländern östlich der &amp;#039;&amp;#039;Elbe-Saale-Linie&amp;#039;&amp;#039;, also der im Mittelalter etwa entlang der Elbe und Saale verlaufenden Siedlungsgrenze zwischen deutschen und [[Westslawen|westslawischen]] Stämmen, wurde das Erbrichteramt bei der Anlage von Dörfern nach deutschem Recht ([[Sachsenspiegel]]) geschaffen und in der Regel mit einem besonders großen Bauerngut verbunden. Nicht selten kam die Erbrichterstelle in den Besitz des [[Lokator]]s und seiner Nachkommen. Er wurde damit für die Verdienste um die Gründung des Dorfes entlohnt. Häufig waren mit dem Erbrichteramt auch das [[Schankrecht]] und das [[Braurecht]] verbunden. Deshalb heißen noch heute in nicht wenigen Dörfern Gaststätten Erbgericht oder z.&amp;amp;nbsp;B. [[Brauschänke]] (vgl. [[Tafernwirtschaft]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schoepstal Kunnersdorf Gerichtskretscham.jpg|mini|Gerichtskretscham in [[Kunnersdorf (Schöpstal)|Kunnersdorf]]]]&lt;br /&gt;
Die Erbrichter oder Erbschulze, im schlesischen und polnischen Raum [[Woith]] genannt, waren [[Schultheiß]]e. Sie hatten das Recht, die Dorfschänke (-krug), auch den [[Kretscham]] zu führen. Die Steuern wurden von ihnen eingenommen. Sie durften auch Handwerker halten und eigene Mühlen betreiben. Die wirtschaftliche Vorrangstellung war mit der dörflichen Polizeigewalt und der niederen Gerichtsbarkeit (im Gerichtskretscham) verbunden. Dort wurden Geburten und Todesmeldungen registriert, das Hochzeitsgeld bezahlt, Feiern abgehalten und [[Losbrief]]e beantragt. In Dörfern ohne Schule wurde im Kretscham unterrichtet. Man fungierte bei höheren Gerichten als Beisitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erbgerichtssiegel-kleindrebnitz.jpg|mini|hochkant| [[Großdrebnitz|Kleindrebnitz]]: Erbgerichtssiegel]]&lt;br /&gt;
Ganz ähnlich war dem Erbrichter von der Funktion her der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lehnrichter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, nur dass dieser sein [[Öffentliches Amt|Amt]] und sein [[Gutshof|Gut]] als [[Lehen]] hatte. Deshalb war er zusätzlich auch zur [[Heeresfolge]] verpflichtet, wenn seine Herrschaft ihn dazu aufforderte. In der [[Oberlausitz]] war die Belehnung mit dem Richteramt bis zum [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] keine Seltenheit, sie kamen vor allem im [[Sorben|sorbischen]] Siedlungsgebiet vor, wenngleich auch dort in der Mehrzahl Erbgerichte bestanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entstehung der Oberlausitzer Richterlehen ist ungeklärt. Manche Historiker sind der Auffassung, dass sie aus dem sorbischen Adel oder den [[Gespan|Zupanen]] hervorgegangen sind. Mit der [[Deutsche Ostsiedlung|Ostbesiedelung]] ging eine [[Christianisierung]] einher und &amp;#039;&amp;#039;bekehrte&amp;#039;&amp;#039; sorbische Adlige unterstützten die neuen Herren. Vielen Sorben erschien die von den deutschen Kolonisten eingeführte Erbgerichtsbarkeit mit einer weitgehenden lokalen Selbstverwaltung als vorteilhaft. 1218 lehnten sich sorbische Bauern gegen ihren Feudalherren &amp;#039;&amp;#039;Mocco von Stolpen&amp;#039;&amp;#039; auf und unterstützten [[Bruno II. von Porstendorf|Bischof Bruno von Meißen]] bei der Landnahme.&amp;lt;ref&amp;gt;Roland Paeßler, &amp;#039;&amp;#039;Die Erbrichter in der Umgebung von Bischofswerda&amp;#039;&amp;#039;. In: Mathias Hüsni (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Schiebocker Landstreicher&amp;#039;&amp;#039;. H.&amp;amp;nbsp;3, Burkau 2008. {{ISSN|1866-7872}}. S. 8–16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Rolle hatten die Erblehnrichter im Amt [[Stolpen]] inne, z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Großdrebnitz]]. Sie unterstanden keiner [[Feudalherrschaft]], das Richteramt war erblich und die Güter wurden frühzeitig allodifiziert, d.&amp;amp;nbsp;h., in persönliches Eigentum oder [[Freirichter|Freigüter]] umgewandelt. Die Erbrichter waren zumeist von [[Frondienst]]en befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab Dörfer, in denen das Richteramt nicht erblich war. Der Richter wurde vom Grundherrn eingesetzt ([[Setzrichter]]) oder das Amt ging unter den Bauern reihum (walzendes Gericht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Gericht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Amtsbezeichnung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Recht (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte der Frühen Neuzeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Patrimonialgericht| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fruchtzwerg94</name></author>
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