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	<title>Erbbereiten - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T09:47:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erbbereiten&amp;diff=1944807&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Graph Pixel: Tippfehler korrigiert.</title>
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		<updated>2025-06-26T02:15:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erbbereiten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[berggericht]]liche Handlung, die im [[Bergbau]] bis zum Ende des 19. Jahrhunderts angewendet wurde. Diese Handlung diente der nochmaligen genauen Vermessung eines Grubenfeldes, das zur sogenannten Ausbeuteverteilung gekommen war. Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Erbbereiten&amp;#039;&amp;#039; wurde abgeleitet von &amp;#039;&amp;#039;zum Erbe bereiten&amp;#039;&amp;#039;, was so viel bedeutet wie zum festen Besitz gewähren.&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 0&amp;quot; /&amp;gt; Anderen Quellen zufolge wurde der Begriff vermutlich von dem Brauch abgeleitet, dass das zu vermessende [[Grubenfeld]] mit dem Pferd abgeritten wurde.&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 1&amp;quot; /&amp;gt; Das Erbbereiten war nach den böhmischen [[Bergordnung]]en eine feierliche Vermessung und Vermarkung der Grubenmasse.&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Formalitäten ==&lt;br /&gt;
Das Erbbereiten wird bereits 1320 in einer Urkunde [[Friedrich I. (Meißen)|Friedrichs]], des Landgrafen von Thüringen, erwähnt.&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 5&amp;quot; /&amp;gt; Zunächst diente das Erbbereiten zur nochmaligen Bestätigung des bereits [[Verleihung (Bergbau)|verliehenen]] Feldes, später wurde das Erbbereiten nur noch für [[Grubenfeld]]er verwendet, die zur [[Ausbeute (Bergbau)|Ausbeute]] kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War die [[Lagerstätte]] eines Bergwerks weitestgehend ausgebeutet und waren noch restliche [[Erz]]e in der [[Firste]] oder in der [[Sohle (Bergbau)|Sohle]] vorhanden, so konnte ein [[Mutung|Muter]] beim [[Bergamt]] beantragen, dass diese Reste noch zur Ausbeute kamen. Der Leiter des Oberbergamtes entschied dann, ob der Antrag genehmigt wurde. Danach kam der Antrag zur öffentlichen Bekanntmachung. Hierzu wurde der Antrag innerhalb von 14 Tagen an den drei Samstagen öffentlich ausgerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der dreimaligen öffentlichen Ausrufung versammelten sich die Mitglieder des Oberbergamtes, des Bergamtes, die Grubenvorsteher, die [[Gewerke (Bergbau)|Gewerken]] sowie die Ratsmitglieder der Stadt zur feierlichen Vermessung am &amp;#039;&amp;#039;Erbbereitungsort&amp;#039;&amp;#039;. Bei der Versammlung wurde der Antrag nochmals vor allen Versammelten vorgelesen. Anschließend wurden alle Versammelten ermahnt, dass es bei Strafe verboten sei, in die Messschnur zu greifen. Anschließend wurde das vorher vom [[Markscheider]] abgesteckte Feld vom Bürgermeister der Stadt vermessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Vermessung der [[Fundgrube]] oder Maaße beendet war, hatten der [[Schichtmeister]] oder der [[Lehnträger]] das Recht, einen Sprung zurück zu tun. Dieser Sprung wurde &amp;#039;&amp;#039;Erbbereitungssprung&amp;#039;&amp;#039; genannt und diente dazu, zum vermessenen Feld eine zusätzliche Länge dazuzugeben. Um die Weite des Sprunges wurde der [[Lochstein (Bergbau)|Lochstein]] von den [[Berggeschworener|Berggeschworenen]] nach vorne versetzt. Der Vermessungsvorgang wurde im &amp;#039;&amp;#039;Erbbereitungsbuch&amp;#039;&amp;#039; und im [[Bergbuch]] protokolliert. Gab es Differenzen bei der Vermessung, konnte gegen die Vermessung Einspruch erhoben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Vermessung wurden alle daran beteiligten Personen von den Bergwerksbesitzern bewirtet. Das gereichte Essen wurde &amp;#039;&amp;#039;Erbbereitungsmahlzeit&amp;#039;&amp;#039; genannt.&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erbbereitungsgebühren ==&lt;br /&gt;
Für das Erbbereiten musste eine Gebühr entrichtet werden, die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Erbbereitungsgebühr&amp;#039;&amp;#039;. Diese Gebühr war in den jeweiligen Bergrevieren unterschiedlich hoch. Im [[Freiberg]]er Bergrevier war es nach altem markgräflichen Bergrecht üblich, einen Eimer voll Wein zu geben. Später wurde dieser Brauch umgewandelt in die Zahlung eines Geldbetrages. Das Geld wurde hierzu nach der Vermessung auf ein neues [[Arschleder]], das sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Erbbereitungsleder&amp;#039;&amp;#039;, gezählt. Hierzu wurde das Erbbereitungsleder auf der Erde ausgebreitet und die Erbbereitungsgebühren darauf gezählt. Die Gebühren wurden vom Schichtmeister ausgezahlt. Nachdem das Geld abgenommen war, wurde das Erbbereitungsleder unter die versammelten [[Bergmann|Bergleute]] geworfen und der Bergmann, der es auffing, durfte es behalten. Anschließend warf der Schichtmeister noch einige Taler in Form von kleinen Münzen unter die versammelten Bergleute, dieser Brauch wurde &amp;#039;&amp;#039;Erbbereitungsauswurf&amp;#039;&amp;#039; genannt.&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Herbert Clauss, Siegfried Kube: &amp;#039;&amp;#039;Freier Berg und vermessenes Erbe. Untersuchungen zur Frühgeschichte des Freiberger Bergbaus und zur Entwicklung des Erbbereitens.&amp;#039;&amp;#039; Freiberger Forschungshefte D21. Berlin 1957 ([http://digital.slub-dresden.de/id1680687123 LINK])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Swen Rinmann: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeines Bergwerkslexikon.&amp;#039;&amp;#039; Zweyter Theil, Fr. Chr. W. Vogel, Leipzig 1808&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 0&amp;quot;&amp;gt;Moritz Ferdinand Gätzschmann: &amp;#039;&amp;#039;Sammlung bergmännischer Ausdrücke.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Craz &amp;amp; Gerlach, Freiberg 1881.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.untertage.com/cms/content/view/137/2/ Thomas Witzke: Markscheiderische Zeichen, Tafeln und Markierungen, Grubenfeldgrenzen. Grubenarchäologische Gesellschaft] (zuletzt abgerufen am 23. Februar 2015).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 2&amp;quot;&amp;gt;Carl von Scheuchenstuel: &amp;#039;&amp;#039;IDIOTICON der österreichischen Berg- und Hüttensprache.&amp;#039;&amp;#039; k. k. Hofbuchhändler Wilhelm Braumüller, Wien 1856.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 3&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Bergmännisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;. Johann Christoph Stöbel, Chemnitz 1778.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 4&amp;quot;&amp;gt;Carl Friedrich Richter: &amp;#039;&amp;#039;Neuestes Berg- und Hütten-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Erster Band, Kleefeldsche Buchhandlung, Leipzig 1805.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 5&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Veith: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Bergwörterbuch mit Belegen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag von Wilhelm Gottlieb Korn, Breslau 1871.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* www.molchner-stolln.de: {{Internetquelle | url=http://www.molchner-stolln.de/erbebereiten.htm | titel=Walter Bogsch: Erbebereiten. Eine Bergsitte und eine Inschriftdeutung| zugriff=2010-04-30}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergrecht (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Graph Pixel</name></author>
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