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	<title>Erbauung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T22:33:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erbauung&amp;diff=530894&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Zollernalb am 4. September 2025 um 07:26 Uhr</title>
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		<updated>2025-09-04T07:26:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erbauung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Griechische Sprache|griechisch]] &amp;#039;&amp;#039;oikodomé&amp;#039;&amp;#039;/&amp;#039;&amp;#039;oikodoméin&amp;#039;&amp;#039;, davon lateinisch &amp;#039;&amp;#039;aedificatio, exstructio&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet in der [[Christentum|christlichen Tradition]] den Prozess des &amp;#039;&amp;#039;Baues/Bauens&amp;#039;&amp;#039; der [[Kirche (Organisation)|Kirche]] als Gemeinschaft (im Unterschied zur Bezeichnung „[[Kirchenbau]]“, die sich auf Kirchen als Gebäude bezieht). Obwohl der Begriff der Erbauung zu jeder Zeit einer permanenten Erosion und Inflation unterworfen war, bleibt sein Inhalt ein Wesensmerkmal der Beziehung von Kirche und [[Gemeinde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erbauung wird daher definiert als das, was die Kirche in ihrem Christusbezug stärkt, ihre [[Charisma|charismatische]] und [[Diakonie|diakonische]] Kraft fördert und dadurch ihre [[Mission (Christentum)|missionarische]] Ausstrahlung erhöht. Einzelerbauung und persönliche [[Spiritualität]] hat im Blick auf dieses überindividuelle, letztlich [[Eschatologie|eschatologische]] Ziel Bedeutung und Grenze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Metapher vom Bau begegnet im [[Paulus von Tarsus|paulinischen]] Schrifttum als Bild von der Kirche als &amp;#039;&amp;#039;Haus (Gottes bzw. Christi)&amp;#039;&amp;#039;, dessen lebendige Steine die Christen sind. Das Erbauungsgeschehen erfolgt demnach in Gottesdienst und Verkündigung, wie auch im öffentlichen Zeugnis jedes Einzelnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Darum ermahnt euch untereinander und einer erbaue den anderen, wie ihr auch tut.&amp;#039;&amp;#039; {{B|1 Thess|5|11}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Sinn des Wortes findet sich bei [[Philipp Melanchthon|Melanchthon]]:&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;das also zusammen ist die nötige Kirchenlehre von Anfang der Schöpfung bis zu Erbauung der Kirchen nach den Aposteln.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:Anrichtung der lat. Schule. Bonn 1543, zit. b. Grimm [[Deutsches Wörterbuch|DWB]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bisher beschriebenen Facetten der Begriffs „Erbauung“ werden heute oft eher mit dem Begriff „[[Gemeindeaufbau]]“ abgedeckt. Denn seit dem 16. Jahrhundert setzte ein Bedeutungswandel des Begriffs Erbauung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Innerlicher Erbauungsbegriff ==&lt;br /&gt;
Im 16. und 17. Jahrhundert wandelt sich der Gehalt des Erbauungsbegriffes ins [[Individualität|individuell]]-[[Mystik|mystische]]: Das Wort wurde zu einem Zentralbegriff des [[Pietismus]] und hatte dort einen [[Innerlichkeit]]sakzent bekommen. Nicht mehr der Aufbau der Kirche, sondern die Glaubensstärkung [[Frömmigkeit|frommer]] Gemeinschaften und ihrer einzelnen Mitglieder war nun damit bezeichnet. Darüber hinaus jedoch richteten sich die Schritte der Erbauung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;über die pietistische Selbst-Erbauung und das persönliche Erweckungserlebnis hinaus auch noch auf die Belehrung der anderen und die Belebung ihres religiösen Empfindens, sie bezeichneten die Förderung und Stärkung der Glaubensgewissheit durch die Erwärmung der Herzen. Ihr Wirkungsfeld war grundsätzlich nicht auf die Kirche begrenzt, doch galten sie hier als besonders notwendig für all diejendigen, die noch nicht die rechte Herzens- und Verstandesbildung gewonnen hatten.&amp;#039;&amp;#039; (Hölscher 116)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prägend wurde der durch [[Philipp Jacob Spener|Spener]] und [[August Hermann Francke|Francke]] verfochtene Erbauungsbegriff: ein [[moral]]ischer Wert und ein ästhetisches [[Emotion|Gefühl]]. Konsequent beschrieb die [[Zeitalter der Aufklärung|Aufklärung]] &amp;#039;&amp;#039;erbauen&amp;#039;&amp;#039; als &amp;#039;&amp;#039;das (sein) Gemüt erheben, fromme Gedanken wecken (fassen) und zum Guten aufmuntern (ermuntert und gestärkt werden)&amp;#039;&amp;#039;. ([[Hoffmann und Campe|Campe]], Wörterbuch der deutschen Sprache)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;wenn man eine diesem Ausdruck angemessene Bedeutung sucht, so ist sie wohl nicht anders anzugeben, als dass darunter die moralische Folge aus der [[Andacht]] auf das Subject verstanden werde.&amp;#039;&amp;#039; Kant 6, 385 zit. b. Grimm DWB;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der metaphorische Sinn verblasste mit der Zeit und ist heute praktisch vergessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Kritik des 19. Jahrhunderts, die bis heute anhält, tat man den Begriff argwöhnisch als &amp;#039;&amp;#039;Frömmelei&amp;#039;&amp;#039; ab. Insbesondere der Philosoph [[Søren Kierkegaard|Kierkegaard]] wandte sich dem Begriff entschieden zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Erbauungsliteratur]], [[Frömmigkeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Friedrich (Theologe)|Gerhard Friedrich]], [[Gerhard Krause (Theologe)|Gerhard Krause]]: &amp;#039;&amp;#039;Erbauung I. Neues Testament II. Theologiegeschichtlich und praktisch-theologisch&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Theologische Realenzyklopädie]] 10 (1982), S. 18–28.&lt;br /&gt;
* [[Lucian Hölscher]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der protestantischen Frömmigkeit in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. München 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4276837-8}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christliche Spiritualität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ekklesiologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zollernalb</name></author>
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