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	<title>Erbamt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;MeAmME am 6. Juni 2025 um 08:14 Uhr</title>
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		<updated>2025-06-06T08:14:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erbamt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war im [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] ein [[Hofamt]], das Adelige bei offiziellen, insbesondere zeremoniellen Anlässen (etwa Krönungen) ausübten. Die [[Hofamt|Hofämter]] am Hof des Kaisers hatten sich aus den [[Merowinger|merowingischen]] Hausämtern entwickelt und wurden seit dem 10. Jahrhundert nur noch von bedeutenden [[Reichsfürst]]en ausgeübt, wobei sie in der Praxis immer mehr symbolischer Natur wurden, während die ursprüngliche Funktion fast ganz verloren ging. Die bedeutendsten von ihnen wurden später als [[Erzämter]] mit der [[Kurfürst|Kurwürde]] verbunden, also von den Kurfürsten ausgeübt. Die Hofämter des Reiches waren bei den weltlichen Kurfürsten schon früh erblich und bei den geistlichen an den jeweiligen Bischofsstuhl gebunden, ihre Verwaltung und praktische Ausübung in Stellvertretung des kurfürstlichen Inhabers (z.&amp;amp;nbsp;B. bei der [[Krönung der römisch-deutschen Könige und Kaiser]]) wurde hingegen niederrangigeren Adligen als „Erbamt“ übertragen. Diese Stellvertretung hatten die Kaiser ursprünglich nur auf Lebenszeit vergeben, doch seit dem Beginn des 13. Jahrhunderts wurde sie ebenfalls erblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erbämter des Heiligen Römischen Reiches ==&lt;br /&gt;
Bei der [[Krönung der römisch-deutschen Könige und Kaiser|Krönung eines Kaisers oder Römischen Königs]] hatten Vertreter dieser Familien in Stellvertretung der Kurfürsten die [[Insignien]] zu tragen und vor bzw. beim anschließenden [[Krönungsmahl]] symbolische Handlungen zu vollziehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;Erbmarschall&amp;#039;&amp;#039; trug das [[Reichsschwert]] und ritt beim Krönungsmahl mit seinem Pferd in einen aufgeschütteten [[Hafer]]haufen, der dem Pferd bis zum Bauch reichen musste.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;[[Erbkämmerer]]&amp;#039;&amp;#039; trug das Reichs[[zepter]] und reichte beim Krönungsmahl dem Kaiser einen Krug mit Wasser und ein Tuch zum Händewaschen.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;Erbmundschenk&amp;#039;&amp;#039; brachte dem Kaiser einen silbernen Becher mit Wein.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;Erbtruchsess&amp;#039;&amp;#039; trug den [[Reichsapfel]] und schnitt beim Krönungsmahl eine Scheibe von einem auf dem Platz vor dem Römer in [[Frankfurt am Main|Frankfurt]] gebratenen Ochsen ab und überreichte sie dem Kaiser.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;Erbbannerträger&amp;#039;&amp;#039; trug das [[Reichsbanner des Heiligen Römischen Reiches|Reichsbanner]] und die [[Reichssturmfahne]].&lt;br /&gt;
* 1658 zur Krönung [[Leopold I. (HRR)|Leopolds&amp;amp;nbsp;I.]] versah erstmals der &amp;#039;&amp;#039;Erbschatzmeister&amp;#039;&amp;#039; sein Amt, indem er Gedenkmünzen ins Volk warf. Er trug bei der Krönung dann die [[Reichskrone]]. Dieses Amt wurde nach 1648 verliehen, um ein entsprechendes Erbamt, in Anlehnung an die achte Kurwürde der Pfalzgrafen bei Rhein zu schaffen, denen das Erzschatzmeisteramt verliehen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach diesen Zeremonien wurden Hafer, Wein und Ochse dem Volk gegeben, was regelmäßig zu Tumulten führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben diesen mit den Erbämtern der weltlichen Kurfürsten führten noch andere Familien Reichsämtertitel, mit denen nur teilweise Privilegien verbunden waren. Aufgrund der Beliebtheit der [[Jagd]] trugen beispielsweise mehrere Familien den Titel Erz-, Reichs- bzw. Unterjägermeister. Nicht alle Erbämter hatten Bestand, so bekam Graf [[Rainald II. (Geldern)|Rainald II.]] von [[Herzogtum Geldern|Geldern]] 1339 zusammen mit der Herzogswürde den Titel Erzgarderobemeister (&amp;#039;&amp;#039;Protovestiarius&amp;#039;&amp;#039;), doch konnte sich das entsprechende Amt angeblich nicht durchsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt hatten folgende Familien die Ämter inne:&lt;br /&gt;
* [[Reichserbmarschall|Erbmarschallamt]]: die &amp;#039;&amp;#039;Grafen von [[Pappenheim (Adelsgeschlecht)|Pappenheim]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Erbtruchsessenamt: zunächst die &amp;#039;&amp;#039;Grafen von [[Nordenberg (Adelsgeschlecht)|Nordenberg]]&amp;#039;&amp;#039;, dann die &amp;#039;&amp;#039;Grafen Truchsess von [[Haus Waldburg|Waldburg]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Erbkämmereramt: [[Hohenzollern]], davor die &amp;#039;&amp;#039;[[Herren von Weinsberg]]&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Grafen von [[Falkenstein (hessisches Adelsgeschlecht)|Falkenstein]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Erbschenkamt: die &amp;#039;&amp;#039;Grafen zu [[Schenken von Limpurg|Limpurg]]&amp;#039;&amp;#039;, bis 1713. Nach dem Erlöschen dieser Familie wurden vom Reichserzschenken (König von Böhmen) die österreichischen &amp;#039;&amp;#039;Grafen von [[Althan]]&amp;#039;&amp;#039; mit diesem Amt beliehen.&lt;br /&gt;
* Erbküchenmeisteramt: die &amp;#039;&amp;#039;Grafen Truchsess von [[Haus Waldburg|Waldburg]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Erbschatzmeisteramt: die &amp;#039;&amp;#039;Grafen zu [[Sinzendorf (Adelsgeschlecht)|Sinzendorf]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Erzjägermeisteramt: die &amp;#039;&amp;#039;[[Markgrafen von Meißen]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Erbunterjägermeisteramt: die &amp;#039;&amp;#039;Grafen von [[Schwarzburg (Adelsgeschlecht)|Schwarzburg]]&amp;#039;&amp;#039; bis 1708&lt;br /&gt;
* Reichsjägermeisteramt: die &amp;#039;&amp;#039;[[Grafen von Urach]]&amp;#039;&amp;#039;, später die &amp;#039;&amp;#039;Herzöge von [[Haus Württemberg|Württemberg]]&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
* Erbstallmeisteramt: die &amp;#039;&amp;#039;Grafen von [[Schwarzburg (Adelsgeschlecht)|Schwarzburg]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Erbtürhüteramt: die &amp;#039;&amp;#039;Grafen von [[Werthern (Adelsgeschlecht)|Werthern]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Generalerb[[postmeister]]amt im römischen Reich und in den Niederlanden: die &amp;#039;&amp;#039;Grafen von [[Thurn und Taxis]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Reichssturmfahne|Erbbanneramt]]: die &amp;#039;&amp;#039;Herzöge von [[Haus Württemberg|Württemberg]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Das Recht der [[Vorstreit#Vorstreit zwischen Rhein und Weser|Vorstreit zwischen Rhein und Weser]]: die &amp;#039;&amp;#039;Grafen von [[Grafschaft Arnsberg|Werl-Arnsberg]]&amp;#039;&amp;#039;, zuletzt an das &amp;#039;&amp;#039;[[Haus Nassau]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Familien führten meistens das Symbol ihres Amtes im Wappen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Erbämter ==&lt;br /&gt;
Neben diesen Reichserbämtern bestanden aber auch Erbämter der einzelnen Reichsfürsten. Schon Kaiser [[Konrad II. (HRR)|Konrad&amp;amp;nbsp;II.]] hatte den Reichsfürsten das Recht erteilt, nach dem Muster der [[Erzamt|Reichserzämter]] Hofämter zu errichten. Diese Hofämter, nachmals beträchtlich vermehrt und teilweise mit einträglichen [[Pfründe]]n ausgestattet, wurden ebenfalls in gewissen Familien erblich. Sie waren als angenehme [[Sinekure]]n gesucht.&lt;br /&gt;
Mit der Auflösung des Reiches hörten auch dessen Erbämter auf; diejenigen in den einzelnen Ländern blieben zum Teil erhalten, neue Erblandeshofämter kamen hinzu.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Erbämter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Meyers Konversationslexikon]].&amp;#039;&amp;#039; Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885–1892.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Errichtung war Sache des Landesherrn, ihre Inhaber hatten bei besonders feierlichen Gelegenheiten nach den [[Zeremonie|Zeremonialvorschriften]] bestimmte Ehrendienste zu leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
In der [[Habsburger]]monarchie gab es in den zum früheren [[Deutscher Bund|Deutschen Bund]] gehörenden Ländern zahlreiche Erbhofämter. In den [[Habsburgermonarchie#Habsburgische Erblande|Erblanden]] bestanden von Beginn an die vier Erbämter: Erbtruchsess, Marschall, Erbschenk und Erbkämmerer, in Kärnten auch das Pfalzgrafenamt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alois Niederstätter]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Herrschaft Österreich, 1278–1411, Fürst und Land im Spätmittelalter.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Herwig Wolfram]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Österreichische Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Wien 2001, ISBN 3-8000-3526-X, S. 307 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grafen von [[Paar (Adelsgeschlecht)|Paar]] waren seit dem 17. Graf Erb[[postmeister]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bayern ===&lt;br /&gt;
Im [[Königreich Bayern]] wurden durch die Verfassungsurkunde vom 1. Mai 1808 vier lehnbare [[Kronämter des Königreichs Bayern|Reichskronämter]] geschaffen. Von diesen Würden bekleidete das des Kronobersthofmeisters der Fürst von [[Oettingen (fränkisch-schwäbisches Adelsgeschlecht)|Öttingen-Öttingen]] bzw. Öttingen-Spielberg, das des Kronoberstkämmerers der Fürst von [[Hohenlohe-Schillingsfürst]] und das Amt des Kronoberstmarschalls der Fürst von [[Fugger-Babenhausen]]. Der vierte Kronbeamte des Reichs war der Kronoberstpostmeister, der von der Familie [[Thurn und Taxis]] gestellt wurde. Die Inhaber aller dieser Ämter waren Mitglieder der Kammer der Reichsräte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Königreich Hannover ===&lt;br /&gt;
Im [[Königreich Hannover]] war 1814 ein Erblandmarschallamt errichtet und [[Georg zu Münster]] übertragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Württemberg ===&lt;br /&gt;
Auch im [[Königreich Württemberg]] wurden 1808 vier lehnbare Kronerbämter geschaffen:&lt;br /&gt;
* der Reichserbmarschall ([[Hohenlohe-Oehringen]])&lt;br /&gt;
* der Reichserboberhofmeister ([[Waldburg-Zeil-Wurzach]])&lt;br /&gt;
* der Reichserboberkämmerer ([[Löwenstein-Wertheim]]) und&lt;br /&gt;
* der Reichserbpanner ([[Zeppelin (Adelsgeschlecht)|Zeppelin]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus älterer Zeit stammenden Erbämter des Erbkämmerers (Freiherr [[Gültlingen (Adelsgeschlecht)|von Gültlingen]]) und des Erbmarschalls (Freiherr [[Thumb von Neuburg]]) gehören nicht zu den Kronerbämtern Württembergs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Art. [https://books.google.nl/books?id=I1NeAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA585&amp;amp;hl=nl &amp;#039;&amp;#039;Erbämter.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Encyclopädie oder Allgemeines Real-Wörterbuch aller Künste und Wissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 8, Frankfurt am Main 1783, S. 585–592.&lt;br /&gt;
* [[Julius von Ficker]]: [https://books.google.nl/books?id=Vx5GAAAAcAAJ&amp;amp;hl=nl &amp;#039;&amp;#039;Die Reichshofbeamten der staufischen Periode.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Sitzungsberichte der philosophisch-historischen Classe der kaiserlichen Akademie der Wissenschafften&amp;#039;&amp;#039; 40 (1862), S. 447–559.&lt;br /&gt;
* Irmgard Latzke: &amp;#039;&amp;#039;Hofamt, Erzamt und Erbamt im mittelalterlichen deutschen Reich.&amp;#039;&amp;#039; Diss., Frankfurt 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Recht (Heiliges Römisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Amtsbezeichnung| Erbamt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MeAmME</name></author>
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