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	<title>Equites Originarii - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Equites_Originarii&amp;diff=685184&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;VonWolke am 11. August 2025 um 04:22 Uhr</title>
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		<updated>2025-08-11T04:22:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;equites originarii&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[latein]]isch für „ursprüngliche Ritter“) sind die [[uradel]]igen Familien [[Holstein]]s und [[Stormarn]]s, die seit dem [[Hochmittelalter]] dort ansässig waren oder sind. Gemeinsam mit den &amp;#039;&amp;#039;equites recepti&amp;#039;&amp;#039; (den „aufgenommenen Rittern“, siehe unten) bilden sie die &amp;#039;&amp;#039;Schleswig-Holsteinische [[Ritterschaft]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Spruner-Menke Handatlas 1880 Karte 31 Nebenkarte 1.jpg|mini|hochkant=1.2|Bevölkerung Schleswig-Holsteins vor Beginn der [[Hochmittelalterliche Ostsiedlung|hochmittelalterlichen Ostsiedlung]] um 1150. &amp;#039;&amp;#039;Ocker:&amp;#039;&amp;#039; sächsische Stämme, &amp;#039;&amp;#039;blau:&amp;#039;&amp;#039; abodritische Stämme, dazwischen der &amp;#039;&amp;#039;Limes Saxonicus&amp;#039;&amp;#039;.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[12. Jahrhundert]] wurden die ersten ritterschaftlichen Familien urkundlich erwähnt. Sie erbauten sich zunächst [[Motte (Burg)|Motten]] (hölzerne Turmhügelburgen) als Rittersitze. Das heutige Schleswig-Holstein wurde damals von sehr unterschiedlichen Volks- und Sprachgruppen bewohnt. Die [[Eider]] markierte über Jahrhunderte die Sprachgrenze zwischen [[Deutsche Sprache|Deutsch]], genauer [[Niederdeutsche Sprache|Niederdeutsch]], und [[Dänische Sprache|Dänisch]]; nur wenig nördlich davon entstand im [[Frühmittelalter]] das [[Danewerk]] zwischen dem Eider-Zufluss [[Treene]] und der [[Schlei]] bei [[Schleswig]]; nördlich davon begann das dänische [[Jütland]]. In dessen südwestlichem Teil, dem heutigen [[Kreis Nordfriesland]], siedelten die [[Nordfriesen]], die die [[nordfriesische Sprache]] sprachen. Der &amp;#039;&amp;#039;Limes Saxonicus&amp;#039;&amp;#039; hingegen war ein breiter, kaum besiedelter Landstreifen, der sich in Nord-Süd-Richtung von der Schlei bis zur Elbe erstreckte und die Sprachgrenze zwischen den [[Sachsen (Volk)|sächsischen]] Stämmen im alten [[Nordalbingien]] sowie den [[Westslawen|westslawischen]] Stämmen der [[Abodriten]] markierte. Nordalbingien war in drei [[Gau]]e geteilt, [[Dithmarschen]], [[Holstengau]] und [[Stormarn]]. Jeder Gau stand unter der Führung eines [[Overbode]]n; das Geschlecht der [[Ammoniden]] stellte die Overboden des Holstengaus, der von den [[Holsten (Volksstamm)|Holsten]] bevölkert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutigen Kreise [[Kreis Plön|Plön]], [[Kreis Ostholstein|Ostholstein]], die Gegend um [[Lübeck]] und der [[Kreis Herzogtum Lauenburg]] waren um 1150 noch von den abodritischen Teilstämmen der [[Wagrier]] und [[Polaben]] dünn besiedelt. Deutsche [[Ritter]] gründeten dort als [[Lokator]]en im Rahmen der [[Hochmittelalterliche Ostsiedlung|hochmittelalterlichen Ostsiedlung]] neue Bauerndörfer für Einwanderer vor allem aus [[Westfalen]] und [[Niedersachsen]], unter der Anführung von [[Adolf I. (Schauenburg und Holstein)|Adolf von Schauenburg]] und [[Heinrich von Badewide]]. Die [[Grafen von Schauenburg und Holstein|Herren von Schauenburg]] etablierten sich ab 1111 als [[Lehnsherr]]en der [[Gau]]e [[Holstein]] und [[Stormarn]], ab 1225 als &amp;#039;&amp;#039;Grafen von Holstein und Schauenburg&amp;#039;&amp;#039;. In der östlichen Landeshälfte entstand daher ein Gemisch aus [[Feudalismus|Feudalstrukturen]] und [[freie]]n Bauern. Durch Gegenwehr in [[Dithmarschen]] konnte sich hier nur wenig Adel und Ritterschaft ausbreiten. Die Overboden stellte hier das Geschlecht der Wollersen. Es entwickelten sich ab den 13. Jahrhundert Wappengeschlechter und eine spezielle Form der [[Plutokratie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Dithmarschen schon im 13., in [[Nordfriesland]] und [[Stormarn]] wanderten im 16. Jahrhundert zudem [[Friesen|westfriesische]] Siedler ein, die Spezialisten im [[Deichbau]] waren und ihre von Sturmfluten gefährdeten fruchtbaren Marschböden als freie Bauern von [[Warft]]en und [[Haubarg]]en aus bewirtschafteten. Die westlichen Stämme versuchten, mit mehr oder weniger Erfolg (siehe die [[Schlacht bei Hemmingstedt]] von 1500), sich der Landesherrschaft und  dem [[Lehnswesen]] zu entziehen. Im Westen des [[Herzogtum Holstein|Herzogtums Holstein]] gab es nur ein paar &amp;#039;&amp;#039;[[Adliges Gut|Adlige Güter]]&amp;#039;&amp;#039; nahe der [[Unterelbe]], darunter das Marschgut [[Haseldorf]], und einige um [[Itzehoe]], darunter [[Schloss Breitenburg]]; im Westen des [[Herzogtum Schleswig|Herzogtums Schleswig]] entstanden überhaupt erst in der Renaissancezeit das landesherrliche [[Schloss vor Husum]] und das ritterschaftliche [[Herrenhaus Hoyerswort]]. Ansonsten konzentrieren sich die ritterschaftlichen Güter – ebenso wie die herzoglichen und bischöflichen Schlösser – bis heute auf die östliche Landeshälfte, wo das Klima vorteilhafter ist, Seeverbindungen an die deutsche [[Ostsee]]küste, nach Dänemark und Schweden bestanden und die [[Hanse]] einen weiträumigen Handel entfaltete. Immer wieder kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen der Holsteiner Grafen und ihrer Vasallen, oft im Bund mit der Hanse und den [[Mecklenburg]]er Herzögen, gegen die Könige von Dänemark, im 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert etwa gegen [[Waldemar IV. (Dänemark)|Waldemar IV. Atterdag]] und seine Tochter [[Margarethe I.]] Den Holsteiner Grafen und Rittern ging es dabei um das [[Herzogtum Schleswig]] ([[Süderjütland]]), der Hanse um Handelsprivilegien und die Kontrolle über den [[Øresund]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst mit dem [[Vertrag von Ripen]] vom 2. März 1460 wurde der zunächst lose Verbund der landtagsfähigen Ritter (und späteren adeligen Gutsbesitzer) des Landes als [[Ständeordnung|Stand]] mit weitreichenden Privilegien etabliert. Die &amp;#039;&amp;#039;Privilegienlade&amp;#039;&amp;#039; von 1503, verziert mit 24 ritterlichen Wappen, befindet sich heute im Museum [[Schloss Gottorf]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://geschichte-s-h.de/sh-von-a-bis-z/r/ritterschaft-2/ Ritterschaft], mit Abbildung der &amp;#039;&amp;#039;Privilegienlade&amp;#039;&amp;#039; von 1503 auf der Webseite der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund dieses Vertrages wählte die schleswig-holsteinische Ritterschaft den dänischen König [[Christian I. (Dänemark, Norwegen und Schweden)|Christian I.]] zum [[Herzog]] von [[Herzogtum Schleswig|Schleswig]] und Grafen von [[Herzogtum Holstein|Holstein]] und [[Stormarn]]. Die damit begründete [[Personalunion]] zwischen dem vom [[Haus Oldenburg]] regierten [[Königreich Dänemark]] und den beiden norddeutschen Herzogtümern hatte bis 1864 Bestand. Die Ritterschaft erhielt im Gegenzug für die Bevorzugung Christians gegenüber seinem Konkurrenten [[Otto II. (Schaumburg)|Otto&amp;amp;nbsp;II.]] aus dem Haus der [[Grafen von Schauenburg und Holstein]] aus der Linie [[Holstein-Pinneberg]] das Recht, die Nachfolger jeweils selbst zu erwählen – die dänischen Könige wurden also nicht automatisch jeweils auch Herzöge von Schleswig und Holstein, sondern nur nach bestätigender Wahl durch die Ritterschaft. Die [[Handfeste]], wie der Vertrag von Ripen historisch korrekt heißt, sicherte der Schleswig-Holsteinischen Ritterschaft noch etliche weitere Rechte zu, darunter u.&amp;amp;nbsp;a. die Kriegs-, Steuer- und Münzbewilligung. Weilte der König – wie sehr oft – nicht im Land, stellte die Ritterschaft zeitweise ein mehrköpfiges Regierungsgremium. Die bekannteste Passage des Vertrags ist bis heute &amp;#039;&amp;#039;„dat se bliven ewich tosamende ungedelt“&amp;#039;&amp;#039; – also die Unteilbarkeit der beiden Herzogtümer; dies war für die Ritter insoweit von Belang, als viele von ihnen in beiden Herzogtümern Besitz hatten. Insbesondere wollten sie nicht riskieren, zwei verschiedenen Lehnsherren zu ritterlichen Kriegsdiensten verpflichtet zu sein, die sich womöglich gegenseitig bekämpfen würden – mit der unweigerlichen Folge, dass die Ritter eines Teils ihrer Lehen aufgrund von Untreue verlustig gehen würden. Als König [[Christian III. (Dänemark und Norwegen)|Christian III.]] 1544 vertragswidrig das Herzogtum [[Schleswig-Holstein-Gottorf]] für seinen Halbbruder [[Adolf I. (Schleswig-Holstein-Gottorf)|Adolf I.]] errichtete, akzeptierte die Ritterschaft dies zwar widerwillig, doch als 1564 der Bruder [[Johann (Schleswig-Holstein-Sonderburg)|Johann]] das Herzogtum [[Schleswig-Holstein-Sonderburg]] erhalten sollte, verweigerten die Stände diesem die [[Huldigung]] unter Berufung auf den Vertrag von Ripen. Johann erhielt zwar Rang und Titel, doch blieb die Souveränität beim König. Das abgeteilte Herzogtum war somit ein [[Paragium]], ein bloßes [[Titularherzog]]tum, das weder ein [[Münzrecht]] erhielt noch stehende Truppen unterhalten durfte. Als es später in weitere, kleinere Paragien aufgeteilt wurde, bezeichnete man die neuen Herzöge nur noch als &amp;#039;&amp;#039;[[Abgeteilte Herren]]&amp;#039;&amp;#039;, die lediglich einige Schlösser und Einkünfte unter sich aufteilen konnten, nicht aber die Regierungsfunktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert entstanden die Großlandwirtschaften, in Schleswig-Holstein &amp;#039;&amp;#039;[[Adliges Gut|Adlige Güter]]&amp;#039;&amp;#039; genannt, die bis in die Gegenwart hin Bestand gehabt haben. Anstelle der kleinen Wasserburgen des Mittelalters wurden große [[Herrenhaus (Gebäude)|Herrenhäuser]] im [[Renaissance]]stil errichtet, später auch im Stil von [[Barock]], [[Klassizismus]] und [[Historismus]], sowie weiträumige Wirtschaftshöfe mit repräsentativen, meist [[Reetdach|reetgedeckten]] Scheunen und Ställen. (Siehe: &amp;#039;&amp;#039;[[Liste von Burgen, Schlössern und Festungen in Schleswig-Holstein|Schlösser und Herrenhäuser in Schleswig-Holstein]]&amp;#039;&amp;#039;.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Henrik Rantzau.jpg|mini|hochkant|[[Heinrich Rantzau]] (1526–1598), von 1556 bis 1598 Statthalter dreier dänischer Könige, Ökonom, Humanist]]&lt;br /&gt;
Die schleswig-holsteinischen ritterlichen Familien gehören zum [[Deutscher Adel|Deutschen Adel]], unterstanden jedoch jahrhundertelang durch die [[Personalunion]] der Herzogtümer [[Herzogtum Schleswig|Schleswig]] und [[Herzogtum Holstein|Holstein]] mit [[Dänemark]] den [[Liste der Könige Dänemarks|dänischen Königen]]. Die Grafschaft Holstein (seit 1474 Herzogtum) unterstand – anders als das Herzogtum Schleswig – zugleich aber als Teil des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]] den [[römisch-deutscher König|römisch-deutschen Königen]] und [[Römisch-deutscher Kaiser|Kaisern]], die folglich – ebenso wie die dänischen Könige – Adelstitel bzw. Rangerhöhungen an solche Familien verliehen. Manche Familien erhielten daher den (meist für alle Familienmitglieder erblichen) [[Reichsgraf]]enstand, andere den (in der Regel [[Erstgeburtstitel|primogenen]]) dänischen Titel [[Lehnsgraf]] oder [[Baron]]. Einige dieser Familien brachten Zweige hervor, die auch in Dänemark ansässig wurden und teilweise bis heute zum [[Dänischer Adel|Dänischen Adel]] gehören. Sofern die Familiennamen sich von einem Herkunftsort (Stammsitz) ableiten, sind sie mit dem [[Adelsprädikat]] „von“ verbunden, doch wurde dieses – nach skandinavischem Vorbild – in der urkundlichen und gesellschaftlichen Namensführung oft weggelassen oder durch den vorangestellten (oder hinter Vor- und Nachnamen erwähnten) [[Ritter]]titel &amp;#039;&amp;#039;(eques)&amp;#039;&amp;#039; bzw. [[Schildknappe]] &amp;#039;&amp;#039;(scutiger)&amp;#039;&amp;#039; oder [[Edelknecht]] &amp;#039;&amp;#039;(armiger)&amp;#039;&amp;#039; ersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Die meisten altholsteinischen Adelsgeschlechter ließen das [[Adelsprädikat]] „von“ bis um das Jahr 1800 weg, darunter die Rantzau, Rumohr, Pogwisch, Brockdorff. Vier Familien bildeten eine Ausnahme: die v. Ahlefeldt, v. Buchwaldt, v. Qualen und v. der Wisch führten auch im Mittelalter stets das „von“ vor dem Namen. Siehe: [[Henning von Rumohr]]: &amp;#039;&amp;#039;Schlösser und Herrenhäuser in Schleswig&amp;#039;&amp;#039;, Weidlich Verlag Würzburg 1987, Vorwort zur 1. Auflage (1968)&amp;lt;/ref&amp;gt; Führende Persönlichkeiten aus der Ritterschaft, wie der vielfach talentierte Statthalter [[Heinrich Rantzau]], leiteten über Jahrhunderte die Geschicke von [[Herzogtum Schleswig|Schleswig]] und [[Herzogtum Holstein|Holstein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Aufklärung|aufgeklärte]] Kronprinzregent [[Friedrich VI. (Dänemark und Norwegen)|Friedrich (VI.)]] erließ 1804 eine Verordnung, wonach auf den adligen Gütern in Schleswig und Holstein mit Wirkung vom 1. Januar 1805 die [[Leibeigenschaft]] (Schollengebundenheit) mit allen unangemessenen [[Hand- und Spanndienste]]n „gänzlich und auf immer abgeschafft“ sein sollte ([[Bauernbefreiung]]). Im Laufe einiger Jahre wurde dies auch umgesetzt. Im 19. Jahrhundert entzweiten plötzlich nationale Gegensätze zwischen &amp;#039;&amp;#039;Deutsch&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Dänisch&amp;#039;&amp;#039; die Länder. Zuvor hatte die Sprachen- und Nationalitätenfrage für Adel und Bevölkerung kaum eine Rolle gespielt. Die Ritterschaft und bald auch weite Teile der deutschen nationalliberalen Bewegung in den Herzogtümern Schleswig und Holstein hielten den Vertrag von Ripen mit seiner zugesicherten Unteilbarkeit und dem Wahlrecht für den Herzogsthron für ihr „historisch verbrieftes Recht“. Darüber kam es schließlich zur Erhebung vom 1848 im Rahmen der [[März-Revolution]] und deshalb in der Folge zum [[Schleswig-Holsteinischer Krieg (1848–1851)|Schleswig-Holsteinischen Krieg (1848–1851)]] zwischen der deutschen nationalliberalen Bewegung im Bündnis mit den meisten Staaten des [[Deutscher Bund|Deutschen Bundes]] einerseits und dem Königreich Dänemark andererseits. Es folgte dann 1864 der [[Deutsch-Dänischer Krieg|Deutsch-Dänische Krieg]] zwischen dem Deutschen Bund und Dänemark um die Zugehörigkeit Schleswigs zu Dänemark. Die mehrfach verschobene [[Grenze zwischen Dänemark und Deutschland]] ließ nach 1920 nördlich der [[Clausen-Linie]] nur wenige ritterschaftliche Güter wie [[Schloss Gram]] auf die dänische Seite wechseln, dafür jedoch eine Reihe landesherrlicher Schlösser.&amp;lt;ref&amp;gt;Die herzoglich schleswigschen bzw. königlich dänischen Landschlösser [[Schloss Gravenstein]], [[Schloss Sonderburg]], [[Schloss Augustenburg (Dänemark)|Schloss Augustenburg]], [[Schloss Nordborg]] und [[Schloss Brundlund]] wechselten auf die nördliche, dänische Seite der [[Grenze zwischen Dänemark und Deutschland]]. Rittergüter wie [[Trøjborg]] und [[Schloss Schackenborg]] hatten hingegen immer unmittelbar zum Königreich Dänemark gehört. Siehe: [[Henning von Rumohr]]: &amp;#039;&amp;#039;Schlösser und Herrenhäuser in Schleswig&amp;#039;&amp;#039;, Weidlich Verlag Würzburg 1987, Vorwort zur 1. Auflage (1968)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurden bei fast allen Adligen Gütern die bisherigen Zeitpachtdörfer ([[Schupflehen]]) von den Gutshöfen getrennt, die Bauern gegen geringe Renten zu freien Eigentümern gemacht; der Politiker [[Christian zu Rantzau (Politiker)|Christian Graf zu Rantzau]] wirkte daran entscheidend mit. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] mussten fast alle [[Meierhof|Meierhöfe]] ebenfalls von den Gütern abgetrennt werden. Das sogenannte &amp;#039;&amp;#039;30.000-Hektar-Abkommen&amp;#039;&amp;#039;, eine Art freiwillige [[Bodenreform in Deutschland|Bodenreform]], die [[Flüchtlinge in Schleswig-Holstein nach dem Zweiten Weltkrieg]] zu Kleinbauern machte, kam unter der Vermittlung von [[Friedrich zu Schleswig-Holstein|Friedrich Herzog zu Schleswig-Holstein]] und [[Conrad von Brockdorff-Ahlefeldt|Conrad Graf von Brockdorff-Ahlefeldt]] zustande. Sie erwies sich jedoch wirtschaftlich als Fehlschlag, denn 1958 führten in Schleswig-Holstein lediglich 4246 Vertriebene (von 2,6 Millionen) einen eigenen land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb und nur die Hälfte dieser Bauernstellen war über 10 Hektar groß, die meisten arbeiteten unwirtschaftlich und wurden verkauft oder aufgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20140409035204/http://www.bauernblattsh.de/landleben/familiefreizeitland-und-leute_link_index_169_33940_44_archiv.html Die Bodenreform von 1945 in Schleswig-Holstein], in: Bauernblatt 16.03.2012. Siehe auch: Martin Gietzelt: [https://geschichte-s-h.de/sh-von-a-bis-z/f/fluechtlinge/ Flüchtlinge. Am Anfang war die Not.] In: Schleswig-Holstein von A bis Z. Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte&amp;lt;/ref&amp;gt; 1959 wurde diese Bodenreform beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Trend in jüngerer Zeit ist die Trennung vieler [[Herrenhaus (Gebäude)|Herrenhäuser]] von den [[Adliges Gut|Adligen Gütern]]. Da in vielen Fällen die land- und forstwirtschaftlichen Erträge der Güter für den Unterhalt großer Herrenhäuser nicht mehr ausreichten und diese daher veräußert wurden, konnten einige vom Verfall bedrohte Herrenhäuser auf diese Weise erhalten werden, während Gutshäuser wie [[Kühren]], [[Lehmkuhlen]] oder [[Stolpe (Holstein)#Gut Depenau|Depenau]] abgebrochen wurden. Manchen bekam jedoch der Verlust ihrer wirtschaftlichen Basis nicht, Häuser wie [[Gut Salzau]] oder [[Schloss Rantzau (Rantzau)|Schloss Rantzau]] verkamen über Jahrzehnte. Neuere, oft touristische oder gastronomische Konzepte schufen in manchen Fällen Abhilfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ein überwiegender Teil der Geschlechter der „Equites Originarii“ im Lauf der Jahrhunderte im [[Mannesstamm]] erloschen ist, bilden die bis heute existierenden Familien der „Equites Originarii“ sowie der „Equites Recepti“, gemeinsam mit den adligen Familien der [[Ritter- und Landschaft (Lauenburg)|Lauenburgischen Ritterschaft]], heute die Schleswig-Holsteinische Ritterschaft. Diese unterhält die &amp;#039;&amp;#039;Adeligen Damenstifte&amp;#039;&amp;#039; [[Kloster Preetz]], [[Kloster Itzehoe]], [[St.-Johannis-Kloster vor Schleswig]] und [[Kloster Uetersen]]. Sie ist auch Trägerin der &amp;#039;&amp;#039;Ritterschaftlichen Gesellschaft Schleswig-Holstein/Lauenburg e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039;, die etwa landesgeschichtliche Bildungsmaßnahmen finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://sh-ritterschaft.de/ Website der Schleswig-Holsteinischen Ritterschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschlechter der „Equites Originarii“ ==&lt;br /&gt;
Auf dem Höhepunkt der ständischen Macht, also im 15. und 16. Jahrhundert, gab es ungefähr 25 bis 30 Geschlechter, die zu den &amp;#039;&amp;#039;Equites Originarii&amp;#039;&amp;#039; zählten. Von den holsteinischen [[Uradel]]sgeschlechtern existierten 1590 noch folgende (in der heutigen Schreibweise):&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste |breite=25em |liste=&lt;br /&gt;
* [[Ahlefeld (Adelsgeschlecht)|Ahlefeldt]],&lt;br /&gt;
* [[Blome (Adelsgeschlecht)|Blome]] (ausgestorben † 1945, in Dänemark 1984),&lt;br /&gt;
* Breide (ausgestorben † 1675),&lt;br /&gt;
* [[Brockdorff (Adelsgeschlecht)|Brockdorff]],&lt;br /&gt;
* [[Buchwaldt (Adelsgeschlecht)|Buchwaldt]], *&lt;br /&gt;
* Damme († 1679),&lt;br /&gt;
* [[Gadendorp (Adelsgeschlecht)|Gadendorp]] († 1613 (M), 1646 (W)),&lt;br /&gt;
* v. d. Hagen († 1641),&lt;br /&gt;
* Heesten bzw. Heist († 1642),&lt;br /&gt;
* Hoken bzw. Höcken († 1741),&lt;br /&gt;
* [[Krummendiek (Adelsgeschlecht)|Krummendieck]] (in Schleswig-Holstein † 1598, in Schweden † 1529, in Norwegen † vor 1530 (M) 1539 (W), in Dänemark † 1541 (M) 1551 (W)),&lt;br /&gt;
* Meinstorp († 1664),&lt;br /&gt;
* Plesse († 1639),&lt;br /&gt;
* [[Pogwisch]] († 1845),&lt;br /&gt;
* [[Qualen (Adelsgeschlecht)|Qualen]] († 1890),&lt;br /&gt;
* [[Rantzau (Adelsgeschlecht)|Rantzau]],&lt;br /&gt;
* Rathlow († 1792)&amp;lt;ref&amp;gt;Danmarks Adels Aarbog 2015-17. S. 509–48. Nr. 62.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Reventlow]],&lt;br /&gt;
* [[Rumohr (Adelsgeschlecht)|Rumohr]],&lt;br /&gt;
* {{Anker|Sehested}}[[Sehestedt (Adelsgeschlecht)|Sehestedt]] (in Schleswig-Holstein † 1767&amp;lt;ref&amp;gt;Danmarks Adels Aarbog 1940. S. 105–06 + Quellen S. 163–65.&amp;lt;/ref&amp;gt;, in Dänemark † 1872)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;,&lt;br /&gt;
* Smalstede († 1618),&lt;br /&gt;
* Stake († nach 1555),&lt;br /&gt;
* Stove bzw. Stöven († 1630),&lt;br /&gt;
* Swyn († 1577),&lt;br /&gt;
* [[Thienen-Adlerflycht|Thienen]] (in Schleswig-Holstein) seit 1841 Baron von Thienen-Adlerflycht&amp;lt;ref&amp;gt;Danmarks Adels Aarbog, letzte Ausgabe.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
* Wahlstorf († nach 1634, in Dänemark (M), 1671 (W)),&amp;lt;ref&amp;gt;Danmarks Adels Aarbog 1928. S. 143–48 + Quellen S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Wensin (Adelsgeschlecht)|Wensin]] († 1658),&lt;br /&gt;
* [[Wisch (Adelsgeschlecht)|v. d. Wisch]] († 1873),&lt;br /&gt;
* [[Wittorp]] († 1697),&lt;br /&gt;
* Wohnsfleth († 1747).&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im 15. Jahrhundert und 16. Jahrhundert sind etliche uradelige Familien beziehungsweise Linien von uradeligen Familien mit eigenem Geschlechternamen ausgestorben, einige schon im 14. Jahrhundert, andere sind aus den Herzogtümern nach Dänemark abgewandert, so zum Beispiel:&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste |breite=25em |liste=&lt;br /&gt;
* Alverstorp († um 1440),&lt;br /&gt;
* Ascheberg († 1535),&lt;br /&gt;
* [[Barmstede (Adelsgeschlecht)|Barmstede]] († um 1375),&lt;br /&gt;
* Barsebeke († um 1495),&lt;br /&gt;
* Block († nach 1463)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;A Thiset og PL Wittrup: Nyt Dansk Adelslexikon. 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
* Bosendal († ca. 1535, in Dänemark nach 1501),&lt;br /&gt;
* Campe(n) (†&amp;amp;nbsp;1499),&lt;br /&gt;
* Dosenrode († 1476),&lt;br /&gt;
* Godow (aus [[Godau]] am Plöner See), um 1330 nach [[Lolland]] ausgewandert († ca. 1510) &lt;br /&gt;
* Hake († ca. 1585),&lt;br /&gt;
* [[Haselau (Adelsgeschlecht)|Haselau]] († 13. Jh.),&lt;br /&gt;
* v. d. Helle († ca. 1461),&lt;br /&gt;
* Hummersbotele bzw. Hummelsbüttel († 1496),&lt;br /&gt;
* Kale († 1420),&lt;br /&gt;
* von dem Knope bzw. Knoop (aus [[Gut Knoop]]), nach Dänemark abgewandert, dort als &amp;#039;&amp;#039;Knob(e)&amp;#039;&amp;#039; † 1565&lt;br /&gt;
* Kuren bzw. Kühren († um 1435),&lt;br /&gt;
* Kule († 1492),&lt;br /&gt;
* Lasbeke († um 1475),&lt;br /&gt;
* Latendorp († um 1485),&lt;br /&gt;
* Lembek († 1562),&lt;br /&gt;
* Mistorp († 1555),&lt;br /&gt;
* Möed (auch Möeth oder Moeten), Schack Möeth (Burgvogt von Kiel) fiel 1500 [[Schlacht bei Hemmingstedt|bei Hemmingstedt]], &lt;br /&gt;
* Moislingen (in [[Lübeck-Moisling]] bis 1376)&lt;br /&gt;
* Muggele bzw. Mucheln († ca. 1475),&lt;br /&gt;
* Muk(k)esvelde (= Muggesfelde) († um 1425),&lt;br /&gt;
* Plone bzw. Plön († um 1405),&lt;br /&gt;
* Porsvelde bzw. Postfeld († 1514 in Danmark)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;,&lt;br /&gt;
* Rastorp (aus [[Gut Rastorf]], um 1327/28 nach Dänemark ausgewandert, dort unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Rostrup&amp;#039;&amp;#039; † 1749)&lt;br /&gt;
* Rickesdorp bzw. Rixtorp († 1509),&lt;br /&gt;
* Rönnow, 1413/14 nach Dänemark ausgewandert, dort als &amp;#039;&amp;#039;Rønnow&amp;#039;&amp;#039; ab 1450 auf Gut Hvidkilde im Kirchspiel [[Egense Sogn]] ansässig († 1600)&lt;br /&gt;
* Sandbergh († 1473),&lt;br /&gt;
* [[Scharpenberg (Adelsgeschlecht, Elbmarschen)|Scharpenberg]] († um 1350),&lt;br /&gt;
* Schinkel († ca. 1495, in Dänemark: Skinkel [m søblade] † 1560),&lt;br /&gt;
* Selsingen († um 1420),&lt;br /&gt;
* Siggem († 1500),&lt;br /&gt;
* Smalstede († 1546),&lt;br /&gt;
* Stampe, um 1360 nach Dänemark ausgewandert, dort † ca. 1550&lt;br /&gt;
* Swawe († 1500),&amp;lt;!-- = [[Schwawe]] ? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Tedinghuusen/Tinhuus bzw. Tetenhusen († 1555),&lt;br /&gt;
* Tralow bzw. Tralau († ca. 1420),&lt;br /&gt;
* Wiltberg († nach 1469),&lt;br /&gt;
* Zeggendorp (= Sechendorf) († ca. 1410).&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den im [[Spätmittelalter]] bzw. in der [[Frühe Neuzeit|frühen Neuzeit]] eingewanderten und informell aufgenommenen Adelsgeschlechtern gehören unter anderen die Thienen (vor 1314; ab 1840: Baron von [[Thienen-Adlerflycht]]), von dem Hagen (um 1320), [[Blome (Adelsgeschlecht)|Blome]] (um 1406) und [[Schack (Adelsgeschlecht)|Schack]] (vor 1584). Während zahlreiche der Equites Originarii dänische Zweige bildeten, die auf Lehnsgütern im Königreich ansässig wurden, fand aus dänischem Adel nur das südjütische Uradelsgeschlecht [[Holck]] (seit 1633 Reichsgrafen) direkte Aufnahme in die holsteinische Ritterschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1837 blühten laut Auskunft der Ritterschaft nur noch folgende holsteinische Uradelsgeschlechter: v. Ahlefeldt, v. Blome († 1945), v. Brockdorff, v. Buchwaldt, v. Qualen († 1890, ein unebenbürtiger Zweig, der dem niederländischen Rittmeister Hans Hanssen (1661–1713) entstammt, existiert seit Anfang des 18. Jahrhunderts in Südjütland (Schreibweise: von Qualen)), v. Rantzau, v. Reventlow, v. Rumohr, v. Thienen, v. d. Wisch († 1873).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute existieren nur noch neun dieser Equites Originarii: die Familien Ahlefeld, Brockdorff, Buchwaldt, Rantzau, Reventlow, Rumohr und Thienen-Adlerflycht als einheimische Uradelsgeschlechter sowie die zugewanderten, ebenfalls zum ritterlichen Uradel gehörenden Familien Holck und Schack. Der Zweig der Grafen Holck auf Eckhof (Dänischer Wohld im Herzogtum Schleswig) wurde Anfang 1800 unbedingt rezipiert. Die Schack, aus Bardowick im Kurfürstentum Lüneburg stammend, wanderten über das Herzogtum Sachsen-Lauenburg um 1580 in die Herzogtümer Holstein und Schleswig ein; ihre Zugehörigkeit wurde Anfang 1714 anerkannt und sie wurden in die korporative Gemeinschaft der Equites Originarii aufgenommen. Die Originarii hatten immer besondere Rechte und Privilegien, auch gegenüber den anderen adeligen Familien, die nicht zu dieser Gruppe gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wappen der heute weiterhin existierenden ursprünglichen Adelsgeschlechter der Schleswig-Holsteinischen Ritterschaft:&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ahlefeld-Wappen.png|[[Ahlefeld (Adelsgeschlecht)|Ahlefeld]]&lt;br /&gt;
Brockdorff-Wappen.png|[[Brockdorff (Adelsgeschlecht)|Brockdorff]]&lt;br /&gt;
Buchwaldt-Wappen.png|[[Buchwaldt (Adelsgeschlecht)|Buchwaldt]]&lt;br /&gt;
Rantzau-Wappen.png|[[Rantzau (Adelsgeschlecht)|Rantzau]]&lt;br /&gt;
Reventlow-Wappen.png|[[Reventlow]]&lt;br /&gt;
Rumohr-St-Wappen.png|[[Rumohr (Adelsgeschlecht)|Rumohr]]&lt;br /&gt;
Thienen-Wappen2.png|[[Thienen-Adlerflycht]]&lt;br /&gt;
Holck-Wappen.png|[[Holck]]&lt;br /&gt;
Schack-2-Wappen.png|[[Schack (Adelsgeschlecht)|Schack]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Equites Recepti“ ==&lt;br /&gt;
Die zweite wichtige Gruppe des Schleswig-Holsteinischen Adels sind die &amp;#039;&amp;#039;„Recepti“&amp;#039;&amp;#039; (Aufgenommenen), die durch einen besonderen Rechtsakt unbedingt oder bedingt in die Ritterschaft aufgenommenen Familien. Auflage ist bis heute, dass solche Familien dem historischen [[Adel]] angehören sowie seit drei Generation (i.d. Praxis 60 Jahre) in Schleswig-Holstein leben und ein [[Adliges Gut]] besitzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://sh-ritterschaft.de/mitgliedsfamilien/?cn-reloaded=1 Die ritterschaftlichen Familien] auf: sh-ritterschaft.de, Website der Schleswig-Holsteinischen Ritterschaft&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierzu werden inzwischen auch die Adelsfamilien aus der [[Ritter- und Landschaft (Lauenburg)|Lauenburgischen Ritterschaft]] gezählt (Dieser selbst gehören jedoch, ebenso wie bei den [[Landschaften und Landschaftsverbände in Niedersachsen|Niedersächsischen Ritterschaften]], sämtliche Besitzer eines bei der Ritterschaft immatrikulierten Rittergutes im [[Kreis Herzogtum Lauenburg]] an, also auch die bürgerlichen Gutsbesitzer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den &amp;#039;&amp;#039;Recepti&amp;#039;&amp;#039; muss man zwischen zwei Gruppen unterscheiden:&lt;br /&gt;
# Die aus dem (deutschen) Ausland zugewanderten [[uradel]]igen Familien, wie beispielsweise die [[Plessen (Adelsgeschlecht)|Plessen]], [[Baudissin (Adelsgeschlecht)|Baudissin]], [[Grafen von Platen|Platen]], [[Levetzow (Adelsgeschlecht)|Levetzow]], [[Bernstorff (Adelsgeschlecht)|Bernstorff]], [[Hahn (mecklenburgisches Adelsgeschlecht)|Hahn]], [[Scheel (Adelsgeschlecht)|Scheel]], [[Holstein (norddeutsch-dänisches Adelsgeschlecht)|Holstein]], [[Hessenstein (Adelsgeschlechter)|Hessenstein]], [[Schilden]], [[Moltke (Adelsgeschlecht)|Moltke]] und [[Bülow (Adelsgeschlecht)|Bülow]] sowie&lt;br /&gt;
# die ursprünglich bürgerlichen ([[briefadel]]igen) Familien, zu denen etwa die [[Wedderkop (Adelsgeschlecht)|Wedderkop]] († 1962), [[Liliencron (Adelsgeschlecht)|Liliencron]], [[Kielmansegg (Adelsgeschlechter)|Kielmansegg]], [[Luckner (Adelsgeschlecht)|Luckner]], [[Hedemann (Adelsgeschlecht)|Hedemann-Heespen]], [[Abercron (Adelsgeschlecht)|Abercron]] oder [[Schimmelmann]] gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter die &amp;#039;&amp;#039;Recepti&amp;#039;&amp;#039; werden derzeit die folgenden Familien (bzw. ihre in Schleswig-Holstein gutsgesessenen Zweige) gezählt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Abercron (Adelsgeschlecht)|v. Abercron]],&lt;br /&gt;
[[Ahlefeldt (Adelsgeschlecht)#Die Freiherren Ahlefeldt von Dehn|Freiherren v. Ahlefeldt-Dehn]],&lt;br /&gt;
[[Ahlefeldt (Adelsgeschlecht)#Die Lehnsgrafen Ahlefeldt-Laurvig in Dänemark|Grafen v. Ahlefeldt-Laurvig]],&lt;br /&gt;
[[Baudissin (Adelsgeschlecht)|Grafen v. Baudissin]]-Zinzendorf,&lt;br /&gt;
[[Bernstorff (Adelsgeschlecht)|Grafen v. Bernstorff]] (Stintenburg, ehem. Wotersen),&lt;br /&gt;
[[Bernstorff (Adelsgeschlecht)|Lehnsgrafen v. Bernstorff-Gyldensteen]],&lt;br /&gt;
[[Bethmann (Familie)|v. Bethmann-Hollweg]],&lt;br /&gt;
[[Brockdorff (Adelsgeschlecht)#Brockdorff-Ahlefeldt|Grafen v. Brockdorff-Ahlefeldt]] (Ascheberg),&lt;br /&gt;
[[Brockdorff (Adelsgeschlecht)#Brockdorff-Dallwitz|Grafen v. Brockdorff-Dallwitz]],&lt;br /&gt;
[[Bülow (Adelsgeschlecht)|v. Bülow]] (Alt-Bokhorst, Bossee, Bothkamp, Gudow, Wittmoldt),&lt;br /&gt;
[[Bülow (Adelsgeschlecht)|Grafen v. Bülow]],&lt;br /&gt;
[[Conrad Hinrich Donner (Gutsbesitzer)|Freiherren v. Donner]],&lt;br /&gt;
[[Hobe (Adelsgeschlecht)|Barone v. Hobe-Gelting]],&lt;br /&gt;
[[Jenisch (Familie)|Freiherren v. Jenisch]],&lt;br /&gt;
[[Hahn (Adelsgeschlecht)|Grafen v. Hahn]] (Neuhaus),&lt;br /&gt;
[[Holstein (norddeutsch-dänisches Adelsgeschlecht)|Grafen v. Holstein]],&lt;br /&gt;
[[Kerssenbrock|Grafen v. Kerssenbrock]],&lt;br /&gt;
[[Kielmansegg (Adelsgeschlechter)#Holstein / Hannover|Grafen v. Kielmansegg]],&lt;br /&gt;
[[Liliencron (Adelsgeschlecht)|Freiherrn v. Liliencron]],&lt;br /&gt;
[[Luckner (Adelsgeschlecht)|Grafen v. Luckner]],&lt;br /&gt;
[[Platen (pommersches Adelsgeschlecht)|Grafen v. Platen-Hallermund]],&lt;br /&gt;
[[Plessen (Adelsgeschlecht)|Barone v. Plessen]],&lt;br /&gt;
[[Plessen (Adelsgeschlecht)|Grafen v. Plessen]],&lt;br /&gt;
[[Schack (Adelsgeschlecht)|Lehnsgrafen v. Schack-Schackenborg]],&lt;br /&gt;
[[Scheel von Plessen|Lehnsgrafen Scheel v. Plessen]],&lt;br /&gt;
v. Schiller ([[Rabel|Buckhagen]]),&lt;br /&gt;
[[Schimmelmann|Grafen v. Schimmelmann]],&lt;br /&gt;
[[Stolberg (Adelsgeschlecht)|Grafen zu Stolberg-Stolberg]],&lt;br /&gt;
[[Thienen-Adlerflycht|Freiherren v. Thienen-Adlerflycht]],&lt;br /&gt;
[[Romedio Graf von Thun-Hohenstein|Grafen v. Thun und Hohenstein]],&lt;br /&gt;
[[Waldersee (Adelsgeschlecht)|Grafen v. Waldersee]],&lt;br /&gt;
[[Westphalen (Adelsgeschlecht)|Grafen v. Westphalen zu Fürstenberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung zu Nachbarländern ==&lt;br /&gt;
Im Gebiet des heutigen Landes Schleswig-Holstein verfügte das eigenständige [[Herzogtum Sachsen-Lauenburg]] (das Gebiet etwa des heutigen [[Kreis Herzogtum Lauenburg|Kreises Herzogtum Lauenburg]]) über eine [[Ritter- und Landschaft (Lauenburg)|eigene Ritterschaft]] (die ebenfalls bis heute existiert). Anders als die Herzogtümer Schleswig und Holstein, die eng mit Dänemark verbunden waren, besaß das Herzogtum Lauenburg mit einer Linie der [[Askanier]] von 1296 bis 1689 eine eigene Dynastie. Ab 1648 wurde es um das säkularisierte [[Bistum Ratzeburg|Hochstift Ratzeburg]] erweitert. 1689 kam es an die [[Welfen]] und wurde Teil der [[Personalunion]] des [[Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Hannover]] mit [[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland|Großbritannien]]. Erst 1814 wurde es Bestandteil des [[Dänischer Gesamtstaat|Dänischen Gesamtstaates]], zu dem auch Schleswig und Holstein gehörten, und kam 1865 unter preußische Herrschaft. Heute sind die landsässigen lauenburgischen Adelsgeschlechter in die Schleswig-Holsteinische Ritterschaft aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während etliche Zweige schleswig-holsteinischer „Equites Originarii“ in Dänemark ansässig wurden und teilweise bis heute zum [[Dänischer Adel|Dänischen Adel]] gehören, darunter Zweige der [[Ahlefeld (Adelsgeschlecht)|Ahlefeldt]], [[Blome (Adelsgeschlecht)|Blome]], [[Brockdorff (Adelsgeschlecht)|Brockdorff]], [[Rantzau (Adelsgeschlecht)|Rantzau]], [[Reventlow]], ebenso manche Zweige der „Equites Recepti“ wie der [[Bernstorff (Adelsgeschlecht)|Bernstorff]], [[Moltke (Adelsgeschlecht)|Moltke]] oder [[Scheel von Plessen]], gelangte ein Zweig der „originarii“ [[Rumohr (Adelsgeschlecht)|Rumohr]] vor knapp 400 Jahren bis heute auf Besitzungen in [[Norwegen]], ebenso ein Zweig der ursprünglich stormarnschen, später pommerschen [[Wedel (Adelsgeschlecht)|Wedel]]. Vereinzelt wurden schleswig-holsteinische Adlige auch in der [[Schwedischer Adel|Schwedischen Ritterschaft]] introduziert. Demgegenüber wechselten lediglich die südjütischen Grafen [[Holck]] vom dänischen in den schleswig-holsteinischen Adel, zu dem sie bis heute gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wohlhabende bürgerliche [[Patriziat]] der Reichsstadt [[Lübeck]] beherrschte die [[Reichsunmittelbarkeit|reichsunmittelbare]] Hansestadt sowie ihr Umland und war in der [[Zirkelgesellschaft]] organisiert. Mit den [[Hanseat]]en aus Lübeck und [[Hamburg]] unterhielten die ritterschaftlichen Familien seit dem Mittelalter vor allem wirtschaftliche Beziehungen, indem sie die hanseatischen Groß- und Fernhändler mit Getreide, Holz usw. belieferten. Die Umgebung von Lübeck und [[Eutin]] gehörte teilweise zum alten [[Hochstift Lübeck]], in dem vor allem nach der [[Reformation]] der Holsteiner Adel oft die [[Domherr]]en und [[Dompropst|Dompröpste]] stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Burgen, Schlössern und Festungen in Schleswig-Holstein]]&lt;br /&gt;
* [[Schleswigsche Ständeversammlung]], [[Landschaft (Herzogtum Schleswig)]]&lt;br /&gt;
* [[Holsteinische Ständeversammlung]]&lt;br /&gt;
* [[Up ewig ungedeelt]]&lt;br /&gt;
* [[Landsting (dänisches Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
* [[Provinzialstände (Dänemark)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Günter Heisch: &amp;#039;&amp;#039;Verfassungsgeschichte der Schleswig-Holsteinischen Prälaten und Ritterschaft seit 1775&amp;#039;&amp;#039;. Wachholtz, Neumünster 1966.&lt;br /&gt;
* [[Henning von Rumohr]]: &amp;#039;&amp;#039;Über den holsteinischen Uradel.&amp;#039;&amp;#039; In: Henning von Rumohr (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dat se bliven ewich tosamende ungedelt.&amp;#039;&amp;#039; Wachholtz, Neumünster 1960, S. 101–152.&lt;br /&gt;
* [[Henning von Rumohr]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der schleswig-holsteinischen Ritterschaft&amp;#039;&amp;#039;. Zwei Bände. Wachholtz, Neumünster/Ludwig, Kiel 1966/2002.&lt;br /&gt;
* A Thiset og PL Wittrup: Nyt Dansk Adelsleksikon. 1904. (NDA). Hat alle holsteinische Geschlechter, die in Dänemark waren.&lt;br /&gt;
* Danmarks Adels Aarbog (seit 1884). (DAA). Hat Stammtafeln für viele holsteinische Geschlechter. Register dazu im letzten Band oder [http://danbbs.dk/%7Estst/slaegt_adelsaarbog/0_daa_register.htm hier]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Equites originarii|Equites Originarii}}&lt;br /&gt;
* [https://sh-ritterschaft.de/?id=ft-texte&amp;amp;text=3 Schleswig-Holsteinische Ritterschaft]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Equites Originarii| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;VonWolke</name></author>
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