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	<title>Equilibrismus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T11:27:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Equilibrismus&amp;diff=712581&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wurgl: Internetquelle statt Webarchiv</title>
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		<updated>2025-02-10T14:24:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Internetquelle statt Webarchiv&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konzept des &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Equilibrismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (zusammengesetzt aus lat.: aequus (gleich) und libra (Waage)) ist ein [[Ganzheitlichkeit|ganzheitlicher]] Ansatz, der die existentiellen globalen Probleme im sozialen, politischen und ökologischen Bereich in einem Gesamtzusammenhang betrachtet, um nachhaltige Lösungswege finden zu können, um einen [[Dritter Weg|dritten Weg]] zwischen [[Kapitalismus]] und [[Kommunismus]] zu finden. Außerdem bezeichnet &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Equilibrismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; einen Verein, der global agiert und versucht, diese Ziele bekanntzumachen und umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konzept ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konzept des Equilibrismus wird von [[Volker Freystedt]] und [[Eric Bihl]] in dem Buch &amp;#039;&amp;#039;Equilibrismus – Neue Konzepte statt Reformen für eine Welt im Gleichgewicht&amp;#039;&amp;#039; dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Equilibrismus („Gleichgewicht“) will fehlerhafte Systeme nicht „reformieren“, sondern durch Rückbesinnung auf die Grundfragen neue Modelle entwickeln. Das gilt vor allem für unsere Wirtschaftsordnung, in deren Gefolge aber auch für [[Politik]], [[Ökologie]], [[Kultur]] und Sozialwesen. Dabei ist dem Equilibrismus immer die Gesamtschau wichtig, die alle Folgen unserer Aktivitäten berücksichtigt. Im Gegensatz zur heute vorherrschenden [[Anthropozentrismus|anthropozentrischen]] Sichtweise erkennt das sozioökologische Wirtschaftskonzept des Equilibrismus die Regeln und Kreislaufgesetze der Natur an und sieht den [[Mensch]]en als einen Teil der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sechs Grundpfeiler sind dabei:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Öko-Alternativen,  Effizienz- und Strukturneugestaltung:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Der Equilibrismus strebt danach, alternativen Produkten und Verfahren, die biologisch abbaubar und effizienter in der Energieverwertung sind, Priorität einzuräumen.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Natürliches Kreislauf-Wirtschaftssystem:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Zukunftsfähiges Wirtschaften erfordert ein [[Wirtschaftssystem]], das nach dem natürlichen Prinzip eines Kreislaufs funktioniert, auf lokaler wie auf globaler Ebene.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nachhaltige Wirtschaftsordnung:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Nachhaltiges Wirtschaften bedeute, dass knappe und nicht reproduzierbare Güter wie Boden und [[Bodenschätze]] nicht zu Spekulationszwecken genutzt werden. Durch eine reformierte Geldordnung müsse außerdem das Geld auf seine Mittlerrolle zwischen den realen Wirtschaftsvorgängen zurückgeführt werden. So soll eine Geldnutzungssteuer und, wenn das Geld nicht genutzt wird, eine [[Umlaufsicherungsgebühr]] erhoben werden. Außerdem soll [[Regiogeld]], bei dem dies bereits zum Einsatz kommt, die nationalen Währungen ergänzen, damit regionalen Produkten und Dienstleistungen Priorität eingeräumt wird. Steuern sollen nicht mehr auf Einkommen, sondern auf Verbrauch erhoben werden, so sollen zum Beispiel die Besitzer von Grundstücken jährlich eine Bodensteuer bezahlen, welche 5 % des Immobilienwertes betragen soll. Um das Kostenbewusstsein zu stärken, sollen [[Krankenversicherung]]en künftig ein geteiltes Konto haben, wobei die Versicherten einen der beiden Teile durch Beitragszahlungen immer wieder neu auffüllen müssen, ähnlich wie bei den privaten Krankenversicherungen. Damit Kinder nicht mehr vernachlässigt werden, sollen sie auch in die Rentenversicherung mit eingebunden werden, wie es bereits mit der Krankenversicherung geschieht. Insgesamt sind die meisten wirtschaftlichen Forderungen des Equilibrismus der [[Freiwirtschaft]] entlehnt.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weltbürgertum, UN-Reform:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Nur in einem [[Weltföderalisten|weltföderalistischen]] System könnten die Interessen aller relevanten Akteure ebenenübergreifend in einen konstruktiven und zukunftsfähigen Zusammenhang gebracht werden. Dies erfordere ein neues Bewusstsein und eine [[Reform der Vereinten Nationen]]. Durch diese soll ein [[UN-Parlament]] nach Vorbild des [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlaments]] geschaffen werden. Außerdem soll ein &amp;#039;&amp;#039;Internationaler Zivilgerichtshof&amp;#039;&amp;#039; entstehen, der Konflikte zwischen den unterschiedlichen Handelsregeln und Umweltabkommen schlichten soll.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;neue, viergliedrige Ordnung für Gesellschaft und Staat:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  Daneben streben die Equilibristen auch eine neue Ordnung für Gesellschaft und Staat an. Anstelle eines einheitlichen Parlaments gäbe es in einem equilibristischen Staat vier Parlamente, das politische, das [[Wirtschaftsparlament|Wirtschafts-]], das Kultur- und das Grundwerteparlament. Der Equilibrismus greift hiermit die Theorie der Viergliederung von [[Johannes Heinrichs (Philosoph)|Johannes Heinrichs]] auf. Die Verwaltung soll regionalisiert werden und nach dem Prinzip der [[Subsidiarität]] arbeiten.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Loslösen von Abhängigkeiten als ein gesellschaftliches Ideal:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  Außerdem streben die Equilibristen ein Loslösen von kulturell und wirtschaftlich geschaffenen gemeinwohl-schädlichen Abhängigkeiten an, das aus unserer derzeit unreflektierten Sucht oft als &amp;#039;&amp;#039;Verzicht&amp;#039;&amp;#039; dargestellt wird und wohl auch von den Süchtigen so erlebt werden würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fiktion ==&lt;br /&gt;
Der Autor [[Dirk C. Fleck]] schrieb insgesamt vier Bücher über den Equilibrismus (siehe Abschnitt Literatur).&lt;br /&gt;
# In &amp;#039;&amp;#039;Das Tahiti-Projekt&amp;#039;&amp;#039; beschreibt er, wie auf [[Tahiti]] in [[Französisch-Polynesien]] das Konzept des Equilibrismus umgesetzt wird. Das Buch wurde mit dem Deutschen Science Fiction Preis 2009 ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dsfp.de/preistraeger/2009-2/laudatio-2009-bester-deutschsprachiger-roman |titel=Laudatio zum Deutschen Science Fiction Preis 2009 |abruf=2018-08-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# In der Fortsetzung &amp;#039;&amp;#039;MAEVA!&amp;#039;&amp;#039; (als Taschenbuch &amp;#039;&amp;#039;Das Südsee-Virus&amp;#039;&amp;#039;) wird erzählt, wie sich der Equilibrismus weltweit durchsetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url= http://www.piper.de/buecher/das-suedsee-virus-isbn-978-3-492-30067-4| archive-is= 20130710| text=Internetseite des Piper-Verlags zum Buch}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Mit &amp;#039;&amp;#039;Feuer am Fuss&amp;#039;&amp;#039; schließt Fleck 2015 die Maeva-Trilogie ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dirk-c-fleck.de/de/feuer-am-fuss &amp;#039;&amp;#039;Feuer am Fuss&amp;#039;&amp;#039;] auf der Webseite von Dirk C. Fleck, abgerufen am 7. August 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Dagegen erzählt der Roman &amp;#039;&amp;#039;GO! Die Ökodiktatur&amp;#039;&amp;#039;, was passieren würde, wenn keine freiwillige ganzheitliche Änderung zustande käme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Realität ==&lt;br /&gt;
Um zu zeigen, dass das sozial-ökologische Konzept Equilibrismus funktionieren kann, soll ein Musterstaat nach dessen Vorbild entstehen. Derzeit prüft der Equilibrismus&amp;amp;nbsp;e.V. Regionen, die dafür geeignet sein könnten. Laut dem Verein seien dafür am besten unabhängige Inseln mit überschaubarem Wirtschaftsraum, politischer und sozialer Stabilität geeignet. Aber für Modellprojekte kämen auch private Inseln oder ein extraterritoriales Gebiet auf Island in Betracht. Der Brennpunkt liege dabei in [[Französisch-Polynesien]], wo eine Modellregion entstehen soll. Nachdem der ursprüngliche Wunschkandidat [[Moorea]] gescheitert sei, prüfe man nun die Insel [[Rapa Iti]] wie auch den Inselstaat [[Niue]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zeitpunkt.ch/news/artikel-einzelansicht/artikel/tahiti-projekt-kommt.html |titel=«Tahiti-Projekt» kommt! |autor=Roland Rottenfusser |werk=zeitpunkt.ch |datum=2012-03-28 |abruf=2018-08-07 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210712084722/https://www.zeitpunkt.ch/news/artikel-einzelansicht/artikel/tahiti-projekt-kommt.html |archiv-datum=2021-07-12 |offline=1 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Förderer ==&lt;br /&gt;
* Der Equilibrismus wird vom österreichischen Unternehmen [[Sonnentor]] unterstützt und gefördert.&amp;lt;ref&amp;gt;Sylvia Meise: [https://schrotundkorn.de/lebenumwelt/lesen/201204b08.html &amp;#039;&amp;#039;Auf nach Equitopia!&amp;#039;&amp;#039;]. In [[Schrot &amp;amp; Korn Naturkostmagazin|Schrot &amp;amp; Korn]], Ausgabe 04/2012, abgerufen am 7. August 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die Anregung für das Schreiben des Romans &amp;#039;&amp;#039;Das Tahiti-Projekt&amp;#039;&amp;#039; von Dirk C. Fleck soll [[Peter Ustinov]] gegeben haben. Er wolle, dass sich die Ideen [des Equilibrismus] ausbreiten. Aus einem Roman könne ein Film entstehen, der viele Menschen weltweit erreichen könne.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Jürgen Fink: [https://www.abendblatt.de/kultur-live/article108954242/Eine-Insel-gegen-den-globalen-Wahnsinn.html &amp;#039;&amp;#039;Eine Insel gegen den globalen Wahnsinn.&amp;#039;&amp;#039;] In [[Hamburger Abendblatt]] vom 7. Februar 2008, abgerufen am 7. August 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Volker Freystedt, Eric Bihl: &amp;#039;&amp;#039;Equilibrismus. Neue Konzepte statt Reformen für eine Welt im Gleichgewicht. Mit einem Geleitwort von Peter Ustinov und einem Vorwort von Daniel Goeudevert.&amp;#039;&amp;#039; Signum-Verlag, 2005, ISBN 3-85436-370-2.&lt;br /&gt;
* [[Dirk C. Fleck]]: &amp;#039;&amp;#039;GO! Die Öko-Diktatur. Roman.&amp;#039;&amp;#039; Rasch und Röhring, Hamburg 1993, ISBN 3-89136-459-8.&lt;br /&gt;
** Mit dem Untertitel &amp;#039;&amp;#039;Erst die Erde, dann der Mensch.&amp;#039;&amp;#039; Neuauflage mit aktuellem Anhang als [[Book on Demand]], 2006, ISBN 3-8334-4808-3.&lt;br /&gt;
** Hörbuch/Hörspiel von Ansgar Machalický und Robert Gummlich, Köln 2009.&lt;br /&gt;
** GO! Die Ökodiktatur. Neuausgabe im p.machinery Verlag, Murnau, 2013. ISBN 978-3-942533-79-9&lt;br /&gt;
* Dirk C. Fleck: Maeva-Trilogie:&lt;br /&gt;
** Teil 1: &amp;#039;&amp;#039;Das Tahiti-Projekt.&amp;#039;&amp;#039; Roman. Pendo Verlag, München 2008, ISBN 978-3-86612-155-3.&amp;lt;ref&amp;gt;Tahiti 2008 – Spanische Ausgabe mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;El Proyecto Tahiti&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Arte y Literatura, Havanna (Kuba) 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Teil 2:&lt;br /&gt;
*** &amp;#039;&amp;#039;Maeva!&amp;#039;&amp;#039; Roman. Greifenverlag, Rudolstadt 2011, ISBN 978-3-86939-009-3.&lt;br /&gt;
*** Als &amp;#039;&amp;#039;Das Südseevirus&amp;#039;&amp;#039; im Taschenbuch, Piper-Verlag, München 2012, ISBN 3-492-30067-7.&lt;br /&gt;
** Teil 3: &amp;#039;&amp;#039;Feuer am Fuß.&amp;#039;&amp;#039; p.machinery Verlag, Murnau 2015, ISBN 978-3-95765-037-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://equilibrismus.org/ Website des Equilibrismus e.V.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltanschauung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethische Theorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nachhaltigkeit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wurgl</name></author>
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