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	<title>Eppelsheim-Formation - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T00:37:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Eppelsheim-Formation&amp;diff=1462003&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Geschichte */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2025-07-11T10:38:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Outcrop of Eppelsheim Fm PLoS ONE 7(5) e36817 fig 1.TIF|miniatur|hochkant=1.5|Links: Karte Rheinhessens mit Kennzeichnung der Ausbisse der Eppelsheim-Formation (Dinotheriensand) und des Verlaufs des Ur-Rheins.&amp;lt;br/&amp;gt;Rechts: Stratigraphische Tabelle mit Formationen des Mittel- und Ober-Miozäns des Mainzer Beckens und benachbarter Tertiärbecken]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Deinotherium giganteum Eppelsheim.jpg|mini|hochkant|Abguss des 1835 in Eppelsheim gefundenen &amp;#039;&amp;#039;Deinotherium&amp;#039;&amp;#039;-Schädels im Dinotherium-Museum in Eppelsheim]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eppelsheim-Formation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Lithostratigraphie|lithostratigraphische]] Gesteinseinheit im [[Rheinhessen|rheinhessischen]] Teil des [[Mainzer Becken]]s. Es handelt sich dabei um [[Siliziklastika|siliziklastische]] Ablagerungen des [[Ur-Rhein]]s, die traditionell ins Ober-[[Miozän]] ([[Tortonium]] bzw. [[Vallesium]]) gestellt werden. Nach neueren Erkenntnissen beginnt die Sedimentation dieser Einheit aber bereits im Mittel-Miozän ([[Langhium]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Madelaine Böhme, Manuela Aiglstorfer, Dieter Uhl, Ottmar Kullmer: &amp;#039;&amp;#039;The Antiquity of the Rhine River: Stratigraphic Coverage of the Dinotheriensande (Eppelsheim Formation) of the Mainz Basin (Germany).&amp;#039;&amp;#039; PLoS ONE. Bd.&amp;amp;nbsp;7, Nr.&amp;amp;nbsp;5, 2012, e36817, [[doi:10.1371/journal.pone.0036817]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre frühere Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dinotheriensand(e)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; fußt darauf, dass sie verhältnismäßig viele [[fossil]]e Zähne und Knochen der [[Rüsseltiere|Rüsseltier]]-Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Deinotherium]]&amp;#039;&amp;#039; enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die traditionelle Bezeichnung „Dinotheriensande“ geht maßgeblich auf den Darmstädter Paläontologen [[Johann Jakob Kaup]] (1803–1883) zurück, der 1829 das großwüchsige Rüsseltier &amp;#039;&amp;#039;[[Deinotherium|Deinotherium giganteum]]&amp;#039;&amp;#039; aus diesen Ablagerungen [[Erstbeschreibung|erstbeschrieb]]. Fundort war eine Sandgrube bei [[Eppelsheim]] im Süden Rheinhessens. Der Gattungsname &amp;#039;&amp;#039;Deinotherium&amp;#039;&amp;#039; ging dann in leicht abgewandelter Form rasch auf die sandigen Ablagerungen über, aus denen auch heute noch immer wieder fossiles Material dieser Rüsseltiere geborgen wird. Daneben hat Kaup zahlreiche weitere fossile Säuger aus der Eppelsheimer Fundstätte untersucht und benannt. 2005 wurden die Dinotheriensande in Eppelsheim-Formation umbenannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias C. Grimm: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Lithostratigraphie des Paläogens und Neogens im Oberrheingebiet (Oberrheingraben, Mainzer Becken, Hanauer Becken).&amp;#039;&amp;#039; Geologisches Jahrbuch Hessen. Bd.&amp;amp;nbsp;132, 2005, 79–112&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Umbenennung nach dem [[Typlokalität|Typusvorkommen]] bei Eppelsheim erfolgte im Zuge der allgemeinen Anpassung der Namen der [[Lithostratigraphie|lithostratigraphischen]] Gesteinseinheiten Deutschlands an den internationalen Standard.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ur-Rhein ==&lt;br /&gt;
Der [[Ur-Rhein]] hatte im nördlichen Oberrheingebiet im jüngeren Miozän vor etwa 15 bis 10 Millionen Jahren einen anderen Lauf als der heutige [[Rhein]]. Er floss nicht im nördlichen Oberrheingraben und dann am Südrand des [[Taunus]] entlang von Osten zur [[Binger Pforte]], sondern er floss schon ab [[Worms]] in westlicher Richtung, bog dann nach Norden ab und erreichte die Binger Pforte von Süden. Entlang dieser Route finden sich heute zahlreiche auflässige Sandgruben, in denen die Sande der Eppelsheim-Formation einst als Baumaterial abgebaut wurden und deren viele zugleich auch bedeutende Fossilfundstätten sind (siehe [[#Fossilfauna|unten]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fossilfauna ==&lt;br /&gt;
Die Eppelsheim-Formation ist durch ihren Gehalt an fossilen [[Landwirbeltiere]]n, insbesondere fossilen [[Säugetiere]]n, unter Paläontologen weltweit schon seit dem 19. Jahrhundert bekannt. Die Funde stammen aus mehreren ehemaligen Sandgruben im Süden und Westen [[Rheinhessen]]s. Dies sind vor allem die Sandgruben bei [[Westhofen]], [[Dintesheim]], [[Esselborn]], [[Wahlheim]], [[Kettenheim]], [[Bermersheim]], [[Gau-Weinheim]] sowie der [[Wißberg]] bei Gau-Weinheim und der Steinberg (Napoleonshöhe) bei [[Sprendlingen]]. Besonders ergiebig war und ist die „klassische“ Fundstätte bei Eppelsheim, aus der Kaup seinerzeit &amp;#039;&amp;#039;Deinotherium giganteum&amp;#039;&amp;#039; beschrieben hatte. Dort wurden außer mehreren Arten von Rüsseltieren (neben &amp;#039;&amp;#039;Deinotherium&amp;#039;&amp;#039; auch „[[Mastodonten]]“) vor allem [[Unpaarhufer]] geborgen, besonders häufig [[Urpferd]]e der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Hippotherium]]&amp;#039;&amp;#039;. Deutlich seltener sind [[Paarhufer]], und am seltensten sind [[Raubtiere]], [[Insektenfresser]], [[Nagetiere]], und [[Primaten]]. Der etwa 28 Zentimeter lange Oberschenkelknochen von &amp;#039;&amp;#039;[[Paidopithex rhenanus]]&amp;#039;&amp;#039; gilt als der historisch erste Fund eines „primitiven“ [[Menschenartige|Menschenaffen]] (ein [[Gibbons|gibbon]]&amp;amp;shy;ähnlicher Vertreter). Seit 1996 finden in der Lokalität Eppelsheim alljährlich wissenschaftliche Grabungen statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei 2016 in der „klassischen“ Lokalität entdeckte, 9,7 Millionen Jahre alte Kronen eines linken oberen Eckzahns und eines oberen rechten ersten Backenzahns wurden von ihren Entdeckern – Mainzer Archäologen – in einer 2017 publizierten Beschreibung als „zwei Zähne eines offensichtlich bislang unbekannten Menschenaffen“ interpretiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Lutz, Thomas Engel, Bastian Lischewsky, Axel von Berg: &amp;#039;&amp;#039;A new great ape with startling resemblances to African members of the hominin tribe, excavated from the Mid-Vallesian Dinotheriensande of Eppelsheim. First report (Hominoidea, Miocene, MN 9, Proto-Rhine River, Germany).&amp;#039;&amp;#039; Mainzer naturwissenschaftliches Archiv. Bd.&amp;amp;nbsp;54, 2017 (im Druck, Volltext als ungelayoutete Korrekturfahne verfügbar auf [https://www.researchgate.net/publication/320518472 ResearchGate])&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Einordnung der Funde, die in einem nicht [[peer-review]]ten Hausblatt des [[Naturhistorisches Museum Mainz|Naturhistorischen Museums Mainz]] erschien, wurde von mehreren Paläoanthropologen umgehend widersprochen: Der Backenzahn ähnele dem eines im Rheinland seinerzeit verbreiteten, außerhalb der Menschenaffen stehenden [[Altweltaffen]] der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Anapithecus]]&amp;#039;&amp;#039;, der Eckzahn stamme überhaupt nicht von einem Primaten, sondern sei ein abgebrochener Höcker des Backenzahns eines [[Hirsche]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/umstrittener-fund-vater-rhein-die-wiege-der-menschheit-a-1174645.html &amp;#039;&amp;#039;Umstrittener Knochenfund – Vater Rhein, Wiege der Menschheit?&amp;#039;&amp;#039;] Spiegel Online, 25. Oktober 2017, abgerufen am 26. Oktober 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.swr.de/swraktuell/rp/menschenaffen-zaehne-in-eppelsheim-sensationeller-fund-doch-nicht-so-sensationell/-/id=1682/did=20521078/nid=1682/1yh7q10/index.html |wayback=20171030212113 |text=&amp;#039;&amp;#039;Menschenaffen-Zähne in Eppelsheim – Sensationeller Fund doch nicht so sensationell?&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2023-12-18 16:08:43 InternetArchiveBot }} SWR Aktuell vom 26. Oktober 2017, abgerufen am 29. Oktober 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funde aus der Eppelsheim-Formation werden in etlichen Museen aufbewahrt und ausgestellt. Dazu gehören so bekannte, große Einrichtungen wie das [[Hessisches Landesmuseum Darmstadt|Hessische Landesmuseum Darmstadt]], das Naturhistorische Museum in Mainz und das [[Naturmuseum Senckenberg]] in Frankfurt am Main. Speziell den „Dinotheriensanden“ gewidmet ist das [[Dinotherium-Museum]] in Eppelsheim. Das ebenfalls in der Region gelegene [[Museum der Stadt Alzey]] hat ein paar Exponate zum Thema. In [[Flonheim]] befindet sich im Ortsmuseum der Originalfund eines Seekuhskeletts aus dem Ortsteil [[Uffhofen (Flonheim)|Uffhofen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.flonheim.de/tourismus-kultur/infothek-ortsmuseum.html Touristische Infothek und Ortsmuseum Flonheim]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heinz Tobien: &amp;#039;&amp;#039;Bemerkungen zur Taphonomie der spättertiären Säugerfauna aus den Dinotheriensanden Rheinhessens.&amp;#039;&amp;#039; Weltenburger Akademie, Festschrift anlässlich des 60. Geburtstages von Prof. Dr. Erwin Rutte, 1983, S.&amp;amp;nbsp;191–200&lt;br /&gt;
* Jens Sommer: &amp;#039;&amp;#039;Sedimentologie, Taphonomie und Paläoökologie der miozänen Dinotheriensande von Eppelsheim/Rheinhessen.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation am Fachbereich Geowissenschaften der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main, 2007&lt;br /&gt;
* Frank Holzförster, Jens Sommer, Ottmar Kullmer, Herbert Lutz: &amp;#039;&amp;#039;Der Obermiozäne Ur-Rhein bei Eppelsheim (Rheinhessen) und sein Bezug zur Tektonik des Mainzer Beckens.&amp;#039;&amp;#039; Mainzer naturwissenschaftliches Archiv. Bd.&amp;amp;nbsp;46, 2008, S.&amp;amp;nbsp;37–52&lt;br /&gt;
* Jens Sommer, Ottmar Kullmer, Herbert Lutz: &amp;#039;&amp;#039;Der Obermiozäne Ur-Rhein bei Eppelsheim (Rheinhessen) und sein Bezug zur Tektonik des Mainzer Beckens.&amp;#039;&amp;#039; Mainzer naturwissenschaftliches Archiv. Bd.&amp;amp;nbsp;46, 2008, S.&amp;amp;nbsp;37–52&lt;br /&gt;
* Ernst Probst: &amp;#039;&amp;#039;Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren.&amp;#039;&amp;#039; GRIN Verlag, München 2009. ISBN 978-3-640-24801-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
=== Allgemein ===&lt;br /&gt;
* Jens Lorenz Franzen, Oldřich Fejfar, Gerhard Storch, Volker Wilde: &amp;#039;&amp;#039;Eppelsheim 2000 – new discoveries at a classic locality.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;217–234 in: J. W. F. Reumer, W. Wessels (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Distribution and Migration of Tertiary Mammals in Eurasia. A Volume in Honour of Hans de Bruijn.&amp;#039;&amp;#039; Deinsea. Bd.&amp;amp;nbsp;10, 2003 ([https://www.hetnatuurhistorisch.nl/fileadmin/user_upload/documents-nmr/Publicaties/Deinsea/Deinsea_10/Deinsea_10_12_Franzen.pdf PDF] 1&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* Jens Lorenz Franzen: &amp;#039;&amp;#039;Auf dem Grunde des Ur-Rheins – Ausgrabungen bei Eppelsheim.&amp;#039;&amp;#039; Natur und Museum. Bd. 130, Nr. 6, 2000, S.&amp;amp;nbsp;169–180&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rheinhessen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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