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	<title>Epithalamium - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T04:27:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Epithalamium&amp;diff=328980&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;MarcoMA8: /* Antike */ linkfix</title>
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		<updated>2023-07-11T01:41:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Antike: &lt;/span&gt; linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Epithalamium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Epithalamion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Griechische Sprache|griech.]] ἐπί &amp;#039;&amp;#039;epi&amp;#039;&amp;#039; „bei“ und ϑάλαμος &amp;#039;&amp;#039;thálamos&amp;#039;&amp;#039; „Schlafgemach“; [[Latein|lat.]] &amp;#039;&amp;#039;epithalamium&amp;#039;&amp;#039;; [[Deutsche Sprache|dt.]] „Hochzeitsgedicht“, „Brautlied“; Plural: -ien) ist ein [[Gelegenheitsdichtung|Gelegenheitsgedicht]], verfasst und meist [[Chor (Theater)|chorisch]] vorgetragen zur Feier einer [[Hochzeitsfeier|Hochzeit]].&lt;br /&gt;
Die antike Form des Hochzeitsgedichts wird auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hymenaios&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Ὑμέναιος}}, lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Hymenaeus&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet. Dessen Personifikation in der griechischen Mythologie ist der Hochzeitsgott [[Hymenaios]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Antike ===&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Hymenaios&amp;#039;&amp;#039; geht auf {{lang|grc|ὑμήν}} (&amp;#039;&amp;#039;hymen&amp;#039;&amp;#039;) zurück, ein Wort unklarer Bedeutung und Etymologie, das in Wiederholung und vielfacher Abwandlung als Refrain ({{lang|grc|Ὑμὴν ὦ Ὑμέναιε}} &amp;#039;&amp;#039;Hymen o Hymenaie&amp;#039;&amp;#039;) offenbar den Kern des im antiken Griechenland gesungenen Hochzeitsliedes bildete. Es wurde eine vorindogermanische Herkunft des Wortes vermutet, bei Pindar&amp;lt;ref&amp;gt;Pindar: &amp;#039;&amp;#039;Fragmente,&amp;#039;&amp;#039; 128c.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Sophokles]]&amp;lt;ref&amp;gt;Sophokles: &amp;#039;&amp;#039;[[Antigone (Sophokles)|Antigone]],&amp;#039;&amp;#039; 813–816.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird von einer Beziehung zwischen &amp;#039;&amp;#039;hymen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;hymnos&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|ὕμνος}} „Gesang“) ausgegangen.&lt;br /&gt;
Als Bestandteil der Hochzeitsbräuche wird der &amp;#039;&amp;#039;Hymenaios&amp;#039;&amp;#039; erstmals bei [[Homer]] erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Homer: &amp;#039;&amp;#039;[[Ilias]],&amp;#039;&amp;#039; 18, 491–496.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Griechenland|Griechen]] und [[Rom|Römern]] war es ein aus dem Hochzeitskultus stammender [[Brauch]], dass junge Frauen und Männer vor dem Schlafgemach der Neuvermählten sangen, und zwar der Überlieferung nach am Abend zuvor und am Morgen danach. Laszive Verse (&amp;#039;&amp;#039;[[Fescennini versus]]&amp;#039;&amp;#039;) waren dem jungen Römer gewidmet, der die Ehe geschlossen hatte; sie untermalten die &amp;#039;&amp;#039;deductio&amp;#039;&amp;#039; der Braut. Diesen [[zote]]nhaften Versen, die im Hochzeitsritual ihren festen und unabkömmlichen Platz hatten, steht das Epithalamion gegenüber, das Hochzeitslied, das vor allem den Blick vom Bräutigam auf die Braut verschiebt, und die Stationen des Weges von der unverheirateten zur verheirateten Frau illustriert. Das Lied enthält hauptsächlich Segenswünsche und Prophezeiungen einer glücklichen Zukunft für das Paar, mit gelegentlichen Anrufungen der Hochzeitsgötter wie etwa [[Hymenaios]]. Bei den Römern jedoch wurde das Epithalamium ausschließlich von Mädchen gesungen und tendierte zur explizit sexuellen Zote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berühmte Verfasser von Epithalamien waren die Griechen [[Sappho]], [[Anakreon]], [[Stesichoros]], [[Pindar]] und [[Theokrit]], sowie die Römer [[Ovid]] und [[Catull]]. Insbesondere die 18. &amp;#039;&amp;#039;Idylle&amp;#039;&amp;#039; des Theokrit, die die Heirat von [[Menelaos]] und [[Helena (Mythologie)|Helena]] feiert, gilt als besonders herausragendes Exemplar der Gattung. Catull versuchte, der ins [[Obszön]]e gerutschten Form neue Würde zu verleihen; gelobt wird seine Heirat von [[Thetis (Mythologie)|Thetis]] und [[Peleus]], die auf einer verloren [[Ode]] der Sappho beruht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die römische Spätzeit fallen die Arbeiten von [[Publius Papinius Statius|Statius]], [[Ausonius (Dichter)|Ausonius]], [[Apollinaris Sidonius]] und [[Claudian]]us. Sidonius berichtet, dass die Form auch in [[Franken (Region)|Franken]], als &amp;#039;&amp;#039;barbaricus hymen&amp;#039;&amp;#039;, üblich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im [[Mittelalter]] stehen die derben Hochzeitscarmina als Gegenstück zur höfisch-pathetischen Form der Hochzeitslieder in der [[Galante Dichtung|galanten Dichtung]]. Spätalthochdeutsche Glossen und [[mittelhochdeutsch]]e Texte erwähnen die Form des &amp;#039;&amp;#039;brûtliet&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;brûtesang&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;brûteleich&amp;#039;&amp;#039;; sie umschreiben die während der Hochzeitsfeierlichkeiten gemeinsam gesungenen Lieder, die mitunter auch von Tanz begleitet wurden. Das allegorische Gedicht &amp;#039;&amp;#039;Die Hochzeit&amp;#039;&amp;#039; aus dem 12. Jahrhundert beschreibt die Heimführung der Braut durch den Bräutigam, die unter Gesang erfolgt: &amp;#039;&amp;#039;hoy, wie si dô sungen, / dô si sie heim brungen!&amp;#039;&amp;#039; Die neolateinischen Dichter der Renaissance, besonders [[George Buchanan]], [[Scaliger]], [[Sannazaro]] imitierten die Form, und wurden so Vorbild für volkssprachliche Fassungen (siehe auch [[Strohkranzrede]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Das erste Epithalamion englischer Sprache schrieb [[Edmund Spenser]] (&amp;#039;&amp;#039;Epithalamium&amp;#039;&amp;#039;, 1595), das er zu seiner eigenen Hochzeit als Geschenk an seine Frau verfasste. Sein Gedicht folgt in elaborierter Anordnung von [[Strophe]]n und [[Vers]]en der Sequenz der Stunden seines Hochzeitstags und der -nacht und kombiniert dabei heidnische Mythologie, christliches Dogma und die örtliche [[Irland|irische]] Umgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa zeitgleich schrieben in [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] [[Ben Jonson]], [[John Donne]], [[Robert Herrick]] und [[Francis Quarles]] Epithalamien, wobei die verschiedenen Ausprägungen der Gattung bei Griechen und Römern insofern übernommen werden, als je nach Stimmung und Gelegenheit sowohl zotenhaft-derbe als auch hochpathetisch-subtile Gedichte entstanden. Sir [[John Suckling]] schrieb mit seiner &amp;#039;&amp;#039;Ballad upon a Wedding&amp;#039;&amp;#039; eine Parodie dieser Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Percy Bysshe Shelley]] verfasst ein Langgedicht &amp;#039;&amp;#039;Epithalamion&amp;#039;&amp;#039;. Den Abschluss von [[Alfred Tennyson]]s &amp;#039;&amp;#039;In Memoriam A. H. H.&amp;#039;&amp;#039;, das mit einem Begräbnis beginnt, bildet ein Epithalamion auf die Hochzeit seiner Schwester. [[A. E. Housman]] imitierte die antike Form mit dem Brautlied in &amp;#039;&amp;#039;He is Here, Urania&amp;#039;s Son&amp;#039;&amp;#039;. Auch [[W. H. Auden]] verfasste ein Epithalamion (1949).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf französischer Seite entstanden die Versuche von [[Pierre de Ronsard]], [[François de Malherbe]] und [[Paul Scarron]] und in Italien wirkte [[Pietro Metastasio|Metastasio]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wurde im Barock das Hochzeitsgedicht neben dem Begräbnisgedicht, dem [[Epicedium]], zur wichtigsten Form des Gelegenheitsgedichts – allein von [[Simon Dach]] gibt es hunderte. Wichtig auch im materiellen Sinn, da das routinierte Verfassen von Hochzeits- und Leichengedichten das Grundgehalt mancher Dichter darstellte, so etwa bei [[Johann Christian Günther (Lyriker)|Johann Christian Günther]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Philipp Witkop]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Deutschen Lyriker. Von Luther bis Nietzsche. Erster Band: Von Luther bis Hölderlin.&amp;#039;&amp;#039; 2. Aufl. Teubner 1921. Nachdruck Springer, ISBN 978-3-663-15552-2, S. 43&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Beispiel die letzten beiden Strophen eines Gedichts von Simon Dach auf die Hochzeit von Ludolph Holtorff und Barbara Nachtigall 1643&amp;lt;ref&amp;gt;Simon Dach: &amp;#039;&amp;#039;Gedichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Halle a.d.S. 1936, {{Zeno-Seite|20004673514|118}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;font-style:italic;&amp;quot;&amp;gt;Der Tag bricht an von ferne&lt;br /&gt;
Durch schönes Morgenroht,&lt;br /&gt;
Die Nacht ist voller Sterne,&lt;br /&gt;
Die Lufft weiß keine Noht:&lt;br /&gt;
Mich soltt&amp;#039; es wunder haben,&lt;br /&gt;
Wann dieses grosse Heer&lt;br /&gt;
Der Himmels-Gunst vnd Gaben&lt;br /&gt;
Ein böses Zeichen wer&amp;#039;?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich aber wünsch euch beyden&lt;br /&gt;
Im vbrigen dazu&lt;br /&gt;
Gantz vnbekränckte Frewden&lt;br /&gt;
Sampt aller Gnüg vnd Rhue,&lt;br /&gt;
Ich, der ich angetrieben&lt;br /&gt;
Durch ewrer Liebe Macht&lt;br /&gt;
Dieß Hochzeit-Lied geschrieben&lt;br /&gt;
Heut vmb die Mitternacht.&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 18. Jahrhundert begann das Hochzeitsgedicht in der lyrischen Produktion eine kleinere Rolle zu spielen. [[Johann Christoph Gottsched]] rechnete die Form des Hochzeitsgedichtes zur [[Elegie]], ihm zufolge muss es in epischen [[Alexandriner]]n verfasst sein.&lt;br /&gt;
Ein Beispiel der Ausprägung der Gattung in der deutschen Klassik ist das &amp;#039;&amp;#039;Hochzeitlied&amp;#039;&amp;#039; von [[Johann Wolfgang Goethe]], hier die letzte Strophe&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Wolfgang von Goethe: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Ausgabe. Poetische Werke.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. Aufbau, Berlin 1960&amp;amp;nbsp;ff., {{Zeno-Seite|20004845374|45}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;font-style:italic;&amp;quot;&amp;gt;Wie bebt von deiner Küsse Menge&lt;br /&gt;
Ihr Busen und ihr voll Gesicht;&lt;br /&gt;
Zum Zittern wird nun ihre Strenge,&lt;br /&gt;
Denn deine Kühnheit wird zur Pflicht.&lt;br /&gt;
Schnell hilft dir Amor sie entkleiden&lt;br /&gt;
Und ist nicht halb so schnell als du;&lt;br /&gt;
Dann hält er schalkhaft und bescheiden&lt;br /&gt;
Sich fest die beiden Augen zu.&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Robert H. Case: &amp;#039;&amp;#039;English Epithalamies.&amp;#039;&amp;#039; London 1896. Neudruck: Folcroft, 1972, ISBN 0-8414-0400-3.&lt;br /&gt;
* Eleni Contiades-Tsitsoni: &amp;#039;&amp;#039;Hymenaios und Epithalamion. Das Hochzeitslied in der frühgriechischen Lyrik.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Altertumskunde,&amp;#039;&amp;#039; 16. Stuttgart 1990, ISBN 3-519-07465-6.&lt;br /&gt;
* {{PEPP|H. Dubrow|Epithalamium|452|453}}&lt;br /&gt;
* A. Kent Hieatt: &amp;#039;&amp;#039;Short Time&amp;#039;s Endless Monument. The symbolism of the numbers in Edmund Spenser&amp;#039;s Epithalamion.&amp;#039;&amp;#039; Columbia University Press, New York 1960.&lt;br /&gt;
* Sabine Horstmann: &amp;#039;&amp;#039;Das Epithalamium in der lateinischen Literatur der Spätantike.&amp;#039;&amp;#039; Beiträge zur Altertumskunde Bd. 197. Saur, München 2004, ISBN 3-598-77809-0.&lt;br /&gt;
* Otto Knörrich: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon lyrischer Formen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 479). 2., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-47902-8, S.&amp;amp;nbsp;65&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
* {{RE|IX,1|130|134|Hymenaios|[[Paul Maas (Altphilologe)|Paul Maas]]}}&lt;br /&gt;
* {{HWRh|Uwe Neumann|Epithalamium|2|1312|1314}}&lt;br /&gt;
* {{DNP|5|785|786|Hymenaios (2)|Emmet Robbins}}&lt;br /&gt;
* Virginia J. Tufte: &amp;#039;&amp;#039;The Poetry of Marriage. The epithalamium in Europe and its development in England.&amp;#039;&amp;#039; Tinnon-Brown, Los Angeles 1970, ISBN 0-87252-012-9.&lt;br /&gt;
* [[Gero von Wilpert]]: &amp;#039;&amp;#039;Sachwörterbuch der Literatur.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage. Kröner, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-520-84601-3, S.&amp;amp;nbsp;225.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrische Form]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochzeitsbrauch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Altgriechisch)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MarcoMA8</name></author>
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