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	<title>Episteme - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T16:20:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Episteme&amp;diff=2318698&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Valeee04: Änderungen von ~2026-24168-36 (Diskussion) auf die letzte Version von APPERbot zurückgesetzt</title>
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		<updated>2026-04-20T08:29:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-24168-36&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-24168-36&quot;&gt;~2026-24168-36&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2026-24168-36&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2026-24168-36 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:APPERbot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:APPERbot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;APPERbot&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Efez Celsus Library 5 RB.jpg|mini|Darstellung der Episteme in der [[Celsus-Bibliothek]] in [[Ephesus]] (Türkei)&amp;lt;br /&amp;gt;[[Inschrift]]: {{grcS|Ἐπιστήμη Κέλσου|Epistḗmē Kélsou}} „Episteme des [[Tiberius Iulius Celsus Polemaeanus|Celsus]]“]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Episteme&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|ἐπιστήμη|epistḗmē}}) ist ein Begriff der griechischen Philosophie und bedeutet ungefähr „Erkenntnis“, „Wissen“, „Fähigkeit“ oder „Wissenschaft“.&amp;lt;ref&amp;gt;„[https://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus:text:1999.04.0057:entry=e)pisth/mh ἐπιστήμη]“ in Liddell &amp;amp; Scott: &amp;#039;&amp;#039;[[A Greek-English Lexicon]]&amp;#039;&amp;#039;, 1940, Oxford, Clarendon Press&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Episteme stammt vom Verb {{lang|grc|ἐπίσταμαι|epístamai}}, das „wissen“, „können“, „verstehen“ bedeutet. Das wiederum setzt sich nach mehrheitlicher Meinung in der Forschung aus dem Präfix {{lang|grc|ἐπι-|epi-}} („auf“) und {{lang|grc|ἵστημι|hístēmi}} („stehen“) zusammen und hat vermutlich eine Bedeutungsentwicklung von „vor etwas stehen“ zu „mit etw. konfrontiert werden, von etwas Kenntnis nehmen“ erlebt und hat dann Verwandtschaft mit dem [[Althochdeutsche Sprache|althochdeutschen]] „firstān“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://ieed.ullet.net/friskL.html |titel=ἐπίσταμαι |abruf=2026-02-27|autor=[[Hjalmar Frisk]]|werk=Griechisches Etymologisches Wörterbuch Band I, Seiten 542–543|datum=1960}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (ursprünglich „rings um etwas stehen“, später „erfassen, begreifen, empfinden“), später [[Neuhochdeutsche Sprache|neuhochdeutsch]] „verstehen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon alleine an den unterschiedlichen Übersetzungsmöglichkeiten ergibt sich eine gewisse Mehrdeutigkeit, welche das Verstehen und Interpretieren philosophischer Texte erschwert. Episteme bezeichnet nicht nur das [[Wissen]] an sich, sondern auch den Prozess der [[Erkenntnis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Platon ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Platon]] begründet die Höherwertigkeit des auf das Allgemeine gehenden Denkens gegenüber dem Zufälligen der körperhaften Sinneswahrnehmung.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Phaidon&amp;#039;&amp;#039; 78b 4–79.&amp;lt;/ref&amp;gt; Besonders in seinem Dialog [[Theaitetos]] widmet er sich der Frage, wie &amp;#039;&amp;#039;Episteme&amp;#039;&amp;#039; zu definieren sei, wobei am Ende keine eindeutig zufriedenstellende Antwort herauskommt und der Dialog [[aporetisch]] endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Philosoph [[Edmund Gettier]] rekonstruierte Platons letzten Definitionsversuch als „wahre, gerechtfertigte Meinungen“, konstruierte aber zugleich Fälle, in denen er meinte, es lege wahre gerechtfertigte Meinungen vor, aber &amp;#039;&amp;#039;kein&amp;#039;&amp;#039; Wissen.&amp;lt;ref&amp;gt;Edmund Gettier: &amp;#039;&amp;#039;Is Justified True Belief Knowledge?&amp;#039;&amp;#039;. In &amp;#039;&amp;#039;Analysis&amp;#039;&amp;#039;, Volume 23 (1963), S. 121–123. Online verfügbar: [https://www.ditext.com/gettier/gettier.html Is Justified True Belief Knowledge?]&amp;lt;/ref&amp;gt; Inwieweit Platon diese Definition vertreten hat, ist nicht geklärt (siehe dazu: [[Gettier-Problem]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aristoteles ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Aristoteles]] unterscheidet die Erkenntnis von der Sinneswahrnehmung und dem bloßen Meinen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;De Anima II.5&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Er verwendet den Begriff &amp;#039;&amp;#039;episteme&amp;#039;&amp;#039; in seiner [[Nikomachische Ethik|Nikomachischen Ethik]] jedoch im engeren Sinne, um ihn als theoretisches Wissen gegen &amp;#039;&amp;#039;[[Techne]]&amp;#039;&amp;#039;, das praktische Können, abzugrenzen. Zuvor wurden die beiden Begriffe mehr oder weniger synonym verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilfried Fiedler: &amp;#039;&amp;#039;Analogiemodelle bei Aristoteles.&amp;#039;&amp;#039; 1978, S. 169.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der &amp;#039;&amp;#039;Nikomachischen Ethik&amp;#039;&amp;#039; sind &amp;#039;&amp;#039;Episteme&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Techne&amp;#039;&amp;#039; zwei der fünf Grundhaltungen der Seele, die zur Erfassung des Richtigen benötigt werden. Die anderen sind: &amp;#039;&amp;#039;[[Klugheit|Phronesis]]&amp;#039;&amp;#039; (sittliche, praktische Einsicht; Begreifen), &amp;#039;&amp;#039;Sophia&amp;#039;&amp;#039; (philosophische Weisheit) und &amp;#039;&amp;#039;[[Nous]]&amp;#039;&amp;#039; (intuitiver Verstand; geistiges Erfassen; Vernunft).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eric Voegelin ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Politikwissenschaftler und Historiker [[Eric Voegelin]] greift den Begriff &amp;#039;&amp;#039;episteme&amp;#039;&amp;#039; wieder auf in dem groß angelegten Versuch, eine „neue Wissenschaft der Politik“ mit den alten Methoden der Klassik und hier vor allem Aristoteles’ zu konstruieren. Er fasst den Wissenschaftsbegriff des Aristoteles in einer unüblichen Weite und versteht darunter, unter anderem, die Erforschung des &amp;#039;&amp;#039;[[metaxy]]&amp;#039;&amp;#039;, der existentiellen Spannung im Menschen, zwischen [[Immanenz]] und [[Transzendenz]] durch den [[Nous]] (die Vernunft).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Michel Foucault ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Philosoph [[Michel Foucault]] verwendete den Begriff &amp;#039;&amp;#039;episteme&amp;#039;&amp;#039; in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;[[Die Ordnung der Dinge]]&amp;#039;&amp;#039; in einer besonderen Bedeutung. Er meint damit das historische [[a priori]], welches das Wissen und dessen [[Diskurs]]e begründet. Es repräsentiert dadurch die Bedingung der Möglichkeit von Wissen innerhalb einer bestimmten Epoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Die fundamentalen Codes einer Kultur, die ihre Sprache, ihre Wahrnehmungsschemata, ihren Austausch, ihre Techniken, ihre Werte, die Hierarchien ihrer Praktiken beherrschen, fixieren gleich zu Anfang für jeden Menschen die empirischen Ordnungen, mit denen er zu tun haben und in denen er sich wiederfinden wird.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Michel Foucault: &amp;#039;&amp;#039;Die Ordnung der Dinge.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, 1974, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In folgenden Schriften hat Foucault klargestellt, dass mehrere Episteme als Teile von verschiedenen [[Macht/Wissen]]ssystemen zur selben Zeit existieren und miteinander interagieren können. Er hat jedoch nicht das Konzept verworfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=[Ich könnte] die Episteme […] als strategisches [[Dispositiv]] definieren, das es erlaubt, unter allen möglichen Aussagen diejenigen herauszufiltern, die innerhalb, ich sage nicht: einer wissenschaftlichen Theorie, aber eines Feldes von Wissenschaftlichkeit akzeptabel sein können und von denen man wird sagen können: Diese hier ist wahr oder falsch. Die Episteme ist das Dispositiv, das es erlaubt, nicht schon das Wahre vom Falschen, sondern das wissenschaftlich Qualifizierbare vom Nicht-Qualifizierbaren zu scheiden.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Michel Foucault: &amp;#039;&amp;#039;Dispositive der Macht. Über Sexualität, Wissen und Wahrheit.&amp;#039;&amp;#039; 1978, S. 124.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foucaults Verwendung des Begriffs &amp;#039;&amp;#039;Episteme&amp;#039;&amp;#039; weist eine Ähnlichkeit mit [[Thomas S. Kuhn]]s Begriff &amp;#039;&amp;#039;[[Paradigma]]&amp;#039;&amp;#039; auf, wie z. B. [[Jean Piaget]] aufgezeigt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Jean Piaget: &amp;#039;&amp;#039;Der Strukturalismus&amp;#039;&amp;#039;. 1973.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Erkenntnistheorie]]&lt;br /&gt;
* [[Épistémologie#Foucaults strukturalistische Épistémologie|Foucaults strukturalistische Épistémologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{SEP|https://plato.stanford.edu/entries/episteme-techne/|Episteme and Techne|Richard Parry|2020}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Michel Foucault]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diskurstheorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Valeee04</name></author>
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