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	<title>Epiglottitis - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Epiglottitis&amp;diff=270127&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;WikiHelper232: Infobox ergänzt.</title>
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		<updated>2025-09-01T18:29:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Infobox ergänzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
|BREITE = &lt;br /&gt;
|01-CODE = J05.1&lt;br /&gt;
|01-BEZEICHNUNG = Akute Epiglottitis&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = CA06.1&lt;br /&gt;
| Data-01 = Akute Epiglottitis&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Epiglottitis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine lebensbedrohliche &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kehldeckelentzündung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, (&amp;#039;&amp;#039;[[Epiglottis]]&amp;#039;&amp;#039; = [[Griechische Sprache|griechisch]] für Kehldeckel, &amp;#039;&amp;#039;-itis&amp;#039;&amp;#039; = Entzündung) und wird meistens durch das [[Bakterien|Bakterium]] [[Haemophilus influenzae b-Infektion|&amp;#039;&amp;#039;Haemophilus influenzae&amp;#039;&amp;#039; Typ&amp;amp;nbsp;B]] verursacht. Die Epiglottitis befällt häufiger Kinder im zweiten bis sechsten Lebensjahr als Erwachsene und ist durch starke Schmerzen beim Schlucken, kloßige Sprache, Atemnot und hohes Fieber gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Epiglottitis ist ein Notfall. Bei Verdacht auf eine Epiglottitis ist in der Regel der Transport in eine Klinik durch den Rettungsdienst unter Begleitung eines Notarztes erforderlich. Gegen den Verursacher der Epiglottitis (Haemophilus influenzae) ist eine [[Impfung]] möglich und von der [[Ständige Impfkommission|STIKO]] empfohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Epiglottitis tritt häufiger bei Klein- und Schulkindern im Alter zwischen zwei und sechs Jahren auf und wird deshalb mit zu den [[Kinderkrankheit]]en gezählt. Aber auch Jugendliche und Erwachsene können betroffen sein. Die Krankheit bricht in den meisten Fällen ohne vorhergegangene Erkrankung aus, nur manchmal nach vorausgegangenen [[Infektion|Infekten]] des oberen Nasen-Rachen-Raums. Aufgrund des guten [[Impfung|Impfschutzes]] seit der Einführung der empfohlenen Haemophilus influenza Typ b-Impfung (sog. Hib-Impfung) ist sie nur noch selten zu finden, aber wegen ihres meist hoch akut bis tödlich verlaufenden Auftretens äußerst gefährlich ([[Letalität]] 10 % bis 20 %).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
Leitsymptome der akuten Epiglottitis sind plötzlich beginnendes hohes [[Fieber]] (38–40&amp;amp;nbsp;°C), heftige Schluckschmerzen und daraus resultierende Nahrungsverweigerung und verstärkter Speichelfluss. Da es zur extremen Schwellung der Epiglottis und des Larynx kommt, somit der Luftweg stark verengt wird, fällt den Betroffenen das Atmen schwer. Typisch ist (ähnlich wie beim [[Krupp-Syndrom]]) ein ausgeprägter inspiratorischer [[Stridor]] mit Husten&amp;lt;ref&amp;gt;J. Kaufmann, M. Laschat, F. Wappler: &amp;#039;&amp;#039;Präklinische Versorgung von Kindernotfällen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Anästhesiologie &amp;amp; Intensivmedizin&amp;#039;&amp;#039;, 2020, Band 61, S. 26–37, hier: S. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt; und eine „karchelnde“ (ähnlich einem Schnarchen) Ausatmung. Die Epiglottis erscheint als pralle, hochrote Kugel. Auch Abszesse sind möglich, sie imponieren als vorgewölbte gelbe Flecken auf dem geschwollenen Kehldeckel.&lt;br /&gt;
Die Patienten versuchen mit allen Mitteln die Luftzufuhr zu verbessern. Der Mund ist geöffnet, die Patienten sind meist sehr konzentriert, nutzen den [[Kutschersitz]] um die [[Atemhilfsmuskulatur]] besser nutzen zu können. Manche Patienten zeigen zudem eine deutliche periorale Blässe oder sogar eine [[Zyanose]]. Die Sprache klingt kloßig. Im Extremfall kommt es zu [[Erstickung]]sanfällen, die zum Tod führen können.&lt;br /&gt;
Insgesamt ist der Krankheitsverlauf sehr rasch, meist aus voller Gesundheit heraus innerhalb von Stunden extreme Verschlechterung des Zustandes. Die Patienten machen einen schwerkranken Eindruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erreger ==&lt;br /&gt;
[[Haemophilus influenzae]], auch Pfeiffer-Influenzabakterium genannt, ist der Haupterreger der Epiglottitis. Es ist ein [[Gram-Färbung|gramnegatives]], [[fakultativ anaerob]]es Stäbchen-Bakterium, teilweise bekapselt und unbeweglich. Seltene Erreger sind [[Pneumokokken|Streptococcus pneumoniae]], andere beta-hämolysierende [[Streptokokken]] und [[Staphylococcus aureus]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- In den Hauptartikel Haemophilus influenzae zu übertragen:&lt;br /&gt;
* Der Name „Haemophilus“ ist abgeleitet aus den griechischen Wörtern &amp;#039;&amp;#039;Haemo&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|αίμα, αίματος}}) für Blut und &amp;#039;&amp;#039;philus&amp;#039;&amp;#039; ([[Griechische Sprache|gr.]] φίλος) für Freund, was somit soviel wie „blutliebend“ bedeutet. Damit ist eine der bedeutendsten Eigenschaften dieses Bakteriums bereits im Namen beschrieben: Bakterien des [[Haemophilus|Haemophilus-Stammes]] benötigen verschiedene Wachstumsfaktoren aus dem Blut (wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Hämin]], [[Nicotinamidadenindinukleotid|NAD]], [[NADP]]), ohne die sie nicht überleben können. Dies ist ein wichtiges Differenzierungsmerkmal zu anderen Bakterienstämmen, die sehr viel weniger anspruchsvoll sind. Das bedeuted, dass sich die Haemophilus-Stämme anhand ihrer Stoffwechseleigenschaften recht einfach bestimmen lassen. In der [[Mikrobiologie]] werden verschiedene [[Nährboden|Nährböden]] benutzt, um Bakterien anzuzüchten und somit nachzuweisen. Der Standard-Nährboden ist der normale [[Blutagar]]. Haemophilus-Bakterien können auf diesem Nährboden jedoch nicht wachsen, da sie an die benötigten Nährstoffen aus den [[Erythrozyt|Blutzellen]], die sich im Blutagar befinden, nicht herankommen, sie können die Blutzellen nicht verwerten. Wenn man nun aber zusätzlich zu dem Haemophilius einen [[Staphylokokken|Staphylokokkus-aureus-Stamm]] (hämolysierende Bakterien) auf den [[Blutagar]] aufträgt, so kommt es zu dem sogenannten Ammen- oder Satellitenphänomen. Der Staphylococcus aureus verstoffwechselt die Blutzellen und stellt dem Haemophilus so die benötigten Nährstoffe zur Verfügung.&lt;br /&gt;
* Der Namensteil „Influenzae“ lässt sich historisch erklären. Das Bakterium wurde [[1892]] von [[Richard Pfeiffer]] entdeckt. Er hatte damals nach dem Erreger der Grippe ([[Influenza]]) gesucht und bei seiner Forschungsarbeit dieses bisher unbekannte Bakterium aus dem Bronchialsekrtet grippekranker Patienten isoliert. Pfeiffer war der Ansicht, dass er den Erreger der [[Grippe]] entdeckt hatte und gab dem Bakterium irrtümlich den Namen Haemophilus Influenzae. Heute weiß man, dass das Influenza-Virus der Erreger der Grippe ist.&lt;br /&gt;
* Die [[Klassifikation]] in verschiedene Typen erfolgt über die [[Kapsel]] des Bakeriums. Diese besteht aus [[Saccharose|Polysaccariden]] und dient vor allen Dingen zum Schutz des Bakteriums z.&amp;amp;nbsp;B. vor Austrocknung und [[Phagocytose|Phagozytose]]. Die Zusammensetzung dieser Kapsel ist zwischen den verschiedenen Bakterienarten, aber auch manchmal innerhalb einer bestimmten Bakterienart verschieden (Kapselserovare). Da diese Kapseln auch unterschiedliche Antigene Eigenschaften besitzen, lassen sei sich typisieren.&lt;br /&gt;
Die Haemophilius influenzae sind in [[Serovare]] A–F unterteilt, wobei der H. influenzae Typ B mit ca. 95 % der häufigste ist.&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgehen und Behandlung ==&lt;br /&gt;
Besteht auch nur der Verdacht auf eine akute Epiglottitis, ist ein sofortiger Transport in ein Krankenhaus notwendig. Nach Möglichkeit sollte eine instrumentelle Untersuchung des Rachenraumes unterbleiben, da jede Manipulation an der geschwollenen Schleimhaut zu einer vollständigen Verlegung der oberen Atemwege führen sowie einen reflektorischen [[Stimmritzenkrampf|Laryngospasmus]] auslösen kann. Die instrumentelle Inspektion des Rachenraumes darf nur mit vorhandenen Möglichkeiten zur Atemwegssicherung erfolgen (s. u.). Der Umgang mit dem Patienten muss sehr vorsichtig geschehen, da jede Art von zusätzlicher Belastung die Atmung verschlechtern kann. Die Gabe von [[Benzodiazepine]]n (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Diazepam]]) ist gefährlich, da neben der erwünschten [[Sedierung]] auch eine [[Atemdepression]] auftreten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sollte so schnell wie möglich mit einer medikamentösen Therapie mit [[Kortikoid|Kortikosteroiden]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Prednison]]) begonnen werden, um ein rasches Abschwellen des Kehldeckels zu erreichen. Aufgrund des späten Wirkungseintrittes von Kortikosteroiden bietet sich auch eine Verneblung von Adrenalin an, um eine schnelle Abschwellung zu erreichen. Gleichzeitig sollte eine hoch dosierte intravenöse Antibiotikagabe (z.&amp;amp;nbsp;B. mit [[Cephalosporin]]en der 2. oder 3. Generation; [[Cefuroxim]] bzw. [[Ceftriaxon]]) erfolgen. Die Atmung muss überwacht werden ([[Pulsoxymetrie]]), im äußersten Notfall muss sie durch [[endotracheale Intubation]] gesichert werden, was aufgrund der oben beschriebenen Symptomatik bei eitrig verschwollener Epiglottis schwierig sein kann. Aus diesem Grund sollte neben der endotrachealen Intubation auch ein chirurgisches Eingreifen ([[Koniotomie]], [[Tracheotomie]]) vorbereitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorbeugung ==&lt;br /&gt;
Gegen den Verursacher der Epiglottitis ([[Haemophilus influenzae]]) ist eine [[Impfung]] möglich (siehe [[HIB-Impfung]]). Diese wird für alle Kleinkinder empfohlen (offizielle Empfehlung der [[Ständige Impfkommission|STIKO]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ähnliche Erkrankungen ==&lt;br /&gt;
Eine Erkrankung mit ähnlichen Beschwerden ([[Differenzialdiagnose]]) ist die akute subglottische [[Laryngitis]],&amp;lt;ref&amp;gt;K. Mantel: &amp;#039;&amp;#039;Epiglottitis und Laryngotracheitis. Differentialdiagnose, Endoskopie und neue therapeutische Möglichkeiten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Pädiatrische Praxis&amp;#039;&amp;#039;, 1975/1976, Band 16, S. 99 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; der sogenannte [[Pseudo-Krupp]]. Dieser verläuft ähnlich der Epiglottitis, jedoch gibt es einige Unterschiede:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Keine Schluckschmerzen&lt;br /&gt;
* Typischer bellender Husten&lt;br /&gt;
* Das Fieber steigt nicht so hoch an (selten über 38&amp;amp;nbsp;°C).&lt;br /&gt;
* Die Betroffenen sind meist jünger (Kinder im Alter von 1–3 Jahren).&lt;br /&gt;
* Äußerst selten letaler Ausgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch sind beide Erkrankungen im Einzelfall schwer zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Erkrankungen mit ähnlichem Verlauf sind:&lt;br /&gt;
* [[Diphtherie]]: Bei Befall des Kehlkopfes (echter Krupp) tritt ebenfalls eine Atemnot mit Stenosegeräusch (Stridor) auf, Tod durch Ersticken ist möglich. Die Diphtherie tritt in der [[Bundesrepublik Deutschland]] äußerst selten auf.&lt;br /&gt;
* [[Aspiration (Medizin)|Fremdkörperaspiration]]: Tritt vor allem bei Kleinkindern auf. Plötzlich aus dem Nichts einsetzender Husten und Atemnot. Kein Fieber, keine anderen Infektzeichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Infektionskrankheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Kinderheilkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Notfallmedizin]]&lt;/div&gt;</summary>
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