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	<title>Entzugsanfall - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T12:46:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Entzugsanfall&amp;diff=2072021&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SeMG: /* GHB */ Wikilink eingefügt</title>
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		<updated>2025-04-09T16:56:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;GHB: &lt;/span&gt; Wikilink eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Entzugsanfall&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|withdrawal seizure}}) ist ein epileptischer [[Gelegenheitsanfall]], der als Komplikation eines [[Entzugssyndrom]]s bei einer [[Alkoholkrankheit|Abhängigkeit von Alkohol]] oder einer zu raschen Dosisreduktion von [[Benzodiazepin]]en (nach längerer, regelmäßiger Einnahme) auftreten kann. Vor der Diagnose eines Entzugsanfalls müssen eine [[Hypoglykämie]], ein vorangegangenes [[Schädel-Hirn-Trauma]], bislang nicht bekannte Strukturschädigungen des Gehirns oder eine (seltene) ursächliche Infektion ausgeschlossen werden. Nachdem Patienten mit einer Abhängigkeit eine Vielzahl von [[Begleitkrankheit]]en aufweisen und oft nur unzureichende Angaben zur Vorgeschichte machen können, ist eine umfassende Abklärung zu veranlassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Medscape&amp;quot;&amp;gt;[http://emedicine.medscape.com/article/819502-overview &amp;#039;&amp;#039;Withdrawal syndromes&amp;#039;&amp;#039;.] Medscape&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei einem einmaligen Entzugsanfall ist wegen des günstigen weiteren Verlaufs keine Verabreichung von [[Antiepileptikum|Antiepileptika]] notwendig.&amp;lt;ref&amp;gt;MP. Earnest: &amp;#039;&amp;#039;Seizures&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Neurol Clin.&amp;#039;&amp;#039;, 1993 Aug, 11(3), S. 563–575, PMID 8377743.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wichtig ist die Unterscheidung von Gelegenheitsanfällen anderer Ursache vor allem für die Beurteilung einer weiteren [[Fahrtauglichkeit]] bzw. Teilnahme am Straßenverkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alkohol ==&lt;br /&gt;
Zwei Prozent der Bevölkerung leiden an einer [[Epilepsie]], ca. 5 % der Bevölkerung erleiden (einschließlich der Personen, die einen Gelegenheitsanfall erleiden) im Laufe des Lebens zerebrale Krampfanfälle. Dabei ist der Entzugsanfall Alkoholkranker eine der häufigsten Ursachen. Bei bis zu einem Drittel der Patienten mit einem ausgeprägten Alkoholentzugssyndrom kommt es zu einem Entzugsanfall.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Medscape&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgekehrt wiesen 41 % der mit Krampfanfällen in ein Krankenhaus eingelieferten Patienten einen als problematisch eingeschätzten Alkoholkonsum auf, wobei es sich hauptsächlich um Männer im Alter von 40–50 Jahren handelte und 59 % davon ein Alkoholentzugssyndrom aufwiesen. Bei 24 % der Alkoholgruppe wurden [[Herd (Medizin)|fokale]] Krampfanfälle beobachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;MP Earnest, PR. Yarnell: &amp;#039;&amp;#039;Seizure admissions to a city hospital: the role of alcohol&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Epilepsia&amp;#039;&amp;#039;, 1976 Dec, 17(4), S. 387–393, [[doi:10.1111/j.1528-1157.1976.tb04450.x]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich meist um generalisierte, tonisch-klonische Anfälle ohne [[Aura (Epilepsie)|Aura]] und mit einem kurzen, [[postiktal]]en [[Dämmerzustand]]. Sie treten als Einzelepisode oder in einer kurzen Serie von bis zu drei Anfällen 24 Stunden nach der letzten Alkoholeinnahme auf. In 30–50 % entwickelt sich ein [[Delirium tremens]].&lt;br /&gt;
Die meisten Anfälle sind kurzanhaltend oder können leicht durch eine Benzodiazepin-Verabreichung beendet werden. Ein [[Status epilepticus]] tritt in 3 % der Fälle auf und erzwingt eine weitere umfassende Abklärung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Medscape&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Benzodiazepine ==&lt;br /&gt;
Entzugsanfälle sind auch die schwerste Komplikation eines [[Entzugssyndrom]]s bei Benzodiazepinabhängigkeit. Benzodiazepine sind wirksame Antiepileptika, was zumindest teilweise das Auftreten von Entzugsanfällen bei deren plötzlichem Absetzen erklärt. Entzugsanfälle bei Benzodiazepinabhängigen führen in der Regel nicht zu bleibenden Schäden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.benzo.org.uk/manual/bzcha03.htm &amp;#039;&amp;#039;Benzodiazepine withdrawal symptoms, acute &amp;amp; protracted&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;The Ashton Manual&amp;#039;&amp;#039;, Chapter III&amp;lt;/ref&amp;gt; Kontrollierte Studien zu einem Benzodiazepin-Entzug bei Patienten mit gleichzeitigem [[Opioid]]konsum gibt es nicht, nachdem dieser für bisherige Studien immer ein Ausschlusskriterium war; somit können auch keine überprüfbaren Aussagen zu den Komplikationen eines Benzodiazepin-Entzugs in dieser Patientengruppe getroffen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;M Fatséas, E Lavie, C Denis, P Franques-Rénéric, J Tignol, M. Auriacombe: &amp;#039;&amp;#039;Benzodiazepine withdrawal in subjects on opiate substitution treatment&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Presse Med.&amp;#039;&amp;#039; 2006 Apr, 35(4 Pt 1), S. 599–606, PMID 16614601 (französisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfohlen wird, auf ein lang wirksames Benzodiazepin wie [[Diazepam]] zu wechseln und dieses über einen längeren Zeitraum abzusetzen, wobei unterschiedliche Empfehlungen ausgesprochen wurden, so z.&amp;amp;nbsp;B. die Ursprungsdosis jede Woche um 25 % zu reduzieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Nicholas Seivewright, assisted by Mark Parry: &amp;#039;&amp;#039;Community Treatment of Drug Misuse: More Than Methadone&amp;#039;&amp;#039;. Cambridge University Press, 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die Praxis relevant ist, dass Patienten mit Multisubstanzabhängigkeit und einem Entzugsanfall in der Vorgeschichte nur schwer zu motivieren sind, auf eine weitere Benzodiazepin-Einnahme zu verzichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entzugsanfälle wurden auch bei einer [[Zolpidem]]-Abhängigkeit beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Aragona: &amp;#039;&amp;#039;Abuse, dependence, and epileptic seizures after zolpidem withdrawal: review and case report&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Clin Neuropharmacol]].&amp;#039;&amp;#039; 2000 Sep-Oct, 23(5), S. 281–283, PMID 11154097.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Yi-Wei Yeh et al.: {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Zolpidem Dependence, Withdrawal Seizure and Comorbidity Following Different Outcomes: Two case Reports and a Review of the Literature&amp;#039;&amp;#039; |url=http://jms.ndmctsgh.edu.tw/fdarticlee/2806263.pdf |wayback=20131205070744 |format=PDF; 117&amp;amp;nbsp;kB, englisch }}. In: &amp;#039;&amp;#039;J Med Sci&amp;#039;&amp;#039;, 2008, 28(6), S. 263–267&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings kann bei einer Zolpidem-Abhängigkeit ein Standardentzugsverfahren mit Diazepam gewählt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;LR Rappa, M Larose-Pierre, DR Payne, NE Eraikhuemen, DM Lanes, ML. Kearson: &amp;#039;&amp;#039;Detoxification from high-dose zolpidem using diazepam&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Ann Pharmacother]].&amp;#039;&amp;#039;, 2004 Apr, 38(4), S. 590–594, Epub 2004 Feb 13, PMID 14966257&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== GHB ==&lt;br /&gt;
[[4-Hydroxybutansäure]] (GHB) ist ein eigenständiger [[Neurotransmitter]] im menschlichen Körper, der seit Ende der 1990er Jahre vermehrt als Partydroge (Liquid Ecstasy) verwendet wird. Selten kommt es auch nach einem GHB-Entzugssyndrom zu Krampfanfällen. Auch wenn verschiedene Untersucher hierin mehr [[Myoklonie]]n (rasche unwillkürliche Muskelzuckungen) sehen, ist die Gabe von Antikonvulsiva in der Akutbehandlung angezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;K Miotto, B Roth: [http://www.erowid.org/chemicals/ghb/ghb_addiction2.pdf &amp;#039;&amp;#039;GHB Withdrawal Syndrome&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;] (PDF; 64&amp;amp;nbsp;kB) Texas Commission on Alcohol and Drug Abuse, 2001&amp;lt;/ref&amp;gt; In einer Studie war die Verabreichung von [[Baclofen]] erfolgreich.&amp;lt;ref&amp;gt;JL LeTourneau, DS Hagg, SM. Smith: &amp;#039;&amp;#039;Baclofen and gamma-hydroxybutyrate withdrawal&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Neurocrit Care&amp;#039;&amp;#039;, 2008, 8(3), S. 430–433, {{PMC|2630388}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Epilepsie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abhängigkeit (Medizin)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SeMG</name></author>
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