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	<title>Entnahme - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T18:37:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Entnahme&amp;diff=2248223&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Brodkey65: Änderungen von ~2025-34514-7 (Diskussion) auf die letzte Version von XXnickiXx zurückgesetzt</title>
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		<updated>2025-08-08T12:17:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2025-34514-7&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2025-34514-7&quot;&gt;~2025-34514-7&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2025-34514-7&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2025-34514-7 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:XXnickiXx&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:XXnickiXx (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;XXnickiXx&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Entnahmen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man im [[Gesellschaftsrecht (Deutschland)|Gesellschaftsrecht]] sämtliche vermögenswerten Zuwendungen einer [[Personengesellschaft]] an ihre [[Gesellschafter]]. Auch bei [[Einzelunternehmen (Deutschland)|Einzelunternehmen]] wird der Begriff verwendet, wenn der Inhaber [[Vermögen (Wirtschaft)|Vermögenswerte]] oder [[Leistung (Rechnungswesen)|Leistungen]] aus seinem [[Unternehmen]] für private Zwecke entnimmt. Der Gegensatz zur Entnahme ist die [[Kapitaleinlage|Einlage]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Der Begriff der Entnahmen stammt aus dem [[Handelsrecht (Deutschland)|Handelsrecht]] und wurde später vom [[Steuerrecht (Deutschland)|Steuerrecht]] übernommen, da es sich bei Entnahmen auch um steuerlich relevante Vorgänge handelt. Entnahmen gibt es nur bei Personengesellschaften und Einzelunternehmen. [[Kapitalgesellschaft]]en haben keine Privatsphäre, die Überführung von Vermögensgegenständen aus dem [[Betriebsvermögen]] einer Kapitalgesellschaft in die Privatsphäre eines [[Anteilseigner]]s/[[Gesellschafter]]s führt zu einer offenen oder [[verdeckte Gewinnausschüttung|verdeckten Gewinnausschüttung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handelsrecht ==&lt;br /&gt;
Der Begriff der Entnahme wird handelsrechtlich nicht [[Legaldefinition|legaldefiniert]]. Vielmehr spricht die zentrale Vorschrift des {{§|122|hgb|juris}} [[Handelsgesetzbuch|HGB]] vom Recht des Gesellschafters, aus der „Gesellschaftskasse Geld … zu erheben…“ Die Entnahmevorschriften gelten für die [[Offene Handelsgesellschaft|OHG]], [[Kommanditgesellschaft (Deutschland)|KG]] und Einzelunternehmen. Das [[bilanz]]ielle [[Eigenkapital]] ergibt sich bei diesen [[Rechtsform]]en aus dem Saldo der Kapitaleinlagen, der Entnahmen und dem Gewinn oder Verlust eines [[Geschäftsjahr]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entnahmen ===&lt;br /&gt;
Entnahmen mindern stets das Eigenkapital, nicht jedoch den [[Gewinn]] der Gesellschaft; sie erfolgen regelmäßig zu Lasten des Kapitalanteils. Jeder Gesellschafter darf seiner Gesellschaft – unabhängig vom Gewinn – Gesellschaftsvermögen entziehen. In {{§|122|hgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 HGB ist jedoch hierfür eine Obergrenze vorgeschrieben, wonach ein Gesellschafter ohne Zustimmung der anderen bis zu 4 % seines variablen Kapitalanteils entnehmen darf, sofern sein Gewinnanteil niedriger ist als diese Obergrenze ({{§|122|hgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 HGB). Darüber hinausgehende Gewinnanteile und alle Verlustanteile werden nach {{§|121|hgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;3 HGB gleichmäßig „nach Köpfen“ verteilt und von ihren Kapitalanteilen abgezogen. {{§|122|hgb|juris}} HGB gilt nach {{§|161|hgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 HGB auch für den Komplementär der KG. Soweit der Kapitalanteil durch Entnahmen (oder Verluste) negativ wird, ist der den Kapitalanteil übersteigende Verlust am [[Bilanzstichtag]] analog {{§|264|hgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 Satz&amp;amp;nbsp;5 HGB in Verbindung mit {{§|268|hgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;3 HGB als „nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil persönlich haftender Gesellschafter“ zu [[Aktivierung (Rechnungswesen)|aktivieren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten der Entnahme ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gewinnentnahme&amp;#039;&amp;#039;: Der dem Kapitalanteil des Gesellschafters nach {{§|120|hgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 HGB gutgeschriebene anteilige Unternehmensgewinn stellt einen Gewinnanspruch des Gesellschafters dar,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zagel&amp;quot;&amp;gt;Stefan Zagel: [https://books.google.de/books?id=vkEa0lRk78gC&amp;amp;pg=PA236&amp;amp;lpg=PA236&amp;amp;dq=Wiedemann,+WM+1992,+Sonderbeilage&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=c8EvXhlvkw&amp;amp;sig=aZaa0a2AmKVZsV-cGsCenXXVerk&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=XG1-U9HGNqeE4gSr9YH4Dg#v=onepage&amp;amp;q=Wiedemann%2C%20WM%201992%2C%20Sonderbeilage&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Die OHG, KG und PublikumsG&amp;#039;&amp;#039;], 2004, S. 237, 249 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; den er durch Entnahme realisieren kann.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kapitalentnahme&amp;#039;&amp;#039;: das Recht auf Kapitalentnahme besteht unabhängig von einer Gewinn- oder Verlustsituation der Gesellschaft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zagel&amp;quot;/&amp;gt; Nur Gesellschafter mit einem positiven Kapitalanteil können eine Kapitalentnahme vornehmen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Steuerentnahme&amp;#039;&amp;#039;: Die Gesellschafter dürfen die auf sie entfallenden laufenden [[Steuer]]n für ihren anteiligen Gewinn aus der Personengesellschaft entnehmen. Das kann nach allgemeiner Ansicht aus {{§|122|hgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 Alt.&amp;amp;nbsp;2 HGB als Gewinnentnahme abgeleitet werden,&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Habersack/Carsten Schäfer: [https://books.google.de/books?id=CxGl62IeEc8C&amp;amp;pg=PA680&amp;amp;dq=gewinnentnahme&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=On2AU-36D6ef0QXG-YFA#v=onepage&amp;amp;q=gewinnentnahme&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Das Recht der OHG&amp;#039;&amp;#039;,] 2010, S. 691.&amp;lt;/ref&amp;gt; auch wenn nach Ansicht des [[Bundesgerichtshof|BGH]] „das Gesetz kein Steuerentnahmerecht neben dem Anspruch aus {{§|122|hgb|juris}} HGB kennt“.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Urteil vom 29. März 1996, Az. II ZR 263/94, {{Webarchiv|url=https://www.jurion.de/urteile/bgh/1996-03-29/ii-zr-263_94/ |wayback=20180119060642 |text=Volltext |archiv-bot=2023-12-18 13:54:08 InternetArchiveBot }} = BGHZ 132, 263, 277.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Steuerentnahme soll nur die gesellschaftsbezogenen Steuern decken, nicht auch die sonstigen Steuerschulden des Gesellschafters.&amp;lt;ref&amp;gt;Astrid Erker: [https://books.google.de/books?id=Z8o_E2E3uUwC&amp;amp;pg=PA137&amp;amp;dq=Entnahmen+%C2%A7+122+HGB&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Ksl8U9KuFMz34QSxsYCQCQ#v=onepage&amp;amp;q=Entnahmen%20%C2%A7%20122%20HGB&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Kompensation für Steuern&amp;#039;&amp;#039;], 2010, S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Privatentnahme&amp;#039;&amp;#039;: durch Gesellschafter dem Unternehmen entzogene Vermögenswerte, die in den privaten Bereich des Gesellschafters übertragen werden und nichtunternehmerischen Zwecken dienen. Nutzt etwa der Gesellschafter einen [[Firmenwagen]] für private Zwecke, so sind die nichtunternehmerischen Aufwendungen (Benzinkosten) aus den [[Betriebsausgabe]]n der [[Gewinn- und Verlustrechnung]] herauszurechnen und als Privatentnahme eigenkapitalmindernd zu verbuchen. Dadurch mindert sie nicht den Gewinn, sondern gilt als vorweggenommene Gewinnauszahlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verteilung der Gewinne und Verluste ===&lt;br /&gt;
Die Regelungen über die Gewinn- und Verlustverteilung finden sich für die OHG in {{§|120|hgb|juris}} bis {{§|122|hgb|juris}} HGB und für die KG in {{§|167|hgb|juris}} bis {{§|169|hgb|juris}} HGB. Diese Verteilung erfolgt in drei Stufen:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zagel&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ergebnisfeststellung&amp;#039;&amp;#039;: durch Aufstellung und Feststellung des [[Jahresabschluss]]es;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ergebnisverteilung&amp;#039;&amp;#039;: durch Zuweisung kraft Gesetzes oder [[Gesellschaftsvertrag]]es auf jeden Gesellschafter;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Entnahme&amp;#039;&amp;#039;: nach der Zuweisung kann jeder Gesellschafter seine Kapital- und Gewinnentnahmerechte geltend machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ablauftechnisch ist also die Entnahme der letzte Prozess der Gewinn- und Verlustverteilung einer Personengesellschaft. Die Verteilung der Gewinne ist – als [[abdingbares Recht]] – in {{§|121|hgb|juris}} HGB vorgesehen. Strikt zu trennen ist der Gewinnanspruch vom Recht auf Entnahmen. Während sich der Gewinnanspruch auf die rechnerische Zuordnung des anteiligen Gewinns auf den Kapitalanteil des Gesellschafters bezieht, regelt das Entnahmerecht, welchen Anteil er von Kapital und Gewinn zur Auszahlung verlangen kann. Die Gesellschafter haben Anspruch darauf, dass ihr Gewinn ihrem Kapitalanteil zugeschrieben wird ({{§|120|hgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 HGB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesellschafterkonten ===&lt;br /&gt;
In der [[Buchführung]] eines Unternehmens sind in der Regel [[Sachkonto|Sachkonten]] eingerichtet, auf denen Privatentnahmen gesondert verbucht und als Unterkonten zur Bilanzposition Eigenkapital geführt werden. Nach {{§|120|hgb|juris|text = §§ 120 ff.}} HGB hat jeder Gesellschafter einer OHG (und [[Komplementär (Gesellschaftsrecht)|Komplementäre]] einer KG) einen einzigen variablen Kapitalanteil, dessen Höhe sich durch Entnahmen und Einlagen ({{§|122|hgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 HGB) und durch Gewinn- und Verlustanteile ({{§|122|hgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 HGB) verändert. Bei der [[GmbH &amp;amp; Co. KG]] steht der GmbH als Komplementärin ebenfalls ein Recht auf Entnahmen gemäß {{§|122|hgb|juris}} HGB zu. In [[Gesellschaftsvertrag|Gesellschaftsverträgen]] wird häufig mehr Übersicht geschaffen, indem für jeden Gesellschafter mehrere Kapitalkonten geführt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Jochen Thiel, Alexander Lüdtke-Handjery: [https://books.google.de/books?id=Lxgjx7tuGmQC&amp;amp;pg=PA82&amp;amp;dq=Entnahmen+%C2%A7+122+HGB&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Ksl8U9KuFMz34QSxsYCQCQ#v=onepage&amp;amp;q=Entnahmen%20%C2%A7%20122%20HGB&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Bilanzrecht: Handelsbilanz, Steuerbilanz&amp;#039;&amp;#039;], 2005, S. 82.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gesellschaftsvertrag werden dann feste Kapitalkonten für jeden Gesellschafter vereinbart, die die Grundlage für die Gewinnverteilung darstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Bertram/Ralph Brinkmann/Harald Kessler/Stefan Müller: [https://books.google.de/books?id=ozaaAgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA220&amp;amp;dq=Entnahmen+%C2%A7+122+HGB&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Ksl8U9KuFMz34QSxsYCQCQ#v=onepage&amp;amp;q=Entnahmen%20%20&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Haufe HGB Bilanz-Kommentar&amp;#039;&amp;#039;], 2013, S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es handelt sich typischerweise um das feste (fixe) Kapitalkonto (&amp;#039;&amp;#039;Kapitalkonto I&amp;#039;&amp;#039;) und das variable Kapitalkonto (&amp;#039;&amp;#039;Kapitalkonto II&amp;#039;&amp;#039;). Während das Kapitalkonto I die Beteiligung am Gewinn und Verlust zum Ausdruck bringt, werden auf dem Kapitalkonto II unter anderem die Privatentnahmen und Privateinlagen des Gesellschafters verbucht. Etwaige Privatkonten sind als [[Fremdkapital]] auszuweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Steuerrecht ==&lt;br /&gt;
Steuerrechtlich sind Entnahmen in {{§|4|estg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 Satz&amp;amp;nbsp;2 [[Einkommensteuergesetz (Deutschland)|EStG]] geregelt und betreffen&lt;br /&gt;
* die Überführung eines [[Vermögensgegenstand]]es aus einem [[Betriebsvermögen]] in ein [[Privatvermögen]] oder&lt;br /&gt;
* die Nutzung von Betriebsvermögen für betriebsfremde Zwecke oder&lt;br /&gt;
* die Inanspruchnahme betrieblicher Leistungen für betriebsfremde Zwecke.&lt;br /&gt;
* Einer Entnahme gleich steht die Überführung eines Vermögensgegenstandes aus einer inländischen [[Betriebsstätte]] in eine ausländische Betriebsstätte ({{§|4|EStG|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 Satz&amp;amp;nbsp;3 bis&amp;amp;nbsp;5 EStG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geldentnahme&amp;#039;&amp;#039;: Ein Unternehmer zahlt mit dem Geld aus der Firmenkasse Lebensmittel für seinen Privathaushalt oder überweist vom Firmenkonto seine Einkommensteuervorauszahlung.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sachentnahme&amp;#039;&amp;#039;: Ein Unternehmer schenkt ein zum Betriebsvermögen gehörendes Auto seiner Tochter zum Geburtstag.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nutzungsentnahme&amp;#039;&amp;#039;: Ein Unternehmer nutzt ein zum Betriebsvermögen gehörendes Auto ([[Firmenwagen]]) für private Besorgungen und die Fahrt in den Urlaub.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Leistungsentnahme&amp;#039;&amp;#039;: Ein Unternehmer lässt den Rasen im Garten seines Privatanwesens von Arbeitnehmern des Betriebs pflegen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Überentnahme&amp;#039;&amp;#039;: Von einer Überentnahme wird gesprochen, wenn in einem [[Wirtschaftsjahr]] die getätigten Entnahmen die Summe aus Einlagen und Gewinn übersteigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus von Sicherer: [https://books.google.de/books?id=68OGhST8CyYC&amp;amp;pg=PA72&amp;amp;dq=%C3%BCberentnahme&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=8oKAU7mfEqfB0gXSwICIAQ#v=onepage&amp;amp;q=%C3%BCberentnahme&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Einkommensteuer Band 1&amp;#039;&amp;#039;], 2005, S. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Betrieblicher Schuldzinsenabzug|betrieblichen Schuldzinsen]] daraus sind nur noch begrenzt als Betriebsausgabe abziehbar sind ({{§|4|EStG|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;4a Satz&amp;amp;nbsp;2 EStG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ertragsteuer ===&lt;br /&gt;
Entnahmen mindern das Betriebsvermögen und damit das [[Eigenkapital]]. Bei einer [[Gewinnermittlung]] durch [[Betriebsvermögensvergleich]] müssen deshalb Entnahmen dem [[Gewinn]] hinzugerechnet werden ({{§|4|EStG|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 Satz&amp;amp;nbsp;1 EStG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umsatzsteuer ===&lt;br /&gt;
Die Entnahme eines Vermögensgegenstandes wird umsatzsteuerlich wie eine Lieferung gegen Entgelt behandelt ({{§|3|ustg_1980|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1b Satz&amp;amp;nbsp;1 [[Umsatzsteuergesetz (Deutschland)|UStG]]).&lt;br /&gt;
Die Entnahme von Nutzungen und Leistungen wird umsatzsteuerlich wie eine sonstige Leistung behandelt ({{§|3|ustg_1980|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;9a Satz&amp;amp;nbsp;1 UStG).&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Unentgeltliche Wertabgabe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entnahmedeckungsrate ==&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit getätigten Entnahmen gibt es eine [[betriebswirtschaftliche Kennzahl]], die aussagt, inwieweit ein Unternehmen in der Lage war, mit seinem [[Cashflow]] die Entnahmen der Gesellschafter zu finanzieren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\text{Entnahmendeckungsrate} = \frac{\text{Cashflow}}{\text{Entnahmen}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist diese Entnahmendeckungsrate gestiegen, so liegt das entweder an absolut gesunkenen Entnahmen oder an einem gestiegenen Cashflow und umgekehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;Claudia Ossola-Haring (Hrsg.): [https://books.google.de/books?id=EvjJCK_JZEQC&amp;amp;pg=PA76&amp;amp;dq=Einzelunternehmen+entnahmen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=xDWCU5zeD87T4QTdwIHgCw#v=onepage&amp;amp;q=Einzelunternehmen%20entnahmen&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Kennzahlen zur Unternehmensfinanzierung&amp;#039;&amp;#039;], 2006, S. 77.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf jeden Fall muss die Entnahmendeckungsrate &amp;gt;1 sein, da ansonsten die Gesellschafter dem Unternehmen mehr [[Liquidität]] entziehen als es durch den Umsatzprozess generiert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4152377-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesellschaftsrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handelsrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bilanzsteuerrecht (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Brodkey65</name></author>
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