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	<title>Enthornung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T11:32:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Enthornung&amp;diff=734082&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schilderwaldmeister: /* Kritik */</title>
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		<updated>2026-01-18T19:40:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Kritik&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Enthornung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man das Entfernen der Hörner bzw. [[Horn]]anlagen bei horntragenden Tieren, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Hausrind|Rindern]], [[Schafe]]n und [[Ziegen]], in der Vieh haltenden [[Landwirtschaft]]. Die Enthornung wird vor allem in der konventionellen Tierhaltung von [[Hausrind|Rindern]] durchgeführt. Aber auch in wenigen [[Ökologische Landwirtschaft|Bio-Betrieben]] wird die Enthornung praktiziert, die routinemäßige Anwendung ist jedoch untersagt, Einzelfälle sind genehmigungspflichtig.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.laves.niedersachsen.de/startseite/lebensmittel/okologischer_landbau/informationen_und_vordrucke/enthornung-von-kaelbern-im-oekologischen-landbau-148255.html Enthornung von Kälbern im Ökologischen Landbau]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begründungen ==&lt;br /&gt;
In modernen Haltungsverfahren für Rinder werden die Tiere in Ställen frei laufend gehalten ([[Laufstall (Viehwirtschaft)|Laufstall]]). Da Rinder wegen ihrer Hörner einen gewissen Mindestabstand zueinander einhalten, benötigen die Tiere in Laufställen mehr Platz. Hornlose Rinder halten weniger Abstand zueinander, wodurch die Ställe kleiner und die Kosten geringer gehalten werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Verletzungen am Horn (Hornbruch) ist es manchmal nötig, das verletzte Horn des Tieres zu entfernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Einzeltieren kann es im Alter vorkommen, dass die Hornspitzen in den [[Schädel]] einwachsen können. Um dies zu verhindern, werden hier oftmals die Hörner abgesägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiter genannter Punkt ist die angeblich erhöhte Anzahl der Kämpfe zur [[Rangordnung (Biologie)|Rangordnung]] in Rinderherden, die bei horntragenden Rindern weiter verbreitet seien und heftiger geführt würden als bei hornlosen Tieren, was eine zusätzliche Verletzungsgefahr darstellen würde. Wissenschaftliche Untersuchungen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Graf, B. |Titel=Aktivitäten von enthornten und nicht enthornten Milchkühen auf der Weide |Verlag=ETH Zürich |Ort=Zürich |Datum=1974}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Menke, C., Waiblinger, S., Fölsch, D.W., Wiepkema, P.R. |Titel=Socialbehaviour and injuries of horned cows in loose housing systems |Sammelwerk=Animal Welfare |Band=8 |Datum=2016 |Seiten=36–39}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zeigten jedoch, dass die Anzahl der Rangkämpfe bzw. die Auseinandersetzungen insgesamt bei Herden horntragender Kühe weniger häufig seien bzw. die enthornten Kühe miteinander rabiater umgingen. Die Anzahl der Verletzungen durch Hörner wies nach einer Untersuchung von Herde zu Herde jedoch sehr große Unterschiede auf. Weitere Studien mit horntragenden Milchkühen ergaben, dass – noch vor der Größe der Laufställe – die Zuwendung des Landwirts oder Melkers den größten Einfluss auf das Verhalten innerhalb der Herde ausübt: Je ausgiebiger der Landwirt sich persönlich den Tieren widmet, desto geringer ist das Aggressionspotenzial der Kühe.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.researchgate.net/profile/Susanne_Waiblinger/publication/233699560_Social_Behaviour_and_Injuries_of_Horned_Cows_in_Loose_Housing_Systems/links/596cc56daca2728ca689d7df/Social-Behaviour-and-Injuries-of-Horned-Cows-in-Loose-Housing-Systems.pdf?origin=publication_detail &amp;#039;&amp;#039;Socialbehaviour and injuries of horned cows in loose housing systems&amp;#039;&amp;#039;] Menke, C., Waiblinger, S., Fölsch, D.W., Wiepkema, P.R (Animal Welfare, August 1999), abgerufen am 23. November 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;NATUR&amp;quot;&amp;gt;Christian Bernhart: &amp;#039;&amp;#039;Lasst den Kühen die Hörner.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Natur (Zeitschrift)|Natur]] 6/2019, S. 46 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Enthornungen von Kühen werden in Deutschland spätestens seit dem Ende des Mittelalters vorgenommen. Eine [[Polizeiordnung]] von 1497 der damals unter Nürnberger Herrschaft stehenden Stadt [[Altdorf bei Nürnberg|Altdorf]] schreibt dies sogar bei Strafandrohung vor: &amp;#039;&amp;#039;Item man soll auch den Kuen die hörrnner abschneyden, das eine der andern nit schaden thue. Unnd wo man spitzige hörrnner findt, den will man straffen von einer jeden Kue umb 60 Pfg&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Hans Recknagel]] (mit Erika Recknagel) |Titel=Häuserchronik der Altdorfer Altstadt |Verlag=Altnürnberger Landschaft e.&amp;amp;nbsp;V. |Ort=Neuhaus |Datum=2009 |ISBN=978-3-00-027611-8 |Seiten=269}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesetzliche Regelungen ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deutschland&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Laut deutschem [[Tierschutzgesetz (Deutschland)|Tierschutzgesetz]] (TierSchG) sind Eingriffe an Tieren ohne [[Betäubung]] nicht zulässig. Abweichend davon dürfen [[Kalb|Kälber]] bis zum Alter von sechs Wochen ohne Betäubung enthornt werden. Die [[Vorschriften für Sicherheit und Gesundheitsschutz|Unfallverhütungsvorschrift]] der [[Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft|Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft]] „VSG 4.1 Tierhaltung“ verlangt in § 10 (16), dass Kälber von Rinderrassen, von denen aufgrund ihrer Hörnerbildung und der Art der Tierhaltung eine zusätzliche Gefahr ausgeht, gegen Hörnerbildung zu behandeln sind. Die Durchführungsanweisung zu diesem Punkt beschreibt, dass diese zusätzliche Gefahr z. B. bei der Mastbullenhaltung oder der Haltung in Laufställen auftreten könne. Diese Vorschrift ist für alle bei der [[Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft|Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft]] versicherten Betriebe bindend. Auch Bio-Betriebe dürfen enthornen. Der Bio-Verband [[Demeter (Deutschland)|Demeter]] verbietet die Enthornung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.demeter.de/kuehe-haben-hoerner Demeter-Kühe haben Hörner, Demeter e.&amp;amp;nbsp;V., abgerufen am 26. Juli 2017]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Österreich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Österreich ist nach Inkrafttreten der Novelle der 1. Tierhaltungsverordnung im Oktober 2017 die Enthornung oder das Zerstören der Hornanlage zulässig, wenn&lt;br /&gt;
* der Eingriff bei Kälbern unter 6 Wochen durch eine sachkundige Person und unter Einsatz von Sedierung, Lokalanästhesie und postoperativ wirksamer Schmerzmittel durchgeführt wird oder&lt;br /&gt;
* der Eingriff durch einen Tierarzt unter Einsatz von Sedierung, Lokalanästhesie und postoperativ wirksamer Schmerzmittel durchgeführt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2017_II_151/BGBLA_2017_II_151.html Gesamte Rechtsvorschrift 1. Tierhaltungsverordnung, Rechtsinformationssystem des Bundeskanzleramts der Republik Österreich, abgerufen am 26. Juli 2017]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schweiz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Schweiz dürfen Kälber bis zum Alter von drei Wochen unter Betäubung und Schmerzmittelgabe enthornt werden, bei Zicklein ist eine [[Narkose|Vollnarkose]] vorgeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.agroscope.admin.ch/agroscope/de/home/themen/nutztiere/wiederkaeuer/horn-status-bei-rindern.html |wayback=20201202122204 |text=&amp;#039;&amp;#039;Horn-Status bei Rindern&amp;#039;&amp;#039; |format= |()= |original= }} In: &amp;#039;&amp;#039;www.agroscope.admin.ch, [[Agroscope]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/tiere/tierschutz/tierschutzbericht-2021/schmerzfreie-enthornung-von-zicklein.html &amp;#039;&amp;#039;Der Weg zur schmerzfreien Enthornung von Zicklein&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;www.blv.admin.ch, Tierschutzbericht 2021&amp;#039;&amp;#039;, [[Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen]], abgerufen am 15. Juli 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus Sicherheitsgründen dürfen aber auch ausgewachsene Kühe enthornt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Beatrice Scheurer |url=https://www.bioaktuell.ch/tierhaltung/rindvieh/behornte-kuehe/kuehe-enthornen |titel=Kühe enthornen |werk=bioaktuell.ch |datum=2025-04-28 |abruf=2025-09-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei [[Bio Suisse]] ist die Enthornung erlaubt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.schweizerbauer.ch/tiere/milchvieh/bio-kuehe-sollen-nicht-mehr-enthornt-werden/ &amp;#039;&amp;#039;Bio-Kühe sollen nicht mehr enthornt werden&amp;#039;&amp;#039;.] [[Schweizer Bauer]], 17. Oktober 2021, abgerufen am 18. Oktober 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei [[Verein für biologisch-dynamische Landwirtschaft|Demeter Schweiz]] hingegen ist eine Enthornung grundsätzlich verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Methoden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Methode ist die Verwendung eines Brenneisens, mit dem die [[Horn]]anlagen ausgebrannt werden. Durch das heiße Brenneisen wird gleichzeitig die dabei entstehende Wunde [[Kauterisation|kauterisiert]], wodurch [[Blutung]]en gestillt und desinfiziert werden. Üblicherweise verwachsen diese Wunden relativ problemlos und vernarben schnell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Methode ist der &amp;#039;&amp;#039;Ätzstift&amp;#039;&amp;#039;. Dabei wird die Hornanlage mit einem [[Ätzende Stoffe|ätzenden Stoff]] (etwa [[Natriumhydroxid]]) verätzt und damit zerstört. Dieses Verfahren ist nicht so sicher wie das Ausbrennen, durch herunterlaufende Ätzflüssigkeit kann die Haut oder die Augen der Tiere verletzt werden. Die Zulassung für den Ätzstift ist in Deutschland allerdings weggefallen. Somit ist die Anwendung nicht mehr erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben diesen Methoden, die nur bei Kälbern Anwendung finden, kann es nötig sein, auch bereits ausgewachsene Tiere zu enthornen (Hornverletzung, Neueinstallung in eine Gruppe enthornter Rinder etc.). Die Enthornung älterer Rinder, bei denen die Entwicklung der Hörner schon abgeschlossen ist, wird mit einem Sägedraht vorgenommen. Während die Zerstörung der Hornanlagen bei Kälbern auch von den Tierhaltern (Landwirten) selbst vorgenommen wird, muss die Enthornung älterer Tiere von einem Tierarzt durchgeführt werden – die nach deutschem Recht (TierSchG) vorzunehmende Schmerzausschaltung (in diesem Fall meistens allgemeine Sedierung und lokale Anästhesie der die Hörner versorgenden Nervenäste) darf nur von Tierärzten vorgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritisiert wird die Enthornung aus mehreren Gründen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die betäubungslose Enthornung ist für Rinder einschließlich Kälbern schmerzhaft und wird deswegen von [[Tierrechtsorganisation]]en kritisiert. So fordert die [[Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt]] ein Verbot der betäubungslosen Enthornung, da diese Praktik zu den schmerzhaftesten Eingriffen bei landwirtschaftlich genutzten Tieren zähle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://albert-schweitzer-stiftung.de/massentierhaltung/rinder/milchkuehe |titel=Zurückdrängung der Grundbedürfnisse der Milchkühe |hrsg=Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt |abruf=2025-02-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jedoch kann auch bei ordnungsgemäß durchgeführter Betäubung und Schmerzausschaltung eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit rund um die verödeten Hornansätze dauerhaft bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.unibe.ch/aktuell/medien/media_relations/medienmitteilungen/2018/medienmitteilungen_2018/folgen_der_enthornung_koennen_ueber_die_akutphase_hinausreichen/index_ger.html |titel=Folgen der Enthornung können über die Akutphase hinausreichen |werk=[[Universität Bern|unibe.ch]] |abruf=2018-12-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das Enthornen beeinträchtigt möglicherweise das Sozialverhalten der Tiere, da die Hörner von den Kühen für Imponiergehabe eingesetzt würden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.topagrar.com/news/Rind-Rindernews-Demeter-verzichtet-auf-das-Enthornen-von-Rindern-1212078.html |titel=Demeter verzichtet auf das Enthornen von Rindern |hrsg=topagrar online |datum=2013-07-30 |abruf=2014-12-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gegen eine Enthornung spricht möglicherweise auch die Einschränkung der Kuh in der Regulierung ihres Wärmehaushaltes.&amp;lt;ref&amp;gt;Baars, Ton: &amp;#039;&amp;#039;Hörner und Wärmeregulierung - Schlüsse aus Hornformen und Wärmebildern&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Lebendige Erde&amp;#039;&amp;#039;, 2016,3 Mai–Juni, {{ISSN|0023-9917}}, S.&amp;amp;nbsp;36–39 ([https://orgprints.org/id/eprint/30401/1/Forschung_2016-3.pdf Digitalisat] [PDF; 2,23 MB])&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Einfluss der Horngröße auf den Wärmehaushalt wird bereits seit geraumer Zeit vermutet. Hier beobachtet man eine Zunahme der Länge und des Umfangs der Hörner in Abhängigkeit von der Temperatur; je heißer also das Klima ist, desto größer sind die Stirnbeinfortsätze / Hörner der Wiederkäuer. Dies ist besonders gut bei Antilopen und Rinderrassen in Afrika und Asien zu sehen. Falls auch für Kühe zutreffend, spielt das Horn gerade auch für Weidekühe im Sommer eine entscheidende Rolle für das Wohlbefinden.&lt;br /&gt;
* Erste Untersuchungen hinsichtlich der Fleischqualität ergaben, dass horntragende Stiere einen höheren Anteil an Proteinen enthielten, die die Zellen vor Stressreaktionen schützen. Stress wiederum bewirkt einen Glykogenabbau, der zu einer Übersäuerung des Fleisches führen kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NATUR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Ansicht, dass die Hörner die Verdauung unterstützten und von Bedeutung für den Stoffwechsel der Tiere seien, wird vom [[Anthroposophie|anthroposophischen]] Ökolandbau-Verband [[Demeter International|Demeter]] vertreten. Beim Wiederkäuen der Kühe würden Gase über die Stirnhöhlen bis in Hornzapfen gelangen; die Temperatur der Kuhhörner steige beim Wiederkäuen spürbar an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;demeter-ta&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.topagrar.com/news/Rind-Rindernews-Demeter-verzichtet-auf-das-Enthornen-von-Rindern-1212078.html |titel=Demeter verzichtet auf das Enthornen von Rindern |hrsg=topagrar online |datum=2013-07-30 |abruf=2014-12-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; So habe die Milch enthornter Kühe eine veränderte Zusammensetzung und sei unter bestimmten Umständen unverträglicher. Die Milch von Kühen mit Hörnern soll laut „bildgebenden Untersuchungen“ weniger [[Allergen]]e beinhalten, was besonders für Menschen mit [[Kuhmilchallergie|Milchallergie]] wichtig und bei [[Laktoseintoleranz]] verträglicher sei;&amp;lt;ref name=&amp;quot;demeter-ta&amp;quot; /&amp;gt; beides ist allerdings wissenschaftlich nicht belegt (Stand 9/2016).&amp;lt;ref name=&amp;quot;med-transp&amp;quot;&amp;gt;[https://www.medizin-transparent.at/milch-enthornte-kuh medizin-transparent.at (21. September 2016). &amp;#039;&amp;#039;Was macht das Horn mit der Milch?&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Laut Demeter sinkt aus den oben genannten Gründen zudem die Qualität des Kuhmists. Außerdem verbiete der „Respekt vor der Integrität des Tieres“ das Enthornen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;demeter-ta&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich verboten ist die Enthornung außer bei Demeter nur noch bei [[Neuland (Marke)|Neuland]]. Der Bio-Verband [[Gäa (Interessenverband)|Gäa]] sowie einige weitere Verbände und Marken ([[Bioland]], [[Naturland]], [[Biokreis]] u. a., teilweise auch Eigenmarken von Supermärkten&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.kuhplusdu.de/files/Milchratgeber_Welttierschutzgesellschaft-eV.pdf |text=Milchratgeber der Welttierschutzgesellschaft |wayback=20150513045945}}, abgerufen im Januar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;) gestatten sie ausschließlich in Einzelfällen und nur nach ausdrücklicher Genehmigung (Stand 2015), von der allerdings unterschiedlich häufig Gebrauch gemacht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alternativen ==&lt;br /&gt;
Als Alternative zur Enthornung gelten einerseits die Haltung von Kühen mit Hörnern, andererseits Bestrebungen, durch Züchtung oder Genveränderung hornlose Rinder hervorzubringen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Fasel |Titel=Hornloses Rindvieh |Datum=2012-04-29 |Online=https://www.welt.de/print/wams/nrw/article106236849/Hornloses-Rindvieh.html |Abruf=2019-05-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in manchen Bio-Betrieben wächst das Interesse für eine Zucht auf Hornlosigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die [[Hornlosigkeit]] in bewährte Milchviehrassen wie zum Beispiel [[Holstein-Rind|Holstein]] einzuführen, sind sehr aufwendige Zuchtprogramme notwendig, um die erwünschten Eigenschaften für eine gute Milchleistung in den hornlosen Nachkommen zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Alternative wurde im Jahr 2016 erstmals die [[Gentechnisch veränderte Tiere#Enthornung von Rindern|Enthornung]] durch [[Genome Editing]]  beim [[Holstein-Rind]] mit Erfolg durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demeter lehnt die Zucht auf Hornlosigkeit ab. Sie sei ein viel größerer Eingriff in das Ökosystem als das Enthornen, so Christoph Metz, Demeter-Berater in Südbayern.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://uni.de/redaktion/kuhhorn C.V.A. (11. Januar 2013). &amp;#039;&amp;#039;Die Kuh ohne Horn&amp;#039;&amp;#039;.] [[Uni.de]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Entgegen den Richtlinien gibt es bei Demeter dennoch auch Betriebe, die genetisch hornlose Rinder halten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Maurin Jost |url=https://taz.de/Bioverband-umgeht-eigene-Richtlinien/!5606780/ |titel=Bioverband umgeht eigene Richtlinien: Hornpflicht bei Rindern aufgeweicht |werk=[[taz.de]] |datum=2019-07-15 |abruf=2019-07-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Eidgenössische Volksinitiative «Für die Würde der landwirtschaftlichen Nutztiere (Hornkuh-Initiative)»]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.tierschutz-tvt.de/merkblatt86.pdf Merkblatt zur Enthornung von Rindern der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e. V.] (PDF-Datei; 232&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.oekolandbau.nrw.de/fachinfo/tierhaltung/milchkuehe/behornte_kuehe/hoernersemiar.php Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen: Bericht über Seminar auf einem Ökobetrieb]&lt;br /&gt;
* [http://www.svlfg.de/30-praevention/prv03-gesetze-und-vorschriften/prv0301-vorschriften-fuer-sicherheit-und-gesundheitsschutz/15_vsg41.pdf Unfallverhütungsvorschrift „VSG 4.1 Tierhaltung“ der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Viehwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Haltung von Rindern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Therapeutisches Verfahren in der Tiermedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Haltung von Schafen und Ziegen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schilderwaldmeister</name></author>
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