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	<title>Enthauptung - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: ±&lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Kopf&quot; title=&quot;Kategorie:Kopf&quot;&gt;Kategorie:Kopf&lt;/a&gt;→&lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Kopf_in_der_Kultur&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Kopf in der Kultur (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Kopf in der Kultur&lt;/a&gt;; ±&lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Hals&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Hals (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Hals&lt;/a&gt;→&lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Hals_in_der_Kultur&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Hals in der Kultur (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Hals in der Kultur&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Enthauptung in China 1901.jpg|mini|Japanische Soldaten bei der [[Hinrichtung]] eines Chinesen in Tientsin, China, 1901]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Enthauptung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Köpfen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dekapitation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (über [[Französische Sprache|französisch]] &amp;#039;&amp;#039;décapiter&amp;#039;&amp;#039; „enthaupten“ von [[latein]]isch &amp;#039;&amp;#039;de&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;caput&amp;#039;&amp;#039; „Kopf“) oder Decollation ist die Abtrennung des [[Kopf]]es vom [[Rumpf (Anatomie)|Rumpf]], entweder als aktive Handlung zum Zwecke der [[Hinrichtung]] oder als Unfallverletzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprünge ==&lt;br /&gt;
Einer der ältesten Belege für eine Enthauptung stammt aus [[Brasilien]]; er wurde in die Zeit von vor ca. 12.000 Jahren (11,7–12,7 [[Cal BP|cal kyBP]]) datiert.&amp;lt;ref&amp;gt;André Strauss et al.: &amp;#039;&amp;#039;The Oldest Case of Decapitation in the New World (Lapa do Santo, East-Central Brazil).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039; PLoS ONE.&amp;#039;&amp;#039; 10(9): e0137456. [[doi:10.1371/journal.pone.0137456]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits zur [[Eisenzeit]] wurden [[Kopfjagd]]en als mythische Rituale durchgeführt (siehe auch [[Keltischer Kopfkult]]). Es gibt Freskengemälde, die den ägyptischen König [[Ramses II.]] um ca. 1200 v.&amp;amp;nbsp;Chr. bei einer Enthauptung zeigen, wobei er die Haare des Gefangenen in der einen Hand hält und die Axt in der anderen Hand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz_hür&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://taz.de/Die-Kulturgeschichte-der-Enthauptung/!5028697/ |titel=Enthaupten, bis der Arm müde wird |titelerg=Die Kulturgeschichte der Enthauptung – von der gängigen Bestrafungspraxis in der Antike bis zu den Ritualmorden des „Islamischen Staats“|autor=Ayse Hür|werk=[[Die Tageszeitung|taz]]|datum= 2014-11-15|zugriff=2020-07-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische europäische Entwicklungen der Gerichtspraxis ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hinrichtung Ludwig des XVI.png|mini|Enthauptung [[Ludwig XVI.|Ludwigs XVI.]], Kupferstich aus dem Jahr 1793]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Exécution de Marie-Antoinette, Musée de la Révolution française - Vizille.jpg|mini|Enthauptung von [[Marie-Antoinette von Österreich-Lothringen|Marie Antoinette]], 1793, [[Musée de la Révolution française]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Kelten]] waren Enthauptungen allgemein üblich, wohingegen die [[Römer]] das nur bei ehrwürdigen Personen für angebracht hielten und es den Kelten verboten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz_hür&amp;quot; /&amp;gt; Die Enthauptung wurde im [[Mittelalter]] und in der [[Frühe Neuzeit|Frühen Neuzeit]] meist mit einem [[Richtschwert|Schwert]] oder einer speziellen [[Axt]] ([[Richtbeil (Strafvollzug)|Richtbeil]]) durchgeführt. Sie galt im Gegensatz zum [[Hängen]] am [[Galgen]] nicht als ehrenrührig und war dem [[Adel]] vorbehalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz_hür&amp;quot; /&amp;gt; Sie wurde auch „Richten mit blutiger Hand“ genannt, im Gegensatz zum Hängen, dem „Richten mit trockener Hand“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitweilig war in [[Königreich England|England]] den Hochadeligen die Enthauptung in aufrecht kniender Haltung mit dem [[Schwert]] vorbehalten, während niedere Ränge auf einem hölzernen [[Richtblock]] liegend mit dem [[Richtbeil (Strafvollzug)|Beil]] enthauptet wurden. Die Enthauptung des knienden Todeskandidaten mit dem Schwert stellt eine erheblich schwierigere Methode dar, die nur von wenigen Scharfrichtern beherrscht wurde. Auch Hinrichtungen mit dem Beil waren des Öfteren aufgrund von Unerfahrenheit oder Nervosität des Henkers eine Tortur für die Delinquenten. Bei der Hinrichtung von [[Margaret Pole, 8. Countess of Salisbury]] waren 1541 mehr als zehn Hiebe nötig, um ihren Kopf vom Rumpf zu trennen. Auch bei der Enthauptung von [[Maria Stuart]] benötigte der unerfahrene [[Scharfrichter]] drei Hiebe. Viele Verurteilte gaben dem [[Scharfrichter|Henker]] erhebliche Geldsummen, um eine Hinrichtung in einem Zug zu erhalten.&amp;lt;ref name=taz_hür/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] wurde meist ein Fallbeil eingesetzt, die sogenannte [[Guillotine]]. Sie galt im Verhältnis zur Enthauptung durch einen Henker als zuverlässiger und sollte sicherstellen, dass der Tod schnell und sicher eintritt, um unnötige Qualen beim Opfer zu verhindern. Beide Arten wurden auch öffentlich auf dem [[Schafott]] vollzogen. Seit der kurzfristigen Abschaffung des Adels im August 1789 wurde diese Hinrichtungsart in Frankreich auf alle Verurteilten ausgeweitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die händische Enthauptung war in Britannien bis 1747, in [[Großfürstentum Finnland|Finnland]] bis 1825, in [[Dänemark]] bis 1892 und in [[Norwegen]] bis 1905 eine offizielle Hinrichtungsart.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz_hür&amp;quot; /&amp;gt; Die Hinrichtung durch die [[Guillotine]] wurde in Algerien, Belgien, Griechenland, Italien bis 1875, in Luxemburg, Monaco, und der Schweiz bis 1940, in Schweden, Tunesien und Vietnam bis 1960 angewandt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz_hür&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Schweden wurden 644 Menschen in den Jahren 1800 bis 1866 enthauptet (mind. 445 Männer, weniger als 200 Frauen). Danach bis zur Einführung der Guillotine 1903 erlitten noch 14 Menschen das Schicksal der Enthauptung. Die letzte öffentliche [[Hinrichtung]] in Schweden datiert vom 17. Mai 1876. Die beiden [[Delinquent]]en Gustav Erikson Hjert und Konrad Lundqvist Petterson Tector wurden wegen zweifachen Mordes im Zuge eines [[Raubüberfall]]s auf eine [[Postkutsche]] (Fahrer und Passagier) hingerichtet. Hjert wurde von Johan Fredrik Hjort, dem [[Stockholm]]er Scharfrichter der Jahre 1862 bis 1882, in Lida Malm hingerichtet. Tectors Hinrichtung erfolgte gleichzeitig in [[Gotland]] durch Peter Steineck. Der Upsalaer [[Physiologie|Physiologe]] Frithiof Holmgren (1831–1897) publizierte seine Beobachtungen als Augenzeuge von Hjerts Hinrichtung.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Göttingische gelehrte Anzeigen&amp;#039;&amp;#039;, 1880, Stück 1, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]] war das Enthaupten seit 1871 die gesetzlich vorgesehene Exekutionsmethode bei Verfahren der Ziviljustiz. In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] starben etwa 10.000 Menschen durch die Guillotine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als letzter in Westdeutschland zum Tod Verurteilter wurde der Raubmörder [[Richard Schuh]] am 18. Februar 1949 in [[Tübingen]] enthauptet. Etwa drei Monate danach, am 11.&amp;amp;nbsp;Mai 1949, wurde mit der Hinrichtung des ebenfalls wegen Raubmordes verurteilten 24-jährigen [[Berthold Wehmeyer]] die letzte Enthauptung in [[West-Berlin]] vollzogen.&lt;br /&gt;
Mit der Gründung der [[Deutschland|Bundesrepublik Deutschland]] wurde die Todesstrafe abgeschafft und sämtliche Todes- in Freiheitsstrafen umgewandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik]] wurde bis 1968 die als „Fallschwertmaschine“ bezeichnete Guillotine eingesetzt, ehe man dort Ende der 1960er-Jahre auf Tod durch den &amp;#039;&amp;#039;[[Erschießung|Unerwarteten Nahschuss]]&amp;#039;&amp;#039; wechselte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation in Japan ==&lt;br /&gt;
Beim traditionellen rituellen Selbstmord ([[Seppuku]]) der japanischen [[Samurai]]-Kriegerkaste wurde der Kopf durch den [[Kaishakunin]] mit einem [[Katana]] oder [[Wakizashi]] vom Rumpf getrennt. Hier musste der Schlag so perfekt ausgeführt werden, dass der Kopf erst durch den Fall des Torsos auf den Boden endgültig abgetrennt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Pauly: &amp;#039;&amp;#039;Seppuku. Ritueller Selbstmord in Japan.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens&amp;#039;&amp;#039;. Tokio 1995&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Situation im islamischen Kulturkreis ==&lt;br /&gt;
Im [[Irak]] gab es bis zum Jahr 2000 die Enthauptung als Hinrichtungsart. In [[Katar]], [[Jemen]] und [[Iran]] ist die Enthauptung als Strafmaß weiterhin Teil der Verfassung, wird aber nicht mehr praktisch angewendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz_hür&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einzige Staat weltweit, der heute noch Enthauptungen durch das Schwert vornimmt, ist [[Saudi-Arabien]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amnesty.de/2009/6/3/todesstrafe-saudi-arabien-mann-enthauptet-und-gekreuzigt Angaben zu Enthauptungen und Kreuzigungen in Saudi-Arabien auf der Website von Amnesty International Sektion Deutschland] &amp;lt;/ref&amp;gt;. Sie kann für [[Vergewaltigung]], [[Ehebruch]], [[Mord]], [[Apostasie im Islam|Apostasie]], [[Hexe]]rei, bewaffneten Raub oder [[Drogenhandel|Handel]] mit [[Betäubungsmittel]]n als Strafe angewendet werden. Dabei wird auf öffentlichen Hinrichtungsplätzen oft nach dem [[Freitagsgebet]] die Enthauptung durchgeführt. Die Verurteilten werden in ein weißes Gewand gekleidet, die Augen mit schwarzem Klebeband verbunden, die Hände auf dem Rücken gefesselt und der Kopf Richtung [[Mekka]] ausgerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Terrororganisation &amp;#039;&amp;#039;[[Islamischer Staat (Organisation)|Islamischer Staat (IS)]]&amp;#039;&amp;#039; führt medienwirksam Enthauptungen durch bzw. inszeniert sie, wie bei zwei amerikanischen Journalisten ([[James Foley (Journalist)|James Foley]] und [[Steven Sotloff]]) und zwei Briten ([[Alan Henning]] und [[David Cawthorne Haines]]), einem Flüchtlings- und einem Entwicklungshelfer im Sommer und Herbst 2014.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/ausland/jihadi-john-haines-witwe-fordert-prozess-fuer-is-terrorist-a-1020789.html &amp;#039;&amp;#039;Opfer-Angehörige fordern Prozess gegen „Jihadi John“&amp;#039;&amp;#039;]. Auf: &amp;#039;&amp;#039;spiegel.de&amp;#039;&amp;#039;, 27. Februar 2015, abgerufen am 13. November 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; In Libyen fielen ihr 2015 bei einer solchen Inszenierung [[Enthauptung von 21 koptischen Christen in Libyen|21 koptische Christen]] zum Opfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Enthauptungen in der Bibel und in den Apokryphen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Judit decapitando a Holofernes, por Artemisia Gentileschi.jpg|mini|Judith enthauptet Holofernes, Gemälde von [[Artemisia Gentileschi]] um 1620]]&lt;br /&gt;
* [[David]] enthauptet den Philister [[Goliat]], nachdem er ihn mit der Schleuder zu Fall gebracht hat. {{B|1 Sam|17|48–51}}&lt;br /&gt;
* [[Johannes der Täufer]] soll enthauptet worden sein, nachdem [[Salome (Tochter der Herodias)|Salome]] seinen Kopf als Belohnung für einen Tanz gefordert habe.&lt;br /&gt;
* [[Paulus von Tarsus]] soll [[Apokryphen]] zufolge in Rom unter [[Nero]] mit dem Schwert enthauptet worden sein.&lt;br /&gt;
* Im [[Buch Judit]] enthauptet Judit [[Holofernes]] mit dessen eigenem Schwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Todeseintritt nach Abtrennung des Kopfes ==&lt;br /&gt;
Es sind zahlreiche Geschichten über Enthauptete bekannt, deren Körper nach ihrer Exekution noch eine Zeit lang weitergelebt haben sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch Tankred Koch: &amp;#039;&amp;#039;Gibt es Empfindungsfähigkeit nach Enthaupten oder Erhängen?&amp;#039;&amp;#039; In: Tankred Koch: &amp;#039;&amp;#039;Lebendig begraben. Geschichte und Geschichten vom Scheintod.&amp;#039;&amp;#039; Edition Leipzig, 1990, ISBN 3-361-00299-0; Neudruck (Lizenzausgabe mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Scheintod. Lebendig begraben&amp;#039;&amp;#039;) Tosa Verlag, Wien 2002, S. 81–88.&amp;lt;/ref&amp;gt; So soll der Pirat [[Klaus Störtebeker]] nach seiner Hinrichtung noch ohne Kopf an elf Matrosen seiner versammelten Mannschaft vorbeigelaufen sein, um sie damit (der Sage nach) vor der Hinrichtung zu retten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Giovanni Aldini]] (1762–1834), der Neffe von [[Luigi Galvani]], führte auch öffentlich [[Galvanismus#Forschung an Hingerichteten|galvanische Experimente]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nzzfolio.ch/www/d80bd71b-b264-4db4-afd0-277884b93470/showarticle/7fdddf9f-c5da-4cc8-a3aa-2a0fea1e260e.aspx www.nzzfolio.ch].&amp;lt;/ref&amp;gt; an Enthaupteten durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch aus der Zeit der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] (1789–1799) sind Aussagen überliefert, z.&amp;amp;nbsp;B. über vermeintliche Sprechversuche abgetrennter Köpfe. Der deutsche Arzt [[Johann Wendt (Mediziner)|Johannes Wendt]] und der Franzose Séguret stellten Versuche an, um die Reaktionen der Köpfe zu erforschen. Danach sollten sie beispielsweise noch reflexartig die Augen schließen, wenn eine Hand schnell auf das Gesicht zubewegt oder der Kopf hellem Licht ausgesetzt wurde.  1797&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Opinions sur le supplice de la Guillotine.&amp;#039;&amp;#039; Paris 1797.&amp;lt;/ref&amp;gt; vermutete der französische Mediziner Pierre Sue (1739–1816), dass das Gehirn solange normal funktioniere, wie das Blut in den Kapillaren des Gehirns noch warm ist. Der Anatom [[Samuel Thomas von Soemmerring|Soemmering]] sah in der Enthauptung die schmerzhafteste Tötungmethode, da er vermutete, dass im abgetrennten Kopf Schmerz noch bewusst wahrgenommen werden könne. Auch Josef Schleer (ein Neffe von [[Franz Anton Mesmer]]), beschrieb&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schleer: &amp;#039;&amp;#039;Experimentelle Untersuchungen an Enthaupteten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Badisches Magazin.&amp;#039;&amp;#039; 3. Jahrgang, (Mannheim) 1813.&amp;lt;/ref&amp;gt; Experimente an Enthaupteten und schilderte dabei, ähnlich wie zuvor Wendt, Blickreaktionen nach Rufen des Namens des Enthaupteten (hier von Johannes Lais, der im Juli 1808 in Breisach mit dem Schwert exekutiert wurde) zum Rufer hin. Auch [[Karl Friedrich Closs]] gab Soemmerring recht und ging von einem Vorhandensein des Bewusstseins bei kurz zuvor Enthaupteten aus, zählte deshalb diese Hinrichtungsart zu den harten Todesstrafen und wandte sich in einem Aufsatz von 1797&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Friedrich Clossius: &amp;#039;&amp;#039;Über die Enthauptung.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 1797.&amp;lt;/ref&amp;gt; an die Landesfürsten: „Wie nur ein Dummkopf die Folter, um eine Geständnis von einem angeschuldigten Verbrechen zu erpressen, vorschlagen konnte, so konnten auch nur rohe Schurken die peinlichen und langsamen Todesstrafen erfinden“.&amp;lt;ref&amp;gt;Tankred Koch: &amp;#039;&amp;#039;Gibt es Empfindungsfähigkeit nach Enthaupten oder Erhängen?&amp;#039;&amp;#039; 2002, S. 81–87 (unter anderem zitierend aus &amp;#039;&amp;#039;Blätter für gerichtliche Anthropologie&amp;#039;&amp;#039; und aus einem Brief Soemmerings vom Mai 1795).&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einem Bericht des französischen Arztes Gabriel Beaurieux von 1905 hatte der Kopf eines guillotinierten Verbrechers noch etwa 30 Sekunden auf Zurufe reagiert.&amp;lt;ref&amp;gt; Beaurieux (Vorstand des Krankenhauses in [[Orléans]]) wohnte der Guillotinierung des Mörders Henri Languille am 25. Juni 1905 um 5.30 Uhr durch den Scharfrichter [[Anatole Deibler]] in Orléans bei. Er schreibt in seinem Bericht: „Die Augen und der Mund von Languille bewegten sich noch krampfhaft. Nach sieben Sekunden hörten sie auf. Ich rief ihn mit seinem Namen: ‚Languille!‘ Die Augen öffneten sich wieder, und er schaute mich direkt an. Es waren keine leblosen Augen, sondern Augen, die lebten und genau wussten, was sie taten.“ Vgl. Morain, Alfred, The underworld of Paris – Secrets of the sûreté, E.P. Dutton &amp;amp; Co., Inc., London 1931, S. 300 („Henri Languille, the bandit who has terrorized the Beauce and the Gatinais“), Psychische Studien – Monatliche Zeitschrift, vorzüglich der Untersuchung der wenig gekannten Phänomene des Seelenlebens gewidmet, Leipzig 1905, S. 505 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ähnliches wird über [[Hamida Djandoubi]] berichtet, die letzte in Frankreich enthauptete Person (1977).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Arzt [[Michael Benedikt Lessing]] schrieb 1836, dass bei Enthaupteten die Reizbarkeit (Empfänglichkeit für Schmerz und Empfindung mit Bewusstsein) noch eine Weile zurückbleibe.&amp;lt;ref&amp;gt;Tankred Koch: &amp;#039;&amp;#039;Gibt es Empfindungsfähigkeit nach Enthaupten oder Erhängen?&amp;#039;&amp;#039; 2002, S. 81.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der forensische [[Pathologie|Pathologe]] Ron Wright ging davon aus, dass nach der Abtrennung des Kopfes das Gehirn für etwa 13 Sekunden weiterleben könne, zumindest seien Augenbewegungen usw. innerhalb dieses Zeitraums möglich. Die genaue Spanne, die das unversorgte Gehirn überlebe, sei von chemischen Faktoren abhängig, wie z.&amp;amp;nbsp;B. von der verfügbaren Sauerstoffmenge zum Zeitpunkt der Enthauptung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren moderne wissenschaftliche Messungen an Ratten, die unter [[Elektroenzephalografie|EEG]] enthauptet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |last1=van Rijn |first1=Clementina M. |title=Decapitation in Rats: Latency to Unconsciousness and the &amp;#039;Wave of Death&amp;#039; |journal=PLOS ONE |date=2011-01-27 |volume=6 |issue=1 |pages=e16514 |doi=10.1371/journal.pone.0016514 |pmid=21304584 |pmc=3029360 |bibcode=2011PLoSO...616514R |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |last1=Derr |first1=Robert F. |title=Pain perception in decapitated rat brain |journal=Life Sciences |date=1991-08-29 |volume=49 |issue=19 |pages=1399–1402 |doi=10.1016/0024-3205(91)90391-n|pmid=1943446 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |last1=Holson |first1=R. Robert |title=Euthanasia by decapitation: Evidence that this technique produces prompt, painless unconsciousness in laboratory rodents |journal=Neurotoxicology and Teratology |date=1992-01-06 |volume=14 |issue=4 |pages=253–257 |doi=10.1016/0892-0362(92)90004-t|pmid=1522830 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Demnach fällt nach der Enthauptung die Aktivität exponentiell ab. Nach etwa 3 bis 4 Sekunden fallen die Werte unter 50 % eines aktiven Gehirns, was als sicherer Hinweis darauf angenommen wird, dass keine bewusste Wahrnehmung mehr existiert. Es schließt sich eine Phase an, die einem Tiefschlaf gleicht, sodass bis zu 15 Sekunden nach der Enthauptung unbewusste Reaktionen auf Reize möglich sind (entsprechend einer fortschreitenden [[Koma#Klassifikationen und Komatiefe|Komatiefe]]). [[Elektroenzephalografie#Sharp-Slow-Wave|Slow-Wellen]] konnten bis zu 80 Sekunden gemessen werden. Alle Autoren schlussfolgern, dass in den ersten Sekunden nach einer Enthauptung eine bewusste Wahrnehmung des Schmerzes vorliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Enthauptung in der Kunst ==&lt;br /&gt;
* [[Beheading the Chinese Prisoner]], US-Film von Siegmund Lubin (1900)&lt;br /&gt;
* [[Géréon et Jasmin]], Denkmal auf der französischen Insel Réunion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Cephalophore]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Matthias Blazek: &amp;#039;&amp;#039;Hexenprozesse – Galgenberge – Hinrichtungen – Kriminaljustiz im Fürstentum Lüneburg und im Königreich Hannover&amp;#039;&amp;#039;. ibidem, Stuttgart 2006, ISBN 3-89821-587-3&lt;br /&gt;
* Matthias Blazek: &amp;#039;&amp;#039;Scharfrichter in Preußen und im Deutschen Reich 1866–1945&amp;#039;&amp;#039;. ibidem, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8382-0107-8&lt;br /&gt;
* Volker Mergenthaler: &amp;#039;&amp;#039;Medusa meets Holofernes. Poetologische, semiologische und intertextuelle Diskursivierung von Enthauptung&amp;#039;&amp;#039;. Peter Lang, Bern 1997, ISBN 3-906757-47-1&lt;br /&gt;
* Thomas Waltenbacher: &amp;#039;&amp;#039;Zentrale Hinrichtungsstätten. Der Vollzug der Todesstrafe in Deutschland von 1937–1945. Scharfrichter im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Zwilling, Berlin 2008, ISBN 978-3-00-024265-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Decapitations of people|Enthauptung}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.medizinradio.de/index.php?id=521 | wayback=20131227102447 | text=Hörbeitrag zum Thema Enthauptung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4369008-7|LCCN=sh89006220}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinrichtungsart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kopf in der Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hals in der Kultur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
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