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	<title>Entersburg - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T09:25:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Entersburg&amp;diff=2542785&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Geschichte */ Leerzeichen vor Zahl eingefügt</title>
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		<updated>2025-03-24T19:02:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; Leerzeichen vor Zahl eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Burg&lt;br /&gt;
|Bild                   = Steffenswarte-1.JPG&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung       = Steffenswarte am Standort der früheren Entersburg&lt;br /&gt;
|Alternativname         = Nantersburg, Nantersburch, Nantirsburg&lt;br /&gt;
|Entstehungszeit        = Ende 11. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|Typologie n. geo. Lage = Spornburg&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand      = Burgstall, geringe Reste&lt;br /&gt;
|Ständische Stellung    = Reichsministeriale&lt;br /&gt;
|Mauerwerksmerkmale     = Schieferbruchstein&lt;br /&gt;
|Heutiger Ortsname      = [[Hontheim]]&lt;br /&gt;
|Breitengrad            = 50.080588&lt;br /&gt;
|Längengrad             =  7.008161&lt;br /&gt;
|Region-ISO             = DE-RP&lt;br /&gt;
|Poskarte               = &lt;br /&gt;
|Höhenordinate          = 262.2&lt;br /&gt;
|Höhe-Bezug             = DE-NHN&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Entersburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nantersburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist eine [[Burgstall|abgegangene]] [[hochmittelalter]]liche [[Spornburg]] nordöstlich von [[Hontheim]] im [[Landkreis Bernkastel-Wittlich]] in [[Rheinland-Pfalz]]. Die Burg wurde vermutlich Ende des 11.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts von den „Herren von Nantersburg“ erbaut und bereits 1138 vom [[Bistum Trier|Trierer Erzbischof]] [[Albero von Montreuil]] zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funde, die in den Jahren 1978 und 1979 im Rahmen einer archäologischen Grabung des [[Rheinisches Landesmuseum Trier|Rheinischen Landesmuseums Trier]] gemacht wurden, erbrachten den Nachweis, dass auf dem späteren Burggelände bereits [[Kelten]] und [[Römisches Reich|Römer]] Befestigungen hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute erinnert dort die Steffenswarte, ein 1895 erbauter Aussichtsturm an den Standort der Burg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Die Entersburg lag auf einem mehrstufigen Felsgrat über dem unteren [[Üßbach]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;tal in der [[Moseleifel]]. Das maximal {{Höhe|262.2|DE-NHN|link=true}}{{GeoQuelle|DE|BFN-Karten}} hohe Plateau, auf dem die Burg stand, ist etwa 250 Meter lang und bis zu 130 Meter breit. Im Westen, Norden und Osten war die Burg durch steile Abhänge zum etwa 60 Meter tieferen Üßbachtal geschützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Aufgrund von [[Dendrochronologie|dendrochronologischen]] Untersuchungen wurde die Burg vor 1096 gebaut. Burgherren waren die „Herren von Nantirsburg“ oder „von Nantersburg“. Der Historiker [[Heinrich Beyer|Beyer]] bezeichnet dieses Geschlecht als [[Ministeriale|Reichsministeriale]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;beyer2&amp;quot;&amp;gt;[[Heinrich Beyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Mittelrheinisches Urkundenbuch&amp;#039;&amp;#039;, Band II, Coblenz: Hölscher, 1865, S.&amp;amp;nbsp;108 ([https://www.dilibri.de/rlb/content/pageview/29985 dilibri.de])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Römisch-deutscher Kaiser|Kaiser]] [[Lothar III. (HRR)|Lothar III.]] (1133–1137) im Jahr 1136 seinen zweiten [[Italienzug]] unternahm, wurde er unter anderem vom [[Bistum Trier|Trierer Erzbischof]] [[Albero von Montreuil]] (1131–1152) begleitet. Während der Abwesenheit Alberos hatten die Brüder Werner und Johann von Nantersburg die naheliegende erzbischöfliche [[Burg Arras]] eingenommen. Hierzu waren sie vom [[Kurpfalz|Pfalzgrafen]] [[Otto I. von Salm]] veranlasst worden. Nach der Rückkehr des Erzbischofs wurden die Nantersburger Brüder von der Burg Arras wieder vertrieben und die Nantersburg 1138 zerstört.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Christian von Stramberg]], [[Anton Joseph Weidenbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Denkwürdiger und nützlicher Rheinischer Antiquarius...&amp;#039;&amp;#039;, Teil 3, Band 5, Hergt, Koblenz 1858, S.&amp;amp;nbsp;492 ([https://books.google.de/books?id=0bgDAAAAYAAJ&amp;amp;dq=Nantersburg&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=RA1-PA492 Google Books])&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;N. Zimmerer: &amp;#039;&amp;#039;Albero von Trier&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Trierische Chronik&amp;#039;&amp;#039;, 1907, S.&amp;amp;nbsp;147 ([https://www.dilibri.de/ubtr/periodical/pageview/10980 dilibri.de])&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist unbekannt, ob die Burg wieder aufgebaut wurde. Sie wurde aber im Jahr 1335 unter dem Namen „Entersburg“ –&amp;amp;nbsp;zusammen mit den in unmittelbarer Nähe liegenden Orten „Huntheim“ ([[Hontheim]]), „Grintkamp“ (Krinkhof?) und „Wispelscheit“ (Wispelt)&amp;amp;nbsp;– in einer Kaufurkunde zwischen dem Trierer Kurfürsten [[Balduin von Luxemburg|Balduin]] und dem Ritter Cuno von Ulmen noch einmal erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Friedrich Schannat]], [[Georg Bärsch|Georg Baersch]]: &amp;#039;&amp;#039;Eiflia illustrata&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, Teil 2, Mayer, Leipzig, 1855, S.&amp;amp;nbsp;11 ([https://books.google.de/books?id=BoIAAAAAcAAJ&amp;amp;dq=Entersburg&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA11 Google Books])&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilhelm Arnold Günther]]: &amp;#039;&amp;#039;Codex diplomaticus Rheno-Mosellanus&amp;#039;&amp;#039;, Band 3, Coblenz.&amp;amp;nbsp;B. Heriot, 1824, S.&amp;amp;nbsp;329 ([https://books.google.de/books?id=sXAMAAAAYAAJ&amp;amp;dq=Entersburg&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA329 Google Books])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
In den 1850er Jahren wurden auf dem höchsten Felsplateau bei ersten Grabungen Brandspuren und Römermünzen entdeckt. 1865 wurde das Ergebnis zusammenfassend beschrieben: „Eine genaue Untersuchung der Trümmer der … Entersburg … ergab, dass deren Gebäude in sehr kleinen Dimensionen, auf steinernen Grundmauern einstöckig von Holz (Fachwerk) erbaut und mit Stroh oder Ginster gedeckt waren. Ein Thurm war nicht vorhanden und die Haupt-Befestigung die lang hingestreckte Lage auf einem schmalen Felsgrate, der in der einzigen Angriffsseite durch einen tiefen Graben durchschnitten war.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;beyer2&amp;quot; /&amp;gt; 1974 beschreibt [[Karl-Josef Gilles]] in einer Publikation des [[Rheinisches Landesmuseum Trier|Rheinischen Landesmuseums Trier]] viele Kleinfunde von der Entersburg. Danach fanden umfangreiche [[Raubgrabung]]en statt. In den Jahren 1978 und 1979 erfolgten unter der Leitung von Karl-Josef Gilles umfangreiche archäologische [[Ausgrabung]]en des Rheinischen Landesmuseums Trier.&amp;lt;ref name=&amp;quot;krausse&amp;quot;&amp;gt;[[Dirk Krausse]]: &amp;#039;&amp;#039;Eisenzeitlicher Kulturwandel und Romanisierung im Mosel-Eifel-Raum: Fundstellenkatalog&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Römisch-germanische Forschungen]].&amp;#039;&amp;#039; Band 63). Mainz/Frankfurt am Main/Esslingen 2006, S. 19 ([https://publications.dainst.org/books/dai/catalog/view/74/95/692-1 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Keltenzeit ===&lt;br /&gt;
Eine Randbefestigung in Holz-Stein-Erde-Technik aus der [[Eisenzeit]] umschloss eine Innenfläche von etwa 1,3 [[Hektar|ha]]. In mehreren Grabungsschnitten wurden an der Nord-, Ost- und Südseite vorrömische Mauerreste gefunden, die auf eine keltische Befestigungsanlage hinweisen. Aufgrund von Keramik- und Metallfunden lässt sich die Anlage der späteren [[Latènezeit]] (3.&amp;amp;nbsp;bis 1.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr.) zuordnen. Unter anderem wurden keltische Münzen, darunter [[Potinmünze]]n der [[Treverer]] gefunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;krausse&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;kulturdb&amp;quot;&amp;gt;{{KulturDB-Trier|5767|abruf=2016-02-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römerzeit ===&lt;br /&gt;
In der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts n.&amp;amp;nbsp;Chr. entstand auf der höchsten Stelle des Plateaus eine römische Befestigung. Die Umwehrung war von der Fläche her kleiner als die keltische Anlage. Das Mauerwerk aus Schieferbruchstein hatte eine Stärke von 1,20 Metern. Später, nicht vor dem zweiten Viertel des 4. Jahrhunderts, wurde an der Nordwestspitze ein etwa 10 mal 10 Meter großer [[Burgus]] hinzugefügt, die Fundamentmauern waren mehr als zwei Meter stark. Er diente wahrscheinlich als zusätzlicher Schutz der Befestigungsanlage und zur Kontrolle der in etwa 600 Metern Entfernung nordwestlich des Wachturms verlaufenden [[Römerstraße]], die von [[Trier]] nach [[Andernach]] führte. Unter den römischen Funden sind zwei Bronzeplastiken (ein geflügelter [[Amor (Mythologie)|Amor]] und die Büste einer [[Minerva]]) besonders hervorzuheben. Aus den Münzfunden kann hergeleitet werden, dass die Römeranlage Mitte des 4. Jahrhunderts aufgegeben wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;krausse&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;kulturdb&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Von der mittelalterlichen Nantersburg wurden Reste einer weiteren Umfassungsmauer und die Fundamente des [[Palas]] freigelegt. Es handelt sich um einen zweigeteilten abgeknickten Raum von rund 30 Metern Länge und 10 Metern Breite. Die Mauern waren 1,10 bis 1,50 Meter dick und bestanden aus behauenen Schiefersteinen. Auch römische [[Spolie]]n fanden beim Bau Verwendung. Auf der Südseite befanden sich zwei Eingänge. Ein [[Bergfried]] konnte nicht nachgewiesen werden. Es wurden auch Münzen, Keramiken und andere Gegenstände aus dieser Zeit gefunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kulturdb&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordwestlich der mittelalterlichen Burganlage und außerhalb der römischen Befestigungsmauer lagen zwei kurze in den Fels geschlagene [[Abschnittsgraben|Abschnittsgräben]]. Der innere Graben zeigt einen U-förmigen Querschnitt und erreichte eine Tiefe von 1,50 Metern. Die Zeitstellung dieser Gräben ist unbestimmt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kulturdb&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heute {{Anker|Steffenswarte}} ===&lt;br /&gt;
Auf dem kleinen ovalen Gipfelplateau, südlich des mittelalterlichen Palas, wurde 1895 ein steinerner Aussichtsturm, die Steffenswarte, gebaut. Wegen Baufälligkeit ist der Zugang zum Turm derzeit (Jan. 2022) nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Emmi Elert: &amp;#039;&amp;#039;Führer durch das Königliche Bad Bertrich&amp;#039;&amp;#039;, Kreuznach: Voigtländer, 1904, S.&amp;amp;nbsp;16 ([https://www.dilibri.de/rlb/content/pageview/513942 dilibri.de])&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Burgstelle ist frei zugänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|3=S}}&lt;br /&gt;
* {{Ebidat|282}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burgruine in Rheinland-Pfalz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Hontheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg in der Eifel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz im Landkreis Bernkastel-Wittlich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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