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	<title>Enkratiten - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T11:43:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Enkratiten&amp;diff=382078&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2025-07-20T20:56:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Enkratiten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|ἐγκράτεια}} „Enthaltsamkeit“) ist eine Bezeichnung für die Anhänger einer weitverbreiteten und vielgestaltigen [[Askese|asketischen]] Richtung in der [[Alte Kirche|alten Kirche]] ab dem Ende des 2. Jahrhunderts bis zum Ende des 3. Jahrhunderts,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christoph Markschies]]: &amp;#039;&amp;#039;Das antike Christentum. Frömmigkeit, Lebensformen, Institutionen.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. C. H. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-63514-4, S. 161.&amp;lt;/ref&amp;gt; welche durch strenge Enthaltung des Genusses von Fleisch und Wein sowie [[Sexualität des Menschen|sexuelle]] [[Enthaltsamkeit]] das Ziel der Vergeistigung anstrebte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markschies-162&amp;quot;&amp;gt;[[Christoph Markschies]]: &amp;#039;&amp;#039;Das antike Christentum. Frömmigkeit, Lebensformen, Institutionen.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. München 2012, S.&amp;amp;nbsp;162.&amp;lt;/ref&amp;gt; Häufig wurde [[Wein]] selbst beim [[Eucharistie|Abendmahl]] durch Wasser ersetzt ([[Aquarier]] oder [[Hydroparastaten]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyers&amp;quot;&amp;gt;{{Meyers-1905 |Lemma=Enkratīten |Band=5 |Seite=823 |SeiteBis=824 |zenoID=20006555225}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einordnung ==&lt;br /&gt;
Die Enkratiten formierten sich nicht als eine geschlossene [[Häresie|häretische]] Bewegung oder Parteiung, sondern sind eine Sammlung verschiedener asketischer Strömungen und Gruppierungen innerhalb des sehr breiten Spektrums der Alten Kirche.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christoph Markschies]]: &amp;#039;&amp;#039;Das antike Christentum. Frömmigkeit, Lebensformen, Institutionen.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. C. H. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-63514-4, S.&amp;amp;nbsp;163.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bereits in der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts um den syrischen Theologen [[Tatian]] († ca. 170 n.&amp;amp;nbsp;Chr.)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Winkelmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des frühen Christentums.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. München (2007), S. 74.&amp;lt;/ref&amp;gt; gab es eine strenge Ablehnung von [[Antikes Griechenland|antiker griechischer Kultur]], die mit Sinnenlust und Amoral gleichgesetzt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. die Schrift &amp;#039;&amp;#039;Oratio ad Graecos&amp;#039;&amp;#039; Kp. 2, zitiert nach: &amp;#039;&amp;#039;Frühchristliche Apologeten und Märtyrerakten.&amp;#039;&amp;#039; Band I. Aus dem Griechischen und Lateinischen übersetzt von Dr. Kaspar Julius (Aristides); Dr. Gerhard Rauschen (Justin, Diognet); Dr. R.C. Kukula (Tatian); P. Anselm Eberhard (Athenagoras). (Bibliothek der Kirchenväter, 1. Reihe, Band 12) München 1913; abgerufen am 7. März 2014 von [http://www.unifr.ch/bkv/buch24.htm BKV Universität Freiburg Schweiz].&amp;lt;/ref&amp;gt; Die These aus dem 19. Jahrhundert, Tatians Lehre sei der Ursprung der Enkratiten, gilt seit dem frühen 20. Jahrhundert als überholt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyers&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund gleicher Askeseformen bei einigen [[Gnostizismus|gnostischen]] Gruppierungen, denen Materie als böses Prinzip galt, wurden die Enkratiten auch als Teil der Gnosis gesehen. Hinzu kommt eine ähnliche, sexualfeindliche Auslegung der [[Paradieserzählung]] ({{B|Gen|1-3}}), die an den späteren [[Manichäismus]] und dessen Einfluss auf [[Augustinus]] erinnert.&lt;br /&gt;
Als häresiologischer Terminus wurde &amp;#039;&amp;#039;Enkratiten&amp;#039;&amp;#039; fast ausschließlich von griechisch- bzw. lateinischsprachigen Theologen verwendet. In Syrien wurde die Haltung eher den Kirchenchristen zugesprochen, während gnostische Gruppierungen wie die Anhänger [[Bardesanes|Bardaisans]] Askese ablehnten, so dass man davon ausgeht, dass das syrische Christentum in den ersten Jahrhunderten enkratitisch geprägt war. Wirkungsgeschichtliche Ausläufer waren die [[Messalianer]], die wiederum das [[Mönchtum]] mitprägten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alte Kirche entwickelte sich im Laufe des 3. Jahrhunderts von einer Minderheit zu einer Massenbewegung. Dies führte [[frömmigkeit]]s&amp;lt;nowiki /&amp;gt;geschichtlich bei einigen Christen, die sich weiterhin als Gläubige von der Umwelt unterscheiden wollten, zu verstärkter Askese und [[Heiligungsbewegung]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernd Moeller: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Christentums in Grundzügen.&amp;#039;&amp;#039; 10. Auflage. Göttingen 2011, S. 66 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Inhalte ==&lt;br /&gt;
Das sich im 2. und 3. Jahrhundert entfaltende asketische Ideal von christlichen Gruppierungen, aus denen später Vorläufer des [[Koinobitentum|Mönchtums]] entstanden, wird in zwei anonym überlieferten Schriften belegt, den &amp;#039;&amp;#039;[[Thomasakten]]&amp;#039;&amp;#039; und der Schrift &amp;#039;&amp;#039;Über die Jungfräulichkeit&amp;#039;&amp;#039;, einer (vermutlich fiktiven) Briefsammlung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markschies-162f&amp;quot;&amp;gt;[[Christoph Markschies]]: &amp;#039;&amp;#039;Das antike Christentum. Frömmigkeit, Lebensformen, Institutionen.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. C. H. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-63514-4, S.&amp;amp;nbsp;162 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der letztere Text formuliert als Ziel der Askese der Christen ein &amp;#039;&amp;#039;engelgleiches Leben in möglichst großer Christus-Konformität&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markschies-162&amp;quot; /&amp;gt; Es wird eine Trennung gesehen zwischen wahren Gläubigen, die durch die strenge Askese erkennbar sind, und anderen Gläubigen, die nicht Christus nachfolgend seinen Lebenswandel übernehmen.&lt;br /&gt;
Die Enkratiten hatten eine spezielle Auslegung der [[Schöpfungsgeschichte (Priesterschrift)|Schöpfungsgeschichte]]. Sexualität sei eine Folge des Sündenfalles, wie er in {{B|Gen|3}} beschrieben wird, und mache den Menschen den Tieren gleich. Dieses Verständnis der biblischen Anthropologie führte zu stark ehekritischen Positionen, die von der Alten Kirche bekämpft wurden, gleichzeitig aber zur Ausbildung des Zölibats im beginnenden Mönchtum beitrugen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markschies-162f&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4209291-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häresiegeschichte (Alte Kirche)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Syrische Christen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christliche Bewegung (Alte Kirche)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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