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	<title>Enkomion - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Enkomion&amp;diff=401065&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: Maddalena Vallozza; Vornamen ausgeschrieben</title>
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		<updated>2025-09-06T08:08:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maddalena Vallozza; Vornamen ausgeschrieben&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Enkomion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|ἐγκώμιον}}, von {{lang|grc|κῶμος}} &amp;#039;&amp;#039;kōmos&amp;#039;&amp;#039; „festlicher Umzug“; Plural &amp;#039;&amp;#039;Enkomien&amp;#039;&amp;#039;) ist in der Antike zunächst ein an einen berühmten Menschen gerichtetes Lob- und Preisgedicht, das die Tugenden ({{grcS|ἀρεταί|aretai}}) des Betreffenden ausführt und feiert, im Unterschied zu dem sich an Götter richtenden [[Hymne|Hymnos]].&amp;lt;ref&amp;gt;In [[Platon]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Politeia]]&amp;#039;&amp;#039; sind Hymnos und Enkomion die einzigen zulässigen Formen der Dichtung. Vgl. &amp;#039;&amp;#039;Politeia&amp;#039;&amp;#039; 607a.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beispiele solcher Gedichte sind das Enkomion des [[Ibykos]] auf den jungen [[Polykrates (Tyrann von Samos)|Polykrates]], den zukünftigen Tyrannen von [[Samos]], oder das des [[Simonides von Keos]] auf [[Skopas II. von Krannon]] in [[Thessalien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Sonderform des Preisgedichts ist das [[Epinikion]], das die Sieger bei den großen Wettkämpfen (&amp;#039;&amp;#039;[[Agon (Wettstreit)|Agonen]]&amp;#039;&amp;#039;) zum Gegenstand hatte. Die &amp;#039;&amp;#039;Enkomia&amp;#039;&amp;#039; des [[Pindar]] sind eine Sammlung solcher Gedichte. &amp;#039;&amp;#039;Epinikion&amp;#039;&amp;#039; ist eine von alexandrinischen Gelehrten geprägte Bezeichnung. Die Dichter selbst bevorzugten &amp;#039;&amp;#039;Enkomion&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Bzw. {{lang|grc|ἐπικώμιος}} &amp;#039;&amp;#039;epikṓmios&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;, entsprechend den Umständen der Darbietung des Gedichts, da das Enkomion nicht beim Wettkampf selbst aufgeführt wurde, sondern wenn der festliche Zug – der &amp;#039;&amp;#039;[[Komos]]&amp;#039;&amp;#039; – mit dem Sieger in dessen Heimatstadt zurückkehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. werden auch beliebige Personen oder Sachen verherrlichende Prosatexte als Enkomien bezeichnet. Ein erstes berühmtes Beispiel ist das &amp;#039;&amp;#039;Lob der Helena&amp;#039;&amp;#039; des [[Gorgias von Leontinoi]], der sich bemüht, die Unschuld der mythologischen [[Helena (Mythologie)|Helena]] an ihrer Entführung und deren Folgen zu beweisen. In der Folge entstehen Enkomien nicht nur auf die würdigen Gestalten der Mythologie und der Geschichte, sondern auch auf [[Hetäre]]n,  Kochtöpfe, Steine, Mäuse und auf das Salz. Das Enkomion des [[Isokrates]] auf [[Euagoras I.]], den zuvor verstorbenen König von [[Salamis (Zypern)|Salamis]] auf [[Zypern]], ist als reife, etablierte und völlig ausgebildete rhetorische Form ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Blüte erlebte das Enkomion in der [[Zweite Sophistik|zweiten Sophistik]] der römischen Kaiserzeit. [[Dion von Prusa]] verfasste Enkomien auf das Haar, den Papagei, die Stechmücke, auf [[Herakles]] und auf [[Platon]], [[Lukian von Samosata]] verfasste Lobreden auf die Fliege, auf die Heimat und auf [[Demosthenes]]. Auch an der Theorie wurde gearbeitet: Man bemühte sich, das Enkomion vom &amp;#039;&amp;#039;epainos&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|ἔπαινος|Epainos}} „Lob“) abzugrenzen, die bei den in Platons &amp;#039;&amp;#039;[[Symposion]]&amp;#039;&amp;#039; auf [[Eros (Mythologie)|Eros]] gehaltenen Lobreden noch synonym verwendet wurden, und [[Aelius Theon]] unterschied nun das sich an einen Lebenden richtenden Enkomion vom [[Epitaphios logos|Epitaphios]], der Lobrede auf einen Toten. Von Aelius Theon stammt auch die Ableitung des Enkomions vom [[Komos]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Spätantike wird diese Theorie der Lobrede, die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Enkomiastik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, weiter ausgearbeitet und formalisiert und zum Gegenstand der Fachkunde des &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Enkomiographen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, des professionellen Verfassers von Lobreden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch:&lt;br /&gt;
* [[Eloge]]&lt;br /&gt;
* [[Laudatio]]&lt;br /&gt;
* [[Panegyrikus]]&lt;br /&gt;
* [[Polychronion]] (in den Ostkirchen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Dieter Burdorf]], Christoph Fasbender, Burkhard Moennighoff (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon Literatur. Begriffe und Definitionen.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Metzler, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-476-01612-6, S.&amp;amp;nbsp;191.&lt;br /&gt;
* Otto Knörrich: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon lyrischer Formen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 479). 2., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-47902-8, S.&amp;amp;nbsp;58.&lt;br /&gt;
* {{DNP|3|1036|137|Enkomion|Emmet Robbins}}&lt;br /&gt;
* {{HWRh|Maddalena Vallozza|Enkomion|2|1152|1160}}&lt;br /&gt;
* [[Gero von Wilpert]]: &amp;#039;&amp;#039;Sachwörterbuch der Literatur.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage. Kröner, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-520-84601-3, S.&amp;amp;nbsp;214.&lt;br /&gt;
* Sandra Zajonz: &amp;#039;&amp;#039;Isokrates&amp;#039; Enkomion auf Helena, ein Kommentar&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Hypomnemata. Untersuchungen zur Antike und zu ihrem Nachleben|Hypomnemata]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 139), Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 2002, ISBN 3-525-25238-2 (Dissertation, Universität zu Köln 2000).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|encomium}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarischer Begriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrische Form]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Redegattung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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