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	<title>Engobe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-23T00:26:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Engobe&amp;diff=247619&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Boonekamp: wenns &gt;&gt; danns</title>
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		<updated>2025-11-15T15:17:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;wenns &amp;gt;&amp;gt; danns&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Erinevad angoobid.JPG|mini|Verschiedenfarbige Engoben für Engobenmalerei]]&lt;br /&gt;
[[Datei:201005151401 NE CSM Aretinische TS.jpg|mini|[[Terra Sigillata]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Engobierte Keramik (Ende 3. Jh.), Gelduba Grab 5555, Museum Burg Linn.jpg|mini|[[Engobierte Ware]] (sogenannter [[Trierer Spruchbecher]]) aus dem 3. Jh. n. Chr.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Engobe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [ɑ̃ˈɡoːbə] (auch als Begussmasse oder Angussmasse bezeichnet) ist ein Oberbegriff für eine dünnflüssige [[Tonminerale|Tonmineralmasse]], die zur Einfärbung oder Beschichtung [[Keramik|keramischer]] Produkte dient. Dabei kann es sich um [[Schlicker]] (franz. [[Schlickermalerei#Barbotine-Technik|Barbotine]]) handeln, es werden jedoch auch Mischformen zwischen Schlicker und Glasur oder Überzugsmassen ohne Schlicker als Engoben bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Hamer, Janet Hamer: &amp;#039;&amp;#039;The Potter&amp;#039;s Dictionary&amp;#039;&amp;#039;, University of Pennsylvania Press, 2004, S. 126.&amp;lt;/ref&amp;gt; Engoben bilden anders als [[Glasur (Keramik)|Glasuren]] keine Schutzschicht für das keramische Produkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Bereits seit der späten Steinzeit werden Engoben aus praktischen und ästhetischen Gründen verwendet. Zum Beispiel wurden in der [[Urnenfelderkultur|Urnenfelder]]- und [[Hallstattzeit]] graphitierte Engoben aufgetragen, um dem Tongefäß ein metallisches Aussehen zu verleihen. In der Antike wurden beispielsweise im ersten vorchristlichen Jahrhundert bei den Römern Tongefäße mit einer dünnen Schicht aus feinstem Schlicker überzogen. Durch diesen Überzug erhielten die Gefäße aus dieser [[Terra Sigillata]] ihre typische rot matt glänzende Oberfläche.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Salmang, Horst Scholze, Rainer Telle (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Keramik&amp;#039;&amp;#039;, 7. Aufl., Heidelberg 2007, S. 676.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Römische Kaiserzeit|römischen Kaiserzeit]] wurden Engoben dann für sogenannte [[Engobierte Ware]] verwendet: sehr dünnwandige [[Irdenware]] wurde mit einer in der Regel matten Engobe überzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungsverfahren ==&lt;br /&gt;
Engoben können aus jeder Art Ton und in verschiedenen Brennfarben hergestellt werden. Häufig werden Stoffe zugesetzt, wie sie auch in Glasuren enthalten sind und die im Brand eine Glasphase erzeugen. Weitere Zusätze dienen der Einfärbung der Engoben. Neben den verschiedenen Brennfarben der Tone können weitere Pigmente oder Metalloxide zugesetzt werden, um eine Farbwirkung zu erzielen. Engoben haften auf lederhartem oder trockenem, ungebranntem Ton besser als auf [[Schrühware|geschrühtem]] [[Scherben]], da sich die Engobe nach dem Trocknen im Brand mit dem Scherben verbindet. Zu dick aufgetragene Engobe auf geschrühtem Scherben bildet dagegen einen eigenen Körper, der sich beim Trocknen mit der [[Schwindung]] zusammenzieht und deshalb vom bereits geschwundenen, geschrühten Scherben abblättert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eigenengobe ===&lt;br /&gt;
Der beim Ausformen des Tons auf der [[Töpferscheibe|Drehscheibe]] entstehende Schlicker wird als Eigenengobe bezeichnet. Dieser dient oft als Grundierung für eine anschließende Bemalung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grundengobe ===&lt;br /&gt;
Handelt es sich um eine farblich vom Scherben abweichende, flächig, eventuell auch beidseitig aufgetragene Engobe, die als Mal- oder Glasurgrund dient, so spricht man von einer Grundengobe. Engobe mit weißer Brennfarbe kann genutzt werden, um einen farbig brennenden Scherben abzudecken und somit eine Unterlage für eine Glasur zu schaffen. Viele Glasuren kommen nur auf einem weißen Untergrund farblich zur Geltung. Da aber ein nicht weiß brennender Scherben die besseren Eigenschaften an Stabilität und Formbarkeit aufweisen kann, wird häufig Engobe aus weiß brennendem Ton als Pufferschicht zwischen Tonkörper und Glasur eingesetzt. Um eine glatte Oberfläche zu erzeugen, wird durch Abschlämmen ein feinkörniger Schlicker gewonnen. Zweckmäßig ist ein annähernd ähnlicher [[Ausdehnungskoeffizient]] der Engobe und des darunter liegenden Scherbens.&amp;lt;ref&amp;gt;Hamer: &amp;#039;&amp;#039;The Potter&amp;#039;s Dictionary&amp;#039;&amp;#039;, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Salmang, Scholze, Telle: &amp;#039;&amp;#039;Keramik&amp;#039;&amp;#039;, S. 676.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sinterengobe ===&lt;br /&gt;
Als Sinterengobe wird eine Kombination aus färbenden und glasierenden Elementen, beispielsweise Metalloxide oder [[Pigmente]] bestehend aus [[Chalkogeniden]] bezeichnet, sie ist Engobe und Glasur in einem und hat eine leicht glänzende Oberfläche. In der Regel sind Engoben nach dem Brand matt und bilden eine poröse Oberfläche ohne Glanz. Durch Hinzufügen von Flussmitteln oder [[illit]]ischer Tone zum Schlicker erhält die Engobe einen höheren Alkaliengehalt. Dadurch wird die [[Viskosität]] der Engobe während des Brandes herabgesetzt und es bildet sich eine glänzende geschlossene Schicht. Durch Einsatz extrem feiner Tone kann man ebenfalls eine glänzende Oberfläche erzielen, da diese bereits bei geringeren Temperaturen zu [[sintern]] beginnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Salmang, Scholze, Telle: &amp;#039;&amp;#039;Keramik&amp;#039;&amp;#039;, S. 676.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Malengobe ===&lt;br /&gt;
Handelt es sich um einen ungefärbten oder gefärbten Tonschlicker, der zum Dekorieren mit dem [[Malhorn]] aufgetragen wird, so spricht man von einer Malengobe.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Grünling hellgrau brennender Ton mit schwarzer Engobe 2.JPG|Grünling, hellgrau/hellcreme brennender Ton, vollflächig mit schwarzer Engobe überzogen, Ritzdekor, Zustand nach der Trocknung&lt;br /&gt;
 Grünling hellgrau brennender Ton mit blauer Engobe.JPG|Grünling, hellgrau/hellcreme brennender Ton, vollflächig mit Engobe mit blauem Pigment überzogen, Ritzdekor, Zustand nach der Trocknung&lt;br /&gt;
 Grünling hellgrau brennender Ton graue Engobe.JPG|Bemalung mit grauer Engobe&lt;br /&gt;
 Grünling hellgrau brennender Ton graue und blaue Engobe.JPG|Bemalung mit grauer und blauer Engobe&lt;br /&gt;
 Grünling hellgrau brennender Ton mit grauer, blauer und grüner Engobe.JPG|Bemalung mit grauer, blauer und grüner Engobe&lt;br /&gt;
 Engobe grün pigmentiert.JPG|Grün pigmentierte Engobe, japanischer Pinsel zum Auftragen, Modellierholz&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Engobemalerei ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Niederrheinische Bauertöpferei.jpg|mini|Beispiel für eine Grundengobe auf einer roten Scherbe mit Malhorndekor]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Malhörnchen aus Gummi 1.JPG|mini|Malhörnchen aus Gummi zum Auftragen von Engoben für sogenanntes Malhorndekor]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Quimper 50 Faïence Poterie vernissée aux engobes (peut-être Jean-Baptiste Bousquet fin XVIIe).JPG|mini|Engobemalerei, 17. Jh.]]&lt;br /&gt;
Als Engobenmalerei, [[Schlickermalerei]] oder Malhorndekor wird ein dekorativer Schlickerauftrag mit einem Pinsel oder einem Malhörnchen bezeichnet. Dieser kann, je nach Stärke der aufgetragenen Schicht, entweder auf den lederharten oder ungebrannten, trockenen Ton oder bei sehr dünnflüssigem Auftrag gegebenenfalls auch auf den &amp;#039;&amp;#039;[[Keramik#Der Brennprozess|geschrühten]]&amp;#039;&amp;#039; [[Scherben]] erfolgen. Zusätzlich kann der Scherben nach dem Schrühbrand mit einer transparenten Glasur überzogen werden, um eine glatte, glänzende und wasserdichte Oberfläche zu erzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Industrielle Anwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:LudowiciZ2.jpg|mini|Dachziegel aus rot brennendem Scherben, dunkelrot engobiert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Engobieren ist auch ein industrielles Verfahren zur farblichen Gestaltung von keramischen Oberflächen. Dabei wird der Rohling ([[Keramikfliese|Fliese]], [[Dachziegel]]) durch Tauchen, Begießen oder Sprühen mit mineralischen Tonschlämmen überzogen. Je nach Auftragstechnik können unterschiedliche Farbeffekte erzielt werden. Beim späteren Brennen des Rohlings versintern die Schlämme und ergeben eine matte bis mattglänzende Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolfgang Hackspiel: &amp;#039;&amp;#039;Die Herstellung der niederrheinischen Irdenware&amp;#039;&amp;#039;. In: Joachim Naumann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Keramik vom Niederrhein&amp;#039;&amp;#039;, Köln 1988, ISBN 3-927396-00-1, S.&amp;amp;nbsp;255ff.&lt;br /&gt;
* Wolf Matthes: &amp;#039;&amp;#039;Engoben&amp;#039;&amp;#039;, Koblenz 2006.&lt;br /&gt;
* Hermann Salmang, Horst Scholze, Rainer Telle (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Keramik&amp;#039;&amp;#039;, 7. Aufl., Heidelberg 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Töpferei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keramischer Werkstoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beschichtungswerkstoff]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Boonekamp</name></author>
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