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	<title>Engersgau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;GreenEyeTV am 15. Oktober 2025 um 16:41 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gau|NAME=Engersgau|KARTE=Map of the Engersgau.svg|KARTENBESCHREIBUNG=|BILD=|BILDBESCHREIBUNG=oberes Bild|LAGE-POLITISCH=[[Rheinland-Pfalz]], [[Deutschland]]|LAGE-GAU=[[Rhein]]|LAGE-GAU-BEZ=Gau an dem|HISTORISCHES ZENTRUM=[[Engers]], [[Montabaur|Humbach]]|REGION-ISO=DE-RLP|ALTERNATIVKARTE=|FLÄCHE=|BESONDERHEITEN=}}Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Engersgau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine [[mittelalter]]liche fränkische [[Gaugrafschaft]] am [[Mittelrhein]] und wurde erstmals 773 im [[Lorscher Codex]] erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/minst1971bd5/0232 | titel=Lorscher Codex (Band 5), Urkunde 3604, 24. Juni 773 – Reg. 097 | werk=Heidelberger historische Bestände – digital | autor=Minst, Karl Josef [Übers.] | hrsg=Universitätsbibliothek Heidelberg | seiten=226 | zugriff=2016-03-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Der Engersgau grenzte im Norden an die ripuarischen Landschaften [[Ahrgau]] und [[Auelgau]] an der [[Sieg (Fluss)|Sieg]]. Vom heutigen [[Kasbach-Ohlenberg]] (südlich der Landesgrenze zwischen [[Nordrhein-Westfalen]] und [[Rheinland-Pfalz]]) aus folgte die Grenze über den [[Kasbach (Rhein)|Kasbach]] der [[Wasserscheide]] zwischen Sieg und [[Wied (Fluss)|Wied]] bis [[Kloster Ehrenstein|Ehrenstein]], folgte dann der Wied bis zur Wiedquelle, sprang über [[Freilingen (Westerwald)|Freilingen]] und [[Weidenhahn|Weidenhain]] zur [[Gelbach]]quelle über und folgte diesem Bach bis [[Isselbach|Giershausen]], sprang schließlich zum Daubach und folgte ihm bis zur Mündung in die [[Lahn]] bei [[Balduinstein]]. Lahn und Rhein umschlossen den Gau nach Süden und Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensherkunft ==&lt;br /&gt;
Der Name des Gaues leitete sich von seinem Hauptort her, der ehemaligen Stadt [[Engers]], seit 1970 Stadtteil von [[Neuwied]]. Deren Name wiederum geht wahrscheinlich auf das [[althochdeutsch]]e Wort Angar zurück, das so viel bedeutet wie „freie Ebene“. Die Vokalalternanzen sind auf die Einwirkungen des [[Umlaut|Primärumlauts]] sowie auf die Folgen der Endsilbenabschwächung zurückzuführen: ahd. &amp;#039;&amp;#039;angar&amp;#039;&amp;#039; &amp;gt; ahd. &amp;#039;&amp;#039;anger&amp;#039;&amp;#039; &amp;gt; mhd. &amp;#039;&amp;#039;enger&amp;#039;&amp;#039;. Der Begriff [[Anger]] bezeichnet noch im Mittelhochdeutschen eine Dorfwiese in Gemeindebesitz und lässt auf die bäuerliche Grundlage der Ansiedlung Engers schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arms of the house of Wied.svg|mini|Wappen der Grafen von Wied]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Arms of Lower-Isenburg.svg|mini|Wappen der Herren von Isenburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karolingische Zeit (773–906) ===&lt;br /&gt;
Nach der ersten Erwähnung im Jahr 773 wird 857 ein erster Graf namens Ruodger erwähnt, der in einer Urkunde des Trierer [[Erzbischof]]s [[Theutgaud]] im [[Pfarrbezirk|Pfarrzehntbezirk]] zu [[Rengsdorf]] auftritt. In dieser Urkunde wird auch die Zugehörigkeit des Gaues zum [[Ostfrankenreich|Königreich Ostfranken]] und später dem [[Herzogtum Franken]] deutlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Hellmuth Gensicke]] |Titel=Die Grafen des Engersgaues |Hrsg=Landesgeschichte des Westerwaldes |Ort=Wiesbaden |Reihe=Schriften des Hessischen Landesamtes für geschichtliche Landeskunde |Seiten=48 |Online=https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Farchiv.ub.uni-marburg.de%2Feb%2F2020%2F0385%2Fmets-9628.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bpage%5D=67&amp;amp;cHash=9031a91fb3ea17535663fc584b2dad3c |Abruf=2024-10-29 |Zitat=Als Erzbischof Tietgaud von Trier um 857 für das Koblenzer Kastorstift den Pfarrzehntbezirk Rengsdorf beschrieb, war ein Ruodger Graf im Ostrheinischen Teil der Trierer Diözese (...) So dürfen wir wohl jene Stelle in dieser Urkunde auslegen, nach der zu jener Zeit „Ruodger comes Franciae prefuit“.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein weiterer Ruodger, vermutlich der Sohn, besaß 880 ebenfalls im Engers- und [[Einrich]]gau Herrschaftsrechte, darunter in den Orten [[Gemmerich]] und [[Koblenz-Immendorf|Immendorf]]. Er wird als Nachfolger im Gaugrafenamt angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Hellmuth Gensicke]] |Titel=Die Grafen des Engersgaues |Hrsg=Landesgeschichte des Westerwaldes |Ort=Wiesbaden |Reihe=Schriften des Hessischen Landesamtes für geschichtliche Landeskunde |Seiten=48 |Online=https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Farchiv.ub.uni-marburg.de%2Feb%2F2020%2F0385%2Fmets-9628.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bpage%5D=67&amp;amp;cHash=9031a91fb3ea17535663fc584b2dad3c |Abruf=2024-10-29 |Zitat=Dem Kloster Prüm überließ 880 ein Graf Ruodker Güter zu Gemmerich im Einrichgau in seiner Grafschaft, wofür er Güter des Klosters Immendorf im Engersgau erhielt, (...).}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Untergaue ====&lt;br /&gt;
* [[Esterau]]&lt;br /&gt;
* [[Linz am Rhein|Linzgau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. Februar 959 wird außerdem erstmals ein Untergau des Engersgaues, die Esterau, erwähnt. Diese Herrschaft mit dem Hauptort Astine (auch &amp;#039;&amp;#039;Esten&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Asten&amp;#039;&amp;#039;, heute [[Holzappel]]) wurde später von den [[Konradiner]]n als Lehen an Drutwin I. von [[Lipporn]] gegeben, dem vermeintlichen Stammvater der Drutwine und der [[Burg Laurenburg|Laurenburger]] Grafen, heute als Grafen von [[Haus Nassau|Nassau]] bekannt. Ein weiterer Gau war der 771 erstmals erwähnte Linzgau mit dem Hauptort Linz, der aber seit 778 nicht mehr erwähnt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konradiner (906–1020) ===&lt;br /&gt;
Nach Graf Ruodker herrschte der erste Konradiner [[Hermann I. (Schwaben)|Hermann I. von Schwaben]] im Engersgau, der im Zent Humbach ([[Montabaur]]) wichtige Herrschaftsrechte innehatte, die später den Kern der Konradinischen Herrschaft im Engersgau bildeten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.montabaur.de/montabaur/de/STADT%20&amp;amp;%20POLITIK/Stadtgeschichte/ |titel=Stadtgeschichte Montabaur |hrsg=Verbandsgemeinde Montabaur, Westerwaldkreis |sprache=de |abruf=2024-10-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon 915 wird das Schönfeld (heute in [[Heimbach-Weis]]) erwähnt, das später als Grafengericht diente. Ob der Engersgau nach Hermanns Tod eingezogen wurde oder ob sein Schwiegersohn [[Liudolf (Schwaben)|Liudolf]] bei seinem Sturz 954 ihn verlor, ist unklar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Liudolfs Tod am 6. September 957 schenkte Kaiser [[Otto I. (HRR)|Otto I.]] Herzog Hermanns Witwe [[Regelinda|Reginlind]] 958 im Bereich der Montabaurer Grundherrschaft den Hof [[Wirges]], den sie später dem [[Florinskirche (Koblenz)|Florinstift]] in [[Koblenz]] überließ. Hermanns Enkelin, Liudolfs Tochter [[Mathilde (Essen)|Mathilde]], [[Abt|Äbtissin]] von [[Essen]], besaß hier den Hof [[Eschelbach (Montabaur)|Eschelbach]], den sie dem Erzbischof [[Ludolf von Trier]] (994–1008) überließ, und die Grundherrschaft [[Schöneberg (Westerwald)|Schöneberg]] im nördlichen Grenzsaum des Engersgaues, die später an die [[Herrschaft Bilstein|Bilsteiner]] gelangte. Zwischen Hermann und dem nächsten Konradiner [[Heribert von der Wetterau|Heribert]] wird auch ein Graf Waltbraht erwähnt, dessen Herkunft unklar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Hellmuth Gensicke]] |Titel=Die Grafen des Engersgaues |Hrsg=Landesgeschichte des Westerwaldes |Ort=Wiesbaden |Reihe=Schriften des Hessischen Landesamtes für geschichtliche Landeskunde |Seiten=48 |Online=https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Farchiv.ub.uni-marburg.de%2Feb%2F2020%2F0385%2Fmets-9628.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bpage%5D=67&amp;amp;cHash=9031a91fb3ea17535663fc584b2dad3c |Abruf=2024-10-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Erbschaft gelangte der Engersgau an Heribert, der auch Graf in der [[Wetterau]] und im [[Kinziggau]] war. Heribert oder sein Sohn [[Otto von Hammerstein|Otto]] erbaute die [[Burg Hammerstein (am Rhein)|Burg Hammerstein]] am Rhein. 1018 ist das gesamte Gebiet des [[Florinskirche (Koblenz)|Florinstiftes]] in [[Koblenz]] an das [[Kurtrier|Erzbistum Trier]] gegangen, darunter die Grundherrschaft Humbach und Anteile an dem [[Wildbannforst|Wildbann]] [[Sporkenburg|Spurkenberg]]. Nach einer Belagerung der Burg Hammerstein im Jahr 1020 verlor Otto nach dem 26. Dezember nicht nur seine Burg Hammerstein, sondern auch seine Grafschaftsrechte im Engersgau. Damit wurde die Konradiner Herrschaft im Engersgau beendet. Bis zu diesem Zeitpunkt herrschten innerhalb des Engersgaues schon mehrere Herren und Grafen, die auf nicht nachvollziehbarer Weise das Gaugrafenamt nacheinander ergriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die letzten Grafen (1020–1129) ===&lt;br /&gt;
In [[Abtei Rommersdorf|Rommersdorf]] und im [[Saynbachtal]] herrschten auch damals schon die [[Isenburg (Adelsgeschlecht)|Isenburger]], die sich noch Herren von Rommersdorf nannten und oft in Urkunden als sogenannte Vize-Grafen im [[Maifeld]]gau auftauchen. In dieser früheren Linie der Isenburger tauchen häufig die Namen [[Stammliste des Hauses Isenburg|Reginbold]] (auch &amp;#039;&amp;#039;Reinbold&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Rembold&amp;#039;&amp;#039;) und Gerlach auf, zum Beispiel in der bereits genannten Rengsdorfer Urkunde von 857 und im Jahr 959 in der Humbacher Urkunde. Die Güter um [[Burg Altenwied|Altenwied]], [[Neuerburg (Wied)|Neuerburg]] und [[Schöneberg (Westerwald)|Schöneberg]] gelangten Anfang des 11. Jahrhunderts an den Grafen [[Rugger I. (Bilstein)|Rugger]], den Begründer des Hauses Bilstein und Enkel des [[Markgraf]]en [[Wigger I.]] von [[Zeitz]]. Seine Namensähnlichkeit zu den ersten Grafen des Engersgaues könnten die erheblichen Besitztümer im Engersgau erklären, die genaue Verwandtschaft ist aber unklar. Möglicherweise gelangten die rheinischen Güter mütterlicherseits an Rugger. Wie die späteren [[Fürstentum Wied|Grafen von Wied]] an die Herrschaft um Rengsdorf und [[Feldkirchen (Neuwied)|Feldkirchen]] gelangten ist genauso wie ihre Abstammung unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem nur wenig erwähnten Grafen Ello oder Hello im Engersgau wird erstmals 1034 ein Graf [[Wigger III. (Bilstein)|Wigger Wittechind]] († nach 1044) erwähnt, Sohn von Rugger I. von Bilstein.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hellmuth Gensicke|Gensicke]], &amp;#039;&amp;#039;Landesgeschichte des Westerwaldes&amp;#039;&amp;#039; S. 136: „Dem Geschlecht der Grafen der Germarmark gehörte ein edler Ruogger an (...) In ihm haben wir wohl Wiggers Vater vor uns“&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits um das Jahr 1025 erbte er die Grafschaft in der [[Germar-Mark|Germarmark]] mit den rheinischen Gütern um [[Braubach]], [[Linz am Rhein|Linz]], [[Waldbreitbach|Breitbach]], Altenwied, Schöneberg und [[Horhausen (Westerwald)|Horhausen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Hellmuth Gensicke]] |Titel=Die Grafen von Bilstein |Hrsg=Landesgeschichte des Westerwaldes |Ort=Wiesbaden |Reihe=Schriften des Hessischen Landesamtes für geschichtliche Landeskunde |Seiten=142 |Online=https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Farchiv.ub.uni-marburg.de%2Feb%2F2020%2F0385%2Fmets-9628.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bpage%5D=161&amp;amp;cHash=d24926278561be1cf12cd2815f612d7e |Zitat=Am Nord- und Ostrand des Engersgaues gehörte ein ganzer Kranz von Grundherrschaften zum bilstein-gisonischen Erbe. An Altenwied und Waldbreitbach schlossen sich die (...) Grundherrschaften Horhausen und Schöneberg an.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch [[Kunigunde von Bilstein]], eine Enkelin von Wigger, kam der gesamte rheinische Besitz um 1098 an die Grafen von [[Gudensberg]], dann 1140 an die [[Liste der Herrscher Thüringens|Landgrafen von Thüringen]], 1215 an die Grafschaft von [[Grafschaft Sayn|Sayn]] und anschließend an [[Kurköln]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Wigger nach 1044 nicht mehr als Graf im Engersgau erwähnt wird, taucht nur in wenigen Urkunden, unter anderem im Jahr 1034, ein Arnold von Nassau auf, dessen Herkunft nicht vollkommen nachweisbar ist. Mit &amp;#039;&amp;#039;von&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Nassau&amp;#039;&amp;#039; ist wahrscheinlich in diesem Fall der Einrichgau gemeint. Nach der Namensähnlichkeit könnte Arnold von Nassau auch mit Arnold I. von [[Kloster Arnstein|Arnstein]] gleichgesetzt werden, der zu einer ähnlichen Zeit lebte und Graf im Einrichgau um [[Nassau (Lahn)|Nassau]] war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens um 1100 gelangte schließlich der Grafentitel an [[Metfried (Wied)|Metfried]], der erstmals in einer Urkunde als „&amp;#039;&amp;#039;comitatu Meffridi in pago Engeresgowe&amp;#039;&amp;#039;“ erwähnt wird. Metfried wandelte zwischen 1103 und 1129 den Engersgau mit dem Bau seiner [[Burg Altwied]] in eine erbliche Grafschaft mit einem geschlossenen Herrschaftsbereich um und nannte sich von nun an „&amp;#039;&amp;#039;Meffridus de Widhe&amp;#039;&amp;#039;“, Graf von Wied.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tullius&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Tullius: &amp;#039;&amp;#039;Die wechselvolle Geschichte des Hauses Wied&amp;#039;&amp;#039;, 1. Auflage, Neuwied, Verlag Kehrein, 2003, Seite 7 ff; ISBN 3-934125-02-6&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Nachfahren hielten weiterhin das Grafengericht auf dem Schönfeld ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zeit nach dem Engersgau (nach 1129) ===&lt;br /&gt;
Auch nach der Übertragung des Engersgaues auf die Grafschaft Wied ist der Name des Engersgaues noch lange an den Orten um Engers haften geblieben. So werden 1371 Heimbach „&amp;#039;&amp;#039;in dem Engerskawe&amp;#039;&amp;#039;“, 1390, 1439 und 1570 das [[Kirchspiel Heimbach]], 1422 Weis und 1567 Reil im „&amp;#039;&amp;#039;Engersgauwe&amp;#039;&amp;#039;“ genannt. Im 16. Jahrhundert greift er über die alte Gaugrenze als geografischer Begriff hinaus, als 1538 die Orte im linksrheinischen Teil des Amtes Engers in Anlehnung an die dortigen Ortsnamen [[Kaltenengers]] und [[Sankt Sebastian (am Rhein)|Sankt Sebastian]] zur „&amp;#039;&amp;#039;Bergpflegen im Engers Gauw&amp;#039;&amp;#039;“ gerechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grafen im Engersgau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ruodger I. († um 880), 857–880 Graf im Engersgau, ist der erste bekannte Graf im Engersgau&amp;lt;ref&amp;gt;[https://argewe.lima-city.de/wewa6/Grafschaft_Neuwied/3_Die_Grafen_des_Engers.html Die Grafen des Engersgaues]: „In Ruodger haben wir somit um 857 den ersten bekannten Grafen des Engersgau vor uns.“ ([[Hellmuth Gensicke]]: Landesgeschichte des Westerwaldes)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ruodker II. († um 926), war vermutlich von 880–926 Graf im Engersgau&lt;br /&gt;
* [[Hermann I. (Schwaben)|Hermann I. von Schwaben]] († 10. Dezember 949), 926–949 [[Herzog]] von [[Schwaben]], vor 926 bis 949 Graf im Engersgau (Konradiner)&lt;br /&gt;
* Waltbraht († um 978), 949–978 Graf im Engersgau, vielleicht nur Untergraf von Heribert&lt;br /&gt;
* [[Heribert von der Wetterau]] (* 925; † 992), aus dem Geschlecht der [[Konradiner]], 949/78 bis 992 Graf im Engersgau (Konradiner)&lt;br /&gt;
* sein Sohn [[Otto von Hammerstein]] (* um 975; † wohl 5. Juni 1036), 1016 Graf in der [[Wetterau]], vor 1019 bis 1020 Graf im Engersgau (Konradiner)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://argewe.lima-city.de/wewa6/Grafschaft_Neuwied/3_Die_Grafen_des_Engers.html Die Grafen des Engersgaues]: „Kaiser Heinrich II. belagerte seit September 1020 Otto in seiner Burg Hammerstein, bis dieser am 26.12.1020 dem Kaiser die Burg übergab. Otto verlor damals nicht nur Hammerstein, sondern auch die Grafschaft im Engersgau.“ ([[Hellmuth Gensicke]]: Landesgeschichte des Westerwaldes)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ello oder Hello (* vor 1020; † um 1034), 1020–1034 Graf im Engersgau&amp;lt;ref&amp;gt;[https://argewe.lima-city.de/wewa6/Grafschaft_Neuwied/3_Die_Grafen_des_Engers.html Die Grafen des Engersgaues]: „Als Otto Nachfolger finden wir 1021 hier einen Grafen Ello, 1022 Hello“ ([[Hellmuth Gensicke]]: Landesgeschichte des Westerwaldes)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Wigger III. (Bilstein)|Wigger III. von Bilstein]] (* um 1005; † nach 1044), 1025 bis 1044 Graf in der [[Germar-Mark|Germaramark]], 1034–1044 Graf im Engersgau&lt;br /&gt;
* [[Heinrich II. von Laach]] (* um 1050; † 23. Oktober 1095 auf [[Burg Laach (Kruft)|Burg Laach]]), Graf im Engersgau&lt;br /&gt;
* [[Metfried (Wied)|Metfried von Wied]] (* etwa 1073 † um 1145), um 1100–1129 Graf im Engersgau, Erbauer der [[Burg Altwied]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grafen im Engersgau nannten sich ab 1129 [[Grafschaft Wied|Grafen von Wied]]. Der Engersgau ging zum kleineren Teil in ihrer Grafschaft, zum größeren im rechtsrheinischen Besitz des [[Kurtrier|Kurfürstentums Trier]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siehe auch:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Liste mittelalterlicher Gaue]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://argewe.lima-city.de/wewa6/Grafschaft_Neuwied/3_Die_Grafen_des_Engers.html Die Grafen des Engersgaues] Auszug aus [[Hellmuth Gensicke]]: &amp;#039;&amp;#039;Landesgeschichte des Westerwaldes&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [https://argewe.lima-city.de/wewa6/Grafschaft_Neuwied/1_Der_Engersgau_doc.html Der Engersgau] Auszug aus [[Hellmuth Gensicke]]: &amp;#039;&amp;#039;Landesgeschichte des Westerwaldes&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [https://heimatmuseum-esterau.de/geschichte-der-esterau/astine-praedia-und-esten.html Astine Praedia und Esten] [[Institut für Geschichtliche Landeskunde Rheinland-Pfalz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Esterau – Land zwischen Lahn, Gelbach und Daubach&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4515381-4|VIAF=236999035}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gau (Rheinland-Pfalz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Westerwaldes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Neuwied)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;GreenEyeTV</name></author>
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