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	<title>Engelbert von Admont - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T12:44:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Benowar am 29. November 2025 um 00:44 Uhr</title>
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		<updated>2025-11-29T00:44:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Engelbert von Admont&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* um 1250 in Volkersdorf, Gemeinde [[Hart-Purgstall|Purgstall]] bei [[Eggersdorf bei Graz|Eggersdorf]] in der [[Steiermark]]; † 10. April oder 12. Mai [[1331]] in [[Admont]], Steiermark) war von 1297 bis 1327 [[Abt]] von Admont. Er verfasste zahlreiche Werke (darunter das staatstheoretisch bedeutende &amp;#039;&amp;#039;De ortu et fini Romani Imperii&amp;#039;&amp;#039;) und gilt als einer der fruchtbarsten Schriftsteller seiner Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Engelbert von Admont gilt als einer der universalsten Geister des [[spätmittelalter]]lichen [[Österreich]] und jedenfalls als der vielseitigste [[Wissenschaftler|Gelehrte]] in der Geschichte des Stiftes Admont. Die Grundlagen für diesen ungewöhnlich weit gespannten Horizont seiner Gelehrsamkeit und seinen Kenntnisreichtum hat sich der „österreichische [[Albertus Magnus]]“ in einer gediegenen Ausbildung von 1271 bis 1285 zunächst in [[Prag]] unter anderem bei [[Mistr Bohumil]] und dann insbesondere in [[Padua]] erworben. Er machte sich hier speziell mit dem [[Aristoteles|aristotelischen]] Denken vertraut und konnte dann die Schriften des griechischen Philosophen für sein eigenes Werk nutzen. Auch dieser rezeptions- und wissenschaftsgeschichtliche Aspekt hat in der Forschung immer wieder Beachtung gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er leitete das [[Stift Admont]] als Abt von 1297 bis 1327. Sein Andenken wird im Hause seit eh und je in hohen Ehren gehalten: Mitunter hat man ihn sogar stillschweigend der Schar der [[Heiligsprechung|Heiligen]] oder doch der [[Seligsprechung|Seligen]] zugezählt, und schon seit Jahrhunderten trägt jeweils ein Klosterangehöriger seinen Namen. Bei den Zeitgenossen war er allerdings nicht unumstritten, und in seinem Konvent soll es sogar Stimmen gegeben haben, die ihn – vielleicht gerade wegen seines ausgeprägten Hanges zur Gelehrsamkeit – als untauglich für das Amt des Stiftsvorstehers bezeichneten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wissenschaftliche Werk des Engelbert von Admont, das aus mehr als 40 größeren und kleineren Abhandlungen besteht, umfasst sowohl [[Philosophie|philosophische]] als auch [[Theologie|theologische]] [[Traktat]]e, womit sich dieser Abt als der wohl fruchtbarste [[Benediktiner|benediktinische]] Autor seiner Zeit im [[Mitteleuropa|mitteleuropäischen]] Raum erweist. Innerhalb der erstgenannten Gruppe unterscheidet er selbst zwischen natur- und moralphilosophischen Werken, wobei unter den letzteren vor allem seine umfangreichen staatstheoretischen Schriften in der Forschung großes Interesse gefunden haben. Die Musikwissenschaft verdankt ihm den einzigen in Österreich entstandenen musiktheoretischen Traktat des Mittelalters, und als [[Theologe]] wird Engelbert immer mehr in seiner Bedeutung als durchaus eigenständiger [[scholastisch]]er Denker anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Brief an Magister Ulrich in Wien gibt Engelbert Ratschläge für Studenten. Erstens empfiehlt er, der Reihe nach vorzugehen. Man soll nicht sprungweise vorgehen, sondern die Bücher in der Abfolge der Überlieferung und der wissenschaftlichen Theorien hören. Zweitens soll man sich immer nur mit einem Studium beschäftigen. Man soll weder ein anderes Studium einschieben, noch sich mit mehreren Wissensgebieten gleichzeitig beschäftigen. Drittens soll man auf dem begonnenen Studium beharren bis zum Ende des angefangenen Werkes. In Engelberts Brief ist eine Liste seiner Werke enthalten. Er will auf diese Weise sichergehen, dass sich kein anderer eines dieser Werke zuschreibt. Sollte Ulrich eines dieser Werke noch nicht haben, ist Engelbert gerne bereit, es ihm zu schicken. Engelberts Brief ist für seine Zeit einmalig und gibt interessante Einblicke in seinen Werdegang und in das intellektuelle Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abt Engelbert nimmt jedoch nicht nur als Philosoph und Theologe einen besonderen Platz in der Geistesgeschichte des Stiftes ein, sondern lässt sich auch mit zwei der großartigsten Kunstwerke in Zusammenhang bringen, die je in Admont vorhanden waren: Während seiner Studienzeit in Padua dürfte er dort jenes prächtige [[Missale]] in Auftrag gegeben haben, das zu den herausragenden buchkünstlerischen Leistungen seiner Zeit zu rechnen ist und sich nunmehr in der [[Calouste Gulbenkian|Gulbenkian]]-Stiftung in [[Lissabon]] befindet. Als Abt von Admont hat er dann die wunderbare Marien-Statue beschafft, die zur „[[Admonter Madonna]]“ schlechthin geworden ist; sie wurde ebenso wie das Missale 1936 veräußert und steht nun in der Alten Galerie in [[Graz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
Engelbert verfasste zahlreiche Abhandlungen dogmatisch-theologischen, naturphilosophischen, musikmethodischen sowie staatspolitischen Inhalts.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://geschichtsquellen.de/autor/2143 Werkübersicht mit Ausgaben und Literatur], in: &amp;#039;&amp;#039;Geschichtsquellen des deutschen Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Exemplarisch:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De regimine principum&amp;#039;&amp;#039; (um 1300, staatstheoretisches Werk und Fürstenspiegel)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Speculum virtutum&amp;#039;&amp;#039; (entstanden um 1310, ein den Herzögen Otto und Albrecht von Österreich gewidmeter Fürstenspiegel)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De ortu et fini Romani Imperii&amp;#039;&amp;#039; (um 1312).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;#039;&amp;#039;De ortu et fini Romani Imperii&amp;#039;&amp;#039; ===&lt;br /&gt;
In diesem Werk versuchte Engelbert in 24 Kapiteln zu begründen, weshalb die Weltmonarchie, also die (theoretische) [[Weltherrschaft]] der [[Römisch-deutscher Kaiser|Kaiser]] des [[Heiliges Römisches Reich|römisch-deutschen]] Reiches im Rahmen der mittelalterlichen [[Reichsidee]], zum Wohl der Menschheit notwendig sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Ausgaben und Literatur bei [https://geschichtsquellen.de/werk/2124 De ortu, progressu et fine Romani imperii], in: &amp;#039;&amp;#039;Geschichtsquellen des deutschen Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Engelbert unterfütterte seine stark von aristotelischen Überlegungen geprägte Argumentation mit Vergleichen aus der Natur- und Sozialphilosophie.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. zur Interpretation Karl Ubl: &amp;#039;&amp;#039;Engelbert von Admont. Ein Gelehrter im Spannungsfeld von Aristotelismus und christlicher Überlieferung.&amp;#039;&amp;#039; Wien/München 2000, S. 155 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ging dabei von einer natürlichen Hierarchie der Menschen aus, die er mit der Rangordnung in der Natur vergleicht: So gebe es bei den Menschen höher stehende Personen, die durch ihren Intellekt die anderen überragen und damit besser zur Herrschaft befähigt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Engelbert, &amp;#039;&amp;#039;De ortu et fine&amp;#039;&amp;#039; 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die politisch denkenden Menschen streben demnach nach einer gerechten, tugendhaften Herrschaft und wählen jemanden aus ihrer Mitte, den sie für den geeignetsten Anführer halten. Eine gute Herrschaft sei eine gerechte Herrschaft, in der sich der Herrschende um das Wohl seiner Untertanen kümmert, womit das Glück im Gemeinwesen wachsen würde. Frieden für die Menschen im Gemeinwesen könne durch die Universalmonarchie verwirklicht werden. Ebenso wie in der Natur, so existiert auch bei den Menschen eine Rangordnung: Wie der Adler und der Löwe über die Tiere herrschen, so ordnet sich das Haus dem Dorf, das Dorf der Stadt und schließlich die Stadt dem König unter.&amp;lt;ref&amp;gt;Engelbert, &amp;#039;&amp;#039;De ortu et fine&amp;#039;&amp;#039; 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Königreiche wiederum müssen dem Imperium untergeordnet sein. Dies sei zur Wahrung der Einheit der Christenheit notwendig, da der Kaiser den Glauben besser verteidigen könne als zersplitterte einzelne Reiche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Engelberts Vorstellung vom Weltkaisertum ähnelte in Teilen [[Dante]]s Theorie in dessen Werk &amp;#039;&amp;#039;[[Monarchia]]&amp;#039;&amp;#039;, doch ergeben sich einige wichtige Unterschiede.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Karl Ubl: &amp;#039;&amp;#039;Engelbert von Admont. Ein Gelehrter im Spannungsfeld von Aristotelismus und christlicher Überlieferung.&amp;#039;&amp;#039; Wien/München 2000, S. 160 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Engelbert war fest in der christlichen Heilsgeschichte verwurzelt und warnte vor dem Verfall und dem Ende des Imperiums. Diese eschatologische Komponente fehlt bei Dante. Während für Dante Jenseitsvorstellungen keine größere Rolle spielten, betonte Engelbert die Funktion des Kaisers als Schirmherr der Christenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Engelberts Überlegungen sind ein Beispiel für die im [[Spätmittelalter]] und hier vor allem im frühen 14. Jahrhundert noch einmal aufkommende Diskussion unter Gelehrten im Reich über Bedeutung und Stellung des Kaisertums als Universalmacht.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Karl Ubl: &amp;#039;&amp;#039;Die Rechte des Kaisers in der Theorie deutscher Gelehrter des 14. Jahrhunderts (Engelbert von Admont, Lupold von Bebenburg, Konrad von Megenberg).&amp;#039;&amp;#039; In: Claudia Märtl u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Konrad von Megenberg (1309–1374) und sein Werk.&amp;#039;&amp;#039; München 2006, S. 353–387.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist kein Zufall, dass dies in der Zeit der Kaiser [[Heinrich VII. (HRR)|Heinrichs VII.]] und [[Ludwig IV. (HRR)|Ludwigs IV.]] geschah, als das letzte Mal der theoretische Streit über die Bedeutung des universalen Kaisertums ausgetragen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{ADB|6|128|129|Engelbert von Admont|[[Johann Friedrich von Schulte]]|ADB:Engelbert von Admont}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|4|509|510|Engelbert von Admont|Sabine Krüger|118530321}}&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629022737/http://www.bautz.de/bbkl/e/engelbert_v_a.shtml |autor=[[Friedrich Wilhelm Bautz]] |artikel=Engelbert von Admont|band=1|spalten=1509-1510}}&lt;br /&gt;
* [[Helmut Engelbrecht]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des österreichischen Bildungswesens I. Von den Anfängen bis in die Zeit des Humanismus.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1982.&lt;br /&gt;
* Pia Ernstbrunner: &amp;#039;&amp;#039;Der Musiktraktat des Engelbert von Admont (ca. 1250–1331).&amp;#039;&amp;#039; Schneider, Tutzing 1998, ISBN 3-7952-0933-1 (zugleich: Wien, Universität, Dissertation, 1995).&lt;br /&gt;
* [[Karl Ubl]]: &amp;#039;&amp;#039;Engelbert von Admont. Ein Gelehrter im Spannungsfeld von Aristotelismus und christlicher Überlieferung.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, Wien/München 2000, ISBN 3-7029-0449-2 (zugleich: Heidelberg, Universität, Dissertation, 1999/2000).&lt;br /&gt;
* Michael Zozmann: De regimine principum 2.0 – Zur Anwendung von Methoden der Digital Humanities in der Mediävistik am Beispiel der semantischen Untersuchung von zwei Fürstenspiegeln aus der Zeit um 1300, Bielefeld 2018 (zugleich: Bielefeld, Universität, Dissertation).[https://pub.uni-bielefeld.de/record/2920835].&lt;br /&gt;
* [[Werner Ogris]]: Art. &amp;#039;&amp;#039;Engelbert von Admont.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Albrecht Cordes]], [[Heiner Lück]], [[Dieter Werkmüller]], [[Ruth Schmidt-Wiegand]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte]].&amp;#039;&amp;#039; 2., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage. Band I, Erich Schmidt Verlag, Berlin 2008, Sp. 1327–1328.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118530321}}&lt;br /&gt;
* {{Geschichtsquellen Person|118530321|Engelbertus abbas Admontensis}}&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Engelbert_von_Admont}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Heinrich II. von Admont|Heinrich II.]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=[[Eckard von Lauterbeck]]&lt;br /&gt;
|AMT=[[Liste der Äbte von Admont|Abt von Stift Admont]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=1297–1327&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118530321|LCCN=nr/98/30771|VIAF=36891982}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Engelbert #Admont}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (14. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katholischer Theologe (14. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abt (Admont)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 13. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1331]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Engelbert von Admont&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Abt des Stiftes Admont&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1250&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Volkersdorf, Gemeinde [[Hart-Purgstall|Purgstall]], [[Steiermark]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Mai 1331 oder 12. Mai 1331&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Admont]], Steiermark&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Benowar</name></author>
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