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	<title>Energieversorgung - Versionsgeschichte</title>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Energieversorgung&amp;diff=179378&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Daniel Gerigk: fix typos</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Energieversorgung&amp;diff=179378&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-19T11:18:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;fix typos&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit der Energieversorgung im technischen Sinne. Für die energieliefernden Prozesse bei Lebewesen siehe [[Energiestoffwechsel]], für den Spezialfall in der Muskelzelle siehe [[Energiebereitstellung]], für die Ernährungsweise von Lebewesen siehe [[Stoff- und Energiewechsel]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Energieversorgung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die Versorgung von Endkunden mit [[Elektrische Energie|Strom]], [[Erdgas|Gas]] und [[Fernwärme]]. Traditionell handelt es sich um einen Aufgabenbereich [[Kommunales Unternehmen|kommunaler Unternehmen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Energieversorgung bezeichnet nach der im [[Energiewirtschaftsgesetz]] (EnWG) hinterlegten Definition die Versorgung von Endverbrauchern mit den [[Leitungsnetz|leitungsgebundenen]] Energieträgern [[Elektrischer Strom]], [[Erdgas|Gas]] und [[Fernwärme]]. So heißt es in der Einleitung des EnWG:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Zweck des Gesetzes ist eine möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche leitungsgebundene „Versorgung der Allgemeinheit mit Elektrizität, Gas und Wasserstoff“, die zunehmend auf erneuerbaren Energien beruht.&lt;br /&gt;
# Die Regulierung der „Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze“ dient den Zielen der Sicherstellung eines wirksamen und unverfälschten Wettbewerbs bei der Versorgung mit Elektrizität und Gas und der Sicherung eines langfristig angelegten leistungsfähigen und zuverlässigen Betriebs von „Energieversorgungsnetzen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu wird der [[Wirtschaftszweig]] gemäß [[Statistische Systematik der Wirtschaftszweige in der Europäischen Gemeinschaft|NACE]], der sich mit allen [[Energieträger]]n und der gesamten [[Wertschöpfung (Wirtschaft)|Wertschöpfungskette]] von der Erschließung der [[Energiequelle]]n bis zur Verteilung an Endverbraucher befasst als [[Energiewirtschaft]] bezeichnet. Letztere umfasst auch alle Vorstufen wie [[Steinkohlenbergbau|Stein-]] und [[Braunkohlebergbau]] oder Öl- und Gasförderung, also die Gewinnung von Energierohstoffen ({{enS|Upstream}}), dann Ferntransport, Speicherung und Veredelung z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Pipeline]]s und [[Erdölraffinerie]]n ({{enS|Midstream}}) sowie die nicht-leitungsgebundene Verteilung von Fest- und Flüssigbrennstoffen. Dieser Weg der Energie von Import und Förderung über die Wandlung in andere Energieformen bis zum Endverbrauch wird von Industrieländern in [[Energiebilanz (Energiewirtschaft)|Energiebilanzen]] quantitativ verfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Geschichte der deutschen Elektrizitätswirtschaft|Geschichte der deutschen Gasversorgung|}}&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Geschichte der Windenergienutzung|Geschichte der Photovoltaik}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In industriell hoch entwickelten Ländern haben sich seit dem 19. Jahrhundert [[Unternehmen]] mit der Bereitstellung von technisch bequem nutzbarer und wirtschaftlich hervorragend kontrollierbarer Energie für den allgemeinen Verbrauch beschäftigt. Hierbei stand zunächst die [[Geschichte der deutschen Gasversorgung|Gasversorgung]] mit [[Stadtgas]], dann die preisgünstige und zuverlässige [[Stromerzeugung|Erzeugung elektrischer Energie]] sowie die Übertragung an die [[Verbraucher]] im Vordergrund. Sehr schnell zogen die Kommunen die Versorgung mit Strom und Gas als kommunale Aufgabe weitgehend an sich. Dabei nutzten sie ihr [[Wegerecht]] und das noch heute vorhandene Instrument des [[Konzessionsvertrag]]es, um ihr städtisches Versorgungsgebiet gegen andere Anbieter zu verteidigen. Die städtischen Werke waren dabei für Beschaffung und Vertrieb von Strom und Gas wie auch für den Bau und den Betrieb der Netze verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies wurde erst durch die [[Liberalisierung der Energieversorgung|Neuregulierung der Energiewirtschaft]] im Jahre 1996 aufgehoben. Seither gelten die oben beschriebenen gesetzlichen Rollenverteilungen und eine freie Lieferantenwahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Energieversorgungsunternehmen ==&lt;br /&gt;
Energieversorgungsunternehmen i.&amp;amp;nbsp;S.&amp;amp;nbsp;v. {{§|3|enwg_2005|juris}}&amp;amp;nbsp;Nr.&amp;amp;nbsp;18&amp;amp;nbsp;EnWG sind „natürliche oder juristische Personen, die Energie an andere liefern, ein Energieversorgungsnetz betreiben oder an einem Energieversorgungsnetz als Eigentümer Verfügungsbefugnis besitzen; der Betrieb einer Kundenanlage oder einer Kundenanlage zur betrieblichen Eigenversorgung macht den Betreiber nicht zum Energieversorgungsunternehmen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rollen in der Energieversorgung ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Energiemarkt#Marktdesign der Energiewirtschaft}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das EnWG unterscheidet verschiedene Rollen in der Energieversorgung. Diese Rollen sind Gegenstand europäischer Regulierung und wurden in allen europäischen Ländern so umgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Übertragungsnetzbetreiber]] Strom (ÜNB) bzw. [[Marktgebiet (Erdgas)|Marktgebietsverantwortlicher]] Gas (MGV)&lt;br /&gt;
* Verteilnetzbetreiber Strom (VNB)&lt;br /&gt;
* Lieferant: dies ist der Vertragspartner, mit dem der Strom- oder Gasvertrag abgeschlossen wird&lt;br /&gt;
* [[Bilanzkreisverantwortlicher]]: Über den Bilanzkreisverantwortlichen läuft der [[Stromhandel|Energiehandel]]. Er muss gegenüber dem Übertragungsnetzbetreiber sicherstellen, dass der Bilanzkreis ausgeglichen ist, d.&amp;amp;nbsp;h. ebenso viel Energie pro Viertelstunde gekauft oder eingespeist wie verkauft oder geliefert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lieferanten können einen eigenen Bilanzkreis führen und selbst im Energiehandel tätig sein, sie können dies aber auch anderen überlassen, die in ihrem Auftrag Energiehandelsverträge abschließen. Netzbetrieb und Energielieferung müssen von getrennten Unternehmen wahrgenommen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/index.html#BJNR197010005BJNE000203377 |titel=Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung |abruf=2022-07-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lieferanten ===&lt;br /&gt;
Der Lieferant (LF) ist verantwortlich für die Belieferung von Marktlokationen (Zählpunkten), die Energie verbrauchen und die Abnahme der Energie von Marktlokationen, die Energie erzeugen. Lieferanten sind die Vertragspartner für den Endkunden. Lieferanten müssen mit den Verteilnetzbetreibern, aus deren Netzen Energie entnommen oder in deren Netze Energie eingespeist werden soll sogenannte [[Lieferantenrahmenvertrag|Lieferantenrahmenverträge]] abschließen. Dies regelt den Zugang zum Energieversorgungsnetz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um seine Kunden versorgen zu können, muss der Lieferant:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Absatzprognosen für Strom- und Gasabsatz im Haushaltskundenportfolio erstellen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://energiewirtschaft.blog/beschaffungsstrategie-strom/ |titel=Beschaffungsstrategie Strom &amp;amp; Gas |abruf=2022-07-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Lastprognose]]n für individuelle (Groß-)kunden erstellen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* eine Einkaufsstrategie am Terminmarkt umsetzen und selbst oder über Vermittler an den Strom-, CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;- und Gashandelsmärkten teilnehmen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Terminpreise stunden- oder viertelstundenscharf prognostizieren (siehe [[HPFC]]),&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://energiewirtschaft.blog/hpfc/ |titel=Die HPFC |abruf=2022-07-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Preise kalkulieren und Mengen-, Preis- und Bonitätsrisiken kalkulieren,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://energiewirtschaft.blog/risikomanagement/ |titel=Risikomanagement nach KonTraG |abruf=2022-07-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* sein Produktportfolio gestalten und sich mit Stromqualitäten (Grünstrom) und Zertifikaten auseinandersetzen,&lt;br /&gt;
* im Rahmen einer [[Wärmewende]] möglicherweise das [[Fernwärme]]netz und den entsprechenden Absatz ausbauen und den Anteil [[Erneuerbare Wärme|erneuerbarer Wärme]] erhöhen,&lt;br /&gt;
* möglicherweise in eigene Stromerzeugung investieren und solche Projekte planen und durchrechnen&lt;br /&gt;
* eigene Kraftwerke am Markt optimal einsetzen (siehe [[Kraftwerkseinsatzoptimierung]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grundversorger ===&lt;br /&gt;
Ein spezieller Lieferant ist in jedem Netzgebiet der Grundversorger. Es ist der Lieferant, der die meisten Haushaltskunden in einem Netzgebiet der allgemeinen Versorgung beliefert. Der Grundversorger ist verpflichtet, jeden Haushaltskunden im Netzgebiet zu allgemeinen öffentlich bekanntgegebenen Preisen zu versorgen. Regelungen dazu finden sich in §&amp;amp;nbsp;36 EnWG. Beim Grundversorger landen somit Kunden mit schlechter Bonität, die anderweitig keinen Vertrag abschließen können oder gleichgültige Stromabnehmer, die ihren Vertrag durch Nutzung der Steckdose abschließen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Netzbetreiber ===&lt;br /&gt;
Der Netzbetrieb bleibt auch nach der Neuregulierung seit 1996 als natürliches Monopol erhalten. Daher werden von der [[Bundesnetzagentur]] Gewinnobergrenzen festgesetzt. Mögliche Gewinne für die Netzbetreiber ergeben sich aus einem Bonus-/Malussystem für die Netzqualität, die sich an einem Durchschnitt orientieren. Mit Regulierungskonten werden Bonus- oder Malusumstände aus dem einen Jahr erst im Folgejahr für die Netzbetreiber kassenwirksam. Störungen des Netzes die länger als drei Minuten andauern, müssen der Bundesnetzagentur gemeldet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Energieträger ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fossile Energiequellen ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Fossile Energie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bindungsenergie (Chemie)|chemische Bindungsenergie]] der organischen, kohlenstoffhaltigen Substanzen kann sehr leicht durch [[Verbrennung (Chemie)|Verbrennen]] in thermische Energie überführt werden. Die meisten hochverfügbaren und mit geringem technischem Aufwand [[Heizstoff|verheizbaren]] Materialien sind Kohlenwasserstoffe, die aus den Zuckern der [[Assimilation (Biologie)|Kohlenstoff-Assimilation]] [[Phototrophie|phototropher]] Pflanzen stammen. Die [[Energiedichte]] der bei vollständiger Verbrennung des Ausgangsstoffs freigesetzten Energie pro Kilogramm ist bei fossilen Kohlenwasserstoffen befriedigend. Die fossilen Energieträger sind ein Brennstoffkonzentrat aus prähistorischer [[Biomasse]]; sie wurden deshalb zu den bevorzugten Primärquellen der Energieversorgung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Verbrennung (Chemie)|Verbrennen]] von fossilen Energieträgern wie Öl oder Kohle entstehen große Mengen des [[Treibhausgas]]es [[Kohlendioxid]] (je ein Kohlenstoffatom und zwei Sauerstoff-Atome bilden ein CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Molekül), das zur [[Globale Erwärmung|globalen Erwärmung]] beiträgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erneuerbare Energien ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Erneuerbare Energien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Sonnenlicht, dem Wind, dem Erdmantel sowie dem Wasser befindliche Energie kann mit Hilfe von erneuerbaren Energien genutzt werden. Dies geschieht über [[Windkraftanlage]]n, [[Photovoltaik]]- und [[Solarthermie]]anlagen, [[Geothermiekraftwerk]]e, [[Wasserkraftwerk]]e sowie die [[Biomasse]]nutzung. Während die [[Wasserkraft]] eine schon seit langer Zeit genutzte Technologie darstellt, handelt es sich bei den anderen Technologien wie der Photovoltaik oder der Stromerzeugung mittels [[Windenergie]] um relativ neue Möglichkeiten der Energiewandlung, die erst seit den 1980er und 1990er Jahren verstärkt zum Einsatz kommen, jedoch hohe Wachstumsraten aufweisen. Sie werden in vielen Ländern im Hinblick auf den [[Umweltschutz|Umwelt-]] und [[Klimaschutz]] sowie ihrer [[CO2-Neutralität|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Neutralität]] gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Holz|Hölzer]] und sonstige [[Biomasse]] als Träger energiereicher, unter Nutzung von Sonnenenergie nachwachsender Kohlenstoffverbindungen müssen getrocknet werden und weisen auch dann noch einen geringeren spezifischen [[Heizwert]] auf, als die Fraktionsprodukte aus der Mineralölindustrie. Die Erzeugung der Energieträger ([[Biogas]] und [[Biokraftstoff]]) für Zwecke der Energieversorgung in volkswirtschaftlich relevantem Maßstab ist nicht unproblematisch, wie man dem Spannungsverhältnis zur Lebensmittelversorgung und zu Natur- und Landschaftsschutz entnehmen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kernbrennstoffe ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kernenergie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kernbrennstoff]]e wie [[Uran]] und [[Plutonium]] können in [[Kernreaktor]]en [[Kernspaltung|gespalten]] werden, um Wärmeenergie zu erzeugen, um Wasser zu verdampfen und um damit Turbinen anzutreiben, die dann – wie in allen anderen [[Wärmekraftwerk]]en auch – in Generatoren elektrischen Strom erzeugen. So kann elektrische Energie ohne den Ausstoß von klimaschädlichen Gasen wie CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; gewonnen werden, allerdings fallen [[Atommüll|radioaktive Abfälle]] an, deren [[Endlagerung]] bislang ungeklärt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Katastrophe von Tschernobyl]] hat der Akzeptanz von [[Kernkraftwerk]]en sehr geschadet und in manchen Staaten wie Italien zum [[Atomausstieg|Ausstieg]] aus dieser Art der Energieerzeugung geführt. Andere Staaten wie Frankreich haben sich davon [[Kernenergie in Frankreich|nicht beeinflussen lassen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Schweden wurde am 23. März 1980 eine [[Referendum|Volksabstimmung]] gegen Kernenergie erfolgreich durchgeführt. Der nachfolgende Beschluss des [[Reichstag (Schweden)|Parlamentes]], keine weiteren Kernkraftwerke mehr zu bauen und die vier vorhandenen bis 2000 abzuschalten, wurde am 5. Februar 2009 revidiert:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.n-tv.de/politik/Schweden-baut-wieder-AKW-article52127.html Schweden erneuert KKW]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das 1980 beschlossene Verbot von Reaktorneubauten wurde aufgehoben. Die zehn schwedischen Kernreaktoren dürfen erneuert und erweitert werden. Auch nach der [[Nuklearkatastrophe von Fukushima]] (2011) hält Schweden am Einsatz der Kernenergie fest.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://schweden-aktuell.blogspot.com/2011/03/kernkraft-in-schweden.html &amp;#039;&amp;#039;Kernkraft in Schweden.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Schweden aktuell.&amp;#039;&amp;#039; 30. März 2011, eingefügt am 16. März 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/print/wams/politik/article13437444/Kernkraft-Darum-stieg-Schweden-wieder-ein.html &amp;#039;&amp;#039;Kernkraft: Darum stieg Schweden wieder ein.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Welt am Sonntag.&amp;#039;&amp;#039; 19. Juni 2011, eingefügt am 16. März 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kernenergie in Schweden}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutschland hat im April 2023 die letzten drei Kernreaktoren endgültig abgeschaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Kernenergie in der Schweiz|Schweiz]] wurde, mit Annahme der [[Energiestrategie 2050]] am 21. Mai 2017, ein Bewilligungsverbot für neue Kernkraftwerke erlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Rohenergie“ der Energiequellen wie Erdöl und Uran ist oft nicht ohne vorhergehende Wandlung nutzbar und wird deshalb teilweise in transportfähige und speicherbare Energieträger [[Energie#Energieformen|umgewandelt]]. Nur auf diese Weise kann eine flächendeckende Energieversorgung geschaffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Primär- und Sekundärenergie ===&lt;br /&gt;
[[Energieträger]] werden in primäre und sekundäre Energieträger unterschieden. Primäre Energieträger werden direkt gefördert. Es handelt sich zum Beispiel um [[Erdöl]], [[Kohle]] und [[Gas]]. Sekundäre Energieträger gehen aus primären Energieträgern durch eine verlustbehaftete [[Energiewandler|Wandlung]] hervor, zum Beispiel Kraftstoffe und Strom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kombination aus Primär- und Sekundärenergien, die tatsächlich verbraucht wird, bezeichnet man als [[Endenergie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Weltenergiebedarf]] ist die Menge an [[Primärenergie]], die weltweit im Jahr benötigt wird. Er ist in den letzten Jahren und Jahrzehnten deutlich angestiegen. Da fossile Energien endlich und immer teurer und aufwändiger zu fördern sind, ist ein Wohlstand, wie er in den heutigen Industrieländern vorhanden ist nur für alle Nationen erreichbar, wenn er mit deutlich geringerem Energiebedarf und auf Basis erneuerbarer Energieträger erreicht werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektrische Energie ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Stromerzeugung|Stromerzeugung in Deutschland|Stromhandel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mit Abstand vielseitigste Energieart ist die elektrische Energie, die Grundlage der Elektrizitätsversorgung. Elektrische Energie lässt sich mit sehr geringen Verlusten in alle anderen Energiearten umwandeln. Die außergewöhnlich universelle Verwendbarkeit der elektrischen Energie drückt sich in der breiten Verfügbarkeit von Wandlern aus, die elektrische Energie in Wärmeenergie ([[Elektrogebäudeheizung|Elektroheizung]]), kinetische Energie ([[Motor]]), Lichtenergie ([[Leuchtmittel]]), Schallenergie ([[Lautsprecher]]), elektromagnetische Wellen ([[Sendeanlage]]), chemische Energieformen ([[Elektrolyse]]) oder potentielle Energie ([[Elektromagnet]]) umwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strom hält jedoch in Deutschland nur etwa 20 % am Endenergieverbrauch. Eine größere Rolle spielen das im Verkehrssektor verbrauchte Erdöl und das im Wärmemarkt benötigte Erdgas.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptnachteil der elektrischen Energie ist deren begrenzte Speicherbarkeit. Sie lässt sich zwar in geringen Mengen in [[Kondensator (Elektrotechnik)|Kondensatoren]] speichern, für nennenswerte Energiemengen sind jedoch [[Energiespeicher#Speichern elektrischer Energie|verlustbehaftete]] Umwege über andere Energiearten in [[Akkumulator]]en, [[Pumpspeicherwerk]]en oder [[Druckluftspeicherkraftwerk|Druckluftspeichern]] erforderlich. Andere [[Energiespeicher]] wie [[Wasserstoffwirtschaft|Wasserstoff]] oder [[Schwungrad|Schwungräder]] werden dagegen gegenwärtig nur für relativ geringe Energiemengen genutzt (siehe auch Energiespeicher). Die [[Windgas#Speicherkapazität des deutschen Erdgasnetzes|Speicherkapazität des deutschen Erdgasnetzes]] für Wasserstoff liegt bei mehr als 200.000 GWh und kann den Energiebedarf mehrerer Monate zwischenspeichern.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.iee.fraunhofer.de/de/presse-infothek/Presse-Medien/Pressemitteilungen/2010/oekostrom_als_erdgasspeichern.html Ökostrom als Erdgas speichern] (Quelle: Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik Stand: 26. April 2010)&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Vergleich: die Kapazität aller deutschen [[Pumpspeicherkraftwerk]]e beträgt dagegen nur 40 GWh. Das Erdgasnetz ist für die Aufnahme von Wasserstoff geeignet.&amp;lt;ref&amp;gt;Jens Hüttenrauch, Gert Müller-Syring: {{Webarchiv |url=https://www.gat-kongress.de/fileadmin/gat/newsletter/pdf/pdf_2010/03_2010/internet_68-71_Huettenrauch.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Zumischung von Wasserstoff zum Erdgas.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20161218181541}} (Quelle: Deutscher Verein des Gas und Wasserfaches Stand Oktober 2010; PDF-Datei; 176&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Speicherbedarf einer künftigen Stromversorgung in Deutschland, die zu 80 % auf Windkraft- und Photovoltaikanlagen basiert, wird mit 30.000 GWh abgeschätzt und wäre damit bereits problemlos durch die vorhandenen Gasspeicher zu decken.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Volker Quaschning]]: [https://www.volker-quaschning.de/artikel/2012-05-Licht-aus/index.php &amp;#039;&amp;#039;Würde da nicht das Licht ausgehen?&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Sonne Wind &amp;amp; Wärme.&amp;#039;&amp;#039; 07/2012, S. 10–12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ebenfalls gelegentlich vorgeschlagene Speicherung größerer Energiemengen zum Ausgleich von Schwankungen in der Stromversorgung in ganz Europa mit Pumpspeicherkraftwerken in Skandinavien oder den Alpen ist mit dem gegenwärtigen Stromnetzen nicht realisierbar. Aufgrund der hohen Verluste, die bei Wechselstromübertragung über große Distanzen entstehen, müsste dazu zunächst das derzeitige Höchstspannungsnetz mit 420&amp;amp;nbsp;kV durch eines mit ca. 1250&amp;amp;nbsp;kV überlagert oder eine [[Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung]] (HGÜ) aufgebaut werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Moll:&amp;lt;!-- toter link, kein Ersatz [http://wstreaming.zdf.de/zdf/veryhigh/070612_blackout.asx --&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Der große Blackout und die Strategien dagegen.&amp;#039;&amp;#039; (Film im wmv-Format), 3sat hitec, 17. Juni 2007.&amp;lt;!-- toter link, kein Ersatz, [http://c36000-o.w.core.cdn.streamfarm.net/36000zdf/ondemand/3546zdf/zdf/zdf/07/06/070612_blackout_vh.wmv Alternativlink] --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Errichtung, Betrieb und Instandhaltung elektrischer Übertragungsnetze und die elektrischen Übertragungsverluste verursachen Kosten. Deshalb ist es bei der Standortwahl von Kraftwerken unbedingt erforderlich zu prüfen, ob die Umwandlung in elektrische Energie entfernt vom Ort des Verbrauchs erfolgt (verbrauchsferne Erzeugung) und dann übertragen wird. Mitunter ist es wirtschaftlicher, flüssige oder gasförmige Energieträger wie Öl, [[Erdgas]], [[Industriegas]]e, [[Fernwärme]] und [[Nahwärme]] über Rohrleitungen ([[Pipeline]]) zu transportieren und Kraftwerke direkt dort zu errichten, wo die elektrische Energie benötigt wird (verbrauchsnahe Erzeugung).[[Datei:Endenergieverbrauch Nach Anwendungsbereichen.png|mini|323x323px|Endenergieverbrauch nach Anwendungsbereichen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erdgas ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Erdgas|Gashandel|Energiemarkt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erdgas wird in Deutschland und in vielen anderen Industrieländern hauptsächlich zur Versorgung mit Nutzwärme in der Industrie und in Wohngebäuden genutzt. Um den Erdgasverbrauch zu senken, ist somit eine neue Strategie in der Wärmeversorgung, d.&amp;amp;nbsp;h. eine [[Wärmewende]], erforderlich. Erdgas wird über ein weltweites [[Pipeline]]netz verteilt, in geringem Maße auch als [[Flüssigerdgas|LNG]] verflüssigt und verschifft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anteil von Gas am Primärenergieverbrauch in Deutschland beträgt ca. 23 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Tortendiagramm&lt;br /&gt;
|caption = Gasverbrauch in Deutschland 2019, Zahlen: AG Energiebilanzen, Energiebilanz 2019&lt;br /&gt;
|value1=4.0|value2=4.6|value3=12.1|value4=29.5|value5=0.2|value6=24.6|value7=25.0|label1=Kokereien, Steinkohlezechen, Mineralölindustrie, Erdöl- und Erdgasgewinnung …|label2=Nichtenergetischer Verbrauch|label3=Gewerbe, Handel u.Dienstleistungen|label4=Haushalte (Heizung)|label5=Verkehr|label6=Industrie|label7=Strom- und Heizkraftwerke}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wird nach Energiebilanz Deutschland ca. 40 % des Primärenergiebedarfs an Erdgas von Haushalt und Gewerbe verwendet, 29 % allein für die Heizung privater Haushalte. Dagegen beträgt der gesamte industrielle Bedarf (Stand 2019) nur 24 % des Primärenergiebedarfs.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ag-energiebilanzen.de/daten-und-fakten/bilanzen-1990-bis-2019/?wpv-jahresbereich-bilanz=2011-2020 |titel=AG Energiebilanzen – Energiebilanzen 2018 und 2019 |sprache=de |abruf=2022-03-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erdgas wird weiterhin in [[Gasturbinenkraftwerk]]en, [[GuD-Kraftwerk]]en sowie Gasmotorenkraftwerken verstromt. Diese Kraftwerke werden in Deutschland in erster Linie zur Deckung von [[Spitzenlast]] verwendet, die Leistung der dort genutzten [[Gasturbine]]n kann – im Vergleich zu Kohle- und Kernkraftwerken – gut (das heißt: zeitnah) geregelt werden. Nach der [[Energiebilanz (Energiewirtschaft)|Energiebilanz Deutschlands]] von 2019 ging ca. 24 % des Primärenergiebedarfs an Erdgas in Deutschland in die Stromerzeugung. Der Anteil von Erdgas an der Stromerzeugung (am erzeugten Strom) in Deutschland im Jahr 2019 lag bei 15 %. Er ist durch die [[Energiewende]] nicht wesentlich gesunken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bdew.de/energie/stromerzeugung-in-deutschland-nach-energietraegern-2019/ |titel=Nettostromerzeugung nach Energieträgern |abruf=2022-03-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In einigen Ländern spielt die Stromproduktion aus Gas eine größere Rolle, so wird in Russland ca. 50 % des Stroms aus Gas erzeugt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dena.de/fileadmin/dena/Dokumente/Pdf/3097_Laenderprofil_Russland_REG.pdf |titel=Länderprofil Russland |format=PDF |abruf=2022-04-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Anteil von 25,6 % haben Gase, die neben Erdgas auch Flüssiggas, [[Raffineriegas]], [[Kokereigas]] und [[Gichtgas]] beinhalten, den zweitgrößten Anteil vom [[Endenergie]]verbrauch in Deutschland im Jahr 2018. Strom hält im Vergleich dazu nur etwa 20 % am Endenergieverbrauch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Energie/energiedaten-gesamtausgabe.html |titel=Gesamtausgabe der Energiedaten – Datensammlung des BMWI |titelerg=xlsx Dokument |werk=bmwi.de |hrsg=Bundesministerium für Wirtschaft und Energie |datum=2020-06-22 |abruf=2020-08-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erdöl ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Erdöl|Kraftstoff}}&lt;br /&gt;
Erdöl wird weltweit über Pipelines distributiert und verschifft. Mineralöl machte im Jahr 2017 34 % des deutschen Primärenergieverbrauchs und 29 % des deutschen Endenergieverbrauchs aus. Hauptverbraucher ist der Verkehrssektor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Energieträger ===&lt;br /&gt;
Die Verteilung von Feststoffen wie [[Steinkohle]] und [[Holz]] oder Kleinmengen von [[Heizöl]] und [[Kraftstoff]] ([[Motorenbenzin|Benzin]] und [[Dieselkraftstoff]]) erfolgt durch Verschiffung, Bahntransport und LKW.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Energiespeicher ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Energiespeicher}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Umstieg auf [[Erneuerbare Energie|regenerative Energiequellen]] müssen ausreichend dimensionierte Energiespeicher errichtet werden. Für dieses Fernziel gibt es aktuell noch keinen erprobten und wirtschaftlichen Lösungsansatz. Große Bedeutung als Langfristspeicher wird der [[Power-to-Gas]]-Technologie zugebilligt, von der bisher (Stand 2013) jedoch nur eine Reihe von Testanlagen in Betrieb sind. Für die Speicherung kleiner Strommengen über Stunden und Tage stehen [[Pumpspeicherkraftwerk]]e zur Verfügung. Für Wohn- und Gewerbegebäude existieren [[Wärmespeicher]], in denen während der warmen Jahreszeit gewonnene solarthermische Energie gespeichert werden kann, sodass während des Winterhalbjahres nur geringfügig zugeheizt werden muss (siehe auch: [[Sonnenhaus]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Peter Cissek |url=https://www.otz.de/wirtschaft/article218670577/Mit-120-Euro-Heizkosten-durchs-Jahr-Im-Ganzjahres-Solarhaus-in-Neustadt.html |titel=Mit 120 Euro Heizkosten durchs Jahr: Im Ganzjahres-Solarhaus in Neustadt |werk=[[Ostthüringer Zeitung]] |datum=2012-06-01 |sprache=de |abruf=2013-12-13 |kommentar=Bezahlschranke, archiviert 2013 von Archive.today}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Speicherung von fossilen Energieträgern wie [[Erdgas]] oder Erdöl zum jahreszeitlichen Ausgleich wird mit [[Untergrundspeicher]]n bewältigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sicherheitsrisiken ==&lt;br /&gt;
Durch die enorme Abhängigkeit der modernen Industriestaaten von ihrer Energieversorgung würde ein militärischer Angriff oder eine Sabotageaktion einen erheblichen wirtschaftlichen und humanitären Schaden anrichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betriebsgebäude, Leitungsnetze, Schaltwarten etc. zählen deshalb zur sogenannten [[Kritische Infrastruktur|Kritischen Infrastruktur]] (KRITIS).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== USA ===&lt;br /&gt;
In den [[USA]] bestehen auf Regierungsebene seit den [[90er Jahre]], verstärkt nach [[Terroranschläge am 11. September 2001|den Terroranschlägen am 11. September 2001]], intensive Bemühungen, diese Risiken zu analysieren und Notfallszenarien zu erarbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://irp.fas.org/offdocs/pdd/CIP_2001_CongRept.pdf |titel=Report of the President of the United States on the status of Federal Critical Infrastructure Protection activities |format=PDF |sprache=en |abruf=2021-01-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europäische Union ===&lt;br /&gt;
2004 wurde vom [[Europarat|europäischen Rat]] vorgeschlagen eine Strategie für den Schutz von kritischen Infrastrukturen zu formulieren und 2008 eine entsprechende Richtlinie der [[Europäische Union|Europäischen Union]] veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{EU-Richtlinie|2008|114|titel=des Rates vom 8. Dezember 2008 über die Ermittlung und Ausweisung europäischer kritischer Infrastrukturen und die Bewertung der Notwendigkeit, ihren Schutz zu verbessern |abruf=2021-01-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es folgte die Entwicklung eines „Europäischen Programmes für den Schutz kritischer Infrastrukturen“ (EPSKI).&amp;lt;ref&amp;gt;{{CELEX|52006DC0786|&amp;#039;&amp;#039;Mitteilung der Kommission über ein Europäisches Programm für den Schutz kritischer Infrastrukturen&amp;#039;&amp;#039; |abruf=2021-01-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2022 machten [[Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines|Explosionen an den Erdgas-Pipelines in der Ostsee]] zwischen Russland und Deutschland den Gastransport unmöglich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/nordstream-pipelines-ermittlungen-101.html |titel=Nord-Stream-Pipelines Keine gemeinsamen Ermittlungen |abruf=2021-01-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ukraine ===&lt;br /&gt;
Die Angriffe der russischen Armee mit Langstreckenraketen und Drohnen im Rahmen des [[Russischer Überfall auf die Ukraine 2022|Angriffskrieges auf die Ukraine 2022]] führten im Oktober 2022 zu massiven Störungen im Stromversorgungsnetz der Ukraine.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://edition.cnn.com/2022/10/18/europe/russia-ukraine-power-stations-energy-attacks-intl/index.html |titel=‘Massive blackouts’ as 30 % of Ukraine’s power stations destroyed in just over a week, Zelensky says |abruf=2021-01-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Blackout – Morgen ist es zu spät]]&amp;#039;&amp;#039; von Marc Elsberg aus 2012 beschreibt einen generellen Stromausfall in Europa. Das Buch wurde zum Bestseller mit 1,9 Millionen verkauften Exemplaren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung]]&lt;br /&gt;
* [[Liste von Abkürzungen zum Energiemarkt und zur Energieversorgung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wilm Tegethoff: &amp;#039;&amp;#039;Das Recht der öffentlichen Energieversorgung.&amp;#039;&amp;#039; ETV seit 1982 (Erstauflage), zusammen mit Ulrich Büdenbender, Heinz Klinger.&lt;br /&gt;
* Wilm Tegethoff: &amp;#039;&amp;#039;Probleme der räumlichen Energieversorgung.&amp;#039;&amp;#039; Vincentz, Hannover 1986, ISBN 3-87870-765-7.&lt;br /&gt;
* Jochen Monstadt: &amp;#039;&amp;#039;Die Modernisierung der Stromversorgung. Regionale Energie- und Klimapolitik im Liberalisierungs- und Privatisierungsprozess.&amp;#039;&amp;#039; Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2004, ISBN 3-531-14277-1.&lt;br /&gt;
* Thomas Schöne: &amp;#039;&amp;#039;Vertragshandbuch Stromwirtschaft. Praxisgerechte Gestaltung und rechtssichere Anwendung.&amp;#039;&amp;#039; Vwew Energieverlag, 2008, ISBN 978-3-8022-0865-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Energieversorgung für die Zukunft.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Technologien für das 21. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; F. A. Brockhaus, Leipzig/Mannheim 2000, ISBN 3-7653-7945-X, S. 203–297.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Brockhaus Mensch, Natur, Technik: Die Zukunft unseres Planeten: Der Energiemix fürs 21. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Wissenmedia, ISBN 3-7653-7946-8, S. 274–395.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Energy supply|Energieversorgung}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4014736-8}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.bgr.bund.de/cln_029/nn_454936/DE/Themen/Energie/Downloads/Energiestudie__Kurzf__2004,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Energiestudie_Kurzf_2004.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Energiestudie: Reserven, Ressourcen und Verfügbarkeit von Energierohstoffen 2016.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20170323095500}} ([[Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe|BGR]] – PDF, 27&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.oew.org/de/aktuellesartikel.php?id=526 |text=&amp;#039;&amp;#039;Energie und Umwelt – Zentrales Problem einer globalisierten Welt.&amp;#039;&amp;#039; |archive-is=20130415}} Quelle: [[Organisation für eine solidarische Welt|OEW]]&lt;br /&gt;
* [http://mazamascience.com/OilExport/index_de.html Energie Übersicht] Energie Übersicht – Eine visuelle Überprüfung der Förder- und Verbrauchs Trends der Nationen; Daten aus der BP Statistical Review 2009 (deutsch, englisch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4014736-8|LCCN=sh85043147|NDL=00561935}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Energiepolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftspolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Energiewirtschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Daniel Gerigk</name></author>
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