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	<title>Endorheisch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T16:54:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Endorheisch&amp;diff=1043312&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;RaumplanungTV: /* Abfluss */ lf</title>
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		<updated>2026-01-29T14:32:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Abfluss: &lt;/span&gt; lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Major endorheic basins.png|mini|hochkant=1.6|Die größten Regionen der Erde mit endorheischen Gewässersystemen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Endorheisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|ἔνδον|endon}} „innen“; {{lang|grc|ῥεῖν|rhein}} „fließen“) nennt man in den [[Geowissenschaft]]en [[Einzugsgebiet]]e, die keinen [[Abfluss]] ins Meer besitzen. Der Gegenbegriff ist [[exorheisch]] (Entwässerung ins Meer). Einige Hydrologen unterscheiden außerdem [[arheisch]]e Gebiete, das sind solche, die ausschließlich unterirdisch entwässern, meist Karstgebiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Endorheische Becken ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Endorheische Becken&amp;#039;&amp;#039; nennt man die Gebiete der Erde, die nicht in die Ozeane entwässern, sondern eigenständige [[Gewässersystem]]e ausbilden. Diese Gebiete umfassen etwa 13 Prozent der globalen Landoberfläche.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vorosmarty&amp;quot;&amp;gt;C. J. Vorosmarty, Balazs M. Fekete, M. Meybeck, Richard B. Lammers: &amp;#039;&amp;#039;Global system of rivers: Its role in organizing continental land mass and defining land‐to‐ocean linkages.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Global Biogeochemical Cycles.&amp;#039;&amp;#039; 14 (2), 2000, S. 599–621. [[doi:10.1029/1999GB900092]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Endgewässer nennt man &amp;#039;&amp;#039;endorheisches Gewässer&amp;#039;&amp;#039; (bei permanenter Wasserführung auch [[Endsee (Gewässer)|Endsee]]). Trotz des großen Einzugsgebiets trägt der Abfluss endorheischer Flüsse nur 1,9 Prozent zum globalen Abfluss bei;&amp;lt;ref&amp;gt;Hans H. Dürr, Goulven G. Laruelle, Cheryl M. van Kempen, Caroline P. Slomp, Michel Meybeck, Hans Middelkoop: &amp;#039;&amp;#039;Worldwide Typology of Nearshore Coastal Systems: Defining the Estuarine Filter of River Inputs to the Oceans.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Estuaries and Coasts.&amp;#039;&amp;#039; 34, 2011, S. 441–458. [[doi:10.1007/s12237-011-9381-y]]&amp;lt;/ref&amp;gt; dies liegt daran, dass es sich weit überwiegend um [[Arides Klima|aride]] Gebiete handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wfm tarim basin.jpg|mini|NASA-Photo des [[Tarimbecken]]s]]&lt;br /&gt;
Das größte endorheische Gebiet der Welt ist das zentralasiatische Becken, mit den Einzugsgebieten des [[Kaspisches Meer|Kaspischen Meeres]], des [[Aralsee]]s und des [[Balchaschsee]]s; das östliche Europa hat Anteil daran über das Einzugsgebiet der [[Wolga]], das zum Kaspischen Meer hin entwässert, es macht etwa 19 Prozent der Fläche des Kontinents aus. Allein das Einzugsgebiet des Kaspischen Meeres macht mit drei Millionen Quadratkilometern etwa zwei Prozent der globalen Landoberfläche aus; das Einzugsgebiet des Aralsees misst weitere zwei Millionen Quadratkilometer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Yapiyev&amp;quot; /&amp;gt; Weitere bedeutende endorheische Flüsse darin sind etwa [[Ili (Fluss)|Ili]], [[Tarim (Fluss)|Tarim]], [[Syrdarja]], [[Amudarja]] und [[Ural (Fluss)|Ural]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das größte endorheische (und arheische) Gebiet Nordamerikas ist das [[Großes Becken|Große Becken]] in [[Nevada]] und [[Utah]] mit Ausläufern nach [[Kalifornien]], [[Oregon]] und [[Idaho]], allein etwa die Hälfte des endorheischen Areals dieses Kontinents (insgesamt etwa zehn Prozent).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Yapiyev&amp;quot;&amp;gt;Vadim Yapiyev, Zhanay Sagintayev, Vassilis J. Inglezakis, Kanat Samarkhanov, Anne Verhoef: &amp;#039;&amp;#039;Essentials of Endorheic Basins and Lakes: A Review in the Context of Current and Future Water Resource Management and Mitigation Activities in Central Asia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Water.&amp;#039;&amp;#039; 9, 2017, article 798. [[doi:10.3390/w9100798]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Insgesamt machen die Einzugsgebiete endorheischer Flüsse in Nordamerika aber mit nur etwa zwei Prozent global den geringsten Anteil aller Kontinente aus,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vorosmarty&amp;quot; /&amp;gt; der Rest der Becken ist arheisch. In Australien ist das größte endorheische Gebiet die [[Lake Eyre|Lake-Eyre]]-Senke, mit 1,14 Millionen Quadratkilometern etwa ein Sechstel des Kontinents. Das größte endorheische Gebiet Südamerikas ist das Einzugsgebiet des [[Titicacasee]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Endorheische Flüsse ==&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;endorheischer Fluss&amp;#039;&amp;#039; (manchmal auch &amp;#039;&amp;#039;Binnenfluss&amp;#039;&amp;#039; genannt) wird entsprechend ein Fluss bezeichnet, der nicht ins Meer entwässert, sondern in ein endorheisches Stillgewässer (Beispiele: [[Wolga]] zum Kaspischen Meer, [[Jordan]] zum [[Totes Meer|Toten Meer]]) oder sich in ein abflussloses Becken ergießt (Beispiele: [[Okavangodelta|Binnendelta des Okavango]], [[Onyx River|Onyx]] zu einem der [[McMurdo Dry Valleys]]). Der Begriff ist von der &amp;#039;&amp;#039;Flussschwinde&amp;#039;&amp;#039; abzugrenzen, bei der ein Fließgewässer seinen Lauf gänzlich verliert, ohne in eine Senke zu münden – so kann ein Fluss auch nur darum schwinden, weil in [[Arides Klima|aridem Klima]] mehr Wasser verdunstet als nachfließt oder zu fließen aufhört (Beispiel: [[Wadi]]s der Sahara), oder bei durchlässigem Boden versickert ([[Versickerungsstrecke]], etwa [[Schwemmkegel]] der Südalpenflüsse in die Poebene) oder verschluckt wird ([[Ponor]]e der [[Karstgrundwasserleiter|Karstgewässer]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Endorheische Seen ==&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;endorheischer See&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Endsee (Gewässer)|abflussloser See]], der das durch die Zuflüsse zuströmende Wasser nur durch Verdunstung verliert.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;World Meteorological Organization: International Glossary of Hydrology. WMO-No. 385.&amp;#039;&amp;#039; World Meteorological Organization und United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, Genf 2012, ISBN 978-92-3-001154-3&amp;lt;!-- auch mit falscher ISBN 978-92-63-03385-8--&amp;gt;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Endorheische Seen sind häufig [[Salzsee]]n.&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Steppensee}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere typische endorheische Gewässer sind [[Kratersee]]n und [[Kar (Talform)|Karseen]] nichtarider Zonen, die ebenfalls bei Starkregen oder während der Schneeschmelze zeitweise überlaufen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abfluss ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Abfluss&amp;#039;&amp;#039; der Hydrologie impliziert, dass es sich um [[Oberflächenabfluss|oberflächlichen Abfluss]] handelt – [[Grundwasser]]austausch zwischen einem endorheischen Gebiet und Nachbararealen ist möglich. Nicht unter den Begriff ‚endorheisch‘ fallen aber Fortsetzungen als unterirdischer [[Wasserlauf]] (abflussloses Stillgewässer, [[Ponor|Schwinde oder Verschlingung]]). Hauptcharakteristik ist, dass das Wasser primär nur [[Verdunstung|verdunstet]] – es bildet sich in [[See]]n unter Umständen hohe [[Salinität]] aus ([[Totes Meer]], [[Großer Salzsee]], aber nicht unbedingt: [[Neusiedlersee]]). Beim [[Aralsee]] oder beim [[Tschadsee]] ist die Verdunstung so stark, dass sie aufgrund übermäßiger Wasserentnahme gänzlich zu verschwinden beginnen. Ein Beispiel für ein [[Gewässer#Intermittierend|intermittierendes Gewässer]] ist die [[Etosha-Pfanne]], ein den beiden vorgenannten vergleichbarer ehemaliger Salzsee, heute eine Salzwüste, die nach Ausnahmeereignissen zum Flachwassersee wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flache Becken endorheischer Entwässerungssysteme (Pfannen) können bei Starkwasser überlaufen, es entstehen dann &amp;#039;&amp;#039;[[Gewässer#Episodisch|episodische]]&amp;#039;&amp;#039; Abflüsse (Beispiel: [[Okavango]]-Becken, entwässert unter Umständen bis in die 300&amp;amp;nbsp;km entfernte [[Makgadikgadi-Pfanne]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[diarheisch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Matthias Schaefer: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Ökologie.&amp;#039;&amp;#039; 5., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2012, ISBN 978-3-8274-2561-4, S. 75 ({{Google Buch |BuchID=GYx5bEgc1m8C |Seite=75 |Linktext=Volltext |Hervorhebung=endorheisch}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Endorheic basins|Endorheische Becken}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Limnologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluss]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;RaumplanungTV</name></author>
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